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	<title>Pusinna - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T19:09:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pusinna&amp;diff=810566&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chris06: /* Verehrung und Nachleben */</title>
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		<updated>2023-09-13T12:46:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verehrung und Nachleben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Turm Herforder Munster.JPG|mini|Der Turm des Herforder Münsters St. Marien und Pusinna]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heilige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pusinna&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* 5./6. Jahrhundert bei [[Corbie]] im heutigen [[Frankreich]]; † in [[Binson-et-Orquigny|Binson]] bei [[Châlons-en-Champagne]]) galt bis zur [[Reformation]] als die [[Schutzpatron]]in von [[Herford]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
In ihrem Elternhaus lebte Pusinna (lateinisch für „das Mädchen“) zusammen mit ihren Schwestern Liutrud und Menechildis sowie drei weiteren Schwestern enthaltsam und gottesfürchtig. In späteren Jahren zog sie sich als [[Einsiedler]]in auf ihr Erbgut „vicus bausionensis“ (Binson) in der Nähe von [[Châlons-en-Champagne]] bei [[Corbie]] zurück, wo sie auch starb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verehrung und Nachleben ==&lt;br /&gt;
Pusinnas Gebeine wurden im Jahr 860 aus ihrer Einsiedelei in Binson in das [[Stift Herford]] überführt, das später den Namen „St. Marien und Pusinna“ erhielt. Dass die [[Reliquie]] in den Besitz des Damenstiftes gelangte, war dem Engagement der Äbtissin [[Haduwy von Herford|Haduwy (Hedwig)]] und ihres einflussreichen Bruders, des Grafen [[Cobbo der Jüngere]], zu verdanken, die verwandtschaftliche Beziehungen zum Hofe des westfränkischen Königs [[Karl der Kahle]] hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Herforder Reichsabtei hatte mit der [[Reliquientranslation|Translation]] der Gebeine der hl. Pusinna vergebens erhofft, durch den Besitz ihrer Reliquien an Bedeutung zu gewinnen und ein florierendes Wallfahrtswesen initiieren zu können. Um die Pusinnenverehrung auf eine breitere Basis zu stellen, wurden auch Teile der Reliquien an das Herforder Tochter[[kloster Wendhusen]] im heutigen [[Thale]] abgegeben. Von dort sollen die Reliquien später in die [[Reichsprälat|Reichsabtei]] Quedlinburg gelangt sein.&lt;br /&gt;
[[Datei:St Johannes Baptist Herford.JPG|mini|Pusinnenreliquiar im Hochaltar von St. Johannes Baptist zu Herford]]&lt;br /&gt;
[[Datei:St Johannes Baptist Herford2.JPG|mini|Der Hochaltar in St. Johannes Baptist]]&lt;br /&gt;
Die Historikerin Bodarwé sieht die Gründe dafür, dass der Pusinnenverehrung längerfristig kein größerer Erfolg beschieden war, zum einen an ihrer farblosen Lebensgeschichte, die keine markigen Wunder und denkwürdigen Taten vermerkt. Vita wie Translationsbericht schildern Pusinna als vorbildliche Gottgeweihte, weniger ihre Wundertätigkeit als ihr gottgefälliger Lebenswandel zeichnen sie aus. Sie eigneten sich für stiftisch orientierte Frauengemeinschaften wie Herford, Wendhusen und [[Stift Quedlinburg|Quedlinburg]] als Vorbild. Zum anderen dürfte jedoch auch von Bedeutung gewesen sein, dass Herford bereits in ottonischer Zeit von jüngeren Konventen wie [[Stift Gandersheim|Gandersheim]], Quedlinburg oder [[Stift Essen|Essen]] in den Schatten gestellt worden war, die andere Heilige bevorzugten und kultisch förderten. So blieb Pusinna letztlich auf den Rang einer Lokalheiligen beschränkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bodarwé 2003, S. 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Fertigstellung des Turmes des [[Herforder Münster]]s 1490 wurden Teile der Gebeine der hl. Pusinna gemeinsam mit einer Beglaubigungsurkunde der Herforder Fürstäbtissin und des Rates der Stadt in den [[Knauf|Turmknauf]] eingeschlossen. Die Reliquien und die Urkunde wurden 1854 bei einer Renovierung des Turmes wiedergefunden und nach Abschluss der damaligen Arbeiten auf Beschluss des Presbyteriums der ev.-luth. Münsterkirchengemeinde wieder in den Turmknauf eingeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüthing 1989, S. 283f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teile der Reliquien der hl. Pusinna, die sich vormals im Besitz des Herforder Damenstiftes befanden, werden heute in der katholischen Kirche [[St. Johannes Baptist (Herford)|St. Johannes Baptist]] in Herford aufbewahrt. Sie befinden sich seit der Restaurierung der Kirche 2007/08 in einem schwarzen Schrein unter dem Flügelaltar im Chorraum der Kirche. Diese Reliquien waren 1949 wieder nach Herford gelangt, nachdem sie 1939 in der Kirche von [[St. Hubertus (Heddinghausen)|St. Hubertus]] in [[Heddinghausen (Marsberg)|Heddinghausen]] (Sauerland) in einer versiegelten Umhüllung gefunden worden waren. 1677 hatte die Herforder Fürstäbtissin [[Elisabeth von der Pfalz (1618–1680)|Elisabeth von der Pfalz]] dem Fürstbischof [[Ferdinand von Fürstenberg (1626–1683)|Ferdinand II. von Paderborn]] diese Reliquien aus dem noch vorhandenen Münsterschatz geschenkt. Nur diesem Umstand ist ihre Rettung zu verdanken. Am 9. Januar 1944 erfolgte eine Teilung der Reliquien zwischen dem [[Paderborner Dom]], der katholischen Pfarrkirche in Herford und Heddinghausen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neue Westfälische]], Artikel „Restaurierte Kirche in liturgischem Licht“ vom 17. Mai 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Kirche in Heddinghausen ist Pusinna gemeinsam mit [[Mathilde (Ostfrankenreich)|Mathilde]] auf einer Glasmalerei dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.glasmalerei-ev.net/pages/b5162/b5162.shtml Forschungsstelle Glasmalerei]&amp;#039;&amp;#039;. Stand 13. September 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gedenktag der heiligen Pusinna ist der [[23. April]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Beumann]]: &amp;#039;&amp;#039;Pusinna, Liutrud und Mauritius. Quellenkritisches zur Geschichte ihrer hagiographischen Beziehungen&amp;#039;&amp;#039;. In Heinz Stoob (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ostwestfälisch-weserländische Forschungen zur geschichtlichen Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;. Münster 1970, S. 17–29.&lt;br /&gt;
* Katrinette Bodarwé: &amp;#039;&amp;#039;Pusinna. Ein Spiegel jungfräulichen Lebens&amp;#039;&amp;#039;. In: Gabriele Signori (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heiliges Westfalen. Heilige, Reliquien, Wallfahrt und Wunder im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2003, S. 32–44, ISBN 3-89534-491-5&lt;br /&gt;
* [[Alfred Cohausz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der einstige Schatz der Herforder Münsterkirche&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Westfälische Zeitschrift]] 139 (1989), S. 213–218.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Rüthing]]: &amp;#039;&amp;#039;Libera ecclesia Hervordensis. Glaube und Kirche im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;. In: Theodor Helmert Corvey u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;1200 Jahre Herford. Spuren der Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Herford 1989, S. 283–292.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629055820/http://www.bautz.de/bbkl/p/pusinna.shtml |band=16|spalte=1301|autor=[[Ekkart Sauser]]|artikel=Pusinna}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Saint Pusinna|Pusinna}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=14400819X|LCCN=|VIAF=170220627}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (6. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Herford)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 5. oder 6. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 6. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pusinna&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=christliche Heilige, Schutzpatronin von Herford&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Jahrhundert oder 6. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=bei [[Corbie (Somme)|Corbie]], [[Frankenreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Binson-et-Orquigny|vicus Bausionensis]] bei [[Châlons-en-Champagne|Catalauni]], [[Frankenreich]] (heute: [[Binson-et-Orquigny]], [[Frankreich]])&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Chris06</name></author>
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