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	<title>Push-pull-Technologie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T14:29:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Push-pull-Technologie&amp;diff=997394&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hadi: Bild und Bildunterschrift hinzugefügt</title>
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		<updated>2025-05-13T20:15:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild und Bildunterschrift hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Push_pull_intercropping_plots.jpg|mini|Versuchsfelder zur Push-pull-Technologie]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Push-pull-Technologie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Methode zur [[Biologische Schädlingsbekämpfung|biologischen Schädlingsbekämpfung]]. Dabei werden innerhalb der Kultur Pflanzen mit abstoßender, um die Kultur solche mit anziehender Wirkung verwendet, um die Insekten von den Nutzpflanzen zu vertreiben (push) bzw. anzulocken (pull).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Der Befall durch [[Stängelbohrer]], einen Verwandten des europäischen [[Maiszünsler]]s, führt zu erheblichen Ernteverlusten für die Kleinbauern Ostafrikas. Weitere Probleme sind das parasitische [[Striga]]kraut und der niedrige Nährstoffgehalt der tropischen Böden. Pestizide und Dünger sind für die [[Subsistenz]]bauern unerschwinglich. Zur Bekämpfung des Stängelbohrers wurde am [[International Centre of Insect Physiology and Ecology]] (ICIPE) unter dem Leiter [[Hans Rudolf Herren]] in Zusammenarbeit mit dem [[Kenyan Agriculture Research Institut]] (KARI) und [[Rothamsted Experimental Station]] die Push-pull-Technologie entwickelt. Dabei wurde entdeckt, dass [[Desmodium]] (&amp;#039;&amp;#039;Desmodium adscendens&amp;#039;&amp;#039;) nicht nur die Motten des Stängelbohrers abstößt, sondern auch das Striga abtötet&amp;lt;ref name=&amp;quot;kzr-control of witchweed&amp;quot;&amp;gt; Khan ZR, Hassanali A, Khamis TM, Overholt WA, Hooper AM, Pickett JA, Wadhams LJ, Woodcock CM. 2002. Control of the witchweed, Striga hermonthica, by intercropping with Desmodium spp., and the mechanism defined as allelopathic. [[Journal of Chemical Ecology]] 28: 1871-1885.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsweise ==&lt;br /&gt;
Desmodium als [[Repellent]] wird zwischen die Reihen von [[Getreide]] gepflanzt, während [[Napiergras]] (&amp;#039;&amp;#039;Pennisetum purpureum&amp;#039;&amp;#039;) als „Falle“ in einem Gürtel um das Feld gepflanzt wird. So werden die Stängelbohrermotten vom Getreide weg zum Napiergras hin gelockt, um ihre Eier dort und nicht auf den Blättern des Getreides abzulegen. Abstoßende wie auch anziehende Wirkung beruhen auf so genannten [[Blattvolatil]]en, [[Flüchtige organische Verbindungen|flüchtigen organischen Verbindungen]] (&amp;#039;&amp;#039;VOC&amp;#039;&amp;#039;, Abkürzung für englisch: &amp;#039;&amp;#039;volatile&amp;#039;&amp;#039; organic compounds), die den [[Insekten]] zur Orientierung und zum Auffinden der [[Wirt (Biologie)|Wirtspflanze]] dienen. Napiergras wie auch Desmodium sind [[Mehrjährige Pflanze|mehrjährig]] und können problemlos über zehn Jahre bestehen bleiben. Ist das Getreide geerntet, werden die Getreidereihen gehackt oder gepflügt, während die Reihen von Desmodium und Napiergras vor der erneuten Aussaat lediglich zurückgestutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekämpfung des Stängelbohrers ===&lt;br /&gt;
Während das Desmodium Volatile ausstößt, die Stängelbohrer abstoßen, produziert das Napiergras einen Volatil-Mix, der dem des Getreides gleicht. Allerdings in viel größeren Mengen, als dies beim Getreide der Fall ist, so dass das Stängelbohrerweibchen seine Eier vorzugsweise auf den Blättern des Napiergrases ablegt. Wenn die daraus schlüpfenden Larven in den Stängel des Grases einzudringen versuchen, produziert dieses eine schleimige Substanz, die den [[Schädling]] abtötet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekämpfung von Striga ===&lt;br /&gt;
Das parasitische [[Striga]] keimt, wenn der Samen die Gegenwart von so genannten [[Exsudation (Pflanze)|Wurzelexsudaten]] wahrnimmt, die von den Maiswurzeln abgegeben werden. In der Folge heftet es sich an diese und entzieht der Maispflanze [[Zucker]]. Das Desmodium produziert Wurzelexsudate, die ebenfalls die Keimung des Strigasamens anregen, gleichzeitig aber auch Stoffe, die den Keim sogleich abtöten. So werden die Samen nicht nur an der Entwicklung gehindert, sondern aktiv aus dem Boden entfernt. Das ist wichtig, da eine einzige Striga-Pflanze bis zu 20.000 Samen produziert, die im Boden bis zu 20 Jahre keimfähig bleiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kzr-control of witchweed&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit ===&lt;br /&gt;
Wie alle [[Leguminosen]] kann &amp;#039;&amp;#039;Desmodium&amp;#039;&amp;#039; atmosphärischen [[Stickstoff]] [[Organische Verbindung|organisch]] binden und so für sein Wachstum und das der umliegenden Pflanzen verfügbar machen. Bei den Forschungsarbeiten am ICIPE wurde festgestellt, dass die freigesetzte Menge von Stickstoff ziemlich genau der entspricht, die Mais für ein optimales Wachstum braucht. Außerdem wird durch absterbende Blätter und Wurzeln des Desmodiums dem Boden organisches Material zugeführt, was die [[Bodenorganismen]] fördert und die Nährstoffverfügbarkeit erhöht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Versorgung mit Viehfutter ===&lt;br /&gt;
Napiergras ist sehr schnell wachsend und wird bis zu vier Meter hoch. Teile des Napiergras-Gürtels können geerntet werden, ohne die Schutzfunktion zu beeinträchtigen, und dienen als Viehfutter. Auch das Desmodium kann, wenn es nach der Ernte zurückgeschnitten wird, als Futter dienen. Das Gemisch der beiden Pflanzen ist nährstoffreich und steht in der [[Trockenzeit]] zur Verfügung, wenn andere Futterquellen versiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere positive Effekte ===&lt;br /&gt;
Durch die Bodenbedeckung des Desmodium wird der Boden vor [[Bodenerosion|Erosion]] geschützt. Außerdem ist die Verdunstung durch die erhöhte Beschattung gehemmt und der Wasserrückhalt verbessert.&lt;br /&gt;
Die Samen des Desmodium können geerntet und verkauft werden. Der Erlös von 600 [[Kenia-Schilling]]&amp;lt;ref&amp;gt;pers. komm. Western Seeds Company&amp;lt;/ref&amp;gt; (rund 6,50 Euro pro Kilogramm) ist eine willkommene Bargeldquelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.push-pull.net/ Offizielle push-pull-Technologie-Seite (auf Englisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.icipe.org/ Homepage des International Center for Insect Physiology and Ecology (auf Englisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.biovision.ch/projekte/kenia/ Verbreitung der Push-Pull Anbaumethoden]&lt;br /&gt;
* [https://www.welt.de/wissenschaft/article1892402/Phantastische-Vermehrung-der-Ernten.html Welt Online: &amp;#039;&amp;#039;Phantastische Vermehrung der Ernten&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://abenteuerwissen.zdf.de/ZDFde/inhalt/6/0,1872,8032198,00.html ZDF Abenteuer Wissen: &amp;#039;&amp;#039;Immunsystem der Pflanzen nutzen - Bio-Strategie für nachhaltige Landwirtschaft - Die Push-pull Methode macht Kunstdünger und Insektengift überflüssig.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biologische Schädlingsbekämpfung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Permakultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hadi</name></author>
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