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	<title>Puschkin-Rede - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T07:02:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Puschkin-Rede&amp;diff=2322883&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Khatschaturjan: /* Inhalt */</title>
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		<updated>2025-11-10T21:02:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Inhalt&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Puschkin-Rede&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird eine Rede von [[Fjodor Michailowitsch Dostojewski]] bezeichnet, die er bei der Einweihungsfeier für das [[Alexander Sergejewitsch Puschkin|Puschkin]]-Denkmal in [[Moskau]] gehalten hat. Zu dieser Rede war Dostojewski vom Organisationskomitee des Vereins &amp;#039;&amp;#039;Freunde russischer Dichtung&amp;#039;&amp;#039; eingeladen worden. Lediglich ein Bezug zum Anlass war gewünscht. Am 8. Juni 1880, dem zweiten Tag der Feierlichkeiten, hielt Dostojewski seine Rede im Moskauer [[Matwei Fjodorowitsch Kasakow|Kasakow]]-Säulensaal im [[Haus der Gewerkschaften (Moskau)|Haus der Adelsversammlung]]. Sie stellte den gesellschaftlichen Höhepunkt im Schaffen Dostojewskis dar, der wenige Monate später verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Dostojewski war Puschkin der wahre Vertreter des Russentums. Dieses Russentum wiederum sah er als notwendige Grundlage zur Erlangung eines Allmenschentums. Nur die Russen seien in der Lage, das Denken und Fühlen aller Völker der Welt zu durchdringen und vollends zu begreifen. Kein anderes Volk besitze dieses Vermögen. Ebendiese Fähigkeit sehe er in der Person Puschkins erstmals in Art eines vollendeten Menschentypus existent. Dostojewski glorifizierte Puschkin als stärkste russisch-nationale Kraft. Trotz dieser [[Nationalismus|nationalistischen]] Ausrichtung waren die konservativen [[Slawophile]]n letztendlich von dieser Rede enttäuscht. Die Bezüge zu den [[Westler (Russland)|Westlern]] in Form eines mythischen Dostojewski’schen Allmenschentums entsprachen nicht ihrem tradierten Bild.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf der Rede ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des verhaltenen und zugleich ekstatischen Vortrages Dostojewskis herrschte absolutes Stillschweigen unter den Gästen. Die Gelassenheit der Zuhörerschaft wechselte schnell in interessierte Anspannung, die sich erst zum Ende des Vortrages entlud. Die Rede wurde von den Teilnehmern der Einweihungsfeierlichkeiten euphorisch aufgenommen. Begeisterungsstürme setzen mit dem Ende der Rede ein. Frauen kreischten oder fielen in Ohnmacht. Die Ovationen nahmen kein Ende. Viele der Zuhörer stürzten begeistert auf Dostojewski zu, reichten ihm die Hand und umarmten ihn. Nur unter großen Anstrengungen gelang es, Dostojewski aus dem Saal zu geleiten. Der Präsident der Versammlung versuchte vergebens, die Begeisterten zu beruhigen. Alle Redner, die nach Dostojewski reden sollten, lehnten es mit der Begründung ab, dass nach dieser Rede jedes weitere Wort überflüssig sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Kjetsaa, Geir: &amp;#039;&amp;#039;Der gewaltigste unter den russischen Giganten&amp;#039;&amp;#039;, Heyne Verlag München; 1986&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Brief an seine Frau, den er in der Nacht vom 8. auf den 9. Juni 1880&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=F. M. Dostojewski |Titel=Gesammelte Briefe 1833 - 1881 |Hrsg=Friedrich Hitzer |Verlag=R. Piper &amp;amp; Co. |Ort=München |Datum=1966 |Seiten=490–494}}&amp;lt;/ref&amp;gt; schrieb, enthält die Schilderung der Festsitzung vom Vormittag. Sie wird von Erinnerungen der Teilnehmer bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergründe der Rede ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits als Kind und Jugendlicher war Dostojewski ein glühender Verehrer [[Alexander Sergejewitsch Puschkin|Puschkins]]. Mehrere [[Biograf|Biographen]] erwähnen, dass Dostojewski beim Eintreffen der Nachricht von [[Der Tod des Dichters (Lermontow)|Puschkins Tod]] habe schwarz tragen wollen, es aber nicht habe tun können, da seine Mutter erst kürzlich verstorben war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Puschkin-Rede war keine [[Improvisation]]. Ihre Grundgedanken hatte er bereits 1861 veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Stepun, Fedor: &amp;#039;&amp;#039;Dostojewski Weltschau und Weltanschauung&amp;#039;&amp;#039;, Carl Pfeffer Verlag 1950, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Puschkin-Rede wird gern als der Punkt klassifiziert, an dem Dostojewski und [[Iwan Sergejewitsch Turgenew|Turgenew]] ihre Feindschaft&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anton Seljak |Titel=Fjodor Dostojewskij und Iwan Turgenjew: Versuch über eine Haßliebe |Hrsg=Deutsche Dostojewskij-Gesellschaft |Sammelwerk=Jahrbuch der Deutschen Dostojewskij-Gesellschaft |Band=12 |Verlag=Clasen |Ort=Flensburg |Datum=2005 |ISBN=3-9809877-1-X |ISSN=1437-5265 |Seiten=85–111}}&amp;lt;/ref&amp;gt; beigelegt haben. Dies entspricht nicht den Tatsachen, wie u.&amp;amp;nbsp;a. diese Zitate belegen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „An einem Festessen Tags darauf, hatte Grigorowitsch den Auftrag, dafür zu sorgen, dass die beiden Kampfhähne nicht aneinandergerieten. Als Dostojewski zusammen mit Turgenjew den Raum betrat, drehte sich Dostojewski demonstrativ um und schaute aus dem Fenster. ‚Hier gibt es eine interessante Statue zu sehen‘ sagte Grigorowitsch nervös. Turgenjew zeigte auf Dostojewskij: ‚Wenn sie so aussieht wie der, kann ich gut darauf verzichten.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;Kjetsaa, Geir: &amp;#039;&amp;#039;Der gewaltigste unter den russischen Giganten&amp;#039;&amp;#039;, Heyne Verlag München; 1986, S. 433&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Turgenjew war einer von vielen, die sich hatten mitreißen lassen. Hatte er doch sogar seinen Rivalen mit Tränen in den Augen umarmt. Doch kaum war er wieder in Paris, packten ihn Ekel und Zorn auf dieses ‚idiotische Gewäsch‘ über den ‚russischen Allmenschen‘. Lüge und Falschheit von Anfang bis Ende – Dostojewskij hatte schlichtweg die russische Intelligenz verführt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Kjetsaa, Geir: &amp;#039;&amp;#039;Der gewaltigste unter den russischen Giganten&amp;#039;&amp;#039;, Heyne Verlag München; 1986, S. 438&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz der euphorischen Aufnahme in verschiedenen politischen Lagern gab es auch kritische Stimmen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Der konservative Denker [[Konstantin Nikolajewitsch Leontjew|Konstantin Leontjew]] hingegen war empört, dass der Redner die christliche Liebesbotschaft zur Verkündung einer allgemeinen Verbrüderung der Völker missbraucht hatte. Das war eindeutig Ketzerei!“&amp;lt;ref&amp;gt;Kjetsaa, Geir: &amp;#039;&amp;#039;Der gewaltigste unter den russischen Giganten&amp;#039;&amp;#039;, Heyne Verlag München; 1986, S. 438&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* F. M. Dostojewski: &amp;#039;&amp;#039;Rede über Puschkin am 8. Juni 1880 vor der Versammlung des Vereins „Freunde Russischer Dichtung“.&amp;#039;&amp;#039; Mit einem Essay von [[Volker Braun]]. Hamburg, Europäische Verl.-Anst., 1992, ISBN 3-434-50106-1.&lt;br /&gt;
* Stepun, Fedor: &amp;#039;&amp;#039;Dostojewski – Weltschau und Weltanschauung&amp;#039;&amp;#039;, Carl Pfeffer Verlag 1950&lt;br /&gt;
* [[Anna G. Dostojewskaja|Dostojewskaja, Anna G.]]: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen&amp;#039;&amp;#039;, Rütten und Loening Berlin 1976&lt;br /&gt;
* [[Aimée Dostojewskaja|Dostojewskaja, Aimée]]: &amp;#039;&amp;#039;Dostojewski Geschildert von seiner Tochter&amp;#039;&amp;#039;, Ernst Reinhardt Verlag 1920&lt;br /&gt;
* Elsässer-Feist, Ulrike: &amp;#039;&amp;#039;Fjodor M. Dostojewski&amp;#039;&amp;#039;, Brockhaus 1991&lt;br /&gt;
* Kjetsaa, Geir: &amp;#039;&amp;#039;Der gewaltigste unter den russischen Giganten&amp;#039;&amp;#039;, Heyne Verlag München; 1986&lt;br /&gt;
* Lavrin, Janko: &amp;#039;&amp;#039;Dostojevskij&amp;#039;&amp;#039;, rororo Rowohlts Monographien 1998&lt;br /&gt;
* Maurina, Zenta: &amp;#039;&amp;#039;Dostojewskij – Menschengestalter und Gottsucher&amp;#039;&amp;#039;, Maximilian Dietrich Verlag 1952&lt;br /&gt;
* Meier Graefe, Julius: &amp;#039;&amp;#039;Dostojewski Der Dichter&amp;#039;&amp;#039;, Insel Verlag 1988&lt;br /&gt;
* Nötzel, Karl: &amp;#039;&amp;#039;Dostojewski&amp;#039;&amp;#039;, [[Hermann Haessel|H. Haessel]] Verlag 1925&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fjodor Michailowitsch Dostojewski]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alexander Sergejewitsch Puschkin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rede]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Russisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Khatschaturjan</name></author>
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