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	<title>Purschenstein - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Pessottino am 31. Juli 2025 um 08:58 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Neuhausen (Erzgebirge) - Schloss Purschenstein (01-2).jpg|mini|Schloss Purschenstein, Ansicht vom Flöhatal aus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Purschenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Schloss in [[Neuhausen/Erzgeb.]] im [[Freistaat Sachsen]], das in Mittelalter und früher Neuzeit Mittelpunkt einer gleichnamigen [[Herrschaft Purschenstein|Herrschaft]] war. Es wurde im späten 12. Jahrhundert, bzw. um 1200 vermutlich von [[Hrabischitz#Boresch I. (1188–1209)|Boresch I.]] (Borso) gebaut, aus der slawischen Familie [[Hrabischitz]]; der Name leitet sich von &amp;#039;&amp;#039;Castrum Borsensteyn&amp;#039;&amp;#039; her und verweist auf den Leitnamen des Geschlechts (Boresch, Borso).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Volkmar Geupel]], Der mittelalterliche Landesausbau der Hrabischitz im sächsischen Erzgebirge, in: Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, Band. 8 (1997), hrsg. von der [[Deutsche Gesellschaft für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit|Deutschen Gesellschaft für Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit]] in Heidelberg.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die damals errichtete [[Burg|Zoll- und Geleitsburg]] schützte eine der nach [[Böhmen]] führenden [[Salzstraße]]n. Dieser, auch „alter [[Böhmischer Steig]]“ genannte Fernhandelsweg verlief von [[Leipzig]] kommend am heutigen Neuhausen vorbei über den [[Erzgebirgspässe|Deutscheinsiedler Sattel]] in Richtung [[Prag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Das Schloss liegt im Westen von Neuhausen auf einem nach Süden gerichtetem Bergsporn über dem Fluss [[Flöha (Fluss)|Flöha]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die 1289 erstmals als „castrum Borsensteyn“ urkundlich erwähnte Anlage und ihre Ländereien (bezeichnet als [[Herrschaft Purschenstein]]) gelangte im 13. Jahrhundert in den Besitz der [[Markgrafen von Meißen]]. 1350 wurde die Burg als [[Lehnswesen|Lehen]] an das Geschlecht der [[Riesenburg (Adelsfamilie)|von Riesenburg]] vergeben. Zwei Jahre später folgte Markgraf [[Friedrich III. (Meißen)|Friedrich der Strenge]] und weitere 20 Jahre später kam sie in den Besitz der Herren [[Schönberg (Adelsgeschlecht)|von Schönberg]]. Diese Adelsfamilie baute 1550 die Burg in ein [[Renaissance]]-[[Schloss (Gebäude)|Schloss]] um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] (1642/43) wurden große Teile des Schlosses zerstört oder fielen dem Brand zum Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schloss befand sich bis zu seinem Tod 1735 im Besitz des [[Sachsen-Polen|königlich-polnischen und kurfürstlich-sächsischen]] Kammerherrn [[Wolf Rudolph von Schönberg]]. Da dessen Witwe in zweiter Ehe [[Gotthelf Friedrich von Schönberg (1681–1745)|Gotthelf Friedrich von Schönberg]] heiratete, erhob dieser Ansprüche auf Schloss Purschenstein. Dagegen prozessierten mehrere Angehörige der [[Schönberg (Adelsgeschlecht)|von Schönberg]], die als Mitbelehnte ebenfalls Ansprüche auf Purschenstein erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert baute der [[Sachsen|sächsische]] Generalpostmeister [[Adam Rudolph von Schönberg]] das Schloss weiter aus. Dabei wurde u.&amp;amp;nbsp;a. der Südflügel zwischen 1776 und 1789 zu einer [[barock]]en Kapelle umgestaltet. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde auch der Nordflügel im barocken Stil ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1800 erlitt das Schloss infolge eines [[Blitz]]schlages schwere Schäden. 1842 wurde es bei einem Brand nahezu vollständig vernichtet. Wegen der Brände und Umbauten sind heute nur noch wenige Gebäudeteile der ursprünglichen Burg vorhanden, darunter der alte 42&amp;amp;nbsp;m hohe [[Bergfried]] aus dem 13./14. Jahrhundert mit seinen 2,85&amp;amp;nbsp;m dicken Mauern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Enteignung]] der Familie von Schönberg im Jahre 1945 wurde das Schloss geplündert. Bis 1948 befand sich in dem Schloss eine Parteischule. Von 1951 bis 1955 konnte die katholische [[Deutscher Caritasverband|Caritas]] das Schloss als [[Heimerziehung|Kinderheim]] nutzen und die katholische Gemeinde hier ihre [[Gottesdienst]]e feiern. Von 1955 bis 1989 wurde das Schloss als [[Freier Deutscher Gewerkschaftsbund|FDGB]]-Kulturhaus („Klubhaus der Gewerkschaften“) genutzt. Am 3. April 1989 brannten große Teile des Schlosses aus. Zwischen 1990 und 2001 erfolgte ein Wiederaufbau. Danach wurde eine Gaststätte eingerichtet und die Ausstellung der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-[[Motorrad]]sammlung der Familie Schwarz untergebracht. Außerdem wurden Räumlichkeiten für [[Hochzeitsfeier]]n eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2005 wurde das Schloss an den [[Niederlande|niederländischen]] Geschäftsmann Roelof Praagman verkauft, der es zu einer [[Hotel]]anlage der gehobenen Kategorie mit Restaurant und Wellnessbereich umbaute. Es wird von Bastiaan Praagman geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. November 1968 hatte man das Schlossareal (als [[Burgstall]] der ehemaligen Burg) als Bodendenkmal eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rekonstruktionsversuch der Burg ==&lt;br /&gt;
Die ehemalige Burganlage in Spornlage (Spornburg) umfasste maximal ein Areal von 170 × 50&amp;amp;nbsp;m, wurde aber durch Schloßbau und Parkanlage verändert. Ehemals war es wohl eine dreiteilige Anlage:&lt;br /&gt;
* deutlich erhöht liegender Nordteil von etwa 75 × 50&amp;amp;nbsp;m, überbaut durch das Renaissanceschloß. Dies ist der höchstliegende Anlagenteil.&lt;br /&gt;
* im Süden des Schlosses liegt etwa 5 m tiefer ein Areal, das um 1983 mit einer Anlage für Freiluftveranstaltungen bebaut war. Etwa 50 × 40&amp;amp;nbsp;m groß.&lt;br /&gt;
* Südlich davon – nochmals 4 m tiefer – schließt ein Areal von 40 × 30&amp;amp;nbsp;m an, welches 1983 teilweise mit Gebäuden bebaut war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Volkmar Geupel]] waren die genannten Areale im Mittelalter von Burgteilen bebaut. An der NW-, W- und SO-Seite des nördlichen Kernwerkes waren 1983 Reste eines (ehemals umlaufenden?) Grabens von 8–10&amp;amp;nbsp;m Breite und 2&amp;amp;nbsp;m Tiefe sichtbar. Vor genanntem Graben lag an NW- und W-Seite ein Außenwall von etwa 8&amp;amp;nbsp;m Breite. Durch Einebnungen / Planierungen / Verfüllung waren die Befunde schon 1983 nicht mehr völlig sicher feststellbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich von Schönberg]] (1549–1616), kursächsischer Rat und Amtshauptmann&lt;br /&gt;
* [[Wolf Rudolph von Schönberg]] (1668–1735), königlich-polnischer und kurfürstlich-sächsischer Kammerherr und Amtshauptmann&lt;br /&gt;
* [[Hans Eberhard von Schönberg]] (1839–1883), Rittergutsbesitzer und Politiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Purschenstein um 1841.jpg|Historische Ansicht des Schlosses (um 1841)&lt;br /&gt;
15268-Purschenstein-1912-bei Neuhausen, Schloß-Brück &amp;amp; Sohn Kunstverlag.jpg|Historische Ansicht von Norden (1912)&lt;br /&gt;
Schloss Purschenstein 2 Luftaufnahme.jpg|Luftaufnahme der Gesamtanlage&lt;br /&gt;
Neuhausen im Erzgebirge...2H1A7527WI.jpg|Ansicht vom Hang des [[Schwartenberg]]es mit der Neuhausener Stadtkirche im Vordergrund&lt;br /&gt;
20090208010MDR Neuhausen Erzg Schloß Purschenstein.jpg|Ansicht von Nordosten mit der Schlosskapelle (links)&lt;br /&gt;
20040417230DR Neuhausen Erzg Schloß Purschenstein Kapelle.jpg|Blick auf den Südflügel&lt;br /&gt;
Schloss Purschenstein - Blick nach Süden.jpg|Schlosshof mit Schlosskapelle (links)&lt;br /&gt;
20060414035DR Neuhausen Erzg Schloß Purschenstein Wappen.jpg|Wappen Adam Rudolph von Schönberg (1772)&lt;br /&gt;
Remise Schloss Purschenstein.JPG|Remise von Schloss Purschenstein, heute Restaurant&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Burgen und Schlösser in Sachsen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BKD|3|115|125|Purschenstein}}&lt;br /&gt;
* Renate Findeklee: &amp;#039;&amp;#039;Schloss Purschenstein. Wahrzeichen und historischer Ursprung von Neuhausen im Erzgebirge.&amp;#039;&amp;#039; Neuhausen 2014, 160 S.&lt;br /&gt;
* Bodendenkmal „Schloß Purschenstein“ in Neuhausen, Burgstall der ehem. Burg (S. 38–39), in: [[Volkmar Geupel]]: Die geschützten Bodendenkmale im [[Bezirk Karl-Marx-Stadt]]. Hrsg. [[Heinz-Joachim Vogt]], Kleine Schriften des [[Landesmuseum für Vorgeschichte Dresden|Landesmuseums für Vorgeschichte Dresden]], Heft 3, Dresden 1983, ISSN 0232-5446 (Kurzartikel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Schloss Purschenstein|Purschenstein}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Rittergüter und Schlösser im Königreiche Sachsen: Purschenstein}}&lt;br /&gt;
* [http://www.vonschoenberg.org/geschichte/Purschenstein.htm Die von Schönbergs auf Purschenstein]&lt;br /&gt;
* [http://www.purschenstein.de/ Schlosshotel Purschenstein]&lt;br /&gt;
* [http://www.burgenwelt.de/purschenstein/ Schloss Purschenstein] auf Burgenwelt.de&lt;br /&gt;
* Memento 2017 [https://web.archive.org/web/20170207154927/https://www.alte-salzstrasse.de/index.php?id=122 detailliertere Angaben zu Purschenstein im Projekt „Alte Salzstraße“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50/40/35/N|EW=13/27/48/E|type=landmark|region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss im Landkreis Mittelsachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hotel in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Neuhausen/Erzgeb.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss im Erzgebirge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1289]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal im Landkreis Mittelsachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hrabischitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schönberg (Adelsgeschlecht)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Pessottino</name></author>
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