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	<title>Puppentheater - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|&amp;#039;&amp;#039;Puppenspiel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Puppenspieler&amp;#039;&amp;#039;|Siehe auch [[Puppenspiel (Begriffsklärung)]] sowie [[Puppenspieler (Begriffsklärung)]].|mehrzahl=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Puppentheater&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Puppenspiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Figurentheater&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist neben [[Sprechtheater]], [[Bühnentanz]] und [[Musiktheater]] eine Form des [[Theater]]s, bei der Spieler mit Figuren auf einer Bühne vor Zuschauern agieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Antike]] in Persien und Griechenland entstanden, haben Puppentheater weltweite Verbreitung gefunden. Sie dienen der Unterhaltung von Kindern und Erwachsenen, aber auch zu religiösen, politischen und medizinischen Zwecken. Die [[Stoff (Literatur)|Stoffe]] können auf der Überlieferung, auf klassischen Literatur- und Theaterthemen oder Improvisationen beruhen. Zur Führung der Figuren werden unterschiedliche Methoden wie z.&amp;amp;nbsp;B. Fäden oder Stöcke herangezogen, wobei die Spieler meist verdeckt sind. Die Puppenspielkunst wird inzwischen an Schauspielschulen gelehrt. Mehrere Puppentheater weltweit sind Bestandteil des [[Immaterielles Welterbe|Immateriellen Welterbes]] der Menschheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Puppet theater 02.jpg|mini|Puppentheater mit Bühne und Vorhang]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Puppen mobiles Theater.jpg|mini|Puppen eines mobilen Puppentheaters]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Begriffsbestimmung ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Das Figurentheater wird im theaterwissenschaftlichen Sinne als Abgrenzung zum traditionellen Puppentheater auch als „künstlerisches Puppentheater“ bezeichnet. Mit dieser [[Darstellende Kunst|darstellenden Kunst]] sind neue Spielformen, zum Beispiel offene Spielweise, Vermischung von Figurenformen und von verschiedenen Künsten gemeint. Viele Theaterwissenschaftler und Figurenspieler benutzen die Bezeichnung Figurentheater als Überbegriff, um das breite Feld von Puppentheater, künstlerischem Puppentheater, Objekttheater und ähnlichen Formen abzudecken. Oft ist auch der Begriff „anderes Theater“ hierfür üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Puppentheater ist eher für traditionelle, meist verdeckte Formen des Figurenspiels gebräuchlich. Der Begriff „Figurentheater“ taucht erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Frühzeit und Herkunft ===&lt;br /&gt;
Archäologische Funde lassen vermuten, dass schon vor unserer Zeitrechnung bewegte Figuren zu religiösen und zeremoniellen Feiern genutzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine tatsächliche Theaterform mit dramatischer Handlung entwickelte sich wohl erst später. Anfangs noch ausgehend von der Darstellung religiöser Begebenheiten, verloren die Figuren mit schwindender geistlicher Funktion auch immer mehr an Bedeutung. Daher sind die Quellen relativ rar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ursprungsraum für das [[Handpuppe]]ntheater wird [[Iran|Persien]] angenommen. Gliederpuppen ([[Marionette]]n) sind bereits im antiken Griechenland bekannt. [[Aristoteles]] beschreibt eine Figur, die den Kopf drehen, den Nacken, die Glieder und sogar die Augen bewegen konnte. [[Platon]] verwendet in seinen Schriften das Bild von der an Fäden gezogenen Puppe als Symbol für menschliche Abhängigkeit. Im [[Höhlengleichnis]] wird das Puppenspiel zum Vergleich mit der Erzeugung der Schattenbilder in der Höhle herangezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 6. Jahrhundert bezog sich der Bischof von Alexandria auf kleine hölzerne Abbildungen, die auf Hochzeiten gezeigt wurden und durch eine Art Fernbedienung tanzen konnten. In China lässt sich das [[Chinesisches Puppentheater|Puppentheater]] zuverlässig erst ab der [[Tang-Dynastie]] nachweisen, doch war es dort erheblich verbreitet. Im asiatischen Raum entwickelte sich auch das [[Schattenspiel|Schattentheater]], das sich zum Teil heute noch den überlieferten mythischen Stoffen widmet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Erst nach den [[Kreuzzug|Kreuzzügen]] findet man im Abendland erste Abbildungen von Spielfiguren. Die bisher älteste Darstellung eines Puppenspiels stammt aus der Zeit um 1160 und findet sich im [[Hortus Deliciarum]] der Äbtissin [[Herrad von Landsberg]]. Die nächste Abbildung ist erst wieder als Randverzierung in einer Brüggischen Handschrift (Ms. 251) aus dem 13. Jahrhundert und dann im [[Alexanderlied]] um 1344 zu sehen. Es handelt sich um eine Possenburg, ein Handpuppentheater mit Zuschauern. Beide Handschriften gehen im Text nicht auf die Theaterform ein, da sie vermutlich inzwischen zwar allgemein bekannt, aber nach wie vor unbedeutend war. In Schwerin wurde der Kopf einer Handpuppe gefunden, der ebenfalls auf diese Zeit datiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Renaissance bis zur Romantik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Puppentheater mobil.jpg|mini|Mobiles Puppentheater im Jahre 2009]]&lt;br /&gt;
Zur [[William Shakespeare|Shakespeare]]-Zeit (16. Jahrhundert) entstanden die ersten Stoffe und [[Libretto|Libretti]] für das Puppentheater. In der Türkei entwickelte sich das [[Karagöztheater]], und in Italien gewann die [[Commedia dell’arte]] an Bedeutung. Von dieser Zeit an gehören reisende Puppentheater zum üblichen Bild auf den Märkten. Die Stoffe handeln oft von archaischen und mythischen Dingen wie Himmel und Hölle, Gut und Böse. Das [[Fauststoff#Faust als literarische Figur|Puppenspiel vom Dr. Faustus]] ist ein Beispiel dafür. Manche [[deutsche Wanderbühne]]n konnten Puppentheater als Alternative zum Schauspiel anbieten. Oft blieben [[stehende Rolle]]n oder [[lustige Person]]en, die auf der Bühne nicht mehr modern sind, im Puppentheater erhalten ([[Pulcinella]] bzw. Punch, [[Pierrot]], [[Hanswurst]], [[Staberl (Theater)|Staberl]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Intellektuellen der [[Aufklärung]] wandten sich gegen die typischen Stoffe des damaligen Puppentheaters – die Beschäftigung mit Übernatürlichem wurde verachtet. Zusätzlich haben [[Gaukler]] aller Sparten mit [[Städteordnung]]en zu kämpfen, die die Möglichkeiten der Truppen begrenzen &amp;#039;&amp;#039;(siehe auch: [[Pariser Jahrmarktstheater]])&amp;#039;&amp;#039;. Im 19. Jahrhundert erfuhr das Puppenspiel eine [[Romantisierung]]. Zwar wurden neue Stücke speziell für diese Theaterform entwickelt, aber nun wurden speziell Kinder angesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im Ersten Weltkrieg wurden Soldaten an der Front und im Lazarett mit Kasperltheater, z.&amp;amp;nbsp;B. in Form von Marionetten, unterhalten und zum Kriegführen motiviert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://science.orf.at/stories/1741992 &amp;#039;&amp;#039;Als der Kasperl noch nicht harmlos war,&amp;#039;&amp;#039;] ORF.at vom 7. Juli 2014, basierend auf der Masterarbeit von Evelyn Zechner-Mateschko, &amp;#039;&amp;#039;Kasper saust von Sieg zu Sieg&amp;#039;&amp;#039;, erschienen in: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Literatur- und Theatersoziologie&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Oktoberrevolution|Revolution von 1917]] erkannte Russland die Möglichkeiten, diese Theaterform zur „Bildung des Volkes“ zu nutzen. Auch in Deutschland erlebte das Puppenspiel nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] eine von [[Jugendbewegung]], Theater, bildenden Künstlern und Pädagogen geförderte Renaissance. Ein festes Puppentheater war beispielsweise die &amp;#039;&amp;#039;Künstler-Marionettenbühne&amp;#039;&amp;#039; in der [[Würzburg]]er Valentin-Becker-Straße. Am 4. Dezember 1934 war die Premierenvorstellung. Die von dem Bildhauer Joseph Bendel, dem Volksschullehrer Siegfried Lechler und dem Grafiker Leo Flach geführte Bühne bestand bis 1939.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Barbara Rott |Titel=Felix Fechenbach und das Puppenspiel |Online={{DNB|881235261/04}} |Datum=1988 |ISBN=978-3-88479-376-3 |Seiten=33 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== NS-Zeit ====&lt;br /&gt;
In der [[Zeit des Nationalsozialismus]] erhielten auch Puppenspieler Berufsverbote, die diese nach Möglichkeit umgingen. Zudem gab es auch im Puppentheaterbereich [[Innere Emigration]], Untertauchen in Nischen, Flucht – manchmal aber auch die erwünschte berufliche Karriere. Der NS-Staat verstärkte allgemein die Kontrolle und instrumentalisierte das Puppenspiel zunehmend konsequent für [[NS-Propaganda]] und [[Erziehung im Nationalsozialismus|Erziehung]]. Hier engagierte sich besonders der handpuppenerfahrene [[Oberbannführer]] [[Siegfried Raeck]] vom Kulturamt der [[Reichsjugendführung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 wurde die Förderung des Puppenspiels verstärkt politisch ausgerichtet und die Abteilung Volkstum-Brauchtum von der Organisation &amp;#039;&amp;#039;[[Kraft durch Freude]]&amp;#039;&amp;#039; übernommen. Auch hier war zumindest ein Mitarbeiter Puppenspielexperte, überprüfte Puppenspieler, engagierte sich für die Freizeitorganisation &amp;#039;&amp;#039;KdF&amp;#039;&amp;#039; und vertrat das NS-Puppenspiel bereits politisch gelegentlich auch im Ausland. Eine 92-seitige Anleitung – mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Puppenspiel. Einsatz, Erfolge, Zielsetzung&amp;#039;&amp;#039; – wurde 1939 in großer Auflage im ganzen [[NS-Staat|Deutschen Reich]] an professionelle Puppenspieler, Laien und KdF-Veranstalter verteilt. Neben einer weltanschaulichen Ausrichtung enthielt das Heft Stückausschnitte, Bezugsadressen und Beschreibungen des Berufsbildes Puppenspieler sowie handwerkliche und ökonomische Hinweise. Die Gestaltung von Puppenspielfiguren war dadurch stark eingeschränkt. Die Nationalsozialisten verwendeten diese Theaterform wenig später zu [[Propaganda]]zwecken. Teilweise wurde in Puppentheatern zu brutaler Gewaltanwendung gegen Gegner des NS-Systems aufgerufen. Unter anderem dienten als Vorlage für Puppenspielstücke Inhalte des antisemitischen Hetzblattes &amp;#039;&amp;#039;[[Der Stürmer]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Blätter für die Feierabendberatung&amp;#039;&amp;#039;, Heft 10, hg. von der &amp;#039;&amp;#039;Leitung des Unterrichtswesens im Reichsarbeitsdienst&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1935, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Stürmer&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 16, April 1936, zit. n. [[Joseph Wulf]]: &amp;#039;&amp;#039;Theater und Film im Dritten Reich. Eine Dokumentation&amp;#039;&amp;#039;. Gütersloh 1964, S. 150. {{DNB|98774884X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Werbung mutierte zum Beispiel die Figur des Kasper, einst obrigkeitsverleugnend und dem Genuss zuneigend, teilweise zum niedlichen Zähneputzvorbild. Der NS-Staat versprach sich größten propagandistischen Nutzen vor allem vom Handpuppen- und Marionettenspiel. Bei Wahrung notwendiger ästhetischer Standards war er sich seiner hohen emotionalen Wirksamkeit sicher. Zentrale NS-Ideologeme wie [[Volksgemeinschaft]], [[Antisemitismus]], [[Chauvinismus]], [[Führerprinzip]] sowie die Chance, volkstümliche Traditionen zu reklamieren und „völkisch“ umzudeuten, ließen sich durch die schlichten technischen Voraussetzungen – die Einsatzmöglichkeit auch im kleinsten Dorf erlaubte – erleichtert verbreiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Handwerkszeug der Puppenspieler sollte einer vorgegebenen Norm entsprechen. Entworfen und industriell produziert wurden Serien von Puppensätzen mit 24 verschiedenen Figurentypen. Im Katalog &amp;#039;&amp;#039;Spiele und Köpfe für das Kaspertheater&amp;#039;&amp;#039; von 1940 ist, neben traditionellen Figuren, auch die Karikatur eines Juden aufgelistet. Verkauft wurde das Spielmaterial zwischen 1939 und 1944 vor allem an die NS-Jugendorganisationen, an die Wehrmacht &amp;#039;&amp;#039;(Frontpuppentheater)&amp;#039;&amp;#039; sowie an Berufsbühnen – allein von April 1942 bis März 1943 etwa zehntausend Handpuppenköpfe. Abgestimmt auf diesen Katalog erschienen beim R.I. Spieltexte verschiedener Autoren in den Reihen „Politische Puppenspiele“ und „Das Deutsche Puppenspiel“. Berufsbühnen wurden angehalten, obligatorische „politische Zwischenspiele“ während den Aufführungen zu zeigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsinstitut für Puppenspiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde 1938 von NS-Organisationen (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Hitlerjugend]]) mit dem Ziel der zentralen Koordinierung, Steuerung und Förderung gegründet, aber auch der propagandistischen Instrumentalisierung des Laienpuppenspiels sowie der Berufspuppenbühnen. Die weitgesteckten Ziele des R.I. umfassten vor allem: flächendeckende Ausstattung der NS-Jugendorganisationen mit normiertem, häufig politisch gefärbtem Spielmaterial (Spielstücke/Texte, die dazu passenden Handpuppenköpfe, dramaturgische Anweisungen), Koordinierung der Auftritte von Berufspuppenbühnen und deren Begutachtung, Durchführung von Lehrgängen sowie die Herstellung erster Puppenspielfilme. 1939 wurde in Berlin aber zunächst nur eine Vorbereitungsstelle für das R.I. eingerichtet. Bereits ein Jahr nach Beginn des Zweiten Weltkriegs konnten viele Pläne nicht mehr verwirklicht werden, so auch der Bezug des vorgesehenen Institutsgebäudes in Stuttgart. Die künstlerische und ab 1941 kommissarische Gesamtleitung übernahm [[Harro Siegel]]. Kriegsbedingt stellte das R.I. im Sommer 1944 alle Arbeiten ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Bohlmeier: &amp;#039;&amp;#039;Das Reichsinstitut für Puppenspiel. Ein Beitrag zur Geschichte des Figurentheaters&amp;#039;&amp;#039;. Braunschweig 1993, in &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;[https://www.fidena.de/publish/db3aa5a2_e081_515d_742bba7ab8e42499.cfm?objectid=cbc5e9be_e081_515d_74c5bc7b99ead952 online]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Winterfeldtplatz7 Berlin.JPG|mini|Schaukasten des Puppentheater „Hans Wurst Nachfahren“ am [[Winterfeldtplatz]] in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eggink01.jpg|mini|hochkant|Der [[Hohnsteiner Kasper]]; Figur von [[Theo Eggink]]]]&lt;br /&gt;
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte sich das Puppenspiel teilweise, wie andere Künste auch, aus dem „Korsett der Zweckmäßigkeit“ zu befreien. [[Experimentelles Theater|Experimentelle Stücke]] entstanden, desgleichen neue Figurenarten bis hin zum reinen Material, ebenso Verbindungen der verschiedenen Bühnenformen. Daneben existierten die „volksnahen“ und oft zielgerichteten Stücke allerdings weiter: In der [[Verkehrserziehung]] beispielsweise nahm der [[Verkehrskasper]] in der nach ihm benannten Theaterform die tragende Rolle des Freundes, Helfers und Beraters der Kinder bei Fragen des Verkehrsumgangs und als Kontrahent des [[Verkehrsteufel]]s an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== DDR ====&lt;br /&gt;
Am Ende, in der Spielzeit 1989/1990, gab es 16 Puppentheater in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]: Acht organisatorisch selbstständige Häuser – Puppentheater [[Berlin]] (seit 1953), Staatliches Puppentheater [[Dresden]] (seit 1952), Puppentheater [[Halle (Saale)]] (seit 1953), Städtisches Puppentheater [[Karl-Marx-Stadt]] (seit 1951), Städtisches Puppentheater [[Magdeburg]] (seit 1958), Puppentheater der Stadt [[Naumburg (Saale)]] (seit 1958), [[Theater und Orchester Neubrandenburg/Neustrelitz|Puppentheater Neubrandenburg]] (seit 1976) und Staatliches Puppentheater [[Wismar]] (seit 1978) sowie acht Puppenbühnen, die Teil größerer Theaterensembles waren. Diese gehörten zum [[Deutsch-Sorbisches Volkstheater|Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen]] (seit 1961), dem [[Anhaltisches Theater|Landestheater Dessau]] (seit 1954), den [[Theater Waidspeicher (Puppentheater)|Städtischen Bühnen Erfurt]] (seit 1979), dem [[Kleist-Theater Frankfurt (Oder)]] (seit 1975), den [[Bühnen der Stadt Gera]] (seit 1958), [[Staatstheater Meiningen|Meininger Theater]] (seit 1987), [[Elbe-Elster-Theater]] der [[Lutherstadt Wittenberg]] (seit 1972) und den Bühnen der Stadt [[Zwickau]] (seit 1952).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ensembles der Deutschen Demokratischen Republik 1989/1990&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg.: Direktion für Theater und Orchester beim Ministerium für Kultur, Berlin 1989, S.&amp;amp;nbsp;4–104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Mäser: &amp;#039;&amp;#039;Puppen im Theater, Film und Fernsehen&amp;#039;&amp;#039;, Staatliche Kunstsammlungen Dresden 1969.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle 16 Puppentheater hatten als Sparte der Darstellenden Kunst jeweils eine feste Spielstätte mit meist umfangreichem Ensemble und Werkstatt. Entsprechend umfassend war die seit 1971 mögliche Ausbildung zur Puppenspielerin und zum Puppenspieler an der [[Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch]] in Berlin, die sich an der renommierten Schauspielmethodik dieser Hochschule orientierte, dazu gab/gibt es stärker als in anderen Ländern eine detaillierte Puppenspiel-Technik-Ausbildung. Das Fachblatt &amp;#039;&amp;#039;[[Theater der Zeit]]&amp;#039;&amp;#039; hat die wichtigsten Aufführungen der 16 Puppenbühnen mit Rezensionen reflektiert und kritisch begleitet.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Unser Sandmännchen: Puppentheater Berlin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== BRD ====&lt;br /&gt;
Auch in Westdeutschland gibt es feste Ensembletheater (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Lübeck]], [[Düsseldorf]], [[München]], [[Schwäbisch Hall]], [[Augsburger Puppenkiste|Augsburg]], zwei in [[Köln]] und zwei in Würzburg), welche aber von jeher privat wirtschaften und um Subventionen oder Sponsoren kämpfen (mit Ausnahme z.&amp;amp;nbsp;B. des dem Lokalkolorit verpflichteten städtischen Mundarttheaters [[Hänneschen-Theater]] (Puppenspiele der Stadt Köln)). Aus diesem Grund stellte sich das Puppentheater in Westdeutschland meist als reisende Solobühne oder Spieler-Duo (Mann-Frau) dar. Bei den Spielern handelte es sich oft um [[Autodidakt]]en, die für ihre Weiterbildung selbstverantwortlich Seminare besuchen oder bei einer bestehenden Bühne hospitieren mussten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1977 wurde vom Verband deutsche Puppentheater eine Ausbildungskommission gegründet, welche 1983 erreichte, dass an der [[Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart|Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst]] in Stuttgart der Studiengang „Figurentheater“ eingerichtet wurde, die erste Ausbildungsstätte für Figurentheater in West-Europa. An der [[Pädagogische Hochschule|Pädagogischen Hochschule Karlsruhe]] wurde das Puppenspiel von [[Wolfram Ellwanger]]&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Ellwanger, Arnold Grömminger: &amp;#039;&amp;#039;Handpuppenspiel in Kindergarten und Grundschule&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Herderbücherei&amp;#039;&amp;#039; 9064 &amp;#039;&amp;#039;Pädagogik&amp;#039;&amp;#039;). Herder, Freiburg (Breisgau) 1978, ISBN 3-451-09064-3.&amp;lt;/ref&amp;gt; in die erziehungswissenschaftliche Lehrerbildung eingebunden und von [[Siegbert A. Warwitz]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Siegbert A. Warwitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Verkehrserziehung vom Kinde aus. Wahrnehmen – Spielen – Denken – Handeln.&amp;#039;&amp;#039; 6., aktualisierte Auflage. Schneider-Verlag Hohengehren, Baltmannsweiler 2009, ISBN 978-3-8340-0563-2, S. 252–272.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Form des [[Verkehrskasper]] als modernes Lehrtheater zur [[Verkehrserziehung]] weiterentwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stoffe ==&lt;br /&gt;
Das deutsche [[Trauerspiel]] „vom erschröcklichen Erzzauberer [[Johann Georg Faust|Johannes Fausten]], seinem Seelenhandel mit dem Teufel und seiner schließlichen Höllenfahrt“ brachte dann das meistgespielte Stück fürs Puppentheater auf die kleinen Bretter. [[Johann Wolfgang von Goethe]] ließ sich von einem solchen Puppentheater zu seinem [[Faust I|Faust]] inspirieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heinrich von Kleist]] schrieb angesichts einer Puppentheater-Aufführung seinen [[Essay]] &amp;#039;&amp;#039;[[Über das Marionettentheater]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den großen Dichtern der Puppenspielliteratur gehört [[Franz Pocci]], der vor allem für das Münchner Marionettentheater schrieb, dessen kunstvolle Texte bis heute gedruckt werden und in den 1970er Jahren für mehrere Kinderhörspiele dienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Stoffe für das Puppentheater dienten lange Zeit vor allem die klassischen [[Märchen]], bekannte Kinderbücher wie z.&amp;amp;nbsp;B. die von [[Janosch]] oder [[Otfried Preußler]] sowie Geschichten, die die Figurenspieler selbst sowohl für Kinder als auch Erwachsene erarbeiten. Zu den über das übliche Maß hinaus schriftstellerisch tätigen Puppenspielern gehören [[Jo Micovich]] und [[Heinrich Maria Denneborg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute werden im professionellen Figurentheater oft zeitgenössische Autoren auf der für die Bühne adaptiert, es werden Aufträge an Schriftsteller vergeben oder Wettbewerbe ausgeschrieben. Daneben werden die Spielstoffe oft auch im Team über Improvisationen erarbeitet und unter Einbezug von Dramaturgen zur Bühnenreife gebracht. Aber auch Stoffe des „großen“ Theaters finden zuweilen Einzug im Puppenspiel. Das [[Salzburger Marionettentheater]] ist für seine Aufführungen großer Werke der Opernliteratur bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Marionettentheater [[Augsburger Puppenkiste]] gelang ab 1953 eine erfolgreiche Verbindung von Fernsehen und Puppenspiel. Die [[Wuppertaler Puppenspiele]] brachten von 1960 bis 1970 im Auftrag des [[WDR]] und des [[NDR]] insgesamt über 45 Sendungen für das Nachmittagsprogramm der [[ARD]] über die Themen Biblische Geschichte, Griechische Sagen usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschiedene Figurenformen ==&lt;br /&gt;
* [[Bunraku]]-Figuren aus Japan&lt;br /&gt;
* [[Fantoche]]s aus Südamerika&lt;br /&gt;
* [[Fingerpuppe]]n&lt;br /&gt;
* [[Flachfigur]]en/[[Papiertheater]]&lt;br /&gt;
* [[Handpuppe]]n&lt;br /&gt;
* [[Handstabfigur]]en&lt;br /&gt;
* [[Kaukautzky]]&lt;br /&gt;
* [[Klappmaul]]figuren&lt;br /&gt;
* [[Marionette]]n&lt;br /&gt;
* [[Marotte]]n&lt;br /&gt;
* [[Maske]]n&lt;br /&gt;
* [[Schattenspiel|Schattenfiguren]]&lt;br /&gt;
* [[Stabfigur]]en&lt;br /&gt;
* [[Stockhandpuppe]]n&lt;br /&gt;
* [[Handpuppe|Sockenpuppen]]&lt;br /&gt;
* [[Tischmarionette]]n&lt;br /&gt;
* animierte Figuren, Gegenstände ([[Theater der Mechanik|Mechanisches Theater]], [[Objekttheater]])&lt;br /&gt;
* [[Wasserpuppentheater|Wassermarionetten]] aus Vietnam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Puppentheater ==&lt;br /&gt;
* Siehe [[Liste der stehenden Figurentheater|Liste der stehenden Puppenspielbühnen]]&lt;br /&gt;
* Siehe [[:Kategorie:Puppenbühne|Kategorie Puppenbühne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Puppen- und Figurentheater-Festivals ==&lt;br /&gt;
* Das internationale Festival &amp;#039;&amp;#039;FIDENA&amp;#039;&amp;#039; ([[Figurentheater der Nationen]]) des [[Deutsches Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst|Deutschen Forums für Figurentheater und Puppenspielkunst]] in Bochum präsentiert seit 1958 herausragende Inszenierungen im Bereich Figurentheater. Seit 1998 finden meist jährlich ausgetragene Festivals statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fidena.de/ Fidena Festivalseite], abgerufen am 16. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;[[Internationales Figurentheaterfestival|Internationale Figurentheaterfestival]]&amp;#039;&amp;#039; in Erlangen, Nürnberg, Fürth und Schwabach ist das größte Figurentheater-Festival in Deutschland und findet seit 1979 alle zwei Jahre statt, im Jahr 2009 zum 16. Mal&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.figurentheaterfestival.de/ Website] des internationalen figuren.theater.festivals, abgerufen am 16. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Festival für Figuren-, Objekt- und Anderes Theater – globus&amp;#039;&amp;#039;, alljährlich seit 1992 an mehreren Spielorten in und um Leipzig&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;[[Imaginale|Imaginale – Internationales]] Theaterfestival animierter Formen&amp;#039;&amp;#039; in Mannheim, Stuttgart, Heilbronn, Eppingen, Schorndorf und Ludwigsburg fand nach verschiedenen Vorgängerveranstaltungen 2008 zum 1. Mal statt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.imaginale.net/imaginale/ Website] der imaginale.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[No Strings Attached – Figurentheater &amp;amp; mehr]]&amp;#039;&amp;#039; – Festival in Mainz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.no-strings-attached.de/ Website] No Strings Attached – Figurentheater und mehr, abgerufen am 16. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;[[Internationales Fest der Puppen|Internationale Fest der Puppen]]&amp;#039;&amp;#039; in Lingen (Ems) findet seit 1983 alle zwei Jahre statt, im Jahr 2009 zum 14. Mal&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tpzlingen.de/kategorien/veranstaltungen.html?action%5B92%5D=category&amp;amp;cat_ID=586-CAT-KAT63#cnt |titel=Internationales Fest der Puppen |titelerg=Kategorien → Veranstaltungen → Fest der Puppen |werk=tpzlingen.de |hrsg=TPZ – Lingen, Theaterpädagogisches Zentrum der Emsländischen Landschaft e.&amp;amp;nbsp;V. |abruf=2025-04-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
* Der [[Lindenfels Westflügel|Lindenfelser Westflügel]] (Leipzig) mit seinen Figurentheater.&lt;br /&gt;
* Internationales Figurentheaterfestival Blickwechsel im Puppentheater Magdeburg ca. alle zwei Jahre seit 2003.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.puppentheater-magdeburg.de/blickwechsel/ Internationales Figuren Theater Festival Blickwechsel.] In: &amp;#039;&amp;#039;puppentheater-magdeburg.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 16. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;[[Internationalen FigurenTheaterTage]]&amp;#039;&amp;#039; in Brühl finden alle zwei Jahre statt, im Jahre 2010 zum 13. Mal&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Klapps – PuppenSpielTage&amp;#039;&amp;#039; finden alle zwei Jahre in Augsburg statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.klapps.de/ |titel=klapps – PuppenSpielTage Augsburg |hrsg=Freunde des Augsburger Puppenspiels e.&amp;amp;nbsp;V. |abruf=2017-10-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;Internationalen Puppentheatertage in Mistelbach&amp;#039;&amp;#039;, Österreich, finden jährlich Ende Oktober statt, im Jahre 2010 ab dem 26. Oktober zum 32. Mal&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Internationale Welser Figurentheater Festival&amp;#039;&amp;#039;, Österreich, findet jährlich Anfang März statt, im Jahre 2014 zum 23. Mal&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.figurentheater-wels.at/ &amp;#039;&amp;#039;Internationales Welser Figurentheaterfestival.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;figurentheater-wels.at&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Pupteatra Internacia Festivalo in Esperanto ([[International Puppet Theatre Festival – PIF]]&amp;#039;&amp;#039;), ein international bedeutsames Puppentheater-Festival in Zagreb&lt;br /&gt;
* Das [[Elbe-Elster-Land]] gilt als eine Wiege des sächsischen [[Marionette|Wandermarionettentheaters]]. Deshalb findet hier bereits seit 1998 das &amp;#039;&amp;#039;[[Internationales Puppentheaterfestival im Elbe-Elster-Land|Internationale Puppentheaterfestival im Elbe-Elster-Land]]&amp;#039;&amp;#039; statt.&lt;br /&gt;
* Das internationale [[Figura Theaterfestival]] findet seit 1994 alle zwei Jahren in [[Baden AG|Baden]] (Schweiz) statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.figura-festival.ch/ Website] des Figura Theaterfestivals.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das internationale Puppentheaterfestival des [[Puppentheater Zwickau|Puppentheaters Zwickau]] fand erstmals 2019 und zum zweiten Mal 2022 anlässlich seines 70-jährigen Bestehens statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.puppentheater-zwickau.de/internationales-puppentheaterfestival/ &amp;#039;&amp;#039;Internationales Puppentheaterfestival Zwickau.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Puppentheater Zwickau&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 16. Januar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das Kasperltheater-Festival im [[Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee|Markus Wasmeier Freilichtmuseum]] in [[Neuhaus (Schliersee)|Neuhaus]], Oberbayern, findet seit 2016 jährlich im Sommer statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Puppenspieler ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste von Puppenspielern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schulen, Ausbildung ==&lt;br /&gt;
* [[Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch]] in Berlin, Abteilung Puppenspielkunst&lt;br /&gt;
* Hochschule für Musik und Theater Zürich&lt;br /&gt;
* Staatliche Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart&lt;br /&gt;
* [[Figurentheater-Kolleg]] Bochum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprecherziehung ==&lt;br /&gt;
Neben Darstellendem Sprechen, schauspielerischen Grundlagen und dem Herstellen von Figuren wird auch das Fach [[Sprecherziehung]] angeboten. Sprecherziehung kann auch als eigenständiges Studienfach oder als Schwerpunkt/Spezialisierung innerhalb von Bachelor- und Masterstudiengängen studiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Marionettenpuppen Liebenwerda.jpg|mini|Teil der Marionetten&amp;amp;shy;theater&amp;amp;shy;sammlung im Mittel&amp;amp;shy;deutschen Wander&amp;amp;shy;marionetten&amp;amp;shy;theater Bad Lieben&amp;amp;shy;werda]]&lt;br /&gt;
* [[Lübecker Theaterfigurenmuseum]] von &amp;#039;&amp;#039;[[Fritz Fey|Fritz Fey jr.]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Münchner Stadtmuseum]]&lt;br /&gt;
* [[Museum für PuppentheaterKultur]], [[Bad Kreuznach]]&lt;br /&gt;
* [[Kreismuseum Bad Liebenwerda|Mitteldeutsches Wandermarionettentheater]] in [[Bad Liebenwerda]]&lt;br /&gt;
* Puppentheater-Museum Berlin&lt;br /&gt;
* [[Staatliche Kunstsammlungen Dresden]], [[Puppentheatersammlung (Dresden)|Puppentheatersammlung]]&lt;br /&gt;
* [[Augsburger Puppenkiste]]&lt;br /&gt;
* [[Pole-Poppenspäler-Museum]] in Husum&lt;br /&gt;
* [https://www.puppentheater-magdeburg.de/figurenspielsammlung/ FigurenSpielSammlung] Mitteldeutschland in der villa p. Magdeburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Immaterielles Kulturerbe ==&lt;br /&gt;
Das Figurentheater erfährt weltweit zunehmenden Schutz durch die [[UNESCO]] als [[Immaterielles Kulturerbe]]. Das [[Sizilianisches Marionettentheater|Sizilianisches Marionettentheater „Opera dei Pupi“]] (2001), das indonesische [[Wayang#Wayang Kulit|Wayang Kulit]] (2003), das japanische [[Bunraku|Ningyō Jōruri Bunraku]] (2003) und das kambodschanische Schattentheater &amp;#039;&amp;#039;[[Sbek thom]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Khmer (Volk)|Khmer]] (2005) sind in der [[Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit|UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit]] enthalten.&lt;br /&gt;
Auch die Volksrepublik China hat sowohl das Schattenspiel wie auch das Marionettentheater 2006 zum [[Liste des immateriellen Kulturerbes der Volksrepublik China|Immateriellen Kulturerbe der Volksrepublik China]] erklärt; das [[Chinesisches Schattentheater|Chinesische Schattentheater]] ist Welterbe geworden. 2016 kam „Puppenspiel in der Slowakei und Tschechien“ hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ich.unesco.org/en/RL/01202 |titel=Puppetry in Slovakia and Czechia |hrsg=UNESCO Intangible Cultural Heritage |datum=2016 |sprache=en |abruf=2024-01-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Außerdem sind &amp;#039;&amp;#039;Orteke&amp;#039;&amp;#039; (Kasachstan)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ich.unesco.org/en/RL/01878 |titel=Orteke, traditional performing art in Kazakhstan: dance, puppet and music |hrsg=UNESCO Intangible Cultural Heritage |datum=2022 |sprache=en |abruf=2024-01-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Namsadang Nori&amp;#039;&amp;#039; (Südkorea)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ich.unesco.org/en/RL/00184 |titel=Namsadang Nori |hrsg=UNESCO Intangible Cultural Heritage |datum=2009 |sprache=en |abruf=2024-01-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Rūkada Nātya&amp;#039;&amp;#039; (Sri Lanka)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ich.unesco.org/en/RL/01370 |titel=Rūkada Nātya, traditional string puppet drama in Sri Lanka |hrsg=UNESCO Intangible Cultural Heritage |datum=2018 |sprache=en |abruf=2024-01-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bestandteile der Repräsentativen Liste.&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Al-Aragoz&amp;#039;&amp;#039;-Puppentheater Ägyptens wurde 2018 in die [[Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes]] aufgenommen.&amp;lt;!-- (USL, #01376) --&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://ich.unesco.org/en/RL/01376 |titel=Traditional hand puppetry |titelerg=(Al-Aragoz) |hrsg=UNESCO Intangible Cultural Heritage |datum=2018 |sprache=en |abruf=2024-01-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Verkehrskasper]]&lt;br /&gt;
* [[Therapeutisches Puppenspiel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Markus Joss, Jörg Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Theater der Dinge. Puppen-, Figuren- und Objekttheater (Lektionen 7).&amp;#039;&amp;#039; Theater der Zeit, Berlin 2016, ISBN 978-3-95749-069-8.&lt;br /&gt;
* {{OeML|Puppentheater|Puppentheater|ASM}}&lt;br /&gt;
* Gyula Molnàr: &amp;#039;&amp;#039;Objekttheater Aufzeichnungen, Zitate, Übungen.&amp;#039;&amp;#039; Theater der Zeit, Berlin 2011, ISBN 978-3-942449-35-9.&lt;br /&gt;
* Barbara Rott: &amp;#039;&amp;#039;Felix Fechenbach und das Puppenspiel.&amp;#039;&amp;#039; In: Roland Flade, Barbara Rott (Hrsg.): [[Felix Fechenbach]], &amp;#039;&amp;#039;Der Puppenspieler. Ein Roman aus dem alten Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 1988, ISBN 3-88479-376-4, S. 31–43.&lt;br /&gt;
* Manfred Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch zum Künstlerischen Puppenspiel 1900–1945. Deutschland – Österreich – Schweiz. Handpuppen- und Marionettenspie.l&amp;#039;&amp;#039; Utzverlag, München 2019, ISBN 978-3-8316-4783-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Schwesterprojekte |commonscat=Puppet theaters |wikt=Puppentheater |s=Figurentheater |d=Q3982337}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Puppetry|Puppenspiel|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4247240-4}}&lt;br /&gt;
* [https://www.fidena.de/ Deutsches Forum für Figurentheater und Puppenspielkunst e.&amp;amp;nbsp;V. mit Kreativportal für das deutsche Figurentheater]&lt;br /&gt;
* [https://www.unima.de/ UNIMA (Union Internationale de la marionnette) Zentrum der Bundesrepublik Deutschland]&lt;br /&gt;
* [https://www.unima.at/ Unima (Union Internationale de la marionnette) Österreich]&lt;br /&gt;
* [https://www.unimasuisse.ch/ UNIMA (Union Internationale de la marionnette) Schweizer UNIMA-Zentrum]&lt;br /&gt;
* [https://vdp-ev.de/ Verband Deutscher Puppentheater]&lt;br /&gt;
* [https://figurentheater-gfp.de/verweise.php Adressen von Verbänden, Ausbildungsstätten und Puppentheatern]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.puppenundmasken.de/ |wayback=20190106070144 |text=Weiterführende Literatur zum Thema Figurentheater}}&lt;br /&gt;
* [http://www.schaubuden.de/Schaubuden_Dateien/Schaubuden_Dateien_pdf/e%20Kapitel%204%20Puppentheater.pdf Kapitel „Puppentheater“ auf schaubuden.de] (PDF; 6,9&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* [https://www.sagecraft.com/puppetry/ The Puppetry Homepage] – Umfassendes Linkverzeichnis und Informationsquelle zur Puppenspielkunst (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4247240-4|LCCN=sh89004185|NDL=00568515}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theatergenre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Puppentheater| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterpuppe|!Puppentheater]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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