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	<title>Pulverturm (Mainz) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T18:11:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pulverturm_(Mainz)&amp;diff=1249731&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-12413-72: Veralteten und nicht funktionierenden Link erneuert</title>
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		<updated>2026-02-24T22:27:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Veralteten und nicht funktionierenden Link erneuert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ausschnitt-Schillerplatz-Me.jpg|miniatur|hochkant=1.6|Detailausschnitt aus [[Matthäus Merian der Jüngere|Matthäus Merian dem Jüngeren]], 1655. Pulverturm links oben (18)]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pulverturm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Mainz]] war der in den letzten ca. 50 Jahren seiner Existenz als [[Pulverturm]] genutzte Martinsturm der [[Festung Mainz]]. Besondere Bekanntheit erhielt er durch die Pulverturmexplosion am Nachmittag des [[18. November]] [[1857]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Meintz (Merian) 001.jpg|miniatur|hochkant=1.6|Mainz gegen Orient, 1646. Pulverturm hinter der Gaupforte rechts]]&lt;br /&gt;
Der Martinsturm stammte aus dem Mittelalter und war der äußere Gautorturm; ursprünglich hieß er äußere Gaupforte. Als um 1660–1670 unter [[Johann Philipp von Schönborn]] die Martinsbastion Teil der zusammenhängenden Festung der Stadt Mainz wurde und die beiden anderen Gaupforten niedergelegt wurden, blieb die äußere Gaupforte als Martinsturm erhalten. Das Gebäude wurde als Stockhaus, also als Militärarresthaus genutzt. Das nach 1670 errichtete und 1896 niedergelegte [[Gautor (Mainz)|Gautor]] ersetzte die alten Gaupforten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pulverturmexplosion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Gartenlaube (1857) b 721.jpg|mini|Die Zerstörungen im Kästrich (1857).]]&lt;br /&gt;
Seit dem 19. Jahrhundert wurde der Martinsturm als Pulvermagazin genutzt, bis er am Mittwoch, dem 18.&amp;amp;nbsp;November 1857, um 14:45 Uhr explodierte. Zu diesem Zeitpunkt lagerten 208 [[Zentner]] Zündhütchen und über 600 Leuchtkugeln in dem Magazin. 57 Häuser am [[Kästrich]] wurden zerstört; an weiteren 64 Gebäuden und an den Festungswerken entstand großer Sachschaden. Die in der Nähe befindliche [[St. Stephan (Mainz)|Stephanskirche]] wurde ebenfalls schwer beschädigt. Sie war eine Art Schutzschild für Teile der Stadt, weil sie die Druckwelle ablenkte. Die Druckwelle zerstörte Fenster im [[Mainzer Dom]] und in der [[St. Quintin (Mainz)|Quintinskirche]]. Steine flogen bis in den Rhein und zur Bauhofstraße. Ein Giebelstein von 1366 Pfund flog bis zum [[Ballplatz]]. Die gesamte Wachmannschaft der Torwache (34er) vor dem Gautor wurde getötet; im Festungsgraben exerzierende Soldaten der [[Garderegiment|preußischen Garde-Feldartillerie]] wurden ebenfalls getötet oder verwundet. Insgesamt starben mindestens 157 Menschen,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://berufsfeuerwehr-mainz.de/stadt_mainz/geschichte.htm &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Berufsfeuerwehr Mainz&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; die Anzahl der getöteten Österreicher blieb Militärgeheimnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser weitreichenden Schäden hatten Festung und Stadt Glück im Unglück, denn wenige Tage vorher waren noch rund 700 Zentner Munition in dem Depot gelagert. Die Ursache der Explosion, die man einem Racheakt eines österreichischen [[Korporal]]s zuschrieb, konnte nie aufgeklärt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für diesen Tag war ein [[Turnfest]] des österreichischen [[Offizierskorps]] geplant, wozu außer der gesamten Garnison auch der Großherzog [[Ludwig III. (Hessen-Darmstadt)|Ludwig III.]], der Herzog von Nassau [[Adolph (Luxemburg)|Adolf I.]] und der Landgraf [[Ferdinand (Hessen-Homburg)|Ferdinand von Hessen-Homburg]] eingeladen waren. Nur wegen einer kurzfristigen Absage dieses Festes entgingen die Fürsten dem Unglück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Festungsbesatzung verhinderte erfolgreich eine Kettenreaktion der verbundenen Pulverlager, indem die Minengänge nahe dem Martinsturm, in denen ebenfalls Munition lagerte, unter Wasser gesetzt wurden. Insgesamt lagerten damals 12.000 Zentner Munition in der Stadt. Das Katastrophengebiet wurde am nächsten Tag von Garnisonstruppen abgesperrt, weil sich ein reger [[Katastrophentourismus]] entwickelte. Die Belegung der Garnison bestand damals aus dem [[Niederrheinisches Füsilier-Regiment Nr. 39|39. Infanterieregiment]] unter [[Alfred Ludwig Freiherr von Degenfeld]], dem [[Füsilier-Regiment „Königin Viktoria von Schweden“ (Pommersches) Nr. 34|34.]] und [[Füsilier-Regiment „von Steinmetz“ (Westpreußisches) Nr. 37|37. Infanterie-Regiment]] sowie den [[Kürassier-Regiment „Graf Gessler“ (Rheinisches) Nr. 8|Deutzer Kürassieren]] und den [[Böhmisches Dragoner-Regiment „Fürst zu Windisch-Graetz“ Nr. 14|Windischgrätz-Dragonern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätere Nutzung ==&lt;br /&gt;
Kreisbaumeister [[Ignaz Opfermann]] nahm die erforderlichen Wiederaufbaumaßnahmen zum Anlass einer umfassenden Bauplanung des Kästrichbereiches und der Kupferbergterrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1933 wurde das Gebäude am Pulverturm 13 für die „Staatsschule für Kunst und Handwerk“ errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg diente dieses Gebäude als behelfsmäßiges Theater, als Konzertsaal und bis zur Eröffnung des [[Mainzer Rathaus|Rathauses]] 1974 als Sitz der Stadtverwaltung. In dieser Zeit meinte man in Mainz mit „dem Pulverturm“ dieses Gebäude. Es beherbergt seitdem verschiedene Verwaltungseinrichtungen, das [[Tumorzentrum]] Rheinland-Pfalz und einige Institute der [[Johannes Gutenberg-Universität Mainz|Universität]]. Einige Parkplätze befinden sich in den alten Wallanlagen der Festung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmäler ==&lt;br /&gt;
[[Datei:PulverturmEckstein.jpg|miniatur|Giebelstein vom Pulverturm (Mainz)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PulverturmEcksteinTafel.jpg|miniatur|Beschreibung des Ecksteins]]&lt;br /&gt;
* Denkmal zum Gedächtnis an die Explosion des Pulverturms, [[Hauptfriedhof Mainz|Mainzer Hauptfriedhof]]&lt;br /&gt;
* Giebelstein vom Pulverturm, [[Ballplatz]] (683&amp;amp;nbsp;kg, war bei der Pulverturmexplosion 1857 470 Meter bis dorthin geschleudert worden)&lt;br /&gt;
* Die Straße, in der der Turm stand, heißt bis heute „Am Pulverturm“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verweise ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* Ellen Hennesen, &amp;#039;&amp;#039;Mit den uns zu Gebote stehenden Mitteln&amp;#039;&amp;#039; – Nöte und Hilfsmaßnahmen nach der Pulverturmexplosion von 1857, Mainz: Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft, Geschichte, Nr. 22/2002, 4, S. 57–60.&lt;br /&gt;
* Ellen Hennesen, &amp;#039;&amp;#039;Jedes Haus hat seine Geschichte&amp;#039;&amp;#039; – vom Wiederaufbau des alten Kästrich nach der Pulver-Explosion 1857, Mainz: Vierteljahreshefte für Kultur, Politik, Wirtschaft, Geschichte, Nr. 24/2004, 4, S. 72–75.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weblinks ===&lt;br /&gt;
* [https://www.regionalgeschichte.net/bibliothek/texte/ereignisse-und-begebenheiten/1857-pulverturmexplosion.html regionalgeschichte.net] – Die Pulverturmexplosion in Mainz 1857&lt;br /&gt;
* [http://berufsfeuerwehr-mainz.de/stadt_mainz/geschichte.htm Geschichte] der Berufsfeuerwehr Mainz&lt;br /&gt;
* [http://theodor.eichberger.info/humorist/mainzer_humoristen/klingelschmitt.html Geschichte] von [[Franz Xaver Klingelschmitt]] (1835–1892)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Schwarzpulverexplosionsunglücke ===&lt;br /&gt;
* [[Delfter Donnerschlag]]&lt;br /&gt;
* [[Bremer Pulvertürme]]&lt;br /&gt;
* [[Altes Zeughaus Wismar#Geschichte|Wismarer Pulverturm]] (1699)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=49.99385|EW=8.265206|type=landmark|region=DE-RP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pulverturm|Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrturm in Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katastrophe 1857]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Explosionskatastrophe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turm in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festung in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turm in Mainz]]&lt;/div&gt;</summary>
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