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	<title>Pullover - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;KenntnisseSchüler am 19. März 2026 um 14:03 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jersei-coll-alt.jpg|mini|Ein Pullover]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pullover&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|pʊˈloːvɐ}}] (vom englischen &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|pull over}}&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;small&amp;gt;(der)&amp;lt;/small&amp;gt; Überzieher&amp;#039;&amp;#039;, auch kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pulli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist häufig die Bezeichnung für ein gestricktes Kleidungsstück für den Oberkörper mit langen [[Ärmel]]n, das meist über den [[Kopf]] gezogen werden muss. Eine andere Bezeichnung dafür ist &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Jumper}}&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffliches ==&lt;br /&gt;
Das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet &amp;#039;&amp;#039; Überzieher&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;to pull&amp;#039;&amp;#039; = ziehen, &amp;#039;&amp;#039;over&amp;#039;&amp;#039; = über). Im frühen 20. Jahrhundert ging der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Pullover&amp;#039;&amp;#039; in den deutschen Sprachschatz ein&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Elmar Seebold |Titel=Kluge – Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache |Auflage=24. |Verlag=De Gruyter |Ort=Berlin |Datum=2002 |ISBN=3-11-017473-1 |Seiten=729}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, und der bis dahin übliche Begriff „Sweater“ wurde seltener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit etwa 1950 wird auch das Wort &amp;#039;&amp;#039;Pulli&amp;#039;&amp;#039;, mit dem man ursprünglich einen [[Pullunder]] bezeichnete, fast synonym verwendet. Dem Pullover ähnliche, aus feiner gewirktem &amp;#039;&amp;#039;Sweatshirtstoff&amp;#039;&amp;#039; hergestellte Kleidungsstücke werden [[Sweatshirt]]s genannt.&lt;br /&gt;
Bunt gemusterte Pullover werden meist nach [[Joseph-Marie Jacquard]] als Jacquard-Pullover bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Während der Pullover lange Zeit als unvereinbar mit modischer und seriöser Kleidung galt, etablierte er sich im Laufe des [[20. Jahrhundert]]s nach und nach. Dieser Prozess ist gekoppelt mit dem „Gesellschaftsfähigwerden“ von [[Sport]] einerseits und mit [[Lebensreform|Reformbewegungen]] andererseits. So konnte sich schon in den 1930er Jahren das [[Twinset]] in der Damenbekleidung etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit des [[Drittes Reich|Dritten Reiches]] wurde in Deutschland der Begriff des &amp;#039;&amp;#039;Schwubbers&amp;#039;&amp;#039; eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Kempowski: &amp;#039;&amp;#039;[[Tadellöser &amp;amp; Wolff (Roman)|Tadellöser &amp;amp; Wolff]]&amp;#039;&amp;#039;. 9. Auflage, [[Goldmann Verlag]], München 1988, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1950er Jahren zelebrierten die [[Existentialismus|Existenzialisten]] eine minimalistische Mode, in der der &amp;#039;&amp;#039;[[Rollkragenpullover]]&amp;#039;&amp;#039; zu einem Markenzeichen dieser Szene wurde, insbesondere in Schwarz. Gerade in Intellektuellen-Kreisen wurde er zum Klassiker. In seiner leichten Form hat er sich seit den ausgehenden 1960er Jahren ein seriöses Image erworben und kann auch ohne [[Krawatte]] unter einem [[Jackett]] getragen werden und gilt dennoch als „gesellschaftlich tragbar“, insbesondere im akademischen Umfeld, im Business-Bereich ist er dagegen bis heute noch nicht etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kontext der [[Ökologiebewegung|Ökologie-]] und [[Alternativbewegung]] wurden in den 1970er bis in die 1980er Jahre grobe selbstgestrickte Pullover aus Naturmaterialien gern getragen. Sie sollten bewusst nicht seriös und etabliert wirken. Insbesondere Norwegerpullovern haftet bis heute dieses Öko-Image an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Popper (Jugendkultur)|Popper]] dagegen trugen fein und glatt gestrickte Pullover aus hochwertigen Materialien (z. B. aus Kaschmirwolle) von namhaften Marken, wie [[Lacoste]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1980er Jahren begann sich das artverwandte Sweatshirt mehr und mehr durchzusetzen, auch als Teil eines kompletten [[Jogginganzug]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1990er Jahren entdeckte die [[Technokultur|Techno]]-Bewegung die Skipullover der 1960er und 1970er Jahre als Teil der Clubwear. Second-Hand-Shops wurden beliebte Anlaufpunkte, in denen Originalware zu erstehen war. Die Pullover wurden aber auch von der Modeindustrie als Retro-Modelle kopiert oder nachempfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Streetwear]]-Bereichen dominierten und dominieren dagegen seit den 1980er Jahren bis heute Sweatshirts das Geschehen, die jedoch prinzipiell nicht dem gestrickten Pullover zuzuordnen sind, insbesondere mit Kapuze. Das betrifft sowohl die Szenen [[Hip-Hop (Subkultur)|Hip-Hop]] und [[Skateboard|Skater]] als auch [[Hooligan]]s und [[Autonome]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei heutigen [[Jugendliche]]n und jungen Erwachsenen sind &amp;#039;&amp;#039;Sweatshirts&amp;#039;&amp;#039; insgesamt oft beliebter als Strickpullover. Sweatshirts haben sich zu Grundbestandteilen der zeitgenössischen Mode (Basics) entwickelt. Im Laufe der Weiterentwicklungen auf dem Modesektor bezeichnet das vormals klassische Wort „Pullover“ heute auch Kleidungsstücke, die nicht nur die traditionellen Merkmale (zum Beispiel Langärmel) besitzen. So werden im Zuge einer Liberalisierung der Definition durchaus auch Strickjacken oder Poloshirts mit langen Ärmeln als Pullover bezeichnet, was fachlich jedoch falsch ist. Demnach ist die althergebrachte Auffassung des „über-den-Kopf-Ziehens“ als zwingender Anhaltspunkt zur Bestimmung nicht mehr zeitgemäß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund ihrer ebenen Oberfläche eignen sich dünne Pullover/Sweatshirts zum Bedrucken, daher gibt es sie als Fan-Reliquie und mit diversen Motiven und Parolen. Teilweise sind die Schriftzüge bzw. Motive auch gestickt oder aufgenäht. Markenorientierte Menschen der jüngeren und mittleren Generation tragen gern mit plakativen [[Marke (Recht)|Markenlogos]] versehene Sweatshirts. Sweatshirts sind auch mit angenähter Kapuze zu haben ([[Kapuzenpullover]]). Sweatshirts haftet ein sportlicheres Image an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Strick-Pullover einiger Hersteller wie [[Carlo Colucci]], MÄRZ, Coogi und Tundra gelten in bestimmten Kreisen als [[Kult (Status)|Kultobjekte]]. Zum Teil werden die auffällig gemusterten Pullover auch [[Sammeln|gesammelt]] und gelten als [[Prestige]]objekt. Die [[Markenbewusstsein|Fixierung auf Markenkleidung]] wird zwischen und innerhalb der [[Jugendkultur]]en differenziert diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Green Aran Sweater.JPG|mini|Pullover mit Aranmuster]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grey knitted sweater.jpg|mini|Variiertes Norwegermuster]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Geschichte des Ringelpullis.webm|mini|Video: Die Geschichte des Ringelpullis (1:00 min)]]&lt;br /&gt;
Pullover gibt es aus vielen Textilfasern, wie z. B. [[Schurwolle]], [[Kaschmirwolle]], [[Seide]] und [[Baumwolle]]. Beimischungen aus [[Kunstfaser]]n wie [[Polyacrylnitril|Polyacryl]] sind zur Verbesserung der Formstabilität weit verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Pullover sind heutzutage aus wind- und wasserundurchlässigen Materialien durch eingearbeitete Membrane gefertigt und werden sogar über der gesamten Oberbekleidung getragen.&lt;br /&gt;
Dazu gehören:&lt;br /&gt;
* Skipullover&lt;br /&gt;
* Joggingpullover&lt;br /&gt;
* Segelpullover&lt;br /&gt;
* [[Troyer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Muster ===&lt;br /&gt;
Auch die verschiedensten &amp;#039;&amp;#039;Farben und Muster&amp;#039;&amp;#039; sind denkbar. Genannt seien hier das berühmte Norwegermuster und das Aranmuster. Ersteres stammt zwar aus dem Norden, nicht jedoch aus Norwegen. [[Island]], die [[Färöer]] und die [[Shetland-Inseln]] sind die Heimat dieses mehrfarbigen und mehrfädigen [[Stricken|Strickmusters]]. Aufgrund seiner Herkunft wird dort dieses Kleidungsstück [[Dialekt|mundartlich]] auch etwas irreführend „Den Danske Pulover“ genannt (in dieser leicht abweichenden Schreibweise). Wie das Aranmuster, das von den irischen [[Araninseln]] und aus [[Irland (Insel)|Irland]] selbst stammt und das sich durch die plastisch wirkenden Zöpfe, Noppen und Rhomben charakterisiert, dienten diese neben der Kennzeichnung der Herkunft ([[Sippe]], [[Familie (Soziologie)|Familie]]) vor allem aber auch durch die Zusatzfäden dem Wetterschutz und der Windundurchlässigkeit. Noch heute sind selbstgestrickte Pullover als Geschenke sehr beliebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1950er Jahren waren &amp;#039;&amp;#039;Parallelos&amp;#039;&amp;#039; eine beliebte Variante. Dabei wird der Pullover nicht von unten nach oben, sondern quer von einem Ärmel zum anderen gefertigt, so dass die Strickrippen (bei ausgestreckten Armen) später durchgehend waagerecht verlaufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dwds.de/wb/Parallelo |titel=Parallelo – Schreibung, Definition, Bedeutung, Beispiele |werk=dwds.de |sprache=de |abruf=2025-10-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ravelry.com/patterns/sources/parallelos-fur-damen-und-herren/patterns |titel=Ravelry: Parallelos für Damen und Herren – patterns |werk=ravelry.com |sprache=de |abruf=2025-10-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Formen ===&lt;br /&gt;
Ebenso verschieden wie die Muster sind aber auch die &amp;#039;&amp;#039;Halsabschlüsse, Kragen, Ausschnitte und Ärmellänge&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am verbreitetsten sind der V-Ausschnitt (darunter, je nach Kleidungsstil, [[T-Shirt]], [[Polohemd]], [[Hemd]] oder Hemd mit Krawatte), der runde Halsausschnitt und der halbhohe Halsausschnitt, englisch: „Mockneck“. Außerdem gibt es den [[U-Boot-Ausschnitt]] und den &amp;#039;&amp;#039;Rollkragen&amp;#039;&amp;#039;. Eine besondere Form sind Kurzarmpullover. Pullover mit Reißverschlüssen hingegen weisen in der Regel keinen Kragen auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
In früheren Zeiten [[Stricken|strickte]] die Ehefrau dem Seemann oder Fischer als Glücksbringer ein eigenes Haar mit hinein. Auch versah man in Irland und auf [[Guernsey]] die Pullover mit den [[Initialen]] der Männer, damit sie bei einem Schiffsunglück leichter identifiziert werden konnten, wenn sie an Land gespült wurden. Dass die familientypischen Muster auf den [[Hebriden]] und den Araninseln demselben Zweck dienten, gehört zu den modernen Mythen und geht wahrscheinlich auf das Theaterstück &amp;#039;&amp;#039;Riders to the Sea&amp;#039;&amp;#039; von [[John Millington Synge]] zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ireland.com&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.ireland.com/de-de/sehenswertes/wild-atlantic-way-von-mayo-nach-clare/artikel/aran-pullover |text=Irlands Modegeheimnis: der Aran-Pullover |wayback=20160310093631}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Strickjacke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Sweaters|Pullover}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Pullover}}&lt;br /&gt;
* [http://www.stricken-aktuell.de/informatives/geschichte/musterentstehung/aran-muster/ Über das Aranmuster] stricken-aktuell.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4115670-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obertrikotage]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulteraufliegendes Kleidungsstück]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KenntnisseSchüler</name></author>
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