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	<title>Pullmanwagen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pullmanwagen&amp;diff=691552&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wahldresdner: /* Pullmanwagen in Großbritannien */ lf</title>
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		<updated>2026-03-22T16:08:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Pullmanwagen in Großbritannien: &lt;/span&gt; lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die von verschiedenen Unternehmen gebauten und betriebenen, luxuriös ausgestatteten Eisenbahnwagen, zu den auch als „Pullmanwagen“ bezeichneten Automobilen siehe [[Pullman-Karosserie]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Pullman compartment cars and through trains, Cincinnati, Hamilton &amp;amp; Dayton Rail Road advertising poster, 1894.jpg|mini|hochkant|Werbeplakat einer amerikanischen Bahngesellschaft aus dem Jahr 1894 für Pullmanwagen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pullmanwagen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden verschiedene Arten von [[Eisenbahnwagen]] bezeichnet. Meist bezieht sich die Bezeichnung auf die luxuriösen, von der amerikanischen [[Pullman Palace Car Company]] gebauten und auf dem nordamerikanischen Eisenbahnnetz betriebenen [[Schlafwagen|Schlaf-]] und [[Salonwagen]] oder auf die in den 1920er Jahren durch die [[Compagnie Internationale des Wagons-Lits]] in Europa eingeführten, komfortablen Salonwagen. Darüber hinaus wurde „Pullmanwagen“ zum Überbegriff oder [[Spitzname]]n für verschiedene, besonders komfortable Eisenbahn- und [[Straßenbahn]]-Fahrzeuge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pullmanwagen in den USA ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pullman car exterior.jpg|mini|Pullmanwagen in den USA, Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Leider im Vergleich mit den europäischen Pullmanwagen sehr lückenhaft (Geschichte, Wagenpark etc.).}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff leitet sich von [[George Mortimer Pullman]] ab, einem amerikanischen Unternehmer. Dieser war der Gründer der [[Pullman Palace Car Company]] in [[Pullman City (Chicago)|Pullman City]] bei [[Chicago]]. Er entwickelte besonders [[Luxus|luxuriös]] ausgestattete [[Schlafwagen|Schlaf-]], [[Speisewagen|Speise-]] und [[Salonwagen]], letztere im amerikanischen Sprachgebrauch als „Parlour cars“ bezeichnet. Die Fahrzeuge stellte er auf eigene Rechnung den Fernzügen der großen US-Eisenbahngesellschaften bei. Diese Pullmanwagen wurden ausschließlich als [[Drehgestell]]wagen gebaut. Die Wagen zeichneten sich durch Verwendung besonders bequemer Sitz- und Schlafeinrichtungen sowie eine reiche Innenausstattung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pullmanwagen in Großbritannien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pullman 284 &amp;#039;Vera&amp;#039; at London Victoria.JPG|mini|Britischer Pullmanwagen „Vera“ im Bahnhof [[Bahnhof London Victoria|London Victoria]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Blue Pullman coach and stewards.jpg|mini|BR-Pullmanwagen aus dem Jahr 1960 als museal erhaltenes Fahrzeug im Einsatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die &amp;#039;&amp;#039;Pullman Palace Car Company&amp;#039;&amp;#039; ab 1876 begonnen hatte, ihre Wagen auch in [[Europa]] einzusetzen, wurde der Begriff auch für die europäischen Schlafwagen der Gesellschaft verwendet, die vor allem in [[Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Irland|Großbritannien]] und [[Italien]] für einige Jahre den Schlafwagen der [[CIWL]] Konkurrenz machten. Während die CIWL es auf dem Kontinent relativ schnell schaffte, die Konkurrenz der Pullmangesellschaft zu beseitigen, blieb diese in Großbritannien aktiv, gab allerdings nach einigen Jahren das Schlafwagengeschäft auf. Der Schlafwagenbetrieb wurde danach im Unterschied zu den meisten kontinentalen Bahnen von den britischen Bahngesellschaften selber übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 verkaufte die amerikanische Muttergesellschaft die britische Gesellschaft, die &amp;#039;&amp;#039;Pullman Car Company&amp;#039;&amp;#039; (PCC), an den Verleger und Politiker [[Davison Dalziel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mühl-344&amp;quot;&amp;gt;Albert Mühl, Jürgen Klein: &amp;#039;&amp;#039;Reisen in Luxuszügen. Die Internationale Schlafwagen-Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; EK-Verlag, Freiburg im Breisgau 2006, S. 344&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] übernahm die CIWL die britische Gesellschaft von Dalziel, der dafür Verwaltungsratsvorsitzender der CIWL wurde. Allerdings wurde diese Übernahme lange Jahre verschwiegen, offiziell gab die CIWL lediglich an, dass sie mit der britischen Pullmangesellschaft freundschaftlich zusammenarbeite.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Behrend-23&amp;quot;&amp;gt;George Behrend: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Luxuszüge.&amp;#039;&amp;#039; Orell Füssli, Zürich 1977, S. 23&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits seit 1881 setzte die Pullmangesellschaft neben Schlafwagen auf den britischen Strecken besonders luxuriös ausgestattete [[Großraumwagen (Eisenbahn)|Großraumwagen]] ein, die sich von den als [[Abteilwagen]] ausgeführten [[Salonwagen]] der CIWL deutlich unterschieden und auch von der Gesellschaft selbst die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Pullman Car&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Pullmanwagen&amp;#039;&amp;#039;) erhielten. Kennzeichnend für diese Pullmanwagen war der [[Am-Platz-Service]].&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Stöckl: &amp;#039;&amp;#039;Die großen Eisenbahnrouten der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Rasch&amp;amp;Röhring, Hamburg 1985, ISBN 978-3-89136-046-0&amp;lt;/ref&amp;gt; In Abstimmung mit den privaten Eisenbahngesellschaften setzte die Pullmangesellschaft zum Teil eigenständige [[Pullmanzug|Pullmanzüge]] ein, zum Teil wurden einzelne Pullmanwagen oder Wagengruppen  normalen Expresszügen beigestellt. Ab 1932 setzte die PCC mit dem [[Brighton Belle]] zwischen [[London]] und [[Brighton]] auch Pullmanwagen in Form von elektrischen [[Triebwagen]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Großbritannien übernahm [[British Rail]]ways (BR) bzw. die [[British Transport Commission]] 1954 die PCC. Noch in den 1960er Jahren beschaffte BR neue Pullmanwagen. Daneben nahm BR auch Dieseltriebwagen ([[BR-Klasse 251/261]]) mit Pullman-Ausstattung in Dienst. In den 1970er Jahren stellte BR allerdings die meisten Pullmanwagen ab, als letzter Zug mit Pullmanwagen verblieb bis 1985 der &amp;#039;&amp;#039;Manchester Pullman&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Manchester]] und [[London]]. Ein Teil der britischen Pullmanwagen wird inzwischen von der &amp;#039;&amp;#039;Belmond Ltd.&amp;#039;&amp;#039;, der Betreibergesellschaft des [[Venice-Simplon-Orient-Express]] (VSOE) im &amp;#039;&amp;#039;Belmond British Pullman&amp;#039;&amp;#039;, dem Zubringer zum VSOE zwischen London und den Kanalhäfen sowie bei [[Schienenkreuzfahrt]]en eingesetzt, andere sind im Bestand von britischen [[Museumsbahn]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pullmanwagen in Kontinentaleuropa ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gare du Nord - départ du 1er train l&amp;#039;Etoile du Nord (1927) - le train à quai.jpg|mini|CIWL-Pullmanwagen im [[Étoile du Nord|Etoile du Nord]] (1927)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pullman Orient Express - Fleche d&amp;#039;Or, interior 1.jpg|mini|Interieur in einem CIWL-Pullmanwagen der Serie &amp;#039;&amp;#039;Fleche&amp;amp;nbsp;d&amp;#039;Or&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1925 führte die [[Compagnie Internationale des Wagons-Lits]] auch auf dem Kontinent [[Luxuszug (Zuggattung)|Luxuszüge]] mit Pullmanwagen nach britischem Vorbild ein, nachdem sie bislang in ihren Luxuszügen nur Schlaf- und Speisewagen sowie herkömmliche Salonwagen eingesetzt hatte. Diese als [[Pullmanzug]] oder &amp;#039;&amp;#039;Pullman-Express&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten Züge wiesen zunächst ausschließlich Wagen der 1.&amp;amp;nbsp;Klasse auf und wurden als komfortable Tagesverbindung mit Bedienung am Platz angeboten. Neben komplett aus Pullmanwagen zusammengestellten Luxuszügen setzte die CIWL wie auch die britische Pullmangesellschaft außerdem einzelne Pullmanwagen ein, die in normale Schnellzüge eingestellt wurden. Die Wagen verkehrten vorwiegend in [[Frankreich]], den [[Benelux]]-Staaten, [[Italien]] und [[Rumänien]], einzelne Zug- und Wagenläufe gab es auch in die [[Schweiz]] und nach [[Österreich]]. Die eingesetzten Pullmanwagen besaßen etwa zur Hälfte eine Küche. In der Regel wurden daher ein Wagen ohne und ein Wagen mit Küche gemeinsam als sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Couplage&amp;#039;&amp;#039; eingesetzt. Charakteristisch für diese Wagen waren die ovalen Fenster in den Außentüren, den Toilettenräumen sowie im Gang gegenüber den Toiletten. Die Pullmanwagen der ersten Klasse hatten Tische mit zwei Sesseln zu beiden Seiten eines Mittelganges sowie an beiden Enden Abteile mit vier Plätzen. Die ersten Bauserien für den Einsatz im [[Sud-Express]] und dem [[Flèche d’Or]] erhielten analog zu den britischen Pullmanwagen eine Farbgebung in Crème/Braun. Ab 1927 wurden die weiteren Bauserien in Crème/Blau ausgeliefert, die älteren Wagen erhielten ab 1932 ebenfalls diese Farbgebung. Als Weiterentwicklung der Pullmanwagen 1.&amp;amp;nbsp;Klasse erschien noch der Typ [[Côte d’Azur]] mit einer Sitzgruppe weniger, verstellbaren Sesseln und mehr Beinfreiheit. Beginnend mit den Wagen für den [[Étoile du Nord]] beschaffte die CIWL auch Pullmanwagen 2.&amp;amp;nbsp;Klasse, die aber zunächst nur in einzelnen Zügen eingesetzt wurden. Die Pullmanwagen der zweiten Klasse hatten Tische mit zwei oder vier Sitzplätzen und einen Mittelgang. Im Zuge der [[Weltwirtschaftskrise]] führte die CIWL die Pullmanwagen für die 2.&amp;amp;nbsp;Klasse generell ein, nur der Sud-Express und der Flèche d’Or blieben noch einige Jahre exklusiv der 1.&amp;amp;nbsp;Klasse vorbehalten. Ende 1932 verfügte die CIWL über 200 Pullmanwagen, ein später nicht mehr erreichter Höchststand.&amp;lt;ref&amp;gt;Renzo Perret: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der CIWL. Die Pullman-Wagen.&amp;#039;&amp;#039; Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1986, S. 58&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits Mitte der 1930er Jahre sank der Bedarf an Wagen spürbar und die CIWL ließ bis 1939 bereits 60 davon zu Speisewagen umbauen.&amp;lt;ref&amp;gt;Renzo Perret: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der CIWL. Die Pullman-Wagen.&amp;#039;&amp;#039; Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1986, S. 62&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:VSOE 01.jpg|mini|Ex CIWL-Pullmanwagen 4141 im [[Venice-Simplon-Orient-Express|VSOE]]]]&lt;br /&gt;
Weitere Pullmanwagen, die jedoch nicht im Besitz der CIWL waren, beschaffte in Spanien die [[Compañía de los Ferrocarriles Andaluces]] für ihren ab 1929 eingesetzten &amp;#039;&amp;#039;Andalucia-Pullman-Express&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Sevilla]] und [[Granada]] bzw. [[Málaga]]. Mit der Bewirtung der Wagen war die CIWL beauftragt worden. Der Zug war jedoch kein Erfolg und wurde bereits 1930 wieder eingestellt. Die sechs beschafften Wagen wurden teils für Sondereinsätze beibehalten, teils in Wagen der 1.&amp;amp;nbsp;Klasse umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Deutschland verkehrten Pullmanwagen der CIWL ausschließlich in einem Zuglauf, dem zwischen 1929 und 1939 verkehrenden [[Ostende-Köln-Pullman-Express]]. Die [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Deutsche Reichsbahn]] beschaffte jedoch ab 1928 für ihren neuen [[Fernschnellzug]] (FD) [[Rheingold (Zug)|Rheingold]] luxuriös ausgestattete Reisezugwagen in Großraumausführung mit Service am Platz und integrierten Küchen. Das Konzept entsprach damit weitgehend dem der CIWL, die sogenannten [[Rheingold-Wagen 1928|Rheingold-Wagen]] wurden jedoch aus markenrechtlichen Gründen nicht als Pullmanwagen bezeichnet.&lt;br /&gt;
[[Datei:RhB Pullmanwagen As 1141 in Pontresina.JPG|mini|Pullmanwagen der [[Rhätische Bahn|Rhätischen Bahn]]]]&lt;br /&gt;
Auch auf [[Meterspur]] gab es einen Pullmanzug, den &amp;#039;&amp;#039;[[Golden Mountain Pullman Express]]&amp;#039;&amp;#039; auf der Strecke der [[Montreux-Berner Oberland-Bahn]], der jedoch nur im Sommer 1931 verkehrte und danach mangels Erfolg eingestellt wurde. Für diesen Zug wurden nach dem Vorbild des 1915 gebauten MOB-Wagens AB4&amp;amp;nbsp;75 (später As&amp;amp;nbsp;102) mit dreiteiligen Aussichtsfenstern vier Wagen für die CIWL neu gebaut. 1939&amp;amp;nbsp;wurden diese Wagen an die [[Rhätische Bahn]] verkauft, wo sie heute noch als &amp;#039;&amp;#039;Alpine Classic Pullman Express&amp;#039;&amp;#039; für Sonderfahrten erhalten sind. 2004&amp;amp;nbsp;baute die MOB vier Wagen für den fahrplanmäßigen Zug &amp;#039;&amp;#039;Golden Pass Classic&amp;#039;&amp;#039; um, die im Stil von den CIWL-Pullmanwagen inspiriert sind. Ebenfalls auf Meterspur verkehrten die sechs 1929 beschafften Pullmanwagen der schmalspurigen [[Ferrocarriles Vascongados]] im [[Baskenland]] zwischen [[Bilbao]] und [[San Sebastián]], die bis 1932 von der CIWL bewirtschaftet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stöckl&amp;quot;&amp;gt;[[Fritz Stöckl]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Eisenbahnen der Erde. Band III: Spanien und Portugal&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Ployer &amp;amp; Co., Wien 1962, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie blieben, abgesehen von kriegsbedingten Unterbrechungen, bis 1977 im Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde der Betrieb der Pullmanwagen eingestellt. Einige der Wagen (bekannt sind die Wagen mit den Nummern 4152 und 4159) wurden für Befehlszüge des Militärs herangezogen, die meisten jedoch in Werkstätten der CIWL oder auf entlegenen Bahnhöfen abgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;perret-64&amp;quot;&amp;gt;Renzo Perret: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der CIWL. Die Pullman-Wagen.&amp;#039;&amp;#039; Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1986, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt; Planungen im weiteren Kriegsverlauf, außer CIWL-Schlaf- und Speisewagen auch Pullmanwagen für Befehlszüge von Größen des Dritten Reichs heranzuziehen, wurden nicht mehr realisiert. Laut Angaben von Zeitzeugen, die [[Claude Lanzmann]] für seinen Film &amp;#039;&amp;#039;[[Shoah (Film)|Shoah]]&amp;#039;&amp;#039; interviewte, sollen Pullmanwagen vereinzelt auch in Deportationszügen in die Vernichtungslager [[Sobibor]] und [[Treblinka]] eingesetzt worden sein. 1946 fanden sich noch 120 Pullmanwagen im Bestand der CIWL. 11 Wagen waren infolge von Kriegsschäden ausgemustert worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;perret-64&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurden die verbliebenen Wagen zum Teil wieder in Betrieb genommen und noch bis etwa Mitte der 1960er Jahre Schnellzügen beigestellt, vor allem in Frankreich und Italien, vereinzelt auch in Österreich, Spanien und Rumänien. Die Pullman-Dienste in Rumänien endeten bereits 1947 wieder und die dort verbliebenen Wagen wurden nach Frankreich überstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Renzo Perret: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der CIWL. Die Pullman-Wagen.&amp;#039;&amp;#039; Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1986, S. 68&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der europaweiten Einführung des [[Wagenklasse#Geschichte|Zwei-Klassen-Systems]] 1956 wurden alle Pullmanwagen als Wagen der 1.&amp;amp;nbsp;Klasse eingestuft. Ein großer Teil der Pullmanwagen wurde in [[Speisewagen]] umgebaut, unter anderem auch für die erste Nachkriegsgeneration des [[Rheingold (Zug)|Rheingold]]. Auch im [[Simplon-Orient-Express]] wurden versuchsweise Pullmanwagen eingesetzt, aber aufgrund mangelnder Nachfrage bald wieder abgezogen. Als einer der wenigen reinen Pullmanzüge verblieb für einige Jahre noch der [[Sud-Express]] auf seinem französischen Abschnitt zwischen [[Paris]] und [[Irun]]. Bereits 1960 war der Bestand der CIWL auf 49 Pullmanwagen reduziert worden. Bis 1969 führte der [[Mistral (Zug)|TEE Mistral]] einen Pullmanwagen 1.&amp;amp;nbsp;Klasse, der zu diesem Zweck mit neuen Drehgestellen und Klimaanlage ausgerüstet wurde. Die letzten Vorkriegs-Pullmanwagen – neue Wagen wurden für Kontinentaleuropa, anders als für Großbritannien, nach dem Krieg nicht mehr gebaut – wurden in Frankreich und Italien 1971 aus dem planmäßigen Einsatz zurückgezogen, zuletzt waren sie im französischen Abschnitt des &amp;#039;&amp;#039;Sud-Express&amp;#039;&amp;#039; und in einem &amp;#039;&amp;#039;Rapido&amp;#039;&amp;#039; zwischen Mailand und Rom eingesetzt worden. Die Dienste im [[Flèche d’Or]] endeten bereits 1969. Von der CIWL wurden die 1971 noch vorhandenen 11 Wagen noch einige Jahre für einzelne Sonderleistungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Renzo Perret: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der CIWL. Die Pullman-Wagen.&amp;#039;&amp;#039; Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1986, S. 76&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der alten Pullmanwagen wurden von den Betreibern des [[Nostalgie-Istanbul-Orient-Express]] und des [[Venice Simplon-Orient-Express]] sowie verschiedenen [[Museumsbahn]]en erworben. Die renovierten Wagen werden in [[Charterzug|Charterzügen]] europaweit eingesetzt. Weitere Wagen stehen in Eisenbahnmuseen, so der Wagen 4018 in der [[Cité du train]] im französischen [[Mülhausen]]. Eine Reminiszenz an die zu den ersten europäischen [[Großraumwagen (Eisenbahn)|Großraumwagen]] zählenden Pullmanwagen ist das Nebengattungszeichen „p“ im [[UIC-Bauart-Bezeichnungssystem für Reisezugwagen]], das für Großraumwagen steht und vom Anfangsbuchstaben P abgeleitet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== CIWL-Pullmanwagen außerhalb Europas ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ModernEgypt, Opening of Luxor-Aswan rail line, Album-2-BAL-00000606-0002.jpg|mini|In Ägypten ab 1926 eingesetzte Pullmanwagen der CIWL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1926 setzte die CIWL auch außerhalb Europas Pullmanwagen ein. Sie führte in Ägypten zunächst einzelne Pullmanwagen ein, ab 1929 verkehrte bis Kriegsausbruch der &amp;#039;&amp;#039;Sunshine-Pullman-Express&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Kairo]] und [[Luxor]]. Abweichend von den europäischen CIWL-Wagen erhielten die Wagen eine weiße Außenlackierung, die Sessel erhielten keinen Stoff-, sondern Lederbezug. Die Wagen gingen nach dem Zweiten Weltkrieg in den Besitz der [[Ägyptische Staatsbahnen|Ägyptischen Staatsbahnen]] über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 wurden von der CIWL zusammen mit acht Schlafwagen auch zwei Pullmanwagen auf dem für Transporte von Eisenbahnfahrzeugen spezialisierten Frachter „[[Belpamela]]“ nach [[Hongkong]] verschifft. Ein geplanter Einsatz in [[China]] scheiterte aber am Ausbruch des [[Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg|Chinesisch-Japanischen Krieges]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere als Pullmanwagen bezeichnete Fahrzeuge ==&lt;br /&gt;
Bei der [[Straßenbahn Leipzig]] wurden 1925 erstmals [[Straßenbahn]]wagen (GLSt- bzw. LVB-Typen 22 und 56) mit vorn und hinten heruntergezogenen [[Oberlichtdach|Oberlichtdächern]] beschafft, die wegen der äußeren Ähnlichkeit bald den Spitznamen „Pullmanwagen“ erhielten. Dieselbe Eigenart weisen auch die [[Triebwagen]]-Baureihe ET505 der [[Köln-Bonner Eisenbahnen|Cöln-Bonner Kreisbahnen]] (später KBE) auf. Aufgrund ihrer vergleichsweise komfortablen Ausstattung umgangssprachlich als „Pullmanwagen“ bezeichnet wurden auch die ebenfalls ab 1925 gelieferten [[Fahrzeuge der Straßenbahn Frankfurt am Main#F und G|Baureihen F und G]] der [[Straßenbahn Frankfurt am Main]]. Bei der [[Strassenbahn Zürich|Straßenbahn Zürich]] traf dies auf die ab 1940 gebauten [[Schweizer Standardwagen]] zu,&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Bodmer: &amp;#039;&amp;#039;Das Tram in Zürich, 1928 bis 1962&amp;#039;&amp;#039;, S. 11&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzz.ch/article74PY6-1.457047 &amp;#039;&amp;#039;Erste «Cobra»-Trams im «Jahr der Schlange»&amp;#039;&amp;#039;, Neue Zürcher Zeitung vom 23. Januar 2001]&amp;lt;/ref&amp;gt; in Rumänien auf die Baureihen [[Gb 2/2]] und [[V954]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die türkische Staatsbahn [[Türkiye Cumhuriyeti Devlet Demiryolları]] bezeichnet die Einheitsklasse in ihren Fernzügen als „Pullman“. Dies umfasst alle Personenwagen mit Ausnahme der Schlaf- und Liegewagen, diese werden daher landläufig als „Pullmanwagen“ bezeichnet. Lediglich in den Hochgeschwindigkeitszügen (&amp;#039;&amp;#039;[[Yüksek Hızlı Tren]]&amp;#039;&amp;#039;) der TCDD werden mehrere Klassen geführt und in Anlehnung an den Flugverkehr als „Economy“ und „Business“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.seat61.com/train-travel-in-turkey.htm#What_are_Turkish_trains_like The Man in Seat 61 …: &amp;#039;&amp;#039;Train travel in Turkey&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 25. April 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[George Behrend]]: &amp;#039;&amp;#039;Große Expresszüge Europas. Die Geschichte der Wagon-Lits&amp;#039;&amp;#039;. Orell Füssli, Zürich 1967&lt;br /&gt;
* George Behrend: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Luxuszüge.&amp;#039;&amp;#039; Orell Füssli, Zürich 1977, ISBN 3-280-00918-9.&lt;br /&gt;
* Albert Mühl: &amp;#039;&amp;#039;Internationale Luxuszüge&amp;#039;&amp;#039;. EK-Verlag, Freiburg im Breisgau 1991, ISBN 3-88255-673-0&lt;br /&gt;
* Albert Mühl, Jürgen Klein: &amp;#039;&amp;#039;Reisen in Luxuszügen. Die Internationale Schlafwagen-Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; EK-Verlag, Freiburg im Breisgau 2006, ISBN 3-88255-696-X&lt;br /&gt;
* Renzo Perret: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der CIWL. Die Pullman-Wagen.&amp;#039;&amp;#039; Franckh’sche Verlagshandlung, Stuttgart 1986, ISBN 3-440-05612-0&lt;br /&gt;
* Hans D. Reichardt, Joachim Deppmeyer: &amp;#039;&amp;#039;Die Blauen Schlaf- &amp;amp; Speisewagen: Eine Geschichte der Internationalen Schlafwagen-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Alba-Verlag, Düsseldorf 1976, ISBN 3-87094-035-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reisezugwagen-Bauart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Compagnie Internationale des Wagons-Lits]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wahldresdner</name></author>
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