<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Pulkauer_Br%C3%BCndl</id>
	<title>Pulkauer Bründl - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Pulkauer_Br%C3%BCndl"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pulkauer_Br%C3%BCndl&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-24T13:07:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pulkauer_Br%C3%BCndl&amp;diff=2101890&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf „Gustav Gugitz (Heimatforscher)“; Kleinkram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pulkauer_Br%C3%BCndl&amp;diff=2101890&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-11-25T19:07:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf „Gustav Gugitz (Heimatforscher)“; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GuentherZ 2010-08-28 0004 Pulkau Bruendl Kapelle Maria Bruendl.jpg|miniatur|Kapelle Maria Bründl]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Guentherz 2010-08-28 0010 Pulkau Bruendl Lorettogrotte.jpg|miniatur|Lorettogrotte mit Bründl]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pulkauer Bründl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Wallfahrtsstätte in der Nähe von [[Pulkau]] in [[Niederösterreich]]. Die Kapelle Maria Bründl steht unter [[Denkmalschutz#Österreich|Denkmalschutz]] ({{BDA Objekt Ref|10125|WD-Item=Q2117838|Pulkau|text=Listeneintrag}}). Das Hauptfest des Pulkauer Bründls wird alljährlich am 2.&amp;amp;nbsp;Juli zu [[Mariä Heimsuchung]] gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Wegen der Pestepidemie 1679/1680 wurde Pulkau unter [[Quarantäne]] gestellt und abgeriegelt, so dass den Bewohnern von Rafing, Reipersdorf und Missingdorf der Besuch der heiligen Messen in Pulkau verwehrt war. Als Ersatz trafen sie einander bei einer an einer Quelle gelegenen Waldandacht mit einem Marienbild, um hier gemeinsam zu beten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Umstand, dass nur wenige der diesen Ort aufsuchenden Gläubigen an der [[Pest]] erkrankten, wurde den Fürbitten Marias und der Heilkraft des hier genossenen Quellwassers zugeschrieben und hatte hier eine beginnende Marienverehrung zur Folge. Die 1699 erfolgte wundersame Heilung eines gelähmten Buben, der von seiner Mutter in diesem Quellwasser gebadet worden war, sorgte endgültig dafür, dass die Quelle als wundertätige Heilquelle bekannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Benedikt Windtegger, Lehrer und Augenzeuge der Heilung, ließ 1702 eine hölzerne [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] errichten und das Marienbild darin aufhängen. Die heute noch bestehende steinerne Kapelle wurde 1724 unter Abt Karl Fetzer errichtet. 1725 erteilte das damals zuständige Passauer Offizial für die nächsten sechs Jahre die [[Messlizenz|Erlaubnis]], heilige Messen zu lesen und [[Prozession]]en abzuhalten. Das Opfergeld hatte der Kapelle zugutezukommen. Sollte dieses nicht ausreichen zur Erhaltung des Bauwerks, war das [[Schottenstift]] zur Finanzierung der Arbeiten verpflichtet. Das [[Ablassprivileg|Privileg]], Wallfahrern, die zu Mariä Heimsuchung das Pulkauer Bründl besuchten, einen vollständigen [[Ablass]] zu gewähren, wurde 1780 erteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wallfahrtsbüchlein&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; Das Pulkaubründl - Ein Wallfahrtsbüchlein&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Schließung bedroht wurde die Wallfahrtskapelle durch das am 12.&amp;amp;nbsp;Jänner 1782 von Kaiser [[Joseph II. (HRR)|Joseph&amp;amp;nbsp;II.]] erlassene Hofdekret, welches die Schließung von Kirchen und Kapellen und die Aufhebung von Klöstern anordnete. Die Schließung der Pulkauer Bründkapelle wurde mit Hilfe von [[Benno Pointner]], dem Abt des Wiener Schottenstifts, verhindert. Im Jahr 1791 suchte Benno Pointner beim Wiener Konsistorium um die Erlaubnis, hier zwei Messen am Tag lesen zu dürfen, an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1756 und 1794 lebten hier zwei aufeinander folgend zwei Einsiedler, die der &amp;#039;&amp;#039;Konföderation der Waldbrüder&amp;#039;&amp;#039; angehörten und sich um die kleine Kapelle kümmerten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heilinger&amp;quot;&amp;gt;Engelbert Heilinger: &amp;#039;&amp;#039;Chronik von Pulkau&amp;#039;&amp;#039;. S. o.A.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre [[Klause (Religion)|Klause]] befand sich beim nahe gelegenen heutigen Mesnerhaus, wo während der großen Wallfahrten auch die [[Beichte]]n abgenommen werden. 1858 konnte das Mesnerhaus vom Schottenstift erworben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuerlich bedroht wurde das Pulkauer Bründl im Jahr 1856, als in unmittelbarer Nähe der Bründlanlage eine [[Mühle]] errichtet und mit dem Wasser des hier fließenden Baches betrieben werden sollte. Da sich dieser Plan negativ auf die Wallfahrten ausgewirkt hätte, wurde dagegen beim Kreisamt Einspruch erhoben, das dieses Vorhaben schließlich untersagte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wallfahrtsbüchlein&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der [[Lourdesgrotte]], dem Bründl, wurde 1884 eine neue Lourdesstatue geweiht. Die bisherige Statue wurde im benachbarten Rafing in einer Feldkapelle aufgestellt. Zehn Jahre später, am 7. Oktober 1894, wurde der neue [[Kreuzweg]] eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neben der Bründl-Kapelle im Freien aufgestellte steinerne [[Kanzel]] wurde 1889 von der Heilig-Blut-Kirche hierhergebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heilinger&amp;quot;/&amp;gt; 1935 wurde sie wieder nach Pulkau übersiedelt, diesmal aber in die frisch renovierte Pfarrkirche. Ersetzt wurde sie zunächst durch deren alte hölzerne Kanzel, später wurde eine gemauerte Kanzel errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wallfahrtsbüchlein&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GuentherZ 2010-08-21 0025 Pulkau Bruendl Marienkapelle.jpg|miniatur|Marienkapelle]]&lt;br /&gt;
Die [[Barock|barocke]] Anlage des Pulkauer Bründls liegt in einer kleinen, baumbewachsenen Senke westlich von Pulkau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Kapelle Maria Bründl stellt einen zweijochigen und dreiseitig geschlossenen barocken Bau mit einem [[Dachreiter]] dar. Die [[Fassade]] wird mit [[Pilaster]]n gegliedert. Oberhalb des Eingangs befindet sich in einer Rundbogennische eine polychrome Figurengruppe, die die [[Begegnung an der Goldenen Pforte]] darstellt und aus dem ersten Drittel des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts stammt. Auf dem [[Altar]] der Kapelle befindet sich das Gnadenbild.&lt;br /&gt;
* Aus dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert stammt die offene hölzerne Marienkapelle, neben der sich die Kanzel befindet.&lt;br /&gt;
* Die Quelle wurde in eine kleine Maria-Lourdes-Grotte bei der Maria-Bründl-Kapelle integriert. Hier befinden sich Figuren von Maria Lourdes sowie den Heiligen Josef und Antonius von Padua.&lt;br /&gt;
* Umgeben wird die gesamte Anlage von Kreuzwegstationen in Form von Nischenbildstöcken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grenzsteine ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GuentherZ 2010-10-02 0057 Pulkau Bruendl Grenzsteine.jpg|miniatur|Historische Grenzsteine]]&lt;br /&gt;
An der Zufahrt zum Pulkauer Bründl finden sich zwei historische [[Grenzstein]]e. Diese im rechten Winkel zueinander aufgestellten Steine markieren die Grenzen der so genannten Pulkauer und der Rafinger Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder der Steine trägt auf einer Breitseite das aus zwei Krügen bestehende Wappen von Pulkau mit den Inschriften „Pulka“ und „1651“. Vermutlich waren die beiden anderen Breitseiten ursprünglich mit dem Wappen des [[Stift Zwettl|Stiftes Zwettl]] markiert. Infolge der Verwitterung sind davon aber keine Spuren mehr zu erkennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Puschnik &amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gottes Steine&amp;#039;&amp;#039;, S. o.A.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anton Reich: &amp;#039;&amp;#039;Pulkau – Seine Kirchen und seine Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, Bergland Verlag, Wien 1963.&lt;br /&gt;
* Engelbert Heilinger: &amp;#039;&amp;#039;Chronik von Pulkau&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Berger, Horn 1933.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3703106522|Seite=915}}&lt;br /&gt;
* Siegrid Hirsch, Wolf Ruzicka: &amp;#039;&amp;#039;Heilige Quellen Niederösterreich &amp;amp; Burgenland&amp;#039;&amp;#039;, Freya-Verlag, ISBN 3-901279-99-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Pulkaubründl – Ein Wallfahrtsbüchlein&amp;#039;&amp;#039;, im Selbstverlag der Pfarre Pulkau, Niederösterreich, 1948.&lt;br /&gt;
* Alois Puschnik: &amp;#039;&amp;#039;Gottes Steine – Pulkauer Kleindenkmäler&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Gustav Gugitz (Heimatforscher)|Gustav Gugitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Österreichs Gnadenstätten in Kult und Brauch. Ein topographisches Handbuch zur religiösen Volkskunde, Band 2, Niederösterreich und Burgenland&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Brüder Hollinek, Wien 1955.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.sagen.at/doku/quellen/quellen_noe/pulkauer_bruendl.html  Pulkau, Pulkauer Bründl]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=48/42/10/N|EW=15/49/55/E|type=building|region=AT-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pulkau, Pulkauer Brundl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Pulkau|Brundl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filialkirche in der Erzdiözese Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mariä-Heimsuchung-Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wallfahrtskirche in der Erzdiözese Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Niederösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Niederösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barocke Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1720er Jahren]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Kategorie:Waldkapelle]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal (Niederösterreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauensemble des Barock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maria-Brunnen-Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quelle in Niederösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauensemble in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauensemble in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakrales Flurdenkmal in Niederösterreich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
	</entry>
</feed>