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	<title>Pulcinella - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Lokalpatriot2017: /* Geschichte */Inhalt und Link hinzugefügt</title>
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		<updated>2023-07-22T08:16:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt;Inhalt und Link hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Pulcinella Zeichnung von Maurice Sand.jpg|miniatur|Pulcinella nach einer Figurine von [[Maurice Sand]]]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pulcinella&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[neapolitanisch]] &amp;#039;&amp;#039;Pulecenella&amp;#039;&amp;#039;, italienisch &amp;#039;&amp;#039;Policinello&amp;#039;&amp;#039;, [[Französische Sprache|französisch]] &amp;#039;&amp;#039;Policinelle&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Polichinelle)&amp;#039;&amp;#039; ist ursprünglich eine Figur des süditalienischen und [[Neapel|neapolitanischen]] Volkstheaters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Von Süditalien aus verbreitet sich die Maske des Pulcinella mit den Wandertruppen der [[Commedia dell’arte]] allmählich nach Norden. Es wird jedoch vermutet, dass sie (vor-)römische Ursprünge in der Figur des [[Maccus]] des [[Theater der römischen Antike|Atellanentheaters]] hat. Gleichzeitig entstanden aus dieser Figur verwandte Masken. Im deutschsprachigen Raum etwa beeinflusste bzw. diente sie als Vorlage für die Figuren [[Hanswurst]], [[Kasper]] im deutschen oder Kasperl im [[Alt-Wiener Volkstheater]], [[Hänneschen-Theater|Hänneschen]], in England für Punch und Jack Pudding, Jan Klaassen in den Niederlanden, Mester Jockel in Dänemark oder Petruschka in Russland. Ab dem 17. Jahrhundert verblasst diese Figur jedoch und wird immer mehr von der Bühne verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Der Name bedeutet „kleines Küken“ (italienisch &amp;#039;&amp;#039;pulcino&amp;#039;&amp;#039; für „Küken“ mit der Verkleinerung &amp;#039;&amp;#039;-ella&amp;#039;&amp;#039;, gekreuzt mit &amp;#039;&amp;#039;pullo&amp;#039;&amp;#039; für „dunkel, schwarz“).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.heinrich-tischner.de/22-sp/2wo/wort/idg/ital/p/pulcinel.htm Sprache, Sprachvergleich, Etymologie, Sprachen: Pulcinella]&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise lässt sich der Name auf einen Schauspieler namens [[Puccio d’Agnello]] zurückführen, der als Bauer mit flinker Zunge zu wandernden Theatertruppen gestoßen sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;Nils Jockel: &amp;#039;&amp;#039;Commedia dell’Arte zwischen Straßen und Palästen.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1983&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine andere These besagt, dass ein gewisser Puccio d’Anielle, ein Bauer aus [[Acerra]], mit sonnengebräuntem Gesicht und langer Nase auf einem Gemälde von [[Annibale Carracci]] in Erscheinung tritt, welches den Schauspieler Silvio Fiorillo zur Erfindung der Maske inspirierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.taccuinistorici.it/ita/news/contemporanea/personaggi/Pulcinella-mangiamaccheroni.html „Pulcinella mangiamaccheroni“ bei TaccuiniStorici.it], zuletzt abgerufen am 6.&amp;amp;nbsp;Januar 2014 (italienisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typologie ==&lt;br /&gt;
Seit der Zeit der Renaissance ist die Figur als zumeist schlauer, listiger, grober und zugleich einfältiger und tölpelhafter, gefräßiger Diener bäuerlicher Herkunft zu finden. Die Gestalt hatte zumeist einen Buckel, häufig eine lange Vogelnase, die ihr einen füchsischen Gesichtsausdruck verlieh. Ihr ursprüngliches Kostüm war aus grobem Stoff in grünen, braunen oder roten Farben gehalten. Dieses wandelte sich allmählich zu einem weißen Kostüm mit weiten Ärmeln, einer schwarzen Halbmaske und einem spitzen Hut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
[[File:Giuseppe Bonito 001.jpg|thumb|right|upright=1.6|Pulcinella (rechts) auf dem Gemälde „Maskerade“ von [[Giuseppe Bonito]] (Mitte 18.&amp;amp;nbsp;Jh.)]]&lt;br /&gt;
[[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]] beschreibt in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;[[Italienische Reise]]&amp;#039;&amp;#039;, wie er im Frühjahr 1787 in Neapel „die eigentliche Nationalmaske“ auch in der Realität antreffen konnte: „Pulcinell nun, ein wahrhaft gelassener, ruhiger, bis auf einen gewissen Grad gleichgültiger, beinahe fauler und doch humoristischer Knecht. Und so findet man überall Kellner und Hausknecht. Mit dem unsrigen macht&amp;#039; ich mir heute eine besondere Lust, und es war weiter nichts, als daß ich ihn schickte, Papier und Federn zu holen. Halber Mißverstand, Zaudern, guter Wille und Schalkheit brachte die anmutigste Szene hervor, die man auf jedem Theater mit Glück produzieren könnte.“&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Wolfgang von Goethe: &amp;#039;&amp;#039;[[Italienische Reise]]&amp;#039;&amp;#039;, Eintrag zum 19. März 1787&amp;lt;/ref&amp;gt; Bewundernd spricht er von der Theaterfigur: „Ein Hauptspaß dieser niedrig-komischen Personnage [...] bestand darin, daß er zuweilen auf der Bühne seine Rolle als Schauspieler auf einmal ganz zu vergessen schien.“ Allerdings sei das „Theater“ des Pulcinella „von solchem Ruf, daß niemand in guter Gesellschaft sich rühmt, darin gewesen zu sein.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Goethe/Eckermann&amp;quot;&amp;gt;Johann Peter Eckermann: &amp;#039;&amp;#039;Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens,&amp;#039;&amp;#039; 14. Februar 1830, zitiert nach Projekt Gutenberg-DE&amp;lt;/ref&amp;gt; Und weiter: „Der Pulcinell ist in der Regel eine Art lebendiger Zeitung. Alles, was den Tag über sich in Neapel Auffallendes zugetragen hat, kann man abends von ihm hören. Diese Lokalinteressen, verbunden mit dem niedern Volksdialekt, machen es jedoch dem Fremden fast unmöglich, ihn zu verstehen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Goethe/Eckermann&amp;quot;/&amp;gt; Auch [[Franz Grillparzer]] erwähnt ihn in den Aufzeichnungen seiner &amp;#039;&amp;#039;Reise nach Italien&amp;#039;&amp;#039; vom Mai 1823 in Neapel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Igor Strawinsky]] setzte ihm im Jahr 1920 mit seiner Musik zum nach dieser Figur benannten Ballett ein Denkmal (&amp;#039;&amp;#039;[[Pulcinella (Strawinsky)|Pulcinella]]&amp;#039;&amp;#039;). [[Josef Strauss]] komponierte 1856 als Opus 21 seine &amp;#039;&amp;#039;Policinello-Quadrille&amp;#039;&amp;#039; und bereits im 18. Jahrhundert war &amp;#039;&amp;#039;Policinello&amp;#039;&amp;#039; bei [[Johann Anton Losy von Losinthal]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Adalbert Quadt]]: &amp;#039;&amp;#039;Gitarrenmusik des 16.–18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Nach Tabulaturen hrsg. von Adalbert Quadt. Band 1–4. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1970 ff.; 2. Auflage ebenda 1975–1984, Band 3, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bezeichnung für eine anonyme Komposition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Festumzug der [[Festa di Piedigrotta]] in Neapel gibt es den „Wagen des Pulcinella“ mit einer künstlichen Großfigur, ähnlich den Karnevalswagen. In [[Acerra]] bei Neapel wurde dieser Figur ein eigenes Museum eingerichtet, das &amp;#039;&amp;#039;Museo di Pulcinella&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Figur (Commedia dell’arte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lokalpatriot2017</name></author>
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