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	<title>Puch 500 (Motorrad) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T19:30:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Puch_500_(Motorrad)&amp;diff=438856&amp;oldid=prev</id>
		<title>217.253.195.169: /* Motor und Kraftübertragung */</title>
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		<updated>2024-07-20T16:31:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Motor und Kraftübertragung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Puch500VL.jpg|miniatur|Motorrad Puch 500 VL mit Felber-Beiwagen 1937]]&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Puch 500&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete ein [[Motorrad]], das die [[Steyr Daimler Puch&amp;amp;nbsp;AG]] in ihrem Werk in [[Graz-Thondorf]] in den Jahren 1931 bis 1938 herstellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Fahrzeug eignete sich für den Solobetrieb und für die Verwendung in [[Motorradgespann|Seitenwagen]]-Gespannen. Es enthielt eine Reihe technisch neuartiger Bauteile, die in der Fachwelt aufhorchen ließen. Ein Zweizylinder-[[Zweitaktmotor|Zweitakt]]-Reihenmotor besorgte den Antrieb. Dank ihrer Zuverlässigkeit waren Motorräder dieses Typs jahrzehntelang in Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorläufer und Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Die Puchwerke hatten schon 1928 ein für den Beiwagenbetrieb geeignetes Motorrad auf den Markt gebracht. Es war mit einem [[Viertaktmotor]] der Firma [[J.A.P.]] ausgerüstet. Sein [[Hubraum|Hubvolumen]] betrug 489&amp;amp;nbsp;cm³, er leistete 12&amp;amp;nbsp;PS bei 3800/min. Wegen eines hohen Verkaufspreises blieb der Erfolg dieser durchaus guten &amp;#039;&amp;#039;JAP-Puch&amp;#039;&amp;#039; sehr bescheiden, Puch stellte nur etwa 300 Stück her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch der Bedarf für ein leistungsstarkes Motorrad, das man auch auf Bergstraßen mit einem Beiwagen verwenden konnte, blieb bestehen. So entwickelten die Puchwerke den neuen Typ der &amp;#039;&amp;#039;Puch 500&amp;#039;&amp;#039; mit einem hauseigenen Motor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Motor und Kraftübertragung ==&lt;br /&gt;
Das Konzept des Motors war originell: Erstmals baute man einen Zweizylindermotor nach dem [[Puch-Zweitakt-Doppelkolbenmotor|Puch-Zweitakt-Doppelkolbenprinzip]]. Diese fortschrittliche und einfache Konstruktion führte zu einem wirtschaftlichen Fahrzeug. Die Grundidee lag auf der Hand: Um die gewünschte Leistung zu erreichen, setzte man zwei [[Zylinder (Technik)|Zylinder]] der Einzylindermotoren aneinander. Je Zylinder gab es zwei [[Zylinderbohrung|Bohrung]]en und zwei [[Kolben (Technik)|Kolben]] auf einer gemeinsamen gabelförmigen [[Pleuel]]stange. Die beiden Zylinder lagen in Längsrichtung des Motorrades hintereinander, auch die [[Kurbelwelle]] lag demgemäß in Längsrichtung. [[Zylinderkopf|Zylinderköpfe]] und Kolben stellte man von Anfang an aus [[Leichtmetall]] her. Haupt- und Pleuellager waren [[Wälzlager]]. Um die beiden Zylinder gleichmäßig mit Gemisch zu versorgen, entwickelte Puch einen neuen [[Vergaser]], der zwischen den Zylindern angeordnet wurde. Die Luftzufuhr konnte verstellt werden. Eine Frischölpumpe diente der [[Schmierung]] des Motors. Ihre Fördermenge war vom augenblicklichen Treibstoffbedarf abhängig und überdies manuell verstellbar. Der Motor mit einem [[Hubraum]] von 496&amp;amp;nbsp;cm³ leistete 14&amp;amp;nbsp;PS bei einer Verdichtung von 4,7:1 und einer Drehzahl von 3800/min. Von der Kurbelwelle wurde die Leistung über [[Zahnrad|Kegelräder]] zum Getriebe übertragen. Eine Handschaltung bediente die zunächst drei oder – ab &amp;#039;&amp;#039;Modell V&amp;#039;&amp;#039; – vier Vorwärtsgänge. Auch eine Fußschaltung war erhältlich. Eine [[Kette (Technik)#Rollenkette|Rollenkette]] übertrug die Leistung vom Getriebe auf das Hinterrad. Die Kupplung befand sich in der Hinterradnabe und war ähnlich einer [[Trommelbremse|Innenbackenbremse]] konstruiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elektrische Anlage ==&lt;br /&gt;
Es ist typisch für die Zeit um 1930, dass die Fachpresse &amp;#039;&amp;#039;den serienmäßigen Einbau einer Lichtanlage&amp;#039;&amp;#039; besonders würdigte. Die Konstrukteure verbesserten die elektrische Anlage im Laufe der Produktionsjahre mehrmals. Zunächst gab es eine 30-Watt-Lichtanlage und [[Zündung (Verbrennungsmotor)|Magnetzündung]], später dann eine 50-Watt-Anlage und Hochspannungs-[[Zündung (Verbrennungsmotor)|Batteriezündung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrgestell und Seitenwagen ==&lt;br /&gt;
Das [[Fahrgestell]] bestand aus einem Rohrrahmen mit vorbereiteten Anschlussstellen für einen Seitenwagen. Das Hinterrad war ungefedert, auf das Vorderrad stützte sich eine [[Motorradgabel|Parallelogrammgabel]] mit [[Schraubenfeder]]n. Die [[Motorradgabel|Gabel]] bestand zunächst ebenfalls aus Rohrprofilen, ab Modell&amp;amp;nbsp;L gab es eine moderne Pressstahlgabel. Eine komfortable Niederdruck-[[Motorradreifen|Bereifung]] sorgte zusätzlich für die angenehme Straßenlage und ein breiter weich gefederter Fahrersattel für Bequemlichkeit. Puch lieferte keine Seitenwagen; diese wurden von außenstehenden Herstellern bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benzinverbrauch und Betriebserfahrungen ==&lt;br /&gt;
Dank des Puch-Doppelkolben-Prinzips mit seinen günstigen Strömungsverhältnissen im Zylinder blieb der [[Kraftstoffverbrauch|Benzinverbrauch]] wirtschaftlich. Ein Beiwagengespann der &amp;#039;&amp;#039;Puch 500&amp;#039;&amp;#039; konnte bei [[energiesparende Fahrweise|sparsamer Fahrweise]] mit 4,5 Litern Benzin&amp;amp;nbsp;– auch schlechter Qualität&amp;amp;nbsp;– auf 100&amp;amp;nbsp;km auskommen. Die Erwärmung des hinteren Zylinders war bei Bergfahrten mit bescheidener Geschwindigkeit ein Problem. Durch größere [[Luftkühlung|Kühlrippen]] bei diesem Zylinder wurde etwas abgeholfen. Im Zubehörhandel waren einfache [[Wasserkühlung]]en erhältlich, sie wurden aber kaum verwendet. Man behalf sich bei Bergfahrten mit Kühlpausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Modellbezeichnungen und Produktionszahlen ==&lt;br /&gt;
Zeitlich nacheinander wurden folgende Modelle produziert:&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| width=150 align=&amp;quot;right&amp;quot; | Puch 500- || width=30 | Z || width=150 | Zweizylinder&lt;br /&gt;
| width=100 | 1931 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 600 || Stück&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || N || Neue Ausführung || 1932/33 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1000 ||Stück&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || N2 || Neue Ausführung 2 || 1933 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 600 ||Stück&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || V || Viergang || 1934/35 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 850 ||Stück&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || L || Luxus || 1935/36 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 379 ||Stück&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || VL || Viergang Luxus || 1936–1938 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 900 ||Stück&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || || Gesamte Produktion || 1931–1938 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 4529 ||Stück&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Puch 500&amp;#039;&amp;#039; stand zu ihrer Zeit dank ihrer Konstruktion, Sparsamkeit und Zuverlässigkeit in der Spitzengruppe der Beiwagenmaschinen. Noch in den 1960er-Jahren waren einzelne Puch-500-Gespanne mit Streckenleistungen von 200.000&amp;amp;nbsp;km und 30 Dienstjahren auf europäischen Landstraßen im täglichen Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Friedrich F. Ehn: &amp;#039;&amp;#039;Das große Puch-Buch. Die Puch-Zweiradproduktion von 1890–1987.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Weishaupt, Gnas 2013, ISBN 978-3-900310-49-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Motorradmodell]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Puch-Kraftrad|#500 (Motorrad)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liebenau (Graz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>217.253.195.169</name></author>
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