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	<title>Public Viewing - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T13:39:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;HobbyAstronaut: /* Fußball-WM 2006 */</title>
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		<updated>2025-09-04T20:23:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Fußball-WM 2006&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Public Viewing Hannover Waterlooplatz 2012.jpg|mini|Public Viewing auf dem [[Waterlooplatz]] in Hannover zur [[Fußball-Europameisterschaft 2012|Fußball-EM 2012]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Public Viewing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{IPA|ˈpʌblɪk ˈvju:ɪŋ}}) ist eine im Deutschen verwendete Bezeichnung für die öffentliche [[Liveübertragung]] von Sportereignissen oder anderen Events auf [[Videowand|Videowänden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck ist zusammengesetzt aus dem englischen &amp;#039;&amp;#039;public&amp;#039;&amp;#039; für „öffentlich“ und &amp;#039;&amp;#039;viewing&amp;#039;&amp;#039; für „ansehen, anschauen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden&amp;quot;&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Public_Viewing Public Viewing], Duden – Deutsches Universalwörterbuch. 6., überarbeitete Auflage. Dudenverlag, Mannheim, Leipzig, Wien, Zürich 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Bedeutung des Wortes ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Public Viewing&amp;#039;&amp;#039; hat sich im Vorfeld der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2006]] im deutschen Sprachgebrauch etabliert. Es handelt sich um einen [[Scheinanglizismus]], der im Deutschen eine speziellere Bedeutung hat als im [[Englische Sprache|Englischen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Anatol Stefanowitsch: {{Webarchiv|url=http://www.iaas.uni-bremen.de/sprachblog/2008/06/08/public-viewing/ |wayback=20100927124815 |text=Public Viewing |archiv-bot=2022-12-30 01:32:39 InternetArchiveBot }} – Bremer Sprachblog, Institut für allgemeine und angewandte Sprachwissenschaft, 8. Juni 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort ist allgemeiner die öffentliche Präsentation einer Sache&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anatol Stefanowitsch]]: [http://www.scilogs.de/sprachlog/public-viewing-oder-die-r-ckkehr-der-leichenbeschauer/ Public Viewing oder die Rückkehr der Leichenbeschauer], in [[SciLogs]], 10. Juni 2010, abgerufen am 16. Mai 2016&amp;lt;/ref&amp;gt; gemeint, etwa ein [[Tag der offenen Tür]] oder eine [[Aufbahrung]]; Letzteres im Sinne von: &amp;#039;&amp;#039;Letzter Blick auf aufgebahrte Verstorbene&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;https://web.de/magazine/wissen/psychologie/vermeintlich-englischen-woerter-verstehen-deutsche-40164448. Abgerufen am 28. September 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Inzwischen wird es von internationalen Verbänden und Medien aber gelegentlich auch auf Englisch im Kontext von Sportübertragungen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://web.archive.org/web/20100701170907/http://www.sportbusiness.com/news/166537/sabc-agrees-public-viewing-world-cup-2010-deal SABC agrees public-viewing World Cup 2010 deal], betreffend &amp;#039;&amp;#039;public-viewing&amp;#039;&amp;#039; während der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2010]], sportbusiness.com, 1. April 2008, abgerufen am 11. Juni 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; Meist wird die öffentliche Vorführung auf einer Leinwand im Englischen &amp;#039;&amp;#039;public screening&amp;#039;&amp;#039; genannt. Seit 2007 ist „Public Viewing“ im [[Duden]] und seit 2011 auch das Wort „Rudelgucken“ als [[Synonymie|Synonym]] aufgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden&amp;quot; /&amp;gt; Mit der gleichen Bedeutung wie im Deutschen ist das Wort auch im [[Japanische Sprache|Japanischen]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Organisation ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rewirpowerstadion Ruhrstadion Bochum sp1010714.jpg|mini|Public Viewing im [[Ruhrstadion]] in [[Bochum]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wm-oly-de-cr.jpg|mini|Fans im [[Olympiapark (München)|Olympiapark in München]] beim Eröffnungsspiel der [[Fußball-Weltmeisterschaft 2006|Fußball-WM 2006]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Direktübertragung für das gemeinschaftliche Mitverfolgen vieler Zuschauer von Großereignissen gab es schon bei den [[Olympische Sommerspiele 1936|Olympischen Sommerspielen 1936]]. Damals, als [[Fernsehgerät]]e noch verhältnismäßig teuer und noch nicht in Haushalten verbreitet waren, konnte man in sogenannten [[Fernsehstube]]n die Wettkämpfe zusammen zumindest in Berlin öffentlich anschauen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnd Krüger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Olympischen Spiele 1936 und die Weltmeinung: ihre außenpolitische Bedeutung unter besonderer Berücksichtigung der USA.&amp;#039;&amp;#039; Berlin: Bartels &amp;amp; Wernitz, 1972 (= Sportwissenschaftliche Arbeiten Bd. 7). ISBN 3-87039-925-2&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund der geringen Größe der Bildschirme konnte jedoch nur eine geringere Zahl von Zuschauern teilnehmen. Zudem fand dieses gemeinschaftliche Verfolgen einer Übertragung in geschlossenen Räumen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Initiative des [[Fußball-Weltmeisterschaft 2006/Organisationskomitee|Organisationskomitees (OK)]] beim internationalen Fußball-Weltverband [[FIFA]] sowie des Sportrechtevermarkters [[Infront]] wurde die Übertragung der Fußball-WM 2006 auf Großleinwänden in deutschen Städten gesichert. Hauptgrund für das Drängen des OK war die zu geringe Anzahl an Eintrittskarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gaben sowohl die Agentur Infront als auch die FIFA am 20. Januar 2005 nach und genehmigten die kostenlose &amp;#039;&amp;#039;öffentliche Übertragung&amp;#039;&amp;#039;. Somit konnte jede Stadt und jede Gemeinde beispielsweise auf öffentlichen Plätzen oder in [[Halle (Architektur)#Veranstaltungshalle|Mehrzweckhallen]] Großbildwände aufstellen und die Spiele für die Zuschauer kostenfrei übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausdrücklich galt diese kostenfreie Freigabe auch für alle nichtkommerziellen Veranstaltungen in [[Schule]]n, [[Kirche (Bauwerk)|Kirchen]], [[Krankenhaus|Krankenhäusern]], [[Unternehmen]] oder [[Biergarten|Biergärten]]. Sofern eine Übertragung jedoch durch [[Sponsoring|Sponsoren]] finanziert wurde, galt sie als kommerzielle Veranstaltung, für die [[Lizenz]]gebühren erhoben wurden. Dies galt auch für alle Veranstaltungen, bei denen Eintritt erhoben wurde. Als Sponsoren durften nur lokale und regionale Unternehmen fungieren, die nicht Wettbewerber der [[Liste von offiziellen Sponsoren der Fußball-Weltmeisterschaft|offiziellen FIFA-Sponsoren]] waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Gesprächen mit dem OK erlaubte die FIFA den lokalen Veranstaltern den Verkauf von [[Wurst|Würstchen]], [[Pommes frites]] und deutschem [[Bier]]. Das Getränk des FIFA-Sponsors ([[Budweiser (Anheuser-Busch)|Anheuser-Busch Bud]]) musste nicht ausgeschenkt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialpsychologische Bewertung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Crowds in Times Square watch the landing of Curiosity rover.jpg|mini|Public Viewing auf dem [[Times Square]] zur Landung des NASA-Rovers &amp;#039;&amp;#039;[[Mars Science Laboratory|Curiosity]]&amp;#039;&amp;#039; auf dem Mars ]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Public Viewing&amp;#039;&amp;#039; versucht eine neue Form der Anteilnahme an identitätsstiftenden Großereignissen wie z.&amp;amp;nbsp;B. einer Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land zu beschreiben. Diese Art des kollektiven Mitverfolgens im Kreise unbekannter Gleichgesinnter existierte bisher nur in den Stadien. Nach Auffassung vieler [[Sozialwissenschaft]]ler und [[Psychologie|Psychologen]] liegt der Anreiz des &amp;#039;&amp;#039;Public Viewing&amp;#039;&amp;#039; im Teilen von gemeinsamen und simultan entstehenden Emotionen, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die Freude über den Sieg des bevorzugten Teams, aber auch die Trauer über die Niederlage. Im Gegensatz zum Betrachten eines Großereignisses vor dem häuslichen Fernsehgerät wird das Entstehen einer solch emotionalen Atmosphäre erst durch technische Innovationen wie Großbildwände oder [[Plasmabildschirm|Plasmafernseher]] ermöglicht. Public Viewing zeichne sich durch die „Steuerbarkeit positiver Emotionen“ aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Britta Ufer: [http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl/?webdoc-2480 Emotionen und Erlebnisse beim Public Viewing], Sowi Diss, Universität Göttingen, 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lizenzen und Urheberrechtsschutz ==&lt;br /&gt;
Rechtliche Grundlage für eine eventuelle Lizenzierungspflicht von Public-Viewing-Veranstaltungen ist in Deutschland das [[Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte|Urheberrechtsgesetz]]. Danach hat das [[Rundfunkgesellschaft|Sendeunternehmen]] das ausschließliche Recht zur Weiterverbreitung einer Sendung und darüber hinaus nach {{§|87|urhg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr. 3 [[Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte|UrhG]] auch das ausschließliche Recht &amp;#039;&amp;#039;an Stellen, die der Öffentlichkeit nur gegen Zahlung eines Eintrittsgeldes zugänglich sind&amp;#039;&amp;#039;, die Sendung &amp;#039;&amp;#039;wahrnehmbar&amp;#039;&amp;#039; zu machen. Für die übertragenen Inhalte selbst besteht meist auch kein Urheberrechtsschutz, z.&amp;amp;nbsp;B. Sportveranstaltungen,&amp;lt;ref&amp;gt;Börries von Notz: [https://www.anwalt24.de/fachartikel/verkehrsverwaltungsrecht/329 Public Viewing während der WM ohne Lizenz?], 8. März 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; somit können Lizenzregelungen, wie sie etwa von FIFA oder [[UEFA]] für das Public Viewing von Fußballspielen herausgegeben werden, nicht auf den Inhalt der Übertragung, also etwa das Fußballspiel an sich, stützen. Ein Erwerb von Lizenzen, auch kostenfreien, kann hier nicht gefordert werden. Das deutsche Urheberrecht unterscheidet auch nicht weiter nach &amp;#039;&amp;#039;kommerziellen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;nicht-kommerziellen&amp;#039;&amp;#039; Veranstaltungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Fabian Reinholz: {{Webarchiv|url=http://www.haerting.de/de/downloads/h%C3%A4rting-papers/euro-2012-%E2%80%93-rechtslage-zum-public-viewing |wayback=20120211195719 |text=EURO 2012 – Rechtslage zum Public Viewing |archiv-bot=2024-04-20 07:33:44 InternetArchiveBot }}, 2. Dezember 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die von der FIFA angefertigten Fußballaufnahmen sind wohl nicht als Filmwerk i.&amp;amp;nbsp;S.&amp;amp;nbsp;v. §&amp;amp;nbsp;2 Abs.&amp;amp;nbsp;1 Nr. 6 UrhG anzusehen. Zwar besteht an ihnen grundsätzlich ein Laufbildschutz gem. §&amp;amp;nbsp;95 UrhG, jedoch umfasst dieser nicht das Recht der Wiedergabe von Funksendungen gem. §&amp;amp;nbsp;22 UrhG. Zu beachten ist jedoch, dass die Übertragungen oft auch weitere Inhalte umfassen, welche urheberrechtlich geschützt sind, zum Beispiel Musik. Hierfür kann es nötig sein, eine Lizenz, etwa der Verwertungsgesellschaft [[GEMA]], zu erwerben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.gema.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=730&amp;amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=76&amp;amp;cHash=aa0200772a |wayback=20080615102256 |text=GEMA-Sondertarif für die Fußball-EM und die Olympischen Spiele }}, GEMA – Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, 6. Juni 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Sportverbände wie FIFA oder UEFA mit den Austragungsorten von Wettbewerben bei Welt- und Europameisterschaften umfassende Verträge schließen, sind die betroffenen Städte oft vertraglich dazu verpflichtet, die Forderungen der veranstaltenden Sportverbände zu unterstützen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/dossiers/fussball_em_2012/100136_Brisanter-Vertrag-zur-Fussball-EM.html Brisanter Vertrag zur Fußball-EM], [[Wiener Zeitung]], 5. Juli 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies kann etwa zu Auflagen bei notwendigen Genehmigungen durch die Stadt führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußball-WM 2006 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:wm2006 ffm grossbildleinwand.jpg|mini|Beidseitige LED-Videowand in Frankfurt mitten im Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept zum &amp;#039;&amp;#039;Fan Fest FIFA WM 2006&amp;#039;&amp;#039; wurde gemeinsam von der FIFA, dem WM-Organisationskomitee und den zwölf WM-Städten entwickelt. In jeder dieser WM-Städte fand im Rahmen dieser offizieller Fan-Feste eine öffentliche Übertragung der Spiele der Fußball-WM statt. Die FIFA finanzierte in den zwölf Austragungsorten, als sogenanntes &amp;#039;&amp;#039;Fan Fest „Stadtname“&amp;#039;&amp;#039; je eine Großleinwand mitsamt der Technik und den Fernsehbildern. Mit der Hilfe der offiziellen Sponsoren wollte die FIFA jedoch höchstens 700.000 Euro pro WM-Stadt ausgeben, alle weiteren Kosten mussten die einzelnen Städte aufbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Frankfurt am Main|Frankfurter]] &amp;#039;&amp;#039;[[MainArena]]&amp;#039;&amp;#039; wurden die Spiele auf einer 9 m × 16 m großen beidseitigen [[Videowand|LED-Videowand]], die mitten im [[Main]] auf 22 Meter langen Hydraulikstelzen installiert wurde, übertragen. So konnten beide Mainufer als Public-Viewing-Flächen für bis zu 50.000 Zuschauer genutzt werden. Diese künstliche Insel wog ohne die Bildschirme 160 [[Tonne (Einheit)|Tonnen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Köln wurde eine Großleinwand auf dem Roncalliplatz zwischen dem Südportal des Kölner Doms und dem Römisch-Germanischen Museum aufgebaut. In Hamburg wurde eine Großleinwand auf dem [[Heiligengeistfeld]] neben dem [[Millerntor-Stadion]] aufgebaut. In Stuttgart erfolgte die Übertragung auf fünf Großbildwänden auf dem [[Schloßplatz (Stuttgart)|Schloßplatz]]. Auf dem [[Friedensplatz (Dortmund)|Friedensplatz]] in Dortmund stand eine Großbildwand, sowie in unmittelbarer Nähe des WM-Stadions in der Dortmunder Westfalenhalle. In Berlin fanden neben dem offiziellen Fanfest auf der [[Straße des 17. Juni]], bei dem bis zu 750.000 Zuschauer anwesend waren, weitere Live-Übertragungen anderer Veranstalter u.&amp;amp;nbsp;a. im [[Sony Center]], in der [[Berliner Waldbühne|Waldbühne]] und in der temporären [[Adidas World of Football|Adidas-Arena]] statt. In [[Düsseldorf]] wurde das [[Paul-Janes-Stadion]] am Flinger Broich zum „Stadtwerke Düsseldorf Fan Stadion“ umgestaltet. Bis zu 12.600 Fans konnten auf der größten Public-Viewing-Veranstaltung in einer Nicht-Austragungsstadt alle WM-Spiele live miterleben. In München standen Großbildwände im [[Olympiapark (München)|Olympiapark]], in [[Nürnberg]] auf dem [[Volksfestplatz (Nürnberg)|Volksfestplatz]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nuernberg.de/internet/portal/buerger/bildergalerie_deita.html Bildergalerie WM, 4. Juli 2006], nuernberg.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;180&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:FIFA-KL-Fanfest.JPG|Fanfest mit Großbildschirm und Bühne für das Rahmenprogramm in [[Kaiserslautern]]&lt;br /&gt;
Datei:Public viewing in Berlin.jpg|Zuschauer beim Eröffnungsspiel vor dem [[Brandenburger Tor]]&lt;br /&gt;
Datei:Berlin-Fanmeile am Finaltag.JPG|Feier der deutschen Mannschaft in Berlin&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markenschutz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Public-viewing-logo.jpeg|mini|150px|Geschütztes Public-Viewing-Logo]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. Oktober 2007 wurde der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Public Viewing&amp;#039;&amp;#039; beim Markenregister des [[Deutsches Patent- und Markenamt|Deutschen Patent- und Markenamtes]] in Verbindung mit einem Logo als [[Wort-Bild-Marke]] eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DtPatentMarkenA |Nummer=307408620 |Name=Wort-Bildmarke „Public Viewing“}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Rechteinhaber war eine Firma aus [[Magdeburg]], die Großbildwände vermietet. Die Wort-Bildmarke wurde nach Ablauf des Schutzendedatums am 1. Juli 2017 gelöscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eintragung beim DPMA hatte keinen Einfluss auf die Verwendung des Begriffes selbst. Denn der Markeninhaber kann Lizenzgebühren nur verlangen, wenn der Begriff in Verbindung mit seinem eingetragenen Logo (siehe Grafik) verwendet wird. Ein Versuch, den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Public Viewing&amp;#039;&amp;#039; selbst als reine [[Marke (Recht)|Wortmarke]] zu schützen, wurde laut DPMA-Register zurückgewiesen.&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Begründung: Fehlen jeglicher Unterscheidungskraft sowie beschreibende (freihaltungsbedürftige) Angabe ({{§|8|markeng|juris|text=§&amp;amp;nbsp;8 Abs.&amp;amp;nbsp;2 Nr. 1 u. 2}} [[Markengesetz|MarkenG]]).&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{DtPatentMarkenA |Nummer=304011711 |Name=„Public Viewing“}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lärmschutz ==&lt;br /&gt;
Öffentliche Fernsehdarbietungen im Freien, die bis in die Nachtstunden nach 22 Uhr hineinreichen, dürfen in Deutschland nur durchgeführt werden, wenn die immissionsrechtlichen Lärmschutzanforderungen zum Schutz der [[Nachtruhe]] erfüllt werden. Dabei wird die Einschränkung des Lärmschutzes oft ausdrücklich auf den Fall beschränkt, dass Veranstaltungen direkt übertragen werden, z. B. § 2 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Mai 2016 ({{BAnz|AT 17.05.2016 V1}}). Damit solche Veranstaltungen während der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 stattfinden konnten, wurde eigens für die Zeit vom 1. Juni 2010 bis 31. Juli 2010 eine &amp;#039;&amp;#039;Verordnung über den Lärmschutz bei öffentlichen Fernsehdarbietungen im Freien über die Fußball-WM 2010&amp;#039;&amp;#039; erlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesrat.de/bv.html?id=0168-10 &amp;#039;&amp;#039;Verordnungsentwurf der Bundesregierung mit Begründung.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Entsprechende Bestimmungen galten bereits während der Fußball-WM 2006 und der Fußball-EM 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Fußball-EM 2024 der Männer 2024 wurde in Deutschland die „Verordnung über den Lärmschutz bei öffentlichen Fernsehdarbietungen im Freien über die Fußball-Europameisterschaft der Männer 2024“ erlassen. Diese entspricht weitgehend den jeweils seinerzeit für die Fußball-Weltmeisterschaften 2006, 2010, [[Verordnung über den Lärmschutz bei öffentlichen Fernsehdarbietungen im Freien über die Fußball-WM 2014|2014]], 2018 und 2022 sowie für die Fußball-Europameisterschaften 2008 und 2016 erlassenen Verordnungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesrat.de/SharedDocs/drucksachen/2024/0101-0200/142-24.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 LT-Drs. 142/24] vom 21. März 2024, Verordnung über den Lärmschutz bei öffentlichen Fernsehdarbietungen im Freien über die Fußball-Europameisterschaft der Männer 2024, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommunen konnten Public-Viewing-Veranstaltungen im Freien somit auch nach 22 Uhr genehmigen, sofern es sich dabei um Live-Übertragungen handelte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.merkur.de/welt/bundesrat-macht-weg-fuer-public-viewing-bei-fussball-em-frei-zr-93076767.html |titel=Bundesrat macht Weg für Public Viewing bei Fußball-EM frei |datum=2024-05-17 |sprache=de |abruf=2025-03-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Freiluftkino]]&lt;br /&gt;
* [[Freilichtbühne]]&lt;br /&gt;
* [[Fernsehraum]]&lt;br /&gt;
* [[Fernsehstube]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johannes Leutloff: &amp;#039;&amp;#039;Public Viewing im Urheber- und Lauterkeitsrecht – Eine Untersuchung anhand der Public-Viewing-Reglements der Fußballverbände FIFA und UEFA.&amp;#039;&amp;#039; Herbert Utz Verlag, München 2015. ISBN 978-3-8316-4429-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.heise.de/tp/features/Mediale-Massage-3406563.html &amp;#039;&amp;#039;Mediale Massage&amp;#039;&amp;#039;], [[Telepolis]]-Artikel zum Thema&lt;br /&gt;
* [http://www.fussball-wm-frauen.de/public-viewing-berlin-achtung-es-rockt-die-hauptstadt/ Public Viewing Berlin 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltungskultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportfankultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HobbyAstronaut</name></author>
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