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	<title>Ptolemaios VIII. - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ptolemaios_VIII.&amp;diff=193396&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dmicha: /* Herrschaftsteilung */ Layout</title>
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		<updated>2025-01-20T08:54:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Herrschaftsteilung: &lt;/span&gt; Layout&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Pharao&lt;br /&gt;
|TITEL_BILD = [[Datei:Ptolemy VIII - silver didrachma - líc.jpg|250px]]&lt;br /&gt;
|TITEL_BILDBESCHREIBUNG = [[Griechische Drachme|Didrachme]] des Ptolemaios VIII. Euergetes II.&lt;br /&gt;
|EIGENNAME = &amp;lt;hiero&amp;gt;p:t-wA-l:M-i-i-s&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|EIGENNAME-ERKLÄRUNG = Ptolemaios&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Ptwlmys&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|EIGENNAME2 = &amp;lt;hiero&amp;gt;-Q3:X1-V4-E23:Aa15-M17-M17-S29-S34-I10:t:Aa12-p:t-V28-N36&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|EIGENNAME2-ERKLÄRUNG = Ptolemaios-anch-djet-meri-Ptah&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Ptwlmys-ˁnḫ-ḏt-mrj-Ptḥ&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Ptolemaios, er lebe ewig, der geliebt wird von [[Ptah]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|THRONNAME = &amp;lt;hiero&amp;gt;R8-N8-R8-F44::N35-Q3::X1-V28-U21::N35-D4::Aa11-C2-C12-anx-S42&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|THRONNAME-ERKLÄRUNG = Iua-en-netjerui-henmemeti-setep-en-Ptah-iri-maat-en-Amun-Re-anch-sechem&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Jwˁ-n-nṯrwj-ḥnmmtj-stp-n-Ptḥ-jrj-m3ˁt-Jmn-Rˁ-ˁnḫ-sḫm&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Erbe des göttlichen [[Henmemet|Sonnenvolkes]] (des Königs), Auserwählter des [[Ptah]], der Wahres macht für Amun-Re, (mit) mächtigem Leben&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Tranlit, Transkript und Übersetzung nach Redaktion [[Portal:Ägyptologie]]; siehe auch: [[Jose M. Serrano]]: &amp;#039;&amp;#039;Origin and Basic Meaning of the Word ḥnmmt (The So-Called „Sun-Folk“).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Altägyptischen Kultur&amp;#039;&amp;#039; (SAK). Band 27, 1999, S. 353–368.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ptolemaios VIII. Euergetes II.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Πτολεμαῖος Εὐεργέτης|Ptolemaíos Euergétēs|de=der Wohltäter}}; *&amp;amp;nbsp;um [[180 v. Chr.]]; † [[26. Juni]] [[116 v. Chr.]]), genannt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Physkon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Φύσκων|Phýskōn|de=Dickbauch}}) wegen seiner [[Adipositas]], war ein [[Altes Ägypten|altägyptischer]] [[Pharao]] und zugleich ein [[Hellenismus|hellenistisch]]-makedonischer König aus der [[Dynastie]] der [[Ptolemäer]] in der [[Ägypten in griechisch-römischer Zeit|griechisch-römischen Zeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Ptolemaios VIII. war der Sohn [[Ptolemaios V.|Ptolemaios’ V.]] und [[Kleopatra I.|Kleopatras I.]] und der jüngere Bruder von [[Ptolemaios VI.|Ptolemaios VI]]. Als dieser sich am Vorabend des 6. Syrischen Krieges 170 v.&amp;amp;nbsp;Chr. für volljährig erklärte, nahm er Ptolemaios VIII. und seine Schwester [[Kleopatra II.]] als Mitregenten. Als [[Antiochos IV.]], der Onkel der drei Könige, in Ägypten einfiel, riefen die Alexandriner den jungen Physkon zusammen mit Kleopatra II. für kurze Zeit zum König aus.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Green: &amp;#039;&amp;#039;Alexander to Actium.&amp;#039;&amp;#039; Berkeley 1990, S. 429–430.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regentschaft ==&lt;br /&gt;
Nachdem Antiochos 169 v.&amp;amp;nbsp;Chr. wieder abgezogen war, stimmte Physkon einer gemeinschaftlichen Regierung mit seinem älteren Bruder Philometor und dessen Ehefrau (und beider Schwester) Kleopatra II. zu, ein Arrangement, das zu ständigen Intrigen führte, die bis zum Oktober 164 v.&amp;amp;nbsp;Chr. andauerten, als Philometor nach [[Rom]] fuhr, um vom [[Römischer Senat|römischen Senat]] Unterstützung zu erlangen, der sich allerdings als wenig kooperativ erwies.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Green: &amp;#039;&amp;#039;Alexander to Actium.&amp;#039;&amp;#039; Berkeley 1990, S. 442.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaftsteilung ===&lt;br /&gt;
Physkons Alleinherrschaft wurde jedoch bald so unpopulär, dass die Brüder im Mai 163 v.&amp;amp;nbsp;Chr. eine Teilung der Herrschaft beschlossen, bei der Physkon sich auf die [[Kyrenaika]] beschränkte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;green443&amp;quot;&amp;gt;P. Green: &amp;#039;&amp;#039;Alexander to Actium.&amp;#039;&amp;#039; Berkeley 1990, S. 443.&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl diese Vereinbarung bis zu Philometors Tod 145 v.&amp;amp;nbsp;Chr. hielt, beendete sie nicht die Auseinandersetzungen. Physkon überzeugte den römischen Senat, seinen Anspruch auf [[Zypern]] zu unterstützen, den Philometor ignorierte; nach Physkons vergeblichem Versuch, die Insel zu erobern, schickte Rom Philometors Gesandte 161 v.&amp;amp;nbsp;Chr. nach Hause. Um 156/155 v.&amp;amp;nbsp;Chr. versuchte Philometor, Physkon ermorden zu lassen, Physkon fuhr nach Rom, zeigte seine Narben, die er bei dem Anschlag davongetragen hatte, und erhielt trotz [[Marcus Porcius Cato der Ältere|Catos]] Widerstand die Unterstützung des Senats für einen weiteren Versuch, Zypern zu erobern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Inschrift enthält ein Testament Physkons, in dem dieser auf den vorangegangenen Anschlag verweist und Rom als seinen Erben in der Kyrenaika einsetzt, falls er kinderlos sterben sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Green: &amp;#039;&amp;#039;Alexander to Actium.&amp;#039;&amp;#039; Berkeley 1990, S. 443. Die Inschrift: &amp;#039;&amp;#039;[[Supplementum Epigraphicum Graecum]]&amp;#039;&amp;#039; 9,7. Text, Übersetzung, Kurzkommentar und Bibliographie bei: [[Stefan Pfeiffer (Althistoriker)|Stefan Pfeiffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechische und lateinische Inschriften zum Ptolemäerreich und zur römischen Provinz Aegyptus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Einführungen und Quellentexte zur Ägyptologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 9). Lit, Berlin / Münster 2015, ISBN 978-3-643-13096-9, S. 129–132.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Testament wird abseits der Inschrift aus [[Kyrene]] von keiner anderen antiken Quelle erwähnt. Es ist daher seit langer Zeit in der Forschung umstritten, ob es sich bei diesem Testament möglicherweise um eine spätere römische Fälschung handelt, die die Annexion der Kyrenaika durch Rom im 1.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert rechtfertigen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gegen die Echtheit argumentiert etwa L. Criscuolo: &amp;#039;&amp;#039;I due testamenti di Tolomeo VIII Evergete II.&amp;#039;&amp;#039; In: A. Jördens, J. F. Quack (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ägypten zwischen innerem Zwist und äußerem Druck. Die Zeit Ptolemaios’ VI. bis VIII. Internationales Symposion Heidelberg 16.–19. 9. 2007&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Philippika.&amp;#039;&amp;#039; Band 45). Harrassowitz, Wiesbaden 2011, S. 123–150.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gut möglich ist, dass das Testament selbst zwar authentisch ist und von Ptolemaios Physkon stammt, aber erst die Römer den Text als Inschrift öffentlich aufstellen ließen, um ihre Herrschaft über die Kyrenaika zu rechtfertigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Pfeiffer: &amp;#039;&amp;#039;Griechische und lateinische Inschriften zum Ptolemäerreich und zur römischen Provinz Aegyptus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Einführungen und Quellentexte zur Ägyptologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 9). Lit, Berlin / Münster 2015, ISBN 978-3-643-13096-9, S. 131–132.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Versuch, Zypern zu erobern, scheiterte ebenfalls. Philometor nahm Physkon gefangen, verschonte ihn jedoch, bot ihm die Hand seiner Tochter [[Kleopatra Thea]] an und schickte ihn in die Kyrenaika zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;green443&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heiratsantrag an Cornelia, die Mutter der Gracchen ===&lt;br /&gt;
Nachdem [[Cornelia (Mutter der Gracchen)|Cornelia]], Tochter des Bezwingers [[Hannibal]]s [[Publius Cornelius Scipio Africanus|Scipio Africanus]] und Mutter der beiden Volkstribunen [[Tiberius Sempronius Gracchus|Tiberius]] und [[Gaius Sempronius Gracchus|Gaius Gracchus]], verwitwete, stellte Physkon ihr 154 v.&amp;amp;nbsp;Chr. einen Heiratsantrag. Cornelia lehnte ihn jedoch ab. Er hoffte abermals auf römische Hilfe, um seine Herrschaft zu erweitern, nachdem er [[Zypern]] nicht erobern konnte und in die [[Kyrenaika]] zurückgeschickt wurde. Der Antrag wird als degoutanter Anbiederungsversuch an die römische Aristokratie, insbesondere an den damals einflussreichen Scipionenkreis, interpretiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Förtsch: &amp;#039;&amp;#039;Die politische Rolle der Frau in der römischen Republik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Würzburger Studien zur Altertumswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Heft 5). W. Kohlhammer, Stuttgart 1935, {{OCLC|11856703}}, S. 62.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jacob Seibert: &amp;#039;&amp;#039;Historische Beiträge zu den dynastischen Verbindungen in hellenistischer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Historia.&amp;#039;&amp;#039; Heft 10). F. Steiner, Wiesbaden 1967, {{OCLC|252390400}}, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Folgen einer Eheschließung werden unterschiedliche [[Hypothese]]n aufgestellt. So hätte dies womöglich attraktive für die römische [[Nobilität]] gewesen, um die Macht im Inneren zu erweitern und eine Ehe mit seiner Nichte Kleopatra Thea abzuwenden, die sein Bruder ihm anbot. Jedoch wird dabei ausgelassen, dass einerseits eine Verknüpfung des [[Scipionenkreis]]es mit einem hellenistischen Herrscherhauses zu internen Spannungen in der Aristokratie hätte führen können und andererseits die Qualifikation Physkons als Thronfolge in Alexandria in ein Risiko gefallen wäre, welches zu seinen politischen Ziele gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Linda-Marie Günther |Titel=Cornelia und Ptolemaios VIII. Zur Historizität des Heiratsantrages (Plut. TG 1,3) |Sammelwerk=Historia: Zeitschrift für Alte Geschichte |Band=Band 39 |Nummer=Heft 1 |Verlag=F. Steiner|Datum=1990 |OCLC=9974598804 |Seiten=126}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zeugnis Plutarchs über dieses Ereignis wird in der Forschung mehrfach als historisch gesichert angenommen. Althistorikerin [[Linda-Marie Günther|Günther]] sieht das Zeugnis als nicht historisch an, da es sich um antimonarchische Propaganda handeln könnte, die zu der Zeit verbreitet war. Außerdem fehlten in der Quelle Details wie der genaue Name Physkons, der für den Zweck der Propaganda nicht nötig gewesen sein sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Linda-Marie Günther |Titel=Cornelia und Ptolemaios VIII. Zur Historizität des Heiratsantrages (Plut. TG 1,3) |Sammelwerk=Historia: Zeitschrift für Alte Geschichte |Band=Band 39 |Nummer=Heft 1 |Verlag=F. Steiner|Datum=1990 |OCLC=9974598804 |Seiten=128}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Als Alleinherrscher ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Edfu Tempel 42.jpg|mini|hochkant|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;Ptolemaios VIII. zwischen [[Wadjet]] und [[Nechbet]] (Relief im [[Tempel von Edfu]])&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Philometor 145 v.&amp;amp;nbsp;Chr. auf einem Feldzug starb, proklamierte Kleopatra II. ihren Sohn [[Ptolemaios VII.]] zum Nachfolger; Physkon kehrte jedoch nach Ägypten zurück und schlug eine gemeinsame Regierung sowie die Ehe mit seiner Schwester Kleopatra vor.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Green: &amp;#039;&amp;#039;Alexander to Actium.&amp;#039;&amp;#039; Berkeley 1990, S. 537.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Schicksal seines Neffen ist ungewiss. [[Marcus Iunianus Iustinus|Justin]] berichtet, Physkon habe ihn bei den Hochzeitsfeierlichkeiten eigenhändig umgebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Marcus Iunianus Iustinus|Justin]], &amp;#039;&amp;#039;epitoma historiarum Philippicarum&amp;#039;&amp;#039; 38,8,2–4&amp;lt;/ref&amp;gt; Es spricht jedoch einiges dafür, dass der Neffe im Jahr 143 v.&amp;amp;nbsp;Chr. Alexanderpriester war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://papyri.uni-koeln.de/stueck/tm41541#T_d1e139807 &amp;#039;&amp;#039;Papyrus Köln&amp;#039;&amp;#039; 8,350]&amp;lt;/ref&amp;gt; Physkon bestieg nun den Thron als Ptolemaios VIII. Euergetes II., ein Name, der an seinen Ahnen [[Ptolemaios III.]] erinnern sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antike Autoren wie [[Menekles von Barka]] berichten von Massenvertreibungen von [[Juden]] und Intellektuellen von [[Alexandria]], die Philometor unterstützt hatten. Flavius Josephus erwähnt sogar ein gescheitertes Massaker an Juden mittels Kampfelefanten. Sicher ist, dass viele Gelehrte das Land verlassen mussten. Dazu gehörten [[Aristarchos von Samothrake|Aristarchos]] (der bereits 146 v.&amp;amp;nbsp;Chr. nach Zypern ging) und [[Apollodor von Athen (Schriftsteller)|Apollodor von Athen]]. Die große Zahl an vertriebenen Gelehrten soll dazu geführt haben, dass an vielen anderen Orten Kunst und Wissenschaft neu erblühten, da die Exilanten dort Unterricht gaben, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. [[Polybios]] gibt an, dass damals fast die gesamte griechische Bevölkerung aus Alexandria vertrieben worden sei;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Polybios]], &amp;#039;&amp;#039;Historíai&amp;#039;&amp;#039; 34,14,1–7&amp;lt;/ref&amp;gt; diese Schilderung dürfte aber erheblich übertrieben sein.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Green: &amp;#039;&amp;#039;Alexander to Actium.&amp;#039;&amp;#039; Berkeley 1990, S. 875, Anmerkung 102.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andererseits ist überliefert, dass man den König aufgrund seiner Härte in Alexandria nicht „Wohltäter“ &amp;#039;&amp;#039;(Euergetes)&amp;#039;&amp;#039;, sondern „Übeltäter“ &amp;#039;&amp;#039;(Kakergetes)&amp;#039;&amp;#039; nannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Athenaios]], &amp;#039;&amp;#039;Deipnosophistai&amp;#039;&amp;#039; 12,549d&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bereits sein Beiname bezeugt, war der König von immenser Körperfülle. Während diese Adipositas aber im ägyptischen Kontext ein Symbol für Macht, Erfolg und Reichtum war, weshalb Ptolemaios VIII. sie bewusst öffentlich zur Schau stellte, stieß sie insbesondere bei Römern auf Abscheu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Er war nämlich hässlich und von kleiner Statur, und durch seine Adipositas sah er weniger einem Menschen als einem Vieh ähnlich. Diese Hässlichkeit wurde noch durch sein sehr dünnes, durchsichtiges Gewand gesteigert – als ob bewusst zur Schau gestellt werden sollte, was doch ein Mann mit Schamgefühl unter allen Umständen verbergen sollte.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Justin, &amp;#039;&amp;#039;epitoma historiarum Philippicarum&amp;#039;&amp;#039; 38, 8, 9–11&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heirat mit Kleopatra III. und Bürgerkrieg ===&lt;br /&gt;
Ptolemaios VIII. verführte und heiratete [[Kleopatra III.]], seine Nichte und Stieftochter, ohne sich von deren Mutter Kleopatra II. scheiden zu lassen (141/140).&amp;lt;ref&amp;gt;P. Green: &amp;#039;&amp;#039;Alexander to Actium.&amp;#039;&amp;#039; Berkeley 1990, S. 538.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der unvermeidliche Konflikt zwischen Mutter und Tochter schwelte zehn Jahre, bis er 132/131 v.&amp;amp;nbsp;Chr. in einen Bürgerkrieg mündete, bei dem das Volk Alexandrias den königlichen Palast in Brand setzte. Ptolemaios VIII., Kleopatra III. und ihre Kinder flohen nach Zypern, während Kleopatra II. ihren und Physkons etwa 13-jährigen Sohn [[Ptolemaios Memphites]] vielleicht zum Gegenkönig proklamieren wollte. Euergetes gelang es jedoch, den Jungen zu sich zu locken. Er tötete seinen Sohn und sandte ihn in Stücken an seine Mutter zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;green540&amp;quot;&amp;gt;P. Green: &amp;#039;&amp;#039;Alexander to Actium.&amp;#039;&amp;#039; Berkeley 1990, S. 540.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bürgerkrieg vertiefte die Kluft zwischen Kleopatras Alexandria und dem flachen Land, das Ptolemaios unterstützte. Kleopatra bot den ägyptischen Thron [[Demetrios II. (Seleukide)|Demetrios II. Nikator]] an, der aber mit seinem Heer nur bis [[Pelusium|Pelusion]] kam; 127 v.&amp;amp;nbsp;Chr. floh Kleopatra nach Syrien, während Alexandria den Kampf noch ein weiteres Jahr führte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;green540&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach weiteren Intrigen kehrte Kleopatra II. 124 v.&amp;amp;nbsp;Chr. nach Ägypten zurück. Zur gleichen Zeit schickte Ptolemaios seine zweite Tochter von Kleopatra III., [[Tryphaina (Königin von Syrien)|Tryphaina]], zur Hochzeit mit [[Antiochos VIII.]]&amp;lt;ref&amp;gt;P. Green: &amp;#039;&amp;#039;Alexander to Actium.&amp;#039;&amp;#039; Berkeley 1990, S. 541–542.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine großangelegte Amnestie 118 v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Papyrus Tebtunis&amp;#039;&amp;#039; 1,5 ([https://archive.org/details/tebtunispapyri00brangoog &amp;#039;&amp;#039;The Tebtunis Papyri.&amp;#039;&amp;#039;])&amp;lt;/ref&amp;gt; war mit Strafnachlässen, Steuererleichterungen und diversen Wirtschafts- und Gesetzesreformen verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ptolemaios VIII. starb am 26. Juni 116 v.&amp;amp;nbsp;Chr. (kurz nach ihm auch Kleopatra II.). Er hatte die Nachfolge dahingehend geregelt, dass er es Kleopatra III. überließ, einem seiner beiden Söhne die Herrschaft zu übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Green: &amp;#039;&amp;#039;Alexander to Actium.&amp;#039;&amp;#039; Berkeley 1990, S. 544.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629050457/http://www.bautz.de/bbkl/p/ptolemaeer_viii.shtml |band=7|spalten=1038–1040|autor=Marco Frenschkowski|artikel=Ptolemaios VIII}}&lt;br /&gt;
* Peter Green: &amp;#039;&amp;#039;Alexander to Actium.&amp;#039;&amp;#039; University of California Press, Berkeley 1990, ISBN 0-520-05611-6.&lt;br /&gt;
* Erhard Grzybek: &amp;#039;&amp;#039;Thronanspruch und Thronbehauptung. Studien zur Regierungszeit Ptolemaios’ VIII.&amp;#039;&amp;#039; Reichert, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-95490-263-7.&lt;br /&gt;
* Peter Nadig: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen König und Karikatur: Das Bild Ptolemaios’ VIII. im Spannungsfeld der Überlieferung.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55949-5.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Schneider (Ägyptologe)|Thomas Schneider]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Pharaonen.&amp;#039;&amp;#039; Albatros, Düsseldorf 2002, ISBN 3-491-96053-3, S. 219–221.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=&amp;lt;br /&amp;gt;[[Ptolemaios VI.]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Ptolemaios VII.]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=&amp;lt;br /&amp;gt;[[Ptolemaios VI.]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Ptolemaios IX.]]&lt;br /&gt;
|AMT=[[Liste der Pharaonen|König von Ägypten]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=164–163 v. Chr.&amp;lt;br /&amp;gt;144–116 v. Chr.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118946811|LCCN=nb2007018630|VIAF=155419788}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ptolemaios 08}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharao (Ptolemäer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 2. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 116 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ptolemaios VIII.&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Ptolemaios VIII. Euergetes II.; Physkon&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=ägyptischer König&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 180 v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. Juni 116 v. Chr.&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
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