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	<title>Ptoion - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-06-08T00:52:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Berg&lt;br /&gt;
|NAME=Ptoon/Oros Pelagias&amp;lt;br /&amp;gt;(Πτώο/όρος Πελαγίας)&lt;br /&gt;
|BILD=Mountain Ptoon.JPG&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG=Berg Ptoon über dem Tempel des Apollo Ptoios.&lt;br /&gt;
|HÖHE=781&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG=&lt;br /&gt;
|LAGE= [[Böotien (Regionalbezirk)|Böotien]], [[Griechenland]]&lt;br /&gt;
|GEBIRGE=&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD=38/28/52/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD=23/19/40/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO=GR-H&lt;br /&gt;
|TYP=&lt;br /&gt;
|GESTEIN=&lt;br /&gt;
|ALTER=&lt;br /&gt;
|ERSTBESTEIGUNG=&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN=In der Antike Ort eines Apollon-Orakels&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ptoion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Πτώιον|Ptōion|variant=alt}}, auch {{lang|grc|Πτῷον}} &amp;#039;&amp;#039;Ptōon&amp;#039;&amp;#039; oder {{lang|grc|Πτῶν}} &amp;#039;&amp;#039;Ptōn;&amp;#039;&amp;#039; {{elS|Πτώο|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ptoo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;|neu=1}} oder {{lang|el|Όρος Πελαγίας}} {{lang|el-Latn|&amp;#039;&amp;#039;Oros Pelagias&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein Gebirgszug im Nordosten [[Böotien]]s. Er erstreckt sich von [[Akraiphia]] am ehemaligen [[Kopaïs|Kopaïs-See]] im Westen bis zum [[Golf von Euböa]] im Osten und erhebt sich in seinem westlichen Teil bis 725 Meter (Agia Pelagia) bzw. in seinem östlichen Teil bis 781 Meter (Petalás). Bekannt ist das Massiv hauptsächlich wegen des dortigen Orakels des [[Apollon]] in der Antike, das bis in die Zeit der Perserkriege zu den wichtigsten Orakeln Griechenlands zählte. Der Berg wurde unter der Nummer AB2080067 als Schutzgebiet ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Der Ptoon liegt im Regionalbezirk [[Böotien (Regionalbezirk)|Böotien]], nördlich der Seen [[Paralimni-See|Paralimni]] (Παραλίμνη) und [[Yliki]] (Υλίκη). Der Berg steigt bis auf 781 m [[Höhe über dem Meeresspiegel|über dem Meer]] an. An seinen Hängen lag die antike Stadt [[Akrefnio]] (Ακραίφνιο Βοιωτίας) in deren Nähe sich noch heute die gleichnamige Siedlung befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Apollonorakels ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:NAMA Marble Head of a Kouros.jpg|mini|[[Kopf eines Kouros (NAMA 16)|Kopf eines Kouros]] aus dem Heiligtum des Apollon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Kilometer nordöstlich von Akraiphia befand sich eine Orakelstätte des &amp;#039;&amp;#039;Apollon Ptoios&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Ursprünglich war es ein Orakel des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ptoios&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eines [[Heros|Lokalheros]], Sohn des [[Athamas]] und der [[Themisto (Tochter des Hypseus)|Themisto]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;pausanias&amp;quot;&amp;gt;[[Pausanias]]: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung von Griechenland&amp;#039;&amp;#039;, 9.23.6 ([http://data.perseus.org/citations/urn:cts:greekLit:tlg0525.tlg001.perseus-eng1:9.23.6 englisch], {{Google Buch |BuchID=QF4MAAAAYAAJ |Seite=931 |Linktext=deutsch}})&amp;lt;/ref&amp;gt; der aber von Apollon verdrängt wurde. Der Name des Heros, gleichzeitig der Name des Berges, an dessen Fuß sich das Orakel befand, wurde [[Epiklese]] Apollons und der Heros erhielt ein neues, kleineres Heiligtum etwa 1 km westlich des ursprünglichen Ortes auf dem Kastraki (Verehrung vom 7. bis 4. Jahrhundert v. Chr. nachweisbar).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Berg Ptoios fanden sich Reste einer neolithisch-[[Helladische Kultur|helladischen]] Siedlung sowie einer [[Mykenische Kultur|mykenischen]] Burg, die noch in archaischer Zeit aufgegeben wurde. Das Gebiet wurde bis zum Ende der klassischen Zeit von [[Theben (Böotien)|Theben]] beherrscht, was durch Reste von thebanischen Befestigungen auf verschiedenen Gipfeln des Ptoion-Gebirges belegt ist. Das Heiligtum war danach zunächst unter Kontrolle des [[Böotischer Bund|Böotischen Bundes]], später der von Akraiphia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 227 v. Chr. fanden in der Nähe des Orakels auf Beschluss der delphischen [[Amphiktyonie]] alle fünf Jahre musische Wettkämpfe ([[Agon (Wettstreit)|Agone]]) zu Ehren Apollons statt, die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ptoia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Inscriptiones Graecae]]&amp;#039;&amp;#039; (IG) [http://epigraphy.packhum.org/inscriptions/oi?ikey=147657&amp;amp;bookid=13&amp;amp;region=3&amp;amp;subregion=6 VII 4135]; s. a. Schachter Bd. 3, S. 70ff, Bd. 4, S. 20f&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einer Zeit völligen Niedergangs wurden die Spiele in der frühen Kaiserzeit als &amp;#039;&amp;#039;Ptoia kai Kaisareia&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Πτώια καὶ Καισάρεια}}) erneuert und bis zum Anfang des 3. Jahrhunderts abgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In byzantinischer Zeit wurde das Heiligtum durch das christliche Kloster [[Agia Pelagia]] überbaut, das allerdings während der [[Türkenherrschaft]] auf den Gipfel des Ptoios verlegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orakelstätte und Ablauf des Orakels ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Thebeskouros.jpg|mini|Kouros ([[Thiva|Theben]], [[Archäologisches Museum Theben|Archäologisches Museum]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Orakel wird auch von [[Herodot]] erwähnt, der den Besuch eines gewissen Mys aus Europos schildert, der von dem persischen Feldherrn [[Mardonios]] ausgesandt worden war, bei möglichst vielen Orakeln Prophezeiungen einzuholen:&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Besonders merkwürdig aber klingt mir folgende Erzählung der Thebaner: Dieser Mys aus Europos soll auf seiner Wanderung zu allen Orakelstätten auch zum Heiligtum des Apollon Ptoos gekommen sein, das Ptoon heißt und den Thebanern gehört. Es liegt über dem Kopaissee am Fuß eines Berges nahe der Stadt Akraiphia. Als dieser Mys in Begleitung von drei ihm von der Gemeinde beigegebener Männer, die den Götterspruch aufzeichnen sollten, den heiligen Bezirk betrat, verkündete der Oberpriester des Gottes sogleich den Spruch in einer fremder Sprache. Die anwesenden Thebaner wunderten sich, dass sie eine fremde Sprache hörten, und wussten nicht, was sie davon halten sollten. Mys aber nahm ihnen die Tafeln aus der Hand, die sie mitgebracht hatten, und trug den Spruch des Priesters darauf ein. Er erklärte, der Priester habe das Orakel in karischer Sprache gegeben. Nach der Niederschrift zog er weiter nach Thessalien.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot &amp;#039;&amp;#039;[[Historien (Herodot)|Historien]]&amp;#039;&amp;#039; 8.135&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses Vorkommnis erscheint auch bei [[Pausanias]]. Zu dessen Zeit, im 2. Jahrhundert, existierte das „untrügliche“ Orakel offenbar nicht mehr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pausanias&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[s:el:Ελλάδος περιήγησις/Βοιωτικά|Βικιθήκη, Παυσανίας &amp;#039;&amp;#039;Ελλάδος περιήγηση/Βοιωτικά&amp;#039;&amp;#039;]] ἐντεῦθεν ἐς Ἀκραίφνιόν ἐστιν ὁδὸς τὰ πλείω πεδιάς. εἶναι δὲ ἐξ ἀρχῆς τε μοῖραν τῆς Θηβαί̈δος τὴν πόλιν φασὶ καὶ ὕστερον διαπεσόντας Θηβαίων ἐς αὐτὴν ἄνδρας εὕρισκον, ἡνίκα Ἀλέξανδρος ἐποίει τὰς Θήβας ἀναστάτους: ὑπὸ δὲ ἀσθενείας καὶ γήρως οὐδὲ ἐς τὴν Ἀττικὴν ἀποσωθῆναι δυνηθέντες ἐνταῦθα ᾤκησαν. κεῖται μὲν τὸ πόλισμα ἐν ὄρει τῷ Πτώῳ, θέας δὲ ἄξια ἐνταῦθα Διονύσου ναός ἐστι καὶ ἄγαλμα. [6] προελθόντι δὲ ἀπὸ τῆς πόλεως ἐν δεξιᾷ πέντε που καὶ δέκα σταδίους τοῦ Ἀπόλλωνός ἐστι τοῦ Πτώου τὸ ἱερόν.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Apollon-Heiligtum lag auf drei Terrassen, oben befand sich ein Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. auf den Fundamenten eines archaischen Tempels errichteter dorischer [[Peripteros]] mit einer Ausdehnung von 12 × 25 Metern mit 8 × 13 Säulen. Die eigentliche Orakelstätte befand sich in einer östlich gelegenen ausgebauten Quellgrotte. Die überregionale Bedeutung des Orakels ist aus der großen Zahl von Weihgeschenken ersichtlich. Die [[Kouros|Kouroi]] und Dreifüße aus Ptoion befinden sich heute zum großen Teil im [[Archäologisches Museum Theben|Archäologischen Museum Theben]] und im [[Archäologisches Nationalmuseum (Athen)|Nationalmuseum Athen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|XXIII,2|1506|1578|Ptoion|[[Siegfried Lauffer]]}}&lt;br /&gt;
* Albert Schachter: &amp;#039;&amp;#039;The Cults of Boiotia.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, London 1981, S. 52–73; Bd. 3, London 1994, S. 11–21&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.antikesboiotien.uni-muenchen.de/reise/ptoion/index.html Ptoion-Heiligtum] – Text von Barbara Paulmichl auf &amp;#039;&amp;#039;Antikes Boiotien&amp;#039;&amp;#039; der Universität München&lt;br /&gt;
* [http://www.hellinon.net/ANEOMENA/IeroApollonos.htm Bilder] zu den Ausgrabungsstätten.&lt;br /&gt;
* [https://filotis.itia.ntua.gr/biotopes/c/AB2080067/ Verzeichnis] des Schutzgebietes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1185190317|VIAF=1794155708693922580008|REMARK=Für das Apollonheiligtum siehe {{GND|4821092-4}}, für die Ausgrabungsstätte {{GND|4326257-0}}.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirge in Griechenland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Mittelgriechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Orakelstätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultort des Apollon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebirge in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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