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	<title>Psychopathologischer Befund - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T22:02:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Psychopathologischer_Befund&amp;diff=747931&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stilfehler: entlinkt, weil dieser Artikel nur das Problemverhalten von Schülern behandelt</title>
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		<updated>2023-05-12T14:55:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;entlinkt, weil dieser Artikel nur das Problemverhalten von Schülern behandelt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;In einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;psychopathologischen Befund&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden die Ergebnisse einer systematischen psychologischen oder psychiatrischen Untersuchung zusammengefasst. Er dient zusammen mit anderen Angaben der [[Diagnostik|Diagnosefindung]] und besteht hauptsächlich aus einer Auflistung störungsrelevanter [[Psychopathologie#Katalogisierung von Symptomen|psychopathologischer Symptome]] („[[Item (Test)|Items]]“), zum Beispiel [[Wahn]], [[Depressiv]]ität, [[Gedächtnisstörung]]en oder [[Bewusstseinslage]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der psychopathologische Befund ist (wie ärztliche Berichte in anderen medizinischen Fachgebieten auch) eine standardisierte Zusammenfassung bedeutsamer Einzeltatsachen und dient der schnellen Information darüber, „was der Arzt oder Psychologe herausgefunden hat“. Er besitzt insofern einen fachlich objektiven Charakter und die Inhalte des Berichtes unterliegen der ärztlichen [[Schweigepflicht]]. Es gibt zahlreiche strukturierte und halbstrukturierte Interviews, die der Standardisierung des psychopathologischen Befundes dienen. In Deutschland ist das [[AMDP-System]] verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das AMDP-System. Manual zur Dokumentation psychiatrischer Befunde.&amp;#039;&amp;#039; 9., überarb. und erw. Auflage. Hogrefe, 2016, ISBN 978-3-8017-2707-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Befunderhebung ==&lt;br /&gt;
Der psychopathologische Befund wird durch [[Arzt|Ärzte]] oder [[Psychologischer Psychotherapeut|Psychologische Psychotherapeuten]], [[Heilpraktiker]] für Psychotherapie sowie [[Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut]]en erhoben. Die Untersuchung ist gewöhnlich in einen eher freien und einen eher strukturierten Teil gegliedert und ihre Ausführlichkeit hängt stark von der Untersuchungssituation ab (Notfall, Kommunikationsbarrieren etc.). Es wird meist mit dem freieren Teil begonnen, in dem der Untersucher vor allem offene Fragen stellt, um den Patienten zum freien Bericht zu motivieren. Dieser Teil dient dazu einen Eindruck von der [[Persönlichkeit]], den Beschwerden und dem allgemeinen psychischen Zustand des [[Patient]]en zu erlangen. Danach wird in den strukturierten Teil gewechselt, in dem hauptsächlich geschlossene, zielgerichtete Fragen gestellt werden. Dabei werden konkrete [[Symptom]]e abgefragt, typische Merkmalskonstellationen überprüft und die Informationen aus dem freien Patientenbericht ergänzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Befundbericht ==&lt;br /&gt;
In den schriftlich verfassten Befund&amp;#039;&amp;#039;bericht&amp;#039;&amp;#039; fließen Angaben des Untersuchten (Patient), Verhaltensbeobachtung (durch Drittpersonen wie z.&amp;amp;nbsp;B. Angehörige aber auch durch den Untersucher) und die Beurteilung durch den Untersucher ein. Ein psychopathologischer Befund im engeren Sinne listet ausschließlich Defizite auf. Um dennoch ein lebendiges Bild des Patienten entstehen zu lassen, stellen manche Untersucher dem Befund ein oder zwei Sätze voran, in der sie die erste Begegnung subjektiv beschreiben oder wesentliche interaktionelle Auffälligkeiten und eigene Eindrücke festhalten. Für eine Gesamtbeurteilung des Patienten sind auch Hinweise auf seine Ressourcen und Fähigkeiten hilfreich, diese sind aber nicht Bestandteil des Befundes im engeren Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Da psychiatrische [[Diagnose]]n im Laufe der Zeit Änderungen unterworfen sind, kommt dem psychopathologischen Befund eine besondere Bedeutung zu. So ist es auch noch nach Jahren möglich, eine Diagnose nach den dann gültigen Richtlinien zu stellen. Die Veränderung des psychopathologischen Befunds über die Zeit bzw. über die Dauer der [[Krankheit|Erkrankung]] kann wichtige Hinweise auf diagnostische Zusammenhänge geben und ist das Hauptmittel zur Beurteilung des klinischen Verlaufs (Besserung, Verschlechterung etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestandteile ==&lt;br /&gt;
Der psychopathologische Befund hat verschiedene Bestandteile. Er dokumentiert sämtliche Veränderungen und Auffälligkeiten, die für die psychische Störung des jeweiligen Patienten bedeutsam sind: Erscheinung (z. B. gepflegt, unordentlich, verwahrlost), Verhalten, Ausdruck, innerpsychische Erlebnisstörungen (die erfragt werden müssen, z. B. Halluzinationen, abnorme [[Leibgefühl]]e oder innere Unruhe.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausdrucksstörungen ===&lt;br /&gt;
Zu den Ausdrucksstörungen zählen vor allem das äußere Erscheinungsbild und das soziale und situative Verhalten. Der Untersucher kann hier die [[Psychomotorik]] und den Antrieb, die Mimik, den sprachlichen Ausdruck und das Sprechverhalten beschreiben. Im weiteren Sinne beobachtbare Veränderungen betreffen auch die [[Bewusstseinsstörung|Bewusstseinslage]] (quantitative und qualitative Störungen) des Patienten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erlebnisstörungen ===&lt;br /&gt;
Als Erlebnisstörung bezeichnet man alle Veränderungen, die sich nur oder vornehmlich durch den Bericht des Patienten über sein inneres Erleben erschließen. Hierzu zählt auch Änderungen des [[Affektivität|Gefühls- und Gemütslebens]], insbesondere traurige oder gehobene [[Stimmung (Psychologie)|Stimmung]]. Die Auswirkungen von Stimmungsänderungen kann man häufig im Verhalten beobachten, etwa die gehobene Stimmung im Rahmen einer Manie. Die [[Formale Denkstörung|Störungen des formalen Denkens]], wie etwa das verlangsamte Denken sowie [[Denkstörung#Inhaltliche Denkstörungen|inhaltliche Denkstörungen]] ([[Wahn]] und [[Halluzination]]) erschließen sich nur, wenn Patienten sie dem Untersucher berichten oder bereit sind, sie bei gezielter Befragung zu bestätigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kognitive Störungen ===&lt;br /&gt;
Viele psychische Störungen, vor allem die Demenzen, gehen mit einer Störung kognitiver Fähigkeiten einher. Diese sind in aller Regel einer objektiven Prüfung zugänglich. Geprüft wird die Orientierung sowie [[Aufmerksamkeit]], [[Gedächtnis]], [[Merkfähigkeit]], [[Konzentration (Psychologie)|Konzentration]] und [[Handlungsplanung]]. Die Prüfung der Orientierung umfasst die zeitliche (kann der Patient das Datum angeben?), örtliche (weiß der Patient, wo er sich befindet?) und die zur eigenen Person (kann der Patient zutreffende Angaben über sich machen?).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Störungen ===&lt;br /&gt;
Zu ihnen zählen [[Zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörung|zirkadiane Auffälligkeiten]] (Rhythmusstörungen). Damit sind Veränderungen im Tagesverlauf gemeint, wie etwa das morgendliche Stimmungstief bei depressiven Patienten. Patienten mit psychosomatischen Beschwerden berichten nicht selten von organisch nicht begründbaren körperlichen Störungen und [[Schmerz]]en. Im Rahmen mancher Erkrankungen tritt [[Suizidalität]] oder Fremdgefährdung auf. Einige psychische Störungen gehen definitionsgemäß mit einer verminderten [[Intelligenz]] einher. Auffälligkeiten im Verhalten, Aggressivität, Selbstbeschädigungstendenz, Krankheitsgefühl und – einsicht und Suchtverhalten sind weitere Items.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Psychopathologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mathias Berger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Psychische Erkrankungen. Klinik und Therapie.&amp;#039;&amp;#039; Urban &amp;amp; Fischer, München 2004, ISBN 3-437-22480-8.&lt;br /&gt;
* Gerd Huber: &amp;#039;&amp;#039;Psychiatrie. Lehrbuch für Studium und Weiterbildung.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1999, ISBN 3-7945-1857-8.&lt;br /&gt;
* H. J. Freyberger, A. Ermer, [[Rolf-Dieter Stieglitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Psychische Untersuchung und Befunderhebung.&amp;#039;&amp;#039; In: H. J. Freyberger, W. Schneider, R. Stieglitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kompendium Psychiatrie Psychotherapie Psychosomatische Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 11. Auflage. Karger Verlag, 2002, ISBN 3-8055-7272-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychopathologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiatrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychosomatik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klinische Psychologie]]&lt;/div&gt;</summary>
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