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	<title>Psoriasisarthritis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Psoriasisarthritis&amp;diff=354110&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Julius Senegal: verschoben und erstmal t2t</title>
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		<updated>2026-04-09T18:54:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;verschoben und erstmal t2t&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M07*&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arthritis psoriatica und Arthritiden bei gastrointestinalen Grundkrankheiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 02-CODE = M07.0*&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Distale interphalangeale Arthritis psoriatica&lt;br /&gt;
| 03-CODE = M07.1*&lt;br /&gt;
| 03-BEZEICHNUNG = Arthritis mutilans&lt;br /&gt;
| 04-CODE = M07.2*&lt;br /&gt;
| 04-BEZEICHNUNG = Spondylitis psoriatica&lt;br /&gt;
| 05-CODE = M07.3*&lt;br /&gt;
| 05-BEZEICHNUNG = Sonstige psoriatische Arthritiden&lt;br /&gt;
| 06-CODE = M09.0*&lt;br /&gt;
| 06-BEZEICHNUNG = Juvenile Arthritis bei Psoriasis&lt;br /&gt;
| 07-CODE = L40.5+&lt;br /&gt;
| 07-BEZEICHNUNG = Psoriasis-Arthropathie&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = FA21&lt;br /&gt;
| Data-01 = Psoriasis-Arthritis&lt;br /&gt;
| Code-02 = FA21.0&lt;br /&gt;
| Data-02 = Spondylitis psoriatica&lt;br /&gt;
| Code-03 = FA24.2&lt;br /&gt;
| Data-03 = Juvenile Psoriasis-Arthritis&lt;br /&gt;
| Code-04 = FA21.Y&lt;br /&gt;
| Data-04 = Sonstige näher bezeichnete Psoriasis-Arthritis&lt;br /&gt;
| Code-05 = FA21.Z&lt;br /&gt;
| Data-05 = Psoriasis-Arthritis, nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--[[Datei:Psoriaris-Arthritis 01.jpg|miniatur|hochkant|[[Technetium|&amp;lt;sup&amp;gt;99m&amp;lt;/sup&amp;gt;Tc]]-[[Skelettszintigrafie]] eines 57 Jahre alten Patienten mit Psoriasis-Arthritis im linken Ellbogen.]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Psoriasisarthritis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; –&amp;amp;nbsp;früher Psoriasisarthropathie ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arthritis psoriatica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}} bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arthropathia psoriatica&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Psoriasis arthropathica&amp;#039;&amp;#039;)&amp;amp;nbsp;–, kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PsA&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine immunvermittelte, [[entzündlich-rheumatische Erkrankung]] aus der Gruppe der seronegativen [[Spondyloarthritis|Spondyloarthritiden]], die bei einigen Patienten mit der Hautkrankheit [[Schuppenflechte]] (Psoriasis) auftritt. Hierbei sind neben Haut und Nägeln auch die peripheren [[Gelenk (Anatomie)|Gelenke]], Sehnenansätze (Enthesen) oder Finger und Zehen entzündet. Sind auch die [[Wirbelsäule]] und/oder die [[Iliosakralgelenk|Sakroiliakalgelenke]] betroffen, wird dies als axiale Psoriasisarthritis (axPsA) bzw. Psoriasisspondarthritis bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie ==&lt;br /&gt;
Die [[Prävalenz]] der Psoriasisarthritis ist trotz zahlreicher Studien bis zum heutigen Tage unbekannt. Das liegt vor allem daran, dass ein einheitlicher Bewertungsmaßstab für die sichere Diagnose der Psoriasisarthritis fehlt, außerdem hängen die Ergebnisse stark von Falldefinition, Datengrundlage und Region ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine systematische Übersichtsarbeit betont eine starke Heterogenität der Prävalenz- und [[Inzidenz (Epidemiologie)|Inzidenzraten]]. So kann die Prävalenz von 20 bis 670 Fälle pro 100.000 Einwohner reichen (entspricht 0,02–0,67 %); gepoolt liegt diese die Prävalenz bei 133 pro 100.000 Einwohner, die Inzidenz 83 pro 100.000 Personenjahre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lorenza Scotti et al. |Titel=Prevalence and incidence of psoriatic arthritis: A systematic review and meta-analysis |Sammelwerk=Seminars in Arthritis and Rheumatism |Band=48 |Nummer=1 |Datum=2018-08 |Sprache=en |DOI=10.1016/j.semarthrit.2018.01.003 |PMID=29398124 |Seiten=28–34}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die USA wird die Prävalenz von etwa 60–250 pro 100.000 Einwohnern (0,06–0,25 %) angegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Eine Auswertung deutscher Krankenkassendaten ergibt abhängig nach Falldefinition eine Prävalenz von 0,31–0,38 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kristina Hagenström et al. |Titel=Prävalenz der Psoriasis und Psoriasis‐Arthritis in Deutschland – Analyse von Routinedaten der gesetzlichen Krankenversicherung |Sammelwerk=JDDG: Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft |Band=22 |Nummer=1 |Datum=2024-01 |Sprache=de |DOI=10.1111/ddg.15269_g |Seiten=45–55}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Geschlechter sind in gleichem Maße betroffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Bei Menschen mit asiatischer oder afrikanischer Abstammung gilt eine PsA als selten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; In 60 % der Fälle gehen die Hauterscheinungen den Gelenkproblemen voran.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID22690382&amp;quot;&amp;gt;M. Catanoso, N. Pipitone u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Epidemiology of psoriatic arthritis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reumatismo&amp;#039;&amp;#039;, 5. Juni 2012, Band 64, Nr. 2, S. 66. PMID 22690382.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID21339224&amp;quot;&amp;gt;D. McGonagle, Z. Ash, L. Dickie, M. McDermott, S. Z. Aydin: &amp;#039;&amp;#039;The early phase of psoriatic arthritis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annals of the rheumatic diseases&amp;#039;&amp;#039;, März 2011, Band 70, Suppl 1, S.&amp;amp;nbsp;i71–i76; [[doi:10.1136/ard.2010.144097]]. PMID 21339224 (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die detaillierten Ursachen der Psoriasisarthritis sind unbekannt, jedoch gehört sie zu den Autoimmunerkrankungen. Aus noch ungeklärten Gründen kommt es zu einer Aktivierung des Immunsystems gegen körpereigene Strukturen, und es werden Entzündungsprozesse an den Gelenken in Gang gesetzt. Etwa 30 % der Patienten mit Schuppenflechte entwickeln eine Psoriasisarthritis.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christopher T. Ritchlin et al. |Titel=Psoriatic Arthritis |Sammelwerk=The New England Journal of Medicine |Band=376 |Nummer=10 |Datum=2017-03-09 |Sprache=en |DOI=10.1056/NEJMra1505557 |PMID=28273019 |Seiten=957–970}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Einfluss genetischer Faktoren gilt als wahrscheinlich, aber auch Umweltfaktoren wie zum Beispiel bakterielle Infekte oder Medikamente könnten ebenfalls eine Rolle spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betroffene Personen sind häufig durch die Erkrankung behindert. Am Beginn der Erkrankung, vor allem bei geringer Hautbeteiligung, kann man die Psoriasisartrithis zu den [[Unsichtbare Behinderung|unsichtbaren Behinderungen]] zählen. Mit fortschreitender Erkrankung ist auch eine Schwerbehinderung (GdB über 50) durchaus möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.psoriasis-bund.de/wissen/psoriasis-arthritis/ |titel=Psoriasis-Arthritis |hrsg=Deutscher Psoriasis Bund e.&amp;amp;nbsp;V. |abruf=2025-08-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome der Erkrankung ==&lt;br /&gt;
Hauptsymptome sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelenkschmerzen, Steifigkeit mit teilweiser Bewegungseinschränkung, Verfärbung oder Rötung in der Nähe der betroffenen Gelenke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es können zwar alle Gelenke betroffen sein, typischerweise sind es aber die End- und Mittelgelenke an Händen und Füßen und große Gelenke wie Knie und Becken-Wirbelsäule ([[Iliosakralgelenk]]e). Oft wird die Erkrankung an den Gelenken nur eines Fingers oder einer Zehe festgestellt („Befall im Strahl“). Auch ist die Gelenkbeteiligung in Abgrenzung zur [[Rheumatoide Arthritis|rheumatoiden Arthritis]] oft asymmetrisch, es sind also auf der rechten und linken Körperhälfte unterschiedliche Gelenkregionen befallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich können auch die den Gelenken benachbarten Weichteile durch Schmerzen und/oder Druckempfindlichkeit befallen sein, beispielsweise die Sehnen und Sehnenansätze, Muskel und Muskelansätze, [[Schleimbeutel]] oder Bänder (z.&amp;amp;nbsp;B. Achillessehne, Plantarsehne oder inneres Seitenband am Knie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwellungen an einzelnen Fingern und Zehen (Daktylitis oder „Wurstfinger“ bzw. „Wurstzehen“) sind ebenso typisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten betroffenen Patienten haben zudem Psoriasis-Hautausschlag – silbrig-graue, schuppige Hautstellen (insbesondere auf der Kopfhaut, an Ellbogen, Knien und im unteren Rückenbereich) und in bis zu 80 % der Fälle Nagel-Psoriasis-Symptome wie Verfärbungen oder stecknadelgroße Vertiefungen an Finger- und/oder Zehennägeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betroffene leiden aufgrund der beständigen Schmerzen häufig an [[Fatigue]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://my.clevelandclinic.org/health/diseases/13286-psoriatic-arthritis |titel=Psoriatic Arthritis |werk=Health Library |hrsg=Cleveland Clinic |datum=2025-08 |sprache=en |abruf=2025-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Nebenerkrankung gilt eine erhöhte Prävalenz für das Metabolische Syndrom, welches sich aus [[Diabetes mellitus]], [[Hypertonie]] und [[Adipositas]] zusammensetzt. Nicht alle genannten Nebenerkrankungen müssen zwingend gleichzeitig auftreten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ziupa&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eva-Maria Ziupa |Hrsg=Medizinische Fakultät der Eberhard Karls Universität zu Tübingen |Titel=Prävalenz der Psoriasis-Arthritis bei dermatologischen Patienten mit einer Psoriasis |Datum=2016}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Labor ==&lt;br /&gt;
Bei der Psoriasisarthritis handelt es sich um eine [[Ausschlussdiagnostik|Ausschluss-Diagnose]], also die Annahme der Erkrankung, wenn andere entzündliche Gelenkerkrankungen nicht (überzeugend) in Betracht kommen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Hautveränderungen im Sinne einer Schuppenflechte nicht vorliegen, aber beispielsweise aus der [[Familienanamnese]] eine Psoriasis bekannt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://read.qxmd.com/read/34385474/psoriatic-arthritis |titel=Psoriatic arthritis |werk=qxmd.com |abruf=2025-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ CASPAR-Kriterien zur Klassifikation der Psoriasisarthritis&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Befunde&lt;br /&gt;
!Punkte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Nachweis einer Psoriasis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Bestehende Psoriasis oder&lt;br /&gt;
|2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Anamnestisch bekannte Psoriasis oder&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Positive Familienanamnese&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Psoriatische Nagelbeteiligung&lt;br /&gt;
(Tüpfelung, [[Nagelablösung|Onycholyse]], [[Hyperkeratose]])&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Rheumafaktor]] negativ&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Daktylitis&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Bestehende Daktylitis (Finger oder Zehe) oder&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Anamnestisch bekannte Daktylitis&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Radiologische Zeichen einer gelenknahen Knochenbildung&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die sog. CASPAR-Kriterien (&amp;#039;&amp;#039;classification criteria for psoriatic arthritis&amp;#039;&amp;#039;) aus dem Jahr 2006&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=William Taylor et al. |Titel=Classification criteria for psoriatic arthritis: development of new criteria from a large international study |Sammelwerk=Arthritis and Rheumatism |Band=54 |Nummer=8 |Datum=2006-08 |Sprache=en |DOI=10.1002/art.21972 |PMID=16871531 |Seiten=2665–2673}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sind bis heute maßgeblich für eine relativ sichere Diagnose der Erkrankung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.webmd.com/arthritis/psoriatic-arthritis/caspar-criteria-psoriatic-arthritis |titel=What Are the CASPAR Criteria for Psoriatic Arthritis? |werk=webmd.com |sprache=en |abruf=2025-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie nützen insbesondere zur Unterscheidung zwischen entzündlichen und degenerativen Gelenkerkrankungen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Valentin Schäfer |url=https://www.aerzteblatt.de/archiv/diagnostik-per-power-ultraschall-psoriasis-arthritis-exakte-diagnose-gezielte-therapie-1684aaf7-4e11-4005-a12f-87a8c3a59e4e |titel=Diagnostik per Power-Ultraschall: Psoriasis-Arthritis – exakte Diagnose, gezielte Therapie |werk=[[Deutsches Ärzteblatt]] |datum=2022-03-17 |sprache=de |abruf=2026-03-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei muss eine inflammatorische Gelenk-, Wirbelsäulen- oder Enthesenerkrankung nachgewiesen sein. Zur Bewertung werden anschließend für verschiedene Befunde Punkte vergeben (vgl. Tabelle). Falls der Summenscore mindestens 3 Punkte erreicht, liegt mit einer sehr hohen Spezifität eine PsA vor. Die CASPAR-Kriterien weisen jedoch eine begrenzte Sensitivität auf, sodass die endgültige Diagnosestellung maßgeblich von der klinischen Erfahrung des behandelnden Arztes abhängt – idealerweise eines auf Rheumatologie spezialisierten Facharztes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erkrankung ist meist „seronegativ“, das heißt in der Regel fehlen [[Rheumafaktor]]en, die z.&amp;amp;nbsp;B. bei der [[Rheumatoide Arthritis|rheumatoiden Arthritis]] nachweisbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen sind ACPA ([[Antikörper gegen citrullinierte Proteine]]) in bis zu 12 % der Fälle positiv. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass [[HLA-B27]] positiv ist (bis 50 % der Fälle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behandlung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Fortgeschrittene Therapien zur Behandlung von PsA in der EU&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Burkhard Möller |Titel=Moderne Therapie der Psoriasisarthritis 2025 |Sammelwerk=Rheuma Plus / Schweiz |Band=2 |Nummer=1 |Datum=2025-03-01 |Sprache=de |DOI=10.1007/s44332-025-00050-3 |Seiten=3–7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Laure Gossec et al. |Titel=EULAR recommendations for the management of psoriatic arthritis with pharmacological therapies: 2023 update |Sammelwerk=Annals of the Rheumatic Diseases |Band=83 |Nummer=6 |Datum=2024-05-15 |Sprache=en |DOI=10.1136/ard-2024-225531 |PMC=11103320 |PMID=38499325 |Seiten=706–719}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Klasse&lt;br /&gt;
! Substanz&lt;br /&gt;
!Zulassung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; |TNFi&lt;br /&gt;
|[[Adalimumab]]&lt;br /&gt;
|2005&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ema.europa.eu/en/documents/scientific-discussion-variation/humira-h-c-481-ii-43-epar-scientific-discussion-variation_en.pdf |titel=Humira-H-C-481-II-43 : EPAR - Scientific Discussion - Variation |werk=EMA |datum=2007-12-13 |format=PDF |sprache=en |abruf=2026-03-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Certolizumab pegol]]&lt;br /&gt;
|2013&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Etanercept]]&lt;br /&gt;
|2004&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Infliximab]]&lt;br /&gt;
|2004&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Golimumab]]&lt;br /&gt;
|2009&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |JAKi&lt;br /&gt;
|[[Upadacitinib]]&lt;br /&gt;
|2021&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Tofacitinib]]&lt;br /&gt;
|2018&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;6&amp;quot; | IL-Inhibitoren&lt;br /&gt;
| [[Bimekizumab]]&lt;br /&gt;
|2023&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Guselkumab]]&lt;br /&gt;
|2021&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ixekizumab]]&lt;br /&gt;
|2018&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Risankizumab]]&lt;br /&gt;
|2022&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Secukinumab]]&lt;br /&gt;
|2015&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Ustekinumab]]&lt;br /&gt;
|2013&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| PDE-4-Hemmer&lt;br /&gt;
| [[Apremilast]]&lt;br /&gt;
|2015&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|T‑Zell‑Modulator&lt;br /&gt;
|[[Abatacept]]&lt;br /&gt;
|2017&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Therapie soll eine [[Remission (Medizin)|Remission]] erreichen oder alternativ auf eine geringere Krankheitslast und damit eine verbesserte [[Lebensqualität]] abzielen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Allerdings erreicht keine der Therapien eine Heilung, nach Absetzen der Therapie kommen alle vorher vorhandenen Symptome zurück. Die Krankheit gilt auch heute noch als unheilbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rheuma-liga.de/rheuma/krankheitsbilder/psoriasis-arthritis |titel=Psoriasis-Arthritis |hrsg=[[Deutsche Rheuma-Liga]] |datum=2025 |sprache=de |abruf=2025-12-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Behandlung erfolgt häufig nach einem Stufenplan. Zuerst kommen sog. nichtsteroidales Antirheumatika ([[Nichtsteroidales Antirheumatikum|NSAR]]) zum Einsatz, die rein [[Symptom|symptomatisch]] wirken. Ergänzt wird die Therapie mit Basismedikamenten ([[Basistherapie#Basistherapie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen|DMARDs]]), die sowohl die Symptome adressieren als auch ein Fortschreiten der Krankheit verhindern sollen. Als sogenannte konventionell-synthetische DMARDs (csDMARDs) werden [[Sulfasalazin]] und [[Immunsuppressivum|Immunsuppressiva]] eingesetzt (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Methotrexat]], [[Leflunomid]], [[Ciclosporin|Cyclosporin&amp;amp;nbsp;A]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Therapieresistenz werden in Kombination mit csDMARDs oder als Monotherapie [[Biopharmakon|Biologika]] wie [[TNF-Blocker|TNF-alpha-Hemmer]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Infliximab]], [[Adalimumab]] oder [[Etanercept]]), der [[PDE-4-Hemmer]] [[Apremilast]] oder der T-Zell-Modulator Abatacept eingesetzt, wobei für letzterer die Wirksamkeit vergleichsweise geringer eingeschätzt wird und die EULAR‑Leitlinie dessen Einsatz erst nach Versagen anderer fortgeschrittener Therapien empfiehlt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Darüber hinaus stehen verschiedene [[Interleukine|Interleukin-Inhibitoren]] zur Verfügung: [[Secukinumab]] oder [[Ixekizumab]] richten sich gegen IL-17A, [[Ustekinumab]] bzw. [[Guselkumab]] und [[Risankizumab|Risanikzumab]] richten sich gegen IL-12/23 bzw. IL-23 und [[Bimekizumab]] richtet sich gegen IL-17A/F. Schließlich sind die [[Januskinasen|JAK-Inhibitoren]] (tsDMARDs) [[Tofacitinib]] oder [[Upadacitinib]] für die Behandlung von PsA zugelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß EULAR-Leitlinie soll die Therapie von Anfang an auf klar definierte, zeitgebundene Ziele ausgerichtet sein ([[Treat-to-Target|treat-to-target]]), wobei die Krankheitsaktivität regelmäßig überprüft und die Therapie entsprechend angepasst wird. Für PsA bedeutet dies, dass innerhalb der ersten 3 Monate die Krankheitsaktivität um mindestens 50 % reduziert werden soll. Nach 6 Monaten soll die Remission als Krankheitsziel – alternativ eine verringerte Krankheitslast – erreicht werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Falls dieses Ziel nicht erreicht wird, soll gemäß EULAR-Richtlinie die Therapie mit dem verwendeten csDMARD nicht mehr fortgeführt werden, stattdessen auf ein anderes DMARD, speziell bDMARD, rasch gewechselt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Christopher T. Ritchlin et al. |Titel=Psoriatic Arthritis |Sammelwerk=The New England Journal of Medicine |Band=376 |Nummer=10 |Datum=2017-03-09 |Sprache=en |DOI=10.1056/NEJMra1505557 |PMID=28273019 |Seiten=957–970}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Jasvinder A. Singh et al.&lt;br /&gt;
   |Titel=Special Article: 2018 American College of Rheumatology / National Psoriasis Foundation Guideline for the Treatment of Psoriatic Arthritis&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Arthritis &amp;amp; Rheumatology&lt;br /&gt;
   |WerkErg=Hoboken NJ&lt;br /&gt;
   |Band=71&lt;br /&gt;
   |Nummer=1&lt;br /&gt;
   |Datum=2019-01&lt;br /&gt;
   |Seiten=5–32&lt;br /&gt;
   |Sprache=en&lt;br /&gt;
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* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Laure Gossec et al.&lt;br /&gt;
   |Titel=EULAR recommendations for the management of psoriatic arthritis with pharmacological therapies: 2023 update&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Annals of the Rheumatic Diseases&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Psoriatic arthritis|Psoriasisarthritis}}&lt;br /&gt;
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* Matthias Herrmann: [https://www.psoriasis-netz.de/magazin/fakten/psoriasis-arthritis-grundlagen/psoriasis-arthritis-%E2%80%93-wenn-gelenke-wehtun-r1119/ &amp;#039;&amp;#039;Psoriasis arthritis – wenn Gelenke wehtun.&amp;#039;&amp;#039;] psoriasis-netz.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spondyloarthritis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hautkrankheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Julius Senegal</name></author>
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