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	<title>Pseudowut - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T22:38:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pseudowut&amp;diff=254253&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Uwe Gille: /* Bekämpfung */ update</title>
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		<updated>2026-04-20T11:22:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bekämpfung: &lt;/span&gt; update&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pseudowut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aujeszkysche Krankheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Pseudorabies&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Pseudolyssa&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Juckseuche&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Juckpest&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Infektiöse Bulbärparalyse&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Tollkrätze&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Morbus Aujeszky&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Aujeszky-Krankheit&amp;#039;&amp;#039;) ist eine durch das [[Aujeszky-Virus]] hervorgerufene, [[Tierseuche|anzeigepflichtige Tierseuche]] mit geringer [[Pathogenität]] für den Menschen. Der Erreger gehört zur Familie der [[Herpesviridae|Herpesviren]], Subfamilie [[Alphaherpesvirinae]], Genus &amp;#039;&amp;#039;[[Varicellovirus]]&amp;#039;&amp;#039; und wird auch Pseudorabiesvirus (PrV) oder [[Suides Herpesvirus 1]] (SuHV-1) genannt. Sein eigentlicher Wirt sind [[Echte Schweine|Schweine]] (Suidae). Die Krankheit ist nach dem ungarischen Tierarzt [[Aladár Aujeszky]] benannt. Der Name „Pseudowut“ bezieht sich auf den beim Hund ähnlichen Verlauf wie bei der [[Tollwut]], beide Erkrankungen haben aber sonst wenig gemein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie und Symptome ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei nahezu allen [[Säugetier]]en verläuft die [[Infektion]] tödlich. [[Primaten]] und somit auch [[Mensch]]en sind jedoch für das Virus nicht empfänglich. Beim Schwein verläuft sie als zyklische Allgemeininfektion mit Virusausbreitung über Lymph- und Blutgefäße und Nerven. [[Zentralnervensystem]] und die [[Schleimhaut|Schleimhäute]] des Respirationstraktes sind bevorzugte Manifestationsorgane. Wie bei allen Herpesinfektionen gibt es bei SuHV-1 bei Schweinen eine latente (meist lebenslange) Infektion, welche insbesondere unter Stress reaktiviert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei [[Hausrind|Rindern]], [[Haushund|Hunden]], [[Wolf|Wölfen]],&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.animal-health-online.de/gross/2012/01/05/immer-noch-eine-bedrohung-aujeszky-virus-bei-einem-wolf-in-belgien/19515/&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hauskatze|Katzen]] und [[Hausschaf|Schafen]] kommt es schnell zu einer [[Encephalitis|Gehirn]]- und [[Myelitis|Rückenmarksentzündung]] mit zentralnervösen Erscheinungen, bei Rindern und Hunden zusätzlich zu starkem [[Juckreiz]], und danach zum Tod des Tieres. Alle diese sogenannten „Endwirte“ scheiden zu keinem Zeitpunkt das Virus aus und müssen sich via [[Hausschwein]] oder [[Wildschwein]] angesteckt haben (eventuell auch über verseuchte Gerätschaften, verschmutzte Stiefel und so weiter). Als besonders gefährdet gelten Jagdhunde, wegen ihres Kontakts zu erlegten Wildschweinen. Von 2013 bis 2023 wurde in Deutschland eine Infektion bei 9 Jagdhunden sicher nachgewiesen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jaegermagazin.de/jaeger-praxis/jagdhunde/aujeszkysche-krankheit/ |titel=Aujeszkysche Krankheit: Tödliche Gefahr für den Jagdhund! |datum=2023-10-09 |sprache=de-DE |abruf=2024-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, 2025 wurden zwei Jagdhunde im [[Landkreis Ludwigslust-Parchim]] wegen der Infektion [[Tiereuthanasie|eingeschläfert]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/westmecklenburg/viruskrankheit-bereits-zwei-jagdhunde-eingeschlaeftert,mvregioschwerin-2326.html Viruskrankheit: Bereits zwei Jagdhunde eingeschläfert], Artikel auf &amp;#039;&amp;#039;ndr.de&amp;#039;&amp;#039; vom 25. November 2025, abgerufen am 25. November 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saugferkel zeigen neuronale Symptome mit [[Ataxie]]n und [[Krampf|Krämpfen]], meist verenden sie innerhalb weniger Tage. Schweine in einem Alter von mehr als vier Wochen überleben die Krankheit, sie sind die&lt;br /&gt;
eigentlichen Hauptwirte des Virus. Jüngere Schweine zeigen noch neurale Symptome, Mastschweine zeigen [[Respiration|respiratorische]] Symptome. Die Krankheit führt in den Schweineproduktionsbetrieben zu großen Verlusten einerseits durch die Ferkelsterblichkeit, andererseits durch die verminderten Tageszunahmen und die damit verbundenen verlängerten Mastperioden. Die Ansteckung erfolgt über direkten (von Schwein zu Schwein) oder indirekten Kontakt (Lastwagen nicht gereinigt, Futterlieferanten, Besucher), in seltenen Fällen auch über die Luft. Die häufigste Ansteckungsquelle sind zugekaufte latent infizierte Zuchttiere (Ortswechsel → Stress → Reaktivierung) oder infizierte Mastferkel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchungsmethoden ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Tiere vor dem Einsetzen einer Antikörperproduktion gegen das Virus sterben, ist eine [[Serologie|serologische]] Diagnosestellung aus einer Blutprobe nicht möglich. Der Nachweis des Virus erfolgt an Gewebe nach dem Tod des Tieres anhand [[Immunhistochemie]], Virusisolation oder einer [[Polymerasekettenreaktion|PCR]].&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Passler, Paul H. Walz: &amp;#039;&amp;#039;Disease of the Neurologic System.&amp;#039;&amp;#039; in David G. Pugh, A.N. Baird, Misty A. Edmondson, Thomas Passler: &amp;#039;&amp;#039;Sheep Goat and Cervid Medicine.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Edinburgh, 2021, S. 327&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekämpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pseudowut wird in vielen Ländern staatlich bekämpft. In Deutschland ist die [[Tierseuche]] in der Anlage 1 der [[Tierseuchenmeldeverordnung]] (TierSeuchMeldV) vom 10. März 2026 gelistet und es besteht eine allgemeine [[Meldepflichtige Tierseuche (Deutschland)|Meldepflicht]] nach § 3 für erkrankte Schweine. Infektionen von Rindern, Schafen, Ziegen, Hirschen und Raubtieren sind in Anlage 2 gelistet und unterliegen der Meldepflicht nach § 4.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesetze-im-internet.de/tierseuchmeldv/BJNR03D0B0026.html Verordnung über die Meldung von Seuchen bei Tieren (Tierseuchenmeldeverordnung – TierSeuchMeldV)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch nach dem [[Tierseuchengesetz (Österreich)|österreichischen &amp;#039;&amp;#039;Tierseuchengesetz&amp;#039;&amp;#039;]] ist die Pseudowut eine anzeigepflichtige Tierseuche.&amp;lt;ref&amp;gt;§ 16 Tierseuchengesetz vom 26. August 1909, zuletzt geändert 2006 (BGBl. I Nr. 136/2006)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sanierungsmaßnahmen beinhalten die Überwachung der Schweinepopulation durch regelmäßige [[Blutprobe]]n, [[Sanktion]]en wie die Sperrung von Betrieben sowie die [[Keulung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es besteht ebenfalls die Möglichkeit einer [[Impfung]], diese wird in stark verseuchten Gebieten mit Erfolg angewandt, allerdings schützt sie nur vor den Symptomen (keine Verluste für den Bauern), nicht vor einer Infektion. Auch geimpfte Tiere können latente Herpesinfektionen aufweisen und diese gegebenenfalls in eine ungeimpfte Population einschleppen. Daher muss in offiziell anerkannten virenfreien Ländern die Impfung verboten werden (wie z.&amp;amp;nbsp;B. in der [[Schweiz]]). Eine große Gefahr stellt die Einschleppung der Krankheit durch [[Wildschwein]]e in artgerechte Schweinehaltungen (mit Auslauf im Freien) dar. Die [[Jagd|Bejagung]] des Schwarzwildes hat eine [[Prävention|präventive]] Funktion gegen die Ausbreitung.&amp;lt;ref&amp;gt;Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=https://www.tierseucheninfo.niedersachsen.de/anzeigepflichtige_tierseuchen/schweineseuchen/aujeszkysche_krankheit/aujeszkysche-krankheit-107874.html |wayback=20171201035906 |text=Aujeszkysche Krankheit}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pseudowut-freie Länder ==&lt;br /&gt;
In Europa sind (Stand 27. November 2023) hinsichtlich Hausschweinen Belgien, Estland, Finnland, Frankreich, Irland, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn Pseudowut-frei, in Litauen, Italien, Portugal und Spanien laufen Programme zur Ausrottung der Erkrankung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://food.ec.europa.eu/document/download/2d07768f-637e-4316-8d5f-5aa9fce5f2cd_en?filename=ad_surveillance_disease-status_map_aujeszky.pdf AUJESZKY&amp;#039;S DISEASE]. Abgerufen am 21. Januar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erklärung der Freiheit von der Erkrankung schließt allerdings nicht aus, dass gelegentlich Fälle von Aujeszky-Krankheit beim [[Wildschwein]] oder bei Hunden mit Kontakt zu Wildschweinen&amp;lt;ref&amp;gt;D. Thaller u. a. &amp;#039;&amp;#039;Nachweis von Aujeszkyscher Krankheit bei einem Hund in Österreich&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Tierärztliche Monatsschrift.&amp;#039;&amp;#039; 2006, 93, S. 62–67.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Rasso Walch: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=https://www.jagderleben.de/news/aujeszkysche-krankheit-zwei-jagdhunde-tot |wayback=20181112021400 |text=Aujeszkysche Krankheit: Zwei Jagdhunde tot}}&amp;#039;&amp;#039; Jagderleben 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; auftreten. So wurden in Südostfrankreich bei 30 %, in Deutschland bei 12 %, auf der Iberischen Halbinsel bei 42,6 % und in Nordwestitalien bei 10 % der Wildschweine das Virus serologisch nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Younes Laidoudi, Bernard Davoust, Stéphanie Watier-Grillot, Aurélie Oger, Marie-Frédérique Le Potier, Céline Deblanc |Titel=Serological Survey of Aujeszky’s Disease in Wild Boar from Southeastern France |Sammelwerk=Pathogens |Band=11 |Nummer=10 |Verlag= |Datum=2022 |Seiten=1107 |ISSN=2076-0817 |Online=[https://www.mdpi.com/2076-0817/11/10/1107 mdpi.com] |DOI=10.3390/pathogens11101107 |PMID=36297164}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher treten auch im deutschsprachigen Raum immer wieder Fälle dieser Krankheit auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://rp-online.de/leben/pets/hunde/pseudowut-toedliche-hundekrankheit-breitet-sich-aus_aid-21178763 |titel=Pseudowut - tödliche Hundekrankheit breitet sich aus |werk=rp-online.de |datum=2016-12-30 |abruf=2024-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Achtung: Wildschweine mit Pseudowut in Bayern |Sammelwerk=Neues Deutschland |Datum=2016-12-28 |ISSN=0323-3375 |Seiten=11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pseudorabies|Pseudowut}}&lt;br /&gt;
* Deutschland: [https://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/aujeszkkrv/gesamt.pdf Verordnung zum Schutz gegen die Aujeszkysche Krankheit (AujeszkKrV)] (PDF-Datei; 57&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://jagdfunk.de/jf014-aujeszky/ JF014 Aujeszky] Podcast über das Aujeszky-Virus mit [[Harald G. Schweim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anzeigepflichtige Tierseuche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Virale Infektionskrankheit bei Schweinen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Virale Infektionskrankheit bei Hunden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Virale Infektionskrankheit bei Katzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Virale Infektionskrankheit bei Wiederkäuern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierseuche (EU)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Uwe Gille</name></author>
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