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	<title>Pseudogley - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T17:24:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pseudogley&amp;diff=250608&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SJuergen: /* Literatur */ entlinkt</title>
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		<updated>2025-07-13T20:56:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; entlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pelosol-Pseudogley.jpg|mini|Pelosol-Pseudogley auf Löss, mit weit in den Staukörper vordringender Tannenpfahlwurzel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pseudogley.jpg|mini|Pseudogley (Ah-Sw-Skw-Sd) auf Keuperlösslehm im [[Dinkelberg]]gebiet, Südschwarzwald]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pseudogley&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der deutschen und mitteleuropäischen Bodensystematik der wichtigste Typ aus der Klasse der [[Terrestrische Böden#Klasse S - Stauwasserböden (Staunässeböden)|Stauwasserböden]]. Veraltete Bezeichnungen sind Staugley, Staunässegley, nasser Waldboden oder [[gley]]artiger Boden. Die Böden dieses [[Bodentyp]]s sind durch einen Wechsel von jahreszeitlich starker Staunässe und relativer Austrocknung geprägt. Der Pseudogley unterscheidet sich dadurch von den [[Gley]]en, deren Bildung ([[Vergleyung]]) durch [[Grundwasser]] im Bodenkörper hervorgerufen wird. Er ist – unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stauwasserboden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – zum [[Boden des Jahres]] 2015 ausgerufen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bmel.de/DE/themen/landwirtschaft/pflanzenbau/bodenschutz/boden2015.html Stauwasserboden - 2015]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Wasserstau entsteht dadurch, dass ein sprunghaft weniger gut wasserdurchlässiger Horizont im Bodenprofil vorliegt. Dies kann an einem bereits durch die Sedimentation bedingten Schichtwechsel der Fall sein, aber auch durch eine sogenannte Einlagerungsverdichtung geschehen, bei der [[Ton (Bodenart)|Tonpartikel]] im Bodenprofil nach unten verlagert werden ([[Lessivierung]]) und den Querschnitt der Poren im dann tonangereicherten Horizont verkleinern.&lt;br /&gt;
Das Wasser verdrängt die Bodenluft aus den Poren. Der Sauerstoff im Niederschlagswasser ist relativ bald von den Bodenmikroorganismen verbraucht und es entstehen [[Reduktion (Chemie)|reduzierende]] Bedingungen, unter denen Eisen(III) und Mangan(IV,III) bei gleichzeitiger [[Oxidation]] von [[Organische Verbindung|organischer Substanz]] zu Fe(II) und Mn(II) reduziert werden. In reduzierter Form als Fe&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; bzw. Mn&amp;lt;sup&amp;gt;2+&amp;lt;/sup&amp;gt; sind sie in der Bodenlösung mobil. Sie gelangen durch Diffusion auch ins Innere der Bodenaggregate. Hier ist in mit Stauwasser gesättigten Horizonten oft noch Bodenluft eingeschlossen, so dass Eisen und Mangan wieder oxidiert werden. Das [[Konzentrationsgefälle]] bleibt so erhalten. Mit der Zeit bilden sich gebleichte Aggregataußenbereiche einerseits und rostfarbene bis schwarze Eisen- und Mangan(hydr)oxid-Flecken bzw. -Konkretionen im Aggregatinnern andererseits.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Pseudogleye sind wegen der Staunässe und der damit einhergehenden Sauerstoffarmut im Frühjahr problematische Standorte und werden vornehmlich mit Wald bestockt oder als Wiesen genutzt. Die Wälder sind oft schlechtwüchsig, weil die Wurzeln der Bäume die jahreszeitlich sauerstoffarmen Horizonte meiden und entsprechend nur flach wurzeln. Wenn im Laufe des Jahres das Stauwasser schließlich versickert bzw. von den Pflanzen aufgenommen worden ist, können sie dann über ihr flaches Wurzelsystem nicht mehr ausreichend Wasser aufnehmen. Vor einer Ackernutzung sind zum Teil umfangreiche [[Drainage (Boden)|Drainagemaßnahmen]] nötig. Ertragsausfälle oder -einbußen sind trotzdem nicht ausgeschlossen. Dennoch sind vor allem die durch Einlagerungsverdichtung aus [[Parabraunerde]]n oder [[Fahlerde]]n entstandenen Pseudogleye auch brauchbare Ackerstandorte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifizierung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pseudogley Reichraminger Hintergebirge 20100810b.jpg|mini|hochkant|Pseudogley über [[Terra fusca|Kalksteinbraunlehm]]. Der Stauhorizont mit durchgehenden Rostflecken liegt in 57 cm Tiefe. [[Reichraminger Hintergebirge]]]]&lt;br /&gt;
In der deutschen Bodensystematik wird der stauende [[Bodenhorizont|Horizont]] mit dem Horizontsymbol &amp;#039;&amp;#039;Sd&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, der darüberliegende Horizont, in dem das Stauwasser jahreszeitlich steht, mit dem Symbol &amp;#039;&amp;#039;Sw&amp;#039;&amp;#039;. Böden, die oberhalb von 40 cm einen S-Horizont aufweisen, werden als Pseudogley bezeichnet, halten die Stauwasserbedingungen im Jahr sehr lange an, spricht man von &amp;#039;&amp;#039;Stagnogleyen&amp;#039;&amp;#039;. In &amp;#039;&amp;#039;Haftpseudogleyen&amp;#039;&amp;#039; tritt Stauwasser ohne einen eigentlichen Stauhorizont, sondern allein aufgrund der Korngrößenverteilung und der von ihr bedingten Porengrößenverteilung auf. In der internationalen Bodenklassifikation [[World Reference Base for Soil Resources]] (WRB) gehören die Pseudogleye mit abrupter Tongehaltszunahme (also die meisten primären Pseudogleye) zu den [[Planosol]]s, die ohne eine solche abrupte Zunahme (also die meisten sekundären Pseudogleye) zu den [[Stagnosol]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Pseudogleye sind in Mitteleuropa weit verbreitet. Man findet sie sowohl im Tiefland als auch in den Mittelgebirgen. In den Moränenlandschaften sind sie typische Böden der [[Grundmoräne]]n. Man findet sie dort bevorzugt in den eher niederschlagsreichen und küstennahen Gebieten (z.&amp;amp;nbsp;B. Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern). Ebenfalls häufig sind sie auf den Hochflächen der Mittelgebirge, wo Tone, Ton- und Schluffsteine anstehen oder wo im [[Tertiär (Geologie)|Tertiär]] die tropische [[Verwitterung]] zu tonigem Ausgangsmaterial der [[holozän]]en Böden geführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wulf Amelung, [[Hans-Peter Blume]], Heiner Fleige, Rainer Horn, [[Ellen Kandeler]], [[Ingrid Kögel-Knabner]], Ruben Kretzschmar, [[Karl Stahr]], Berndt-Michael Wilke u. a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Fritz Scheffer|Scheffer]]/[[Paul Schachtschabel|Schachtschabel]] Lehrbuch der Bodenkunde.&amp;#039;&amp;#039; 17. Auflage. Springer Spektrum, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-662-55870-6.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Ziechmann, Ulrich Müller-Wegener: &amp;#039;&amp;#039;Bodenchemie.&amp;#039;&amp;#039; BI Wissenschaftsverlag, Mannheim/Wien/Zürich 1990, ISBN 978-3-411-03205-1.&lt;br /&gt;
* [[Günter Roeschmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Pseudogley-Tschernoseme und deren Übergangsbildungen zu Parabraunerden im Lößgebiet der Hildesheimer Börde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geologisches Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band 85, 1968, S. 841–860.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Ernst Leitgeb, Rainer Reiter, Michael Englisch, Peter Lüscher, Peter Schad, Karl Heinz Feger&lt;br /&gt;
   |Titel=Waldböden. Ein Bildatlas der wichtigsten Bodentypen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz&lt;br /&gt;
   |Verlag=Wiley-VCH Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Weinheim&lt;br /&gt;
   |Datum=2013&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-527-32713-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url= http://www.geo.unizh.ch/bodenkunde/ergaenzung/erg_pseudoverg.html | wayback= 20050315065321 | text=&amp;#039;&amp;#039;Erläuterungen zur Pseudovergleyung.&amp;#039;&amp;#039;}} Uni Zürich.&lt;br /&gt;
* [http://hypersoil.uni-muenster.de/0/04/07/07.htm Pseudogley auf der Seite der Uni Münster]&lt;br /&gt;
* [http://www.boden-des-jahres.de/ Boden-des-Jahres.de (Kuratorium Boden des Jahres)]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv| url=http://www.bodentypen.de/pseudogley/| wayback=20190914003125| text=www.bodentypen.de/pseudogley/}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Boden des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4176129-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodentyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SJuergen</name></author>
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