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	<title>Pseudo-Geber - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T18:18:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pseudo-Geber&amp;diff=807030&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-02-24T16:29:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|handelt von einer Gruppe Alchemisten. Für den Astronom und Mathematiker Geber Hispalensis siehe [[Dschabir ibn Aflah]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pseudo-Geber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnen heute Historiker mittelalterliche Autoren des 13. Jahrhunderts, die [[Alchemie|alchemistische]] lateinische Texte (bezeichnet als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geber latinus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) verfassten und deren Werke lange dem in arabischer Sprache schreibenden Gelehrten [[Dschābir ibn Hayyān|Dschābir (ibn Hayyān)]] (latinisiert &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;In der Literatur sind häufig die Begriffe Dschābir, Jabir, Gabir oder Geber in den Registern zu finden. Sie stehen im Zusammenhang mit der landestypischen Aussprache bzw. Schreibweise der Namen und nicht mit dem Vor- oder Nachnamen einer Person.&amp;lt;/ref&amp;gt;, auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Geber arabicus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haage&amp;quot;&amp;gt;Bernhard Dietrich Haage: &amp;#039;&amp;#039;Die Korpuskulartheorie bei Geber latinus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 12, 1994, S. 19–28; hier: S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;) aus dem 8. Jahrhundert zugeschrieben wurden. Die Texte wurden vermutlich von ihren Verfassern &amp;#039;&amp;#039;Dschābir&amp;#039;&amp;#039; untergeschoben, da unter diesem [[Pseudonym]] die hohe [[Autorität]] des Gelehrten ihren eigenen Auffassungen mehr Gewicht zuführte. Dabei profitierten die Autoren möglicherweise von einem damals vorhandenen Glauben an ein &amp;#039;&amp;#039;ursprünglich umfassendes Wissen&amp;#039;&amp;#039; ([[Goldenes Zeitalter]]), woraus ein hoher Wahrheitsgehalt (möglichst) alter Texte folge.&amp;lt;ref&amp;gt;Zbigniew Szydlo, in &amp;#039;&amp;#039;Alchemie: Lexikon einer hermetischen Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher sind die für die Entwicklung der Chemie wichtigen Texte &amp;#039;&amp;#039;keine&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung, sondern neue Texte des Mittelalters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wichtige Werk &amp;#039;&amp;#039;Summa perfectionis magisterii&amp;#039;&amp;#039; (Die höchste Vollendung des Meisterwerks) wurde vermutlich von einem italienischen Franziskaner namens &amp;#039;&amp;#039;Paulus von Tarento&amp;#039;&amp;#039; (Paulus de Tarento), auch als eigentlicher &amp;#039;&amp;#039;Geber latinus&amp;#039;&amp;#039; auffassbar&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haage&amp;quot; /&amp;gt;, verfasst, der aus [[Tarent]] stammte und im 13. Jahrhundert in [[Assisi]] wirkte. Inhaltlich wurde das Werk durch arabischschreibende Autoren wie dem Perser [[Rhazes]] (9. Jahrhundert) und dem Gelehrter [[Dschābir ibn Hayyān]] beeinflusst. In später gedruckten Ausgaben der &amp;#039;&amp;#039;Summa&amp;#039;&amp;#039;  wurde der Text durch vier weitere Werke ergänzt. In der Summa benutzt Pseudo-Geber auch die [[Atomismus|Atomlehre]] arabischsprachiger Autoren wie Rhazes. Die von Haage ausgemachten Quellen verweisen auf Kontakte zur [[Schule von Salerno]]. Eine Quelle war der &amp;#039;&amp;#039;Peri physeos anthropou&amp;#039;&amp;#039; von [[Nemesios von Emesa]] (von [[Alfanus von Salerno]]  übersetzt) und eine andere &amp;#039;&amp;#039;De effectibus qualitatum&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;De effectibus medicinarum&amp;#039;&amp;#039; von [[Urso von Salerno]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte &amp;#039;&amp;#039;De investigatione perfectionis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;De inventione perfectionis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;De fornacibus construendis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Testamentum&amp;#039;&amp;#039; sind weitere (spätere) Unterschiebungen, vermutlich anderer Autoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Summa&amp;#039;&amp;#039; beschreibt eine erste klare &amp;#039;&amp;#039;Nur-[[Quecksilber|Mercurius]]-Lehre&amp;#039;&amp;#039;, bei der die Eigenschaft von Stoffen, metallisch zu sein, auf [[Quecksilber]] zurückzuführen ist. Dies weicht von den damaligen Vorstellungen ab, bei denen auch [[Schwefel]] eine bedeutende Rolle für die metallischen Eigenschaften eines Stoffes haben sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Quecksilber und Schwefel haben hier nur wenig mit der heutigen Vorstellung von [[Chemisches Element|chemischen Elementen]] zu tun! Hier wird von einer Art Eigenschaftenkonzentrat zur Herstellung von Metallen mit bestimmter Eigenschaften gesprochen.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der &amp;#039;&amp;#039;Summa&amp;#039;&amp;#039; tritt der Schwefel nur noch als Verunreinigung auf. Quecksilber spielt hier die fundamentale Rolle zur Darstellung des [[Stein der Weisen|Steins der Weisen]] &amp;#039;&amp;#039;(lapis philosophorum)&amp;#039;&amp;#039; bzw. der [[Transmutation]] ([[Goldsynthese]]) und steht damit besonders im Widerspruch zu den historischen Quellen aus dem arabischen Raum. Der erste Teil &amp;#039;&amp;#039;Summa&amp;#039;&amp;#039; beschäftigt sich weder mit der für die Alchemie und Chemie wichtigen Entdeckung der [[Mineralsäuren]], noch mit der Darstellung von reinem [[Ethanol]] durch [[Destillation]]. Die Schrift ist kein fortlaufender Text, sondern vorsätzlich verstreut angeordnet und dient zur Verschleierung des Wissens.&amp;lt;ref&amp;gt;siehe [[Hermetik]], Synonym für die Alchemie als eine Geheimwissenschaft, bzw. der Geheimhaltungsethik der Alchemie.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Ergänzungen werden hingegen praxisnah verschiedene, unten aufgelistete, Arbeitstechniken beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neu sind auch zwei weitere Ideen in der Summa:&lt;br /&gt;
* Die Lehre der Ordnung oder Stärke der Mittel, mit denen Transmutationen erfolgen können, wobei Mittel erster Ordnung nur vorübergehenden und oberflächlichen Wandel erzeugen, solche zweiter Ordnung ändern nur eine Qualität des Stoffes wie Schwere oder Glanz und erst solche dritter Ordnung bewirken einen Wandel zum Beispiel unedler Metalle in Gold und Silber.&lt;br /&gt;
* Die Wirkung der Transmutations-Hilfsmittel hängt von deren Feinheit ab (je feiner, desto wirksamer), was mit einer Korpuskulartheorie der Materie erklärt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften der Pseudo-Geber waren sehr bedeutsam für die Entwicklung der Naturwissenschaften und wirkten bis hinein in das 17. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;William R. Newman, in &amp;#039;&amp;#039;Alchemie: Lexikon einer hermetischen Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039;, S. 146 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Arbeitstechniken:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Destillation&amp;#039;&amp;#039; als Technik, bei denen man etwas &amp;#039;&amp;#039;herabtropfen&amp;#039;&amp;#039; lässt. Zur Destillation zählten Techniken wie die&lt;br /&gt;
: [[Destillation]] entsprechend ihrer heutigen Bedeutung, die&lt;br /&gt;
: [[Dekantieren|Dekantation]] einer teilweise in Schmelze, Lösung oder Aufschlämmung befindlichen Stoffmischung und die&lt;br /&gt;
: [[Filtration (Trennverfahren)|Filtration]], bei der mit einem nach unten hängenden Tuch eine Flüssigkeit aus einer [[Suspension (Chemie)|Suspension]] „abgesaugt“ wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Sublimation (Physik)|Sublimation]] und [[Kalzination|Calcination]],&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Reinigungsverfahren für [[Gold]]&lt;br /&gt;
:[[Kupellation|Cupellation]], bei der Gold mit Blei geschmolzen wird. In einer [[Oxidation]]s-Reaktion bildet sich eine Schmelze des Goldes und [[Schlacke (Metallurgie)|Schlacke]] von Verunreinigungen.&lt;br /&gt;
:[[Zementation|Cementation]], bei der Gold bzw. eine seiner [[Legierung]]en flachgeschmiedet, in Schichten mit aggressiven [[Reaktant]]en bestrichen und anschließend erhitzt bzw. geglüht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor = [[William R. Newman]]: Geber&lt;br /&gt;
 |Hrsg = [[Claus Priesner]], [[Karin Figala]]&lt;br /&gt;
 |Titel = Alchemie: Lexikon einer hermetischen Wissenschaft&lt;br /&gt;
 |Verlag = Beck&lt;br /&gt;
 |Ort = München&lt;br /&gt;
 |Jahr = 1998&lt;br /&gt;
 |Seiten = 145–147&lt;br /&gt;
 |ISBN = 3406441068&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 |Autor = Wilhelm Strube &lt;br /&gt;
 |Titel = Der historische Weg der Chemie&lt;br /&gt;
 |Verlag = Aulis Verlag&lt;br /&gt;
 |Jahr = 1989&lt;br /&gt;
 |ISBN = 978-3761411803&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* [[Ernst Darmstaedter]] (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Die Alchemie des Geber&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1922, [https://archive.org/details/diealchemiedesge00jbiruoft Archive] (insbesondere &amp;#039;&amp;#039;Summa perfectionis&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* William R. Newman &amp;#039;&amp;#039;New light on the identity of Geber&amp;#039;&amp;#039;, Sudhoffs Archiv, Band 69, 1985, S. 76&lt;br /&gt;
* William R. Newman: The ‚Summa perfectionis‘ of Pseudo-Geber: A Critical Edition, Translation, and Study. Brill, Leiden [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1991 (= Collection des travaux de l’Académie Internationale d’Histoire des Sciences, 35), ISBN 90-04-09464-4&lt;br /&gt;
* [[Joachim Telle]]: Geber, [[Verfasserlexikon]], Band 2, 1980, S. 1105–1109, Band 11, 2004, Sp. 501&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.britannica.com/biography/Geber Geber (Spanish alchemist)]&amp;#039;&amp;#039; in [[Encyclopædia Britannica]]&lt;br /&gt;
* Bernhard Dietrich Haage: &amp;#039;&amp;#039;Die Korpuskulartheorie bei Geber latinus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger medizinhistorische Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 12, 1994, S. 19–28.&lt;br /&gt;
* [[Martin Plessner]]: &amp;#039;&amp;#039;Geber and Jabir ibn Hayyan: an authentic sixteenth century quotation from Jabir.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ambix.&amp;#039;&amp;#039; Band 16, 1969/1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=104150467|VIAF=76747809}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alchemist|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (13. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudepigraphie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personengruppe (Wissenschaft)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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