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	<title>Psalmodie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T14:25:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Psalmodie&amp;diff=48265&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Miediwo: /* Literatur */</title>
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		<updated>2025-08-04T20:24:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Psalm 1-IV. Ton.jpg|thumb|300px|[[Antiphon (Musik)|Antiphon ]] und Psalm-Melodie im IV. Ton zu Psalm&amp;amp;nbsp;1 aus dem röm.-kath. [[Gotteslob (1975)]]]]&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Psalmodie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird das Singen von [[Psalm]]en, [[Canticum (Bibel)|Cantica]] und anderen sakralen (zumeist [[Bibel]]-)Texten auf Basis bestimmter melodischer Formeln bezeichnet, das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Psallieren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in einem der &amp;#039;&amp;#039;[[Psalmton|Psalmtöne]]&amp;#039;&amp;#039;. Diese passen sich in ihren Wendungen dem Charakter der jeweils zugrunde liegenden [[Kirchentonart]]en an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprung und Vorbild hat die Psalmodie in der antiken [[Jüdische Musik|jüdischen Musik]]. Auf der Grundlage der Psalmodie entwickelten sich unter anderem die Gesangsformen des [[Gregorianischer Choral|Gregorianischen Chorals]], von dem sie neben [[Sequenz (Liturgie)|Sequenz]] und [[Jubilus]] eine Hauptform darstellt. Der Schwerpunkt der Psalmodie liegt auf Eigenschaften wie Textrezitation und Sprachmelodie. Der Dirigent gibt Zeichen, um Tonhöhenverlauf und Rhythmus anzugeben. Seit dem 9.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert notiert man die Noten in [[Neume]]n. Die Psalmodie ist [[syllabisch]] notiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Entwicklung der Psalmodie ==&lt;br /&gt;
Bis in das 8. Jahrhundert wurden Psalmverse reihum gesprochen oder gesungen. Daraus entwickelte sich die antiphonale bzw. [[Responsorium|responsoriale]] Singweise. Da die Psalmen nach der [[Regula Benedicti|Regel des Benedikt]] im Wochenrhythmus  wiederholt wurden, erschien jeweils ein anderer Vers als passend, die Lesungstexte des Tages theologisch auszuleuchten. Daraus entwickelte sich die [[Antiphon (Musik)|Antiphon]], ein Psalmvers, der zu Beginn, bisweilen zwischen den Psalmversen und vor und nach der [[Doxologie]] gesungen wird. Im Laufe der Zeit hat sich das Gepräge der Antiphon verselbstständigt, so dass spätestens ab der Mitte des 9. Jahrhunderts die Antiphon sowohl textlich wie auch melodisch eine eigenständige Gestalt angenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Psalmensingen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Antiphonale Toni Psalmorum VII &amp;amp; VIII.jpg|mini|Der VII. und der VIII. Psalmton im &amp;#039;&amp;#039;[[Antiphonale]] Romano-Seraphicum&amp;#039;&amp;#039; mit Übungstext, der übersetzt lautet: &amp;#039;&amp;#039;Der siebte/achte Ton beginnt so, wird so gebeugt, † und so in der Mitte abgeschlossen: * und so beendet.&amp;#039;&amp;#039; Für die &amp;#039;&amp;#039;Terminatio&amp;#039;&amp;#039; werden fünf bzw. drei &amp;#039;&amp;#039;Differentiae&amp;#039;&amp;#039; dargestellt.]]  &lt;br /&gt;
=== Verlauf der Psalmodie ===&lt;br /&gt;
Der Verlauf der Psalmodie eines Psalmverses ist: &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039; [[Inchoatio]]&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Initium&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Intonatio&amp;#039;&amp;#039; (Anfang) &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tenor&amp;#039;&amp;#039; ([[Rezitationston]], auch &amp;#039;&amp;#039;Repercussa&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tuba&amp;#039;&amp;#039; genannt)&lt;br /&gt;
* (Bei langen Versen: &amp;#039;&amp;#039;[[Flexa]]&amp;#039;&amp;#039; (Beugung), im Text gekennzeichnet durch das Zeichen † oder / oder auch +)&lt;br /&gt;
* (&amp;#039;&amp;#039;Tenor&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mediatio&amp;#039;&amp;#039; (Mittelkadenz, auch &amp;#039;&amp;#039;Mediante&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Pausa&amp;#039;&amp;#039; genannt) vor dem Zeichen * ([[Asteriskus (Psalmengebet)|Asteriskus]])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tenor&amp;#039;&amp;#039; &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Terminatio&amp;#039;&amp;#039; (Schlusswendung, Schlusskadenz, auch  &amp;#039;&amp;#039;Finalis&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Punctum&amp;#039;&amp;#039; genannt)&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Mediatio&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Terminatio&amp;#039;&amp;#039; werden zusammenfassend als &amp;#039;&amp;#039;Clausulae&amp;#039;&amp;#039; („Abschlüsse“) bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Liber Usualis]] Missae et Officii pro Dominicis et Festis.&amp;#039;&amp;#039; Parisii, Tornaci, Romae 1954, S. XV.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den tonartlichen Anschluss von der Psalmodie zur Antiphon zu ermöglichen, prägten sich für jeden Psalmton mehrere &amp;#039;&amp;#039;Differentiae&amp;#039;&amp;#039; bzw. [[Kadenz (Harmonielehre)|Schlusskadenzen]] aus; diese &amp;#039;&amp;#039;Differentiae&amp;#039;&amp;#039; waren zum Teil regional unterschiedlich, so dass für reisende Mönche bisweilen Aufstellungen über die vor Ort üblichen Differentiae (&amp;#039;&amp;#039;[[Tonar]]&amp;#039;&amp;#039;) bereitgehalten wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christoph Weyer |Titel=Zu 37rv im Codex Mscr. Dresd. A 199 – Paläographische und historische Untersuchung |Hrsg=Markus Uhl, Christoph Weyer |Sammelwerk=Erklingendes Wort: Festschrift zum 60. Geburtstag für Stefan Klöckner |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Vier Türme Verlag |Ort=Münsterschwarzach |Datum=2018 |ISBN=978-3-7365-0218-5 |Seiten=195-200}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zutreffende Tonfolge der &amp;#039;&amp;#039;Terminatio&amp;#039;&amp;#039; wurde in den Choralbüchern über den Vokalen der Schlussdoxologie ([[Gloria Patri]]) in abgekürzter Schreibweise dargestellt; die Buchstabenfolge &amp;#039;&amp;#039;E – u – o – u – a – e.&amp;#039;&amp;#039; stand für &amp;#039;&amp;#039;sae – cu – lo – rum. A – men.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Singweise im Chor ===&lt;br /&gt;
Für das gemeinschaftliche Psalmensingen im [[Stundengebet|Chorgebet]] entwickelte sich etwa ab dem 8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert eine besondere Singweise als Meditationsform, das [[Antiphon (Musik)#Antiphonie|antiphonale]] (wechselchörige) Singen. Eine Vorsängergruppe und die anderen Beter oder auch die auf der rechten und der linken Seite des Chorgestühls sitzenden Beter singen die Psalmverse abwechselnd. Nach dem Asteriscus in jedem Psalmvers wird eine Pause eingelegt, die Sänger atmen aus und setzen kurz ab; die zweite Hälfte des Verses wird mit neuem Atem gesungen. Nach deren Ende übernimmt die andere Sängergruppe ohne jede Pause und singt den nächsten Vers. Wenn nicht explizit anders angegeben, wird nach dem letzten Psalmvers die [[Dreifaltigkeit|trinitarische]] Doxologie „Ehre sei dem Vater und dem Sohn(e) * und dem Heiligen Geist(e), -- wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit * und in Ewigkeit. Amen.“ in der Art von zwei Psalmversen gesungen. Am Schluss des Psalms wird die Antiphon von allen wiederholt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Liborius Olaf Lumma]]: &amp;#039;&amp;#039;Liturgie im Rhythmus des Tages. Eine kurze Einführung in Geschichte und Praxis des Stundengebets.&amp;#039;&amp;#039; Pustet, Regensburg 2011, S. 84f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Corbinian Gindele: &amp;#039;&amp;#039;De disciplina psallendi&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Benediktinische Monatsschrift|Benediktinische Monatschrift]]&amp;#039;&amp;#039; 24 (1948), S. 475–477.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|psalmodieren}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4176113-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liturgischer Gesang]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stundengebet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gregorianischer Choral]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Miediwo</name></author>
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