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	<title>Prozess - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Prozess&amp;diff=1164927&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
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		<updated>2025-09-04T16:39:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prozess&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|procedere}}, „vorwärts gehen“) kann als ein [[Verlauf]], eine [[Entwicklung]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Prozess&amp;#039;&amp;#039;, Lemma in: Mackensen – &amp;#039;&amp;#039;Großes Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder ganz allgemein als ein [[System]] von [[Bewegung (Physik)|Bewegungen]] bezeichnet werden. Vergleichbare Begriffe sind auch „Hergang“, „Fortgang“, „Ablauf“ und „Vorgang“.&amp;lt;ref&amp;gt;Siegrid Radszuweit/Martha Spalier, &amp;#039;&amp;#039;Knaurs Wörterbuch der Synonyme&amp;#039;&amp;#039;, Lexikographisches Institut, München 1982. - Synonyme Begriffe siehe dort, außerdem „Verlauf“ und „Entwicklung“.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ursprüngliche Hauptbedeutung ist der [[Prozess (Recht)|Prozess als Rechtsbegriff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Prozess&amp;#039;&amp;#039; (Schreibung im 20. Jahrhundert &amp;#039;&amp;#039;Prozeß&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anmerkung&amp;quot;&amp;gt;Die [[Adelungsche s-Schreibung]] ist auch heute in vielen Belegstellen zu finden.&amp;lt;/ref&amp;gt; im 19. Jahrhundert häufig &amp;#039;&amp;#039;Process&amp;#039;&amp;#039;, etwas weniger häufig &amp;#039;&amp;#039;Proceß&amp;#039;&amp;#039;) ist in der spätmittelhochdeutschen Schreibung &amp;#039;&amp;#039;process&amp;#039;&amp;#039; und der Bedeutung „Erlass, gerichtliche Entscheidung“ im Deutschen seit dem 14. Jahrhundert belegt. Es wurde aus dem lateinischen &amp;#039;&amp;#039;processus&amp;#039;&amp;#039; („Fortgang, Fortschreiten“) entlehnt, das auf &amp;#039;&amp;#039;procedere&amp;#039;&amp;#039; („vorwärtsgehen, vorrücken, vortreten“) zurückgeht.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anmerkung&amp;quot;&amp;gt;Erstbelegung und lateinische Bedeutungen nach &amp;#039;&amp;#039;Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;, 24. Auflage, 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das lateinische &amp;#039;&amp;#039;procedere&amp;#039;&amp;#039; ist außerdem Ausgangspunkt für die Wörter [[Prozedur]] und [[Prozession]].&amp;lt;ref&amp;gt;Duden «Etymologie» – &amp;#039;&amp;#039;Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Dudenverlag, 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort kennzeichnete im Mittelalter ein Rechtsverfahren, insbesondere bei kirchlicher Rechtsprechung. Erst später erfolgte eine Verallgemeinerung zu „Verfahrensweise“, woraus die Bedeutung „Herstellungsverfahren medizinisch wirksamer Tinkturen“ entstand. Daraus entwickelte sich der [[Prozess (Chemie)|Prozessbegriff der Chemie]], und aus diesem der der Philosophie.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anmerkung&amp;quot;&amp;gt;Mittelalterliche Verwendung und Bedeutungsausdehnung nach &amp;#039;&amp;#039;Kluge Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;, 24. Auflage, 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Christoph Adelung]] betont an der Wende des 18. zum 19. Jahrhundert in seinem &amp;#039;&amp;#039;Grammatisch-kritischen Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart&amp;#039;&amp;#039;, dass sich Prozess auf „die Art und Weise, wie eine Sache behandelt wird“ beziehe. Er beschreibt ausschließlich die Bedeutung in der Chemie und als Rechtsgang.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anmerkung&amp;quot;&amp;gt;„&amp;#039;&amp;#039;Der Prozếß&amp;#039;&amp;#039;, […] Die Art und Weise, wie eine Sache behandelt wird; in welcher Bedeutung es besonders in der Chymie und After-Chymie üblich ist, wo man die vorgeschriebene Art und Weise, ein chymisches Product zur Wirklichkeit zu bringen, einen Prozeß zu nennen pflegt. 2.&amp;amp;nbsp;In engerer Bedeutung, die Art und Weise, nach welcher die vorkommenden Fälle vor Gericht abgehandelt werden. 1)&amp;amp;nbsp;Eigentlich, wo es die in den Gesetzen vorgeschriebene Ordnung ist, nach welcher die Rechtssachen verhandelt und zu Ende gebracht werden; der Rechtsgang.&amp;amp;nbsp;[…] 2)&amp;amp;nbsp;Figürlich, ein Streit vor Gericht selbst; ein Rechtsstreit, Rechtshandel.&amp;amp;nbsp;[…]“ Johann Christoph Adelung: &amp;#039;&amp;#039;Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart&amp;#039;&amp;#039;. Ausgabe letzter Hand, Leipzig 1793–1801; [http://www.zeno.org/Adelung-1793/A/Proze%C3%9F,+der zeno.org])&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellt der [[Brockhaus Enzyklopädie|Brockhaus]] in seiner Konversationslexikon-Ausgabe von 1911 die allgemeine Bedeutung von „Vorgang, Verlauf, Entwicklung“ einer Erwähnung der fachsprachlichen Bedeutung in Rechtswesen und Chemie voran.&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anmerkung&amp;quot;&amp;gt;{{Brockhaus-1911 |Lemma=Prozéß |Band=2 |Seite=464 |zenoID=20001469703}} „&amp;#039;&amp;#039;Prozéß&amp;#039;&amp;#039; (lat.), Vorgang, Verlauf, Entwicklung; im Rechtswesen der Rechtsgang, das gerichtliche Verfahren (Rechtsstreit),&amp;amp;nbsp;[…]; auch die gesetzlichen Regeln darüber und deren wissenschaftliche Darstellung (s.&amp;amp;nbsp;Strafprozeß, Zivilprozeß); in der Chemie, s.&amp;amp;nbsp;Chemische Prozesse.“&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazwischen liegt das 19. Jahrhundert, in welchem der Prozessbegriff insbesondere über die [[Naturphilosophie]] seine heutige Bedeutung erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
In den [[Naturwissenschaft|Natur-]] und [[Sozialwissenschaft]]en ist Prozess heute eine Bezeichnung für den gerichteten Ablauf eines Geschehens.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Prozeß&amp;#039;&amp;#039;; „Natur- und Sozialwissenschaften“. In: Jürgen Mittelstraß (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie&amp;#039;&amp;#039;. J.B. Metzler, Stuttgart 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt; In betrieblich-organisatorischem Zusammenhang werden Prozesse präzisierend als [[Arbeitsprozess (Betriebswirtschaft)|Arbeitsprozesse]], [[Geschäftsprozess]]e, [[Produktionsprozess]]e oder [[Wertschöpfungsprozess]]e bezeichnet. [[Prozess (Informatik)|Prozesse]] nennt man auch in Computersystemen ablaufende [[Computerprogramm|Programme]], die in der Regel Teile der [[Systemsoftware]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;[[deterministisch]]er Prozess&amp;#039;&amp;#039; ist ein Prozess, bei dem jeder Zustand [[kausal]] von anderen, vorherigen, abhängig ist und von diesen bestimmt wird. Ein &amp;#039;&amp;#039;[[stochastischer Prozess]]&amp;#039;&amp;#039; (Zufallsprozess) ist einer, bei dem ein Zustand aus anderen Zuständen nur mit einer gewissen [[Wahrscheinlichkeit]] folgt. Hier können nur [[statistisch]]e Gegebenheiten angenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herausbildung des heutigen Prozessbegriffs ==&lt;br /&gt;
In den Naturwissenschaften erfolgte im 19. Jahrhundert eine Hinwendung zu einer dynamisch-prozesshaften Betrachtungsweise, die eine statisch-klassifikatorische des 18. Jahrhunderts ablöste. So stand in der Chemie des 19. Jahrhunderts die Untersuchung chemischer Umsetzungsprozesse im Vordergrund, während bisher die Klassifikation von Substanzeigenschaften ein wichtiges Ziel war. In der Biologie beschäftigten sich [[Jean-Baptiste de Lamarck]] und [[Charles Darwin]] mit dem Prozess des Artenwandels und ergänzten insofern eine statische Artenklassifikation, wie sie [[Carl von Linné]] im 18. Jahrhundert aufgestellt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mittelstraß&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Prozeß&amp;#039;&amp;#039;. In: Jürgen Mittelstraß (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie&amp;#039;&amp;#039;. J.B. Metzler, Stuttgart 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[politische Philosophie]] beschäftigte sich im 19. Jahrhundert stärker mit der Analyse prozesshafter Wandlungen, beispielsweise bei [[Georg Wilhelm Friedrich Hegel]] und [[Karl Marx]]. Diese Betrachtungen lösten statische-geschichtslose Zustandsfiktionen ab, wie sie vorher beispielsweise von [[Thomas Hobbes]] und [[John Locke]] formuliert worden waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mittelstraß&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schelling und Schlegel ===&lt;br /&gt;
Ab Ende des [[18. Jahrhundert]]s erfuhr der chemische Prozessbegriff eine Ausdehnung auf viele Phänomene der Naturwissenschaften. Dabei wird Leben als selbsterhaltender und organisierter Prozess interpretiert. [[Friedrich Wilhelm Joseph Schelling]] (1775–1854) stellte die Begriffe „Prozeß“ und „[[Organisation]]“ als sich wechselseitig bedingend dar. Er bezog außerdem „[[Arbeit (Philosophie)|Arbeit]]“ und „[[Produkt (Wirtschaft)|Produkt]]“ beziehungsweise „[[Produktion]]“ als „Prozeß“ aufeinander. Bei [[Friedrich Schlegel]] (1772–1829) ist die Natur ein Prozess. Er ersetzt vorhandene Gegenstandsbereichsgrenzen der Wissenschaft (wie „mineralisch“, „vegetabilisch“) durch Begriffe wie „Produkt“, „Prozeß“ und „[[Element]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ritter&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Prozeß. 3. der allgemeine und geschichtsphilosophische Begriff&amp;#039;&amp;#039;. In: Joachim Ritter, Karlfried Gründer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]]&amp;#039;&amp;#039;. Schwabe, Basel 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Novalis ===&lt;br /&gt;
[[Novalis]] (1772–1801) versuchte sich an einer Theorie des „allgemeinen Prozeß“. Dort sollte erstmals nicht nur der etablierte Prozessbegriff der Chemie und der aktuelle aus der Naturphilosophie einfließen, sondern auch der ursprüngliche, juristische Begriff. In seiner allgemeinen Prozess-Theorie kann der juristische Prozess als die Zeugung eines Urteils aufgefasst werden. Novalis verwendet auch als Erster die Redewendung vom „Prozeß der Geschichte“. Dieser wird gleichsam als Verbrennungsprozess interpretiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ritter&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hegel ===&lt;br /&gt;
[[Georg Wilhelm Friedrich Hegel]] (1770–1831) übernahm zu Beginn des 19. Jahrhunderts den Prozessbegriff aus dem naturphilosophischen Diskurs der Zeit und dehnt dessen Bedeutungsrahmen weiter aus. So differenziert er zwischen einem „theoretischen Prozeß“, gemeint ist ein Prozess der sinnlichen Empfindung, und dem „praktischen Prozeß“. Hegel globalisierte und entspezifizierte den Begriff, indem er ihn mit „[[Bewegung (Physik)|Bewegung]]“ identifiziert. Schließlich bezieht er den Prozessbegriff auf sich selbst, spricht von der „Bewegung des Prozesses“ einerseits und dem „prozeßlosen Prozeß“ andererseits.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ritter&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anmerkung&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4436117-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gib Senf dazu!</name></author>
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