<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Provinz_Laibach</id>
	<title>Provinz Laibach - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Provinz_Laibach"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Provinz_Laibach&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T18:01:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Provinz_Laibach&amp;diff=1514335&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: linkfix</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Provinz_Laibach&amp;diff=1514335&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-03-24T10:20:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Provincia di Lubiana1941-1943.jpg|mini|Die italienische Provinz Laibach. Die deutsche Sprachinsel der [[Gottscheer]] ist grün umrandet.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Provinz Laibach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{itS|Provincia di Lubiana}}, {{slS|Ljubljanska pokrajina}}) bestand während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] als [[Italienische Provinzen|italienische Provinz]] auf dem Gebiet des besetzten [[Königreich Jugoslawien|Königreichs Jugoslawien]] von 1941 bis 1945, ab 1943 unter deutscher Kontrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Provinz Laibach umfasste einen Teil [[Slowenien]]s, und zwar [[Innerkrain]] (innerhalb der jugoslawischen Vorkriegsgrenzen), den Großteil [[Krain|Unterkrains]] sowie [[Ljubljana|Laibach]] mit Umgebung (bis zum Fluss [[Save]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im April 1941 von der italienischen Armee besetzte Gebiet wurde am 3. Mai 1941 dem Königreich Italien angeschlossen, was in den meisten Zeitungen der führenden slowenischen Parteien (Slowenische Volkspartei, Liberale Partei), insbesondere in &amp;#039;&amp;#039;Slovenec&amp;#039;&amp;#039; („der Slowene“) und &amp;#039;&amp;#039;Jutro&amp;#039;&amp;#039; („der Morgen“), offiziell begrüßt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Mai 1941 berief [[Benito Mussolini]] ein Beratungsgremium aus Vertretern der slowenischen Wirtschaft und Politik ein. Das Gremium hatte aber kein tatsächliches Mitspracherecht gegenüber der italienischen Verwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als die Deutschen ließen die Italiener in gewissem Umfang slowenisches Kulturleben und auch Verwaltungsstrukturen zu, so die [[Universität Ljubljana|Universität]], die [[Slowenische Akademie der Wissenschaften und Künste]], Schulen, Theater und Gerichte. Die Slowenen wurden nicht in die italienische Armee eingezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Grund suchten zwischen April und Juni 1941 mehrere zehntausend Slowenen aus den deutsch kontrollierten Gebieten ([[CdZ-Gebiet Kärnten und Krain]] sowie [[CdZ-Gebiet Untersteiermark]]), wo die Slowenen auch zum Dienst in der [[Wehrmacht]] gezwungen wurden, Zuflucht in der italienischen Provinz Laibach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verwaltung war zweisprachig, in den Schulen war Italienisch Pflichtfach, doch der slowenischsprachige Unterricht wurde ansonsten beibehalten. Die [[Italienischer Faschismus|Faschisten]] bauten außerdem Organisationsstrukturen in der Provinz auf, um ihren Einfluss auf die Bevölkerung zu festigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als andere italienische Provinzen wurde die Provinz Laibach durch einen von der Regierung in [[Rom]] ernannten Hochkommissar &amp;#039;&amp;#039;(Alto Commissario provinciale)&amp;#039;&amp;#039; regiert, der mehr Vollmachten als die [[Präfektur (Italien)|Präfekten]] &amp;#039;&amp;#039;(prefetti)&amp;#039;&amp;#039; der übrigen Provinzen hatte. Erster Hochkommissar war [[Emilio Grazioli]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1941 wurden folgende fünf Distrikte &amp;#039;&amp;#039;(distretti)&amp;#039;&amp;#039; geschaffen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ljubljana|Lubiana]] (Laibach) – Provinzhauptstadt, im Nordwesten der Provinz, 91.600 Einwohner&lt;br /&gt;
* [[Logatec|Longatico]] – im Westen der Provinz, 24.700 Einwohner&lt;br /&gt;
* [[Kočevje|Cocevie]] (Gottschee) – im Süden der Provinz, umfasste bis zu deren Umsiedlung die überwiegend [[sloweniendeutsche]] Bevölkerung der [[Gottscheer]]&lt;br /&gt;
* [[Črnomelj|Cernomeli]] – im Südosten der Provinz, 29.800 Einwohner&lt;br /&gt;
* [[Novo mesto]] – im Nordosten der Provinz, 81.400 Einwohner&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Distrikte wurden von Distriktkommissaren &amp;#039;&amp;#039;(Commissari distrettuali)&amp;#039;&amp;#039; geleitet, meist einheimischen Slowenen, entsprechend den Unterpräfekten &amp;#039;&amp;#039;(sottoprefetti)&amp;#039;&amp;#039; in anderen Provinzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Vorbild der [[Option in Südtirol]] schlossen am 31. August 1941 das faschistische Italien und das Deutsche Reich ein Abkommen zur Umsiedlung der [[Reichsdeutsche]]n und [[Volksdeutsche]]n aus der Provinz Laibach. Mit der Umsiedlung der Gottscheer wurde von Reichsführer-SS [[Heinrich Himmler]] vor Ort die „Amtliche Deutsche Umsiedlungsstelle“ betraut.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Lechner: &amp;#039;&amp;#039;Die Absiedlung der Schwachen in das „Dritte Reich“: Alte, kranke, pflegebedürftige und behinderte Südtiroler 1939–1945.&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs&amp;#039;&amp;#039;. Band 40). Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2016, ISBN 978-3-7030-0940-2, S. 30–31.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Umsiedlung in die von den Deutschen besetzte [[Untersteiermark]] begann am 23. Oktober 1941 und war Anfang Februar 1942 abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gottschee.de/Dateien/Umsiedlung/Web%20Deutsch/EWZ/ewzumsiedlung.htm |titel=Abschlußbericht der nationalsozialistischen Einwandererzentralstelle - EWZ über die Umsiedlung der Deutschen in der Gottschee und im Gebiet der Stadt Laibach, in das ethnisch bereinigte Umsiedlungsgebiet Ranner Dreieck – „Sawe-Sotla-Streifen“ 1941–42. |werk=gottschee.de |abruf=2025-03-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenarbeit mit der Besatzungsmacht wurde von der slowenischen Bevölkerung großenteils abgelehnt. Dies zeigte sich in der starken Unterstützung für die [[Partisan]]en der „Befreiungsfront“ &amp;#039;&amp;#039;([[Osvobodilna fronta]])&amp;#039;&amp;#039;. Dem Aufstieg der Partisanenbewegung folgte eine Zunahme der Repression durch die italienische Besatzungsmacht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.diecifebbraio.info/2012/01/ventinove-mesi-la-documentazione-fotografica/ Fotografien aus dem Buch von Giuseppe Piemontese: &amp;#039;&amp;#039;Ventinove mesi di occupazione nella provincia di Lubiana&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Verkündung des [[Waffenstillstand von Cassibile|Waffenstillstandes von Cassibile]] am 8. September 1943 wurde die Provinz durch die [[Wehrmacht]] besetzt. Die Deutschen übernahmen die Verwaltungsstruktur und ließen – anders als in Nordslowenien – auch die slowenische Sprache weiterhin zu. Die Provinz blieb formell bei Italien, stand aber als Teil der [[Operationszone Adriatisches Küstenland]] de facto vollständig unter deutscher Kontrolle. Der deutsche [[Reichsverteidigungskommissar]] der Operationszone Adriatisches Küstenland [[Friedrich Rainer]] betraute den ehemaligen jugoslawischen General und von den Italienern als [[Ljubljana|Laibacher]] Bürgermeister eingesetzten [[Leon Rupnik]] mit der Zivilverwaltung der Provinz Laibach, doch der Leiter des Polizeistabs, SS-General [[Erwin Rösener]], und [[Hermann Doujak]], Friedrich Rainers politischer Berater für die Provinz Laibach, übten die eigentliche Herrschaft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg der Partisanen wurde die Provinz Laibach am 9. Mai 1945 endgültig aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Wedekind: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Besatzungs- und Annexionspolitik in Norditalien 1943 bis 1945. Die Operationszonen „Alpenvorland“ und „Adriatisches Küstenland“&amp;#039;&amp;#039; (= Militärgeschichtliche Studien, Band 38). R. Oldenbourg Verlag, München 2003, ISBN 3-486-56650-4.&lt;br /&gt;
* Amedeo Osti Guerrazzi: &amp;#039;&amp;#039;„Schonungsloses Handeln gegen den bösartigen Feind“. Italienische Kriegsführung und Besatzungspraxis in Slowenien 1941/42.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 62, Nr. 4, 2014, S. 537–567. ([https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2014_4.pdf PDF])&lt;br /&gt;
* Klaus Schmieder: &amp;#039;&amp;#039;Partisanenkrieg in Jugoslawien 1941–1944.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg u.&amp;amp;nbsp;a. 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bpb.de/publikationen/1CK0OU,0,Sloweniens_historische_B%FCrde.html Joachim Hösler: &amp;#039;&amp;#039;Sloweniens historische Bürde&amp;#039;&amp;#039;, Bundeszentrale für politische Bildung, APuZ 46/2006]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Territorium (Jugoslawien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Faschismus (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Slowenien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
	</entry>
</feed>