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	<title>Provinz Hanau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ichigonokonoha am 23. Mai 2024 um 19:23 Uhr</title>
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		<updated>2024-05-23T19:23:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Provinz Hanau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (1848–1852 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bezirk Hanau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein [[Provinz|Verwaltungsbezirk für die innere Verwaltung]] auf der mittleren Ebene des [[Kurfürstentum Hessen|Kurfürstentums Hessen]]. Sie bestand von 1821 bis zur territorialen Neugliederung nach der [[Deutscher Krieg#Ausgang und Folgen|Annexion]] Kurhessens (am 23. Sept. 1866) durch [[Preußen]]. Dabei ging sie in dem neu gebildeten Regierungsbezirk Kassel (22. Feb. 1867) auf. Erst nach einem Jahr kamen die Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden zu dem neu gebildeten &amp;#039;&amp;#039;Oberpräsidial-Bezirk&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;„..., daß die Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden zu einem Oberpräsidial-Bezirke vereinigt werden sollen, welcher fortan den Namen „Provinz Hessen-Nassau“ führt“, (Nr.&amp;amp;nbsp;7264) &amp;#039;&amp;#039;Allerhöchster Erlass vom 7.&amp;amp;nbsp;Dezember 1868., betreffend die Bildung der Provinz Hessen-Nassau&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Preußische Gesetzessammlung|Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten]]&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang 1868, Nr.&amp;amp;nbsp;78, &amp;#039;&amp;#039;preuß&amp;#039;&amp;#039;GS 1868, S.&amp;amp;nbsp;1056&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Provinz Hessen-Nassau]] (1868).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Die Provinz lag räumlich am weitesten vom Kernland des Kurfürstentums entfernt und zog sich im [[Kinzig (Main)|Kinzigtal]] von [[Schlüchtern]] bis in die heutige Innenstadt von [[Frankfurt am Main]]. Dessen heutiger Stadtteil [[Frankfurt-Bockenheim|Bockenheim]] war nach [[Hanau]] der zweitgrößte Ort der Provinz. Sie grenzte nur im Nordosten an kurhessisches Gebiet, an die [[Provinz Fulda]]. Im Osten und Süden grenzte sie an das [[Königreich Bayern]], im Südwesten an die [[Großherzogtum Hessen|hessen-darmstädtische]] [[Provinz Starkenburg]], im Westen an die &amp;#039;&amp;#039;[[freie Stadt Frankfurt]]&amp;#039;&amp;#039;, das [[Herzogtum Nassau]], mit einer kleinen, unbewohnten Exklave im [[Taunus]] an [[Hessen-Homburg]], sowie im Nordwesten und Norden an die hessen-darmstädtische [[Oberhessen (Provinz Hessen-Darmstadt)|Provinz Oberhessen]]. [[Bad Nauheim|Nauheim]] (heute: Bad Nauheim) lag dort als kurhessische [[Exklave]] in hessen-darmstädtischem Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gliederung ===&lt;br /&gt;
Provinzhauptstadt war Hanau. Die Provinz war in vier [[Landkreis|Kreise]] eingeteilt:&lt;br /&gt;
* [[Landkreis Hanau|Kreis Hanau]]&lt;br /&gt;
* [[Kreis Gelnhausen]]&lt;br /&gt;
* [[Kreis Salmünster]] (wurde zum 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1830 wieder aufgelöst)&lt;br /&gt;
* [[Kreis Schlüchtern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Provinz wies folgende [[Justizamt|Justizämter]] (erstinstanzliche Gerichte) auf, die allerdings nichts mit der Provinzregierung oder -verwaltung zu tun hatten, da [[Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung|Justiz und Verwaltung seit 1821]] getrennt waren (auch organisatorisch):&lt;br /&gt;
* [[Amtsgericht Hanau|Justizamt Hanau]]&lt;br /&gt;
* [[Amtsgericht Bergen-Enkheim|Justizamt Bergen]]&lt;br /&gt;
* [[Justizamt Bockenheim]]&lt;br /&gt;
* [[Justizamt Nauheim]]&lt;br /&gt;
* [[Justizamt Praunheim]]&lt;br /&gt;
* [[Amtsgericht Windecken|Justizamt Windecken]]&lt;br /&gt;
* [[Amtsgericht Langenselbold|Justizamt Langenselbold]]&lt;br /&gt;
* [[Amtsgericht Gelnhausen|Justizamt Gelnhausen]]&lt;br /&gt;
* [[Justizamt Bieber]]&lt;br /&gt;
* [[Amtsgericht Birstein|Justizamt Birstein]]&lt;br /&gt;
* [[Justizamt Meerholz]]&lt;br /&gt;
* [[Amtsgericht Wächtersbach|Justizamt Wächtersbach]]&lt;br /&gt;
* [[Justizamt Schlüchtern]]&lt;br /&gt;
* [[Justizamt Ramholz]]&lt;br /&gt;
* [[Justizamt Romsthal]]&lt;br /&gt;
* [[Justizamt Salmünster]]&lt;br /&gt;
* [[Justizamt Schwarzenfels]]&lt;br /&gt;
* [[Justizamt Steinau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
Das Gebiet der Provinz umfasste im Wesentlichen das ehemalige [[Fürstentum Hanau]] und große Teile des nördlich der Kinzig liegenden Teils des vormaligen [[Fürstentum Isenburg (Rheinbund)|Fürstentums Isenburg]]. Im Zuge der [[Kurfürstentum Hessen#Verwaltungsgliederung|Verwaltungsreform des Kurfürstentums Hessen]] von 1821, nach dem Regierungsantritt von Kurfürst, [[Wilhelm II. (Hessen-Kassel)|Wilhelm II.]], wurde die innere Verwaltung und die Justiz des Landes getrennt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verordnung vom 29ten Juni 1821, die Umbildung der bisherigen Staatsverwaltung betreffend.&amp;#039;&amp;#039; In: Sammlung von Gesetzen, Verordnungen, Ausschreiben und anderen allgemeinen Verfügungen für Kurhessen vom Jahre 1821, Hof- und Waisenhaus-Druckerei, Cassel, &amp;#039;&amp;#039;kurhess&amp;#039;&amp;#039;GS [http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10510384-7 1821 S.&amp;amp;nbsp;29]–62; auch in: Wilhelm Möller und Karl Fuchs (Hrsg.): Sammlung der im Kurfürstenthum Hessen noch geltenden gesetzlichen Bestimmungen von 1813 bis 1860. Elwert’sche Universitäts-Buchhandlung, Marburg und Leipzig 1866, S.&amp;amp;nbsp;311–351&amp;lt;/ref&amp;gt; (in der Literatur häufig fälschlich als Organisations-&amp;#039;&amp;#039;Edict&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) neu gegliedert und die Verwaltung von der Justiz getrennt. Damit wurde die aus dem 18. Jahrhundert übernommene Verwaltungsstruktur Kurhessens abgelöst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurhessen wurde in vier Provinzen ([[Provinz Niederhessen|Niederhessen]], [[Oberhessen (Kurhessische Provinz)|Oberhessen]], [[Provinz Fulda|Fulda]] und Hanau) und 22 Kreise eingeteilt. Die kleinste der Provinzen (nach der Bevölkerungszahl von 1820) war die &amp;#039;&amp;#039;Provinz Hanau&amp;#039;&amp;#039; mit 83&amp;amp;nbsp;988 Einwohnern (zum Vergleich Niederhessen, die größte der Provinzen, hatte 281&amp;amp;nbsp;597, Oberhessen 100&amp;amp;nbsp;168 und Fulda 112&amp;amp;nbsp;748).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebietseintheilung betreffend.&amp;#039;&amp;#039; In: (Sammlung von Gesetzen, Verordnungen, Ausschreiben und anderen allgemeinen Verfügungen für die kurhessischen Staaten vom Jahre 1821, Hof- und Waisenhaus-Druckerei, Cassel) &amp;#039;&amp;#039;kurhess&amp;#039;&amp;#039;GS [http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10510384-7 1821, S. 76]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kreis Salmünster wurde zum 1.&amp;amp;nbsp;Januar 1830 wieder aufgelöst und der größte Teil in den Kreis Gelnhausen, der kleinere Teil dem Kreis Schlüchtern eingegliedert. Der Kreis Gelnhausen verlor dafür das [[Amt Langenselbold]] an den Kreis Hanau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1848 und die Folgen ===&lt;br /&gt;
Am 31.&amp;amp;nbsp;Oktober 1848 wurden im Zuge der [[Märzrevolution]] die kurhessischen Provinzen und Kreise abgeschafft. An ihre Stelle traten neun [[Bezirk (Kurfürstentum Hessen)|Bezirke]] sowie 21 Verwaltungsämter. Die Provinz Hanau wurde in den „Bezirk Hanau“ umgewandelt, der aber dieselben (seit 1830 nur noch drei) Kreise (jetzt: „Verwaltungsämter“ genannt) umfasste, wie vorher die Provinz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 15.&amp;amp;nbsp;September 1851 wurde dies im Rahmen der [[Reaktionsära|Reaktion]] des nun regierenden Kurfürsten [[Friedrich Wilhelm I. (Hessen-Kassel)|Friedrich Wilhelm]] wieder rückgängig gemacht und die Verwaltungsgliederung von 1821 wieder hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1866 und die Folgen ===&lt;br /&gt;
Im [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieg]] 1866 wurde das Kurfürstentum durch [[Königreich Preußen|Preußen]] besetzt und schließlich [[Annexion|annektiert]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gesetz, betreffend die Vereinigung des Königreichs Hannover, des Kurfürstenthums Hessen, des Herzogthums Nassau und der freien Stadt Frankfurt mit der Preußischen Monarchie&amp;#039;&amp;#039; vom 20. September 1866. In: Bekanntmachung Nr. 6406, &amp;#039;&amp;#039;Gesetz-Sammlung für die Königlichen Preußischen Staaten&amp;#039;&amp;#039; (Heft Nr. 47), &amp;#039;&amp;#039;preuß&amp;#039;&amp;#039;GS, S.&amp;amp;nbsp;555&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Für die annektierten Gebiete bedeutete das, dass sie 1868 eine Verwaltung nach preußischem Muster erhielten. Während die Kreise eine mit der preußischen Verwaltung kompatible Einheit darstellten und deshalb auch unverändert übernommen wurden, galt das für die kurhessischen Provinzen nicht. Diese wurden ersatzlos aufgehoben, die ehemals kurhessischen Kreise unmittelbar dem [[Regierungsbezirk Kassel|Regierungspräsidenten in Kassel]] unterstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Behördenspitze ==&lt;br /&gt;
Provinzialvorstände waren&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben nach Klein, S.&amp;amp;nbsp;105&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* (1814) 1821–1825 [[Wilhelm Isaak Borries]]&lt;br /&gt;
* 1825–1831 [[Karl Georg August Schönhals]]&lt;br /&gt;
* 1831 [[Franz Hugo Rieß von Scheurnschloß|George Franz Hugo Rieß]] (1832 als „von Scheurnschloß“ geadelt)&lt;br /&gt;
* 1831–1832 [[Ludwig Georg Wilhelm Karl von Baumbach]]&lt;br /&gt;
* 1832–1834 [[Karl Emil Philipp von Hanstein]]&lt;br /&gt;
* 1835–1846 [[Philipp Friedrich Karl Lotz]]&lt;br /&gt;
* 1846–1848 [[Karl Wilhelm Robert]]&lt;br /&gt;
* 1848 [[Christian Rommel]]&lt;br /&gt;
* 1848–1850: [[Karl Cornelius Rothe]] (Bezirksdirektor)&lt;br /&gt;
* 1850–1865: [[Karl Wilhelm Ferdinand Harbordt]] (1850–1851: Bezirksdirektor)&lt;br /&gt;
* 1865 [[Heinrich Wachs (Jurist)|Heinrich Wachs]]&lt;br /&gt;
* 1866–1867 [[Wilhelm Schenck zu Schweinsberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenswert ==&lt;br /&gt;
Durch die [[Gebietsreform in Hessen]] wurden mit Wirkung vom 1.&amp;amp;nbsp;Juli 1974 die (inzwischen) kreisfreie Stadt Hanau und der Landkreis Hanau und die Kreise Gelnhausen und Schlüchtern zum neuen [[Main-Kinzig-Kreis]] zusammengeschlossen, der annähernd dasselbe Gebiet umfasst wie die ehemalige Provinz Hanau (außer den im Gebiet der heutigen Stadt Frankfurt am Main gelegenen ehemals hanauischen Gebiete und der ehemaligen Gemeinde [[Uttrichshausen]] im Osten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Thomas Klein (Historiker)|Thomas Klein]]: &amp;#039;&amp;#039;Hessen-Nassau&amp;#039;&amp;#039;. Band 11 der Reihe: [[Walther Hubatsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945.&amp;#039;&amp;#039; 1979, ISBN 3-87969-126-6.&lt;br /&gt;
* {{Brockhaus-1837 |Lemma=Hanau |Band=2 |Seite=322 |zenoID=20000831891}}&lt;br /&gt;
* {{Pierer-1857 |Lemma=Hanau |BK-Nummer=2 |Band=7 |Seite=922 |zenoID=2001007435X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bezirk (Kurfürstentum Hessen)|Hanau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Rhein-Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Verwaltungsgliederung (Kurfürstentum Hessen)|Hanau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Hanaus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Verwaltungseinheit (Main-Kinzig-Kreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grafschaft Hanau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ichigonokonoha</name></author>
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