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	<title>Proviant-Magazin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T19:29:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Proviant-Magazin&amp;diff=622034&amp;oldid=prev</id>
		<title>2003:E1:1726:D00:18BB:64FF:FED6:E11E am 14. Juli 2024 um 14:40 Uhr</title>
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		<updated>2024-07-14T14:40:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Proviant-Magazin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Körnermagazin&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein großer Gebäudetyp zur [[Lagerhaltung|Lagerung]] von Lebensmitteln, der oft Bestandteil von [[Festung]]sanlagen und beschusssicher gebaut war. Die Magazine wurden hauptsächlich zur Lagerung von [[Proviant]]material für das [[Militär]] genutzt. In erster Linie für [[Getreide]], aus diesem Grunde befand sich auch meist in unmittelbarer Nähe oder im Gebäude selbst eine [[Heeresbäckerei]]. Die Verwaltung unterlag in Deutschland dem &amp;#039;&amp;#039;Proviant-Amt&amp;#039;&amp;#039;, diese Bezeichnung ging auf die Gebäudegruppe selbst über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Magazine wurden bis ins 19. Jahrhundert massiv aus Stein erbaut, die Wände an der schwächsten Stelle noch mindestens einen Meter dick. Selbst die Dachstühle und Decken wurden als steinerne [[Gewölbe]] errichtet, um möglichen [[Artillerie]]-[[Bombardement]]s standzuhalten und um die Brandgefahr auszuschließen, die bei Verwendung von Holz entstanden wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen eigens errichteten Gebäuden wurden in manchen Festungen auch ältere Bauten, die eigentlich für andere Zwecke errichtet worden waren, als Proviant-Magazin umfunktioniert. Im Rheinland fanden Anfang des 19. Jahrhunderts etwa ehemalige Klöster (die im Zuge der [[Säkularisation]] aufgehoben worden waren) so eine neue Verwendung, beispielsweise die [[Deutschordenskommende Koblenz]], die das Proviantmagazin der [[Festung Koblenz]] aufnahm. Umgenutzte Bauten entsprachen jedoch nicht den oben genannten Kriterien und wurden daher später oft durch entsprechende Neubauten ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proviantamt in Berlin ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Heeresbaeckerei 1.jpg|mini|Die Heeresbäckerei Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Magazinvivre.jpg|mini|Proviant-Magazin in Metz]]&lt;br /&gt;
Die [[Heeresbäckerei]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09031093|Eintrag Denkmalliste Berlin: Heeresbäckerei an der Köpenicker Straße}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Berlin]] ist Teil des &amp;#039;&amp;#039;Königlichen Preußischen Proviantamts&amp;#039;&amp;#039; in der damaligen [[Luisenstadt]], heute [[Berlin-Kreuzberg]]. 1805 wurde die Heeresbäckerei auf dem Grundstück nordöstlich der Kreuzung Köpenicker Straße/Brommystraße an der Spree erbaut und war damit gut mit Schiffen, dem damaligen [[Transportmittel|Haupttransportmittel]], zu erreichen. Im Jahr 1850 wurde das Berliner Proviantamt mit der Heeresbäckerei an die sogenannte [[Berliner Verbindungsbahn|Verbindungsbahn]] angeschlossen, die eine erste Verbindung zwischen den Berliner Kopfbahnhöfen herstellte. Hierfür musste unmittelbar neben dem Proviantamt eine Brücke über die Spree errichtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1890 erfolgten umfangreiche Erweiterungen und Baumaßnahmen auf diesem Gelände. Zur Gebäudegruppe des Proviantamts gehörten die Heeresbäckerei mit [[Speicher]] (1890–1893), ein großes und ein kleines Beamtenwohnhaus (1889–1891 und 1890–1891), ein Wirtschaftsgebäude (1888–1891) und eine [[Mühle]]. Bis auf die Mühle sind diese Gebäude heute noch erhalten und stehen inzwischen unter Denkmalschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heeresbäckerei hat eine repräsentative [[Fassade]], das Sichtmauerwerk ist aus gelblichen Klinkern gebaut, ähnlich dem [[Greppiner Klinker]]. &amp;lt;!-- vielleicht sogar von den Greppiner Werken geliefert, aber derzeit nicht belegbar --&amp;gt; Die umbaute Fläche umfasst insgesamt ca. 9300&amp;amp;nbsp;m² und ist im Bereich der Heeresbäckerei mit preußischen Kappendecken und gusseisernen Stützen ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls zum Berliner Proviantamt gehörten zwei große, rot verklinkerte Speichergebäude an der Ringbahnstraße in Tempelhof: das Körnermagazin (Schöneberger Straße 14) von 1888 bis 1891 und der Haferspeicher von 1894 bis 1895. Diese Gebäude wurden in den 1920er Jahren von der Reichspost übernommen, die von hier aus mit der Entwicklung des Fernsehens begann. Die Gebäude sind noch heute erhalten und wurden in die Landesdenkmalliste aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09055126|Eintrag Denkmalliste Berlin: Speichergebäude an der Ringbahnstraße}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proviant-Magazin in Mainz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Proviantamt Mainz.jpg|mini|hochkant|links|Proviant-Magazin in [[Mainz]]]]&lt;br /&gt;
Das Proviantmagazin&amp;lt;ref&amp;gt;Neumann, Hans-Rudolf: Die Bundesfestung Mainz 1814-1866. Entwicklung und Wandlungen. Von der Blockhausfortifikation zum Steinernen Bollwerk Teutschlands. (= Ing.-Diss. TU Berlin); Berlin / Mainz / Gensingen 1986. Vgl. hierzu Kapitel 5.2.16.15., S. 282–289.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mainz.de/tourismus/sehenswertes/proviant-magazin.php Historisches Mainz: Das Proviant-Magazin] auf den Seiten der Stadt Mainz&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.festung-mainz.de/festung/proviantmagazin.html Das Proviant-Magazin auf den Seiten über die Festung Mainz]&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Festung Mainz]] (Lage: {{Coordinate|text=/|NS=49/59/57/N|EW=8/15/54/E|type=landmark|region=DE-RP|name=Proviantmagazin der Festung Mainz}}) wurde von 1863 bis 1867, in den Zeiten des [[Deutscher Bund|Deutschen Bundes]], aus [[Sandstein]] erbaut und hat sieben Stockwerke. Das Gebäude gehört zu den ganz wenigen historischen Gebäuden, die die [[Luftangriffe auf Mainz]] fast unbeschadet überstanden haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach langem Leerstand wurde das Gebäude 1966 renoviert, und es wurde über neue Nutzungsmöglichkeiten nachgedacht. Seit 2004 entstanden dort durch die [[Wohnbau Mainz]] Eigentumswohnungen. Des Weiteren befindet sich heute ein [[Mainzer Fastnachtsmuseum|Fastnachtsmuseum]] und das [[Deutsches Kabarettarchiv|Deutsche Kabarettarchiv]] im Proviant-Magazin Mainz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesem Proviant-Magazin gibt es auch noch das [[Neues Proviantamt (Mainz)|Neue Proviantamt]] in der [[Mainz-Neustadt|Mainzer Neustadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Geschichte der Stadt Mainz|Armee-Konservenfabrik}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proviant-Magazin in Metz ==&lt;br /&gt;
Das Proviant-Magazin in [[Metz]] ist der letzte Überrest der [[Zitadelle Metz|Zitadelle]] der [[Festung Metz]], die um 1556 durch [[François de Scépeaux, comte de Durtal]], zum Schutz der 1552 durch [[Heinrich II. (Frankreich)|König Henri II]] annektierten Stadt erbaut wurde. Um 2000 wurde es in ein Luxushotel &amp;#039;&amp;#039;Hôtel La Citadelle&amp;#039;&amp;#039; umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proviant-Magazin in Minden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MI - Proviant Magazin 2.jpg|mini|[[Proviant-Magazin Minden]]]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Proviant-Magazin Minden}}&lt;br /&gt;
Das vierstöckige, neoromanische Proviant-Magazin in [[Minden]] (von den Mindenern auch &amp;#039;&amp;#039;Körnermagazin&amp;#039;&amp;#039; genannt) wurde von 1835 bis 1836 als Teil der [[Festung Minden]] erbaut und umfasst 3.360 Quadratmeter. In den letzten Kämpfen um Minden im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde es von deutschen Truppen angesteckt, als diese das linke Weserufer verließen. Es brannte aus und war 30 Jahre eine Ruine. Seit 1975 beherbergt es eine Schule, das Weser-Kolleg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Proviantamt in Potsdam ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Potsdam Körnermagazin.jpg|mini|Potsdamer Körnermagazin]]&lt;br /&gt;
[[Ludwig Persius]] entwarf 1842/43 das Körnermagazin auf dem Gelände des Proviantamtes (in Potsdam, Leipziger Str. 7/8). Das Gelände ist in der DDR-Zeit vom [[Mühlenkombinat]] benutzt worden. &amp;lt;!-- Die Gebäude sind dort jetzt alle ohne Funktion und sind Unfallgesichert. Die Stadt [[Potsdam]] bemüht sich um eine [[Nachnutzung]] des zentralen Geländes in Bahnhofsnähe. Das bedeutet auch, dass die Erhaltung des Körnermagazins bedroht ist. AKTUALITÄT?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Proviant-Magazine ==&lt;br /&gt;
* Das [[Schillstraße 39 (Stralsund)|Proviantmagazin]] in Stralsund wurde während der schwedischen Eroberung errichtet&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Körnermagazin&amp;#039;&amp;#039; der [[Festung Rastatt]] wurde 2001–2002 zu einer Wohnanlage umgebaut.&lt;br /&gt;
* [[Reutlingen]]: gebaut 1936 – abgerissen Januar 2004&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.wernerfrueh.de/provamt.htm |wayback= 20040831232310 |text=Proviant-Amt Reutlingen (abgerissen)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das [[Körnermagazin (Ingolstadt)|Körnermagazin]] in Ingolstadt.&lt;br /&gt;
* [[Preußisches Proviant- und Fourageamt Magdeburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Vorschrift H.Dv. 330, Proviantamts-Ordnung (P.A.O.), 1897&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärlogistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Speichergebäude)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Einrichtung]]&lt;/div&gt;</summary>
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