<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Protow%C3%B6rter</id>
	<title>Protowörter - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Protow%C3%B6rter"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Protow%C3%B6rter&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T02:28:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Protow%C3%B6rter&amp;diff=1244173&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Anpassung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Protow%C3%B6rter&amp;diff=1244173&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-10T10:34:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anpassung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Protowörter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Quasiwörter&amp;#039;&amp;#039;, [[Englische Sprache|engl.]] auch &amp;#039;&amp;#039;sensori-motor morphemes&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;phonetically consistent forms&amp;#039;&amp;#039;, abgekürzt &amp;#039;&amp;#039;PCF&amp;#039;&amp;#039;) sind wortähnliche Eigenschöpfungen der [[Kindersprache]], [[Phonetik|phonetisch]] konsistente, aber [[Idiosynkrasie|idiosynkratische]] Vokalisierungen, die nicht aus einem Wort der Zielsprache (Erwachsenensprache) abzuleiten sind, aber im Unterschied zu [[Lallwort|Lallwörtern]] der einfachsten Art außer ihrer konsistenten Lautform auch bereits eine konstante, in gleichartigen Situationen gleichartig wiederkehrende [[Bedeutung]] besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sind gebunden an bestimmte [[Kontext (Sprachwissenschaft)|Kontexte]], und ihre Bedeutung besteht in dem [[Referenz (Linguistik)|referentiellen]] Bezug auf den jeweiligen Kontext. Beispiele: ein Schnapplaut wie &amp;#039;&amp;#039;/ha/&amp;#039;&amp;#039; mit Bezug auf gereichte Nahrung, oder ein langgezogenes &amp;#039;&amp;#039;/m/&amp;#039;&amp;#039;, das sich [[Onomatopoesie|onomatopoetisch]] auf ein vorbeifahrendes Auto bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Protowörter werden normalerweise ab dem neunten Monat gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dümig&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sascha Dümig |Titel=Dreidimensionale Phonologie und der Erwerb von Protowörtern |Online=https://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/47167 |Abruf=2020-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; kritisiert, dass Protowörter in gängigen Ansätzen als phonetische Ganzheiten angesehen werden, die man nicht linguistisch analysieren könne. Im Gegensatz dazu geht er von einer Kontinuität im Spracherwerb aus, so dass Protowörter von Beginn an eindeutig [[Phonologie|phonologische]] Repräsentationen darstellen. Analog zu Wortneubildungen bei Jargon-Aphasie, einer Unterart der [[Wernicke-Aphasie]], zeigen sich überprüfbare Regularitäten. So werden z.&amp;amp;nbsp;B. vornehmlich nicht-komplexe Silben produziert, meist mit [[Plosiv]]en im [[Onset]] und [[Vokal]] (wie z.&amp;amp;nbsp;B. /da.da/). Nach Maßgabe solcher Erkenntnisse kann man die Produktion solcher zufälligen, nicht-komplexen Silben auf einen eigenen kognitiven Mechanismus zurückführen, den Hugh W. Buckingham&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hugh W. Buckingham |Titel=Abstruse neologisms, retrieval deficits and the random generator |Hrsg= |Sammelwerk=Journal of Neurolinguistics |Band=5 |Nummer=2–3 |Datum=1990-01 |ISSN=0911-6044 |DOI=10.1016/0911-6044(90)90012-N |Seiten=215–235}}&amp;lt;/ref&amp;gt; als Random Generator bezeichnet hat. Dieser wäre demnach im sehr frühen Spracherwerb aktiv, wenn noch keine Zielwörter im [[Mentales Lexikon|mentalen Lexikon]] eingespeichert sind oder nach Hirnschädigung, wenn der Zugang zum aktiven Wortschatz blockiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Sascha Dümig: Dreidimensionale Phonologie und der Erwerb von Protowörtern. Dissertation. [https://publikationen.ub.uni-frankfurt.de/frontdoor/index/index/docId/47167 online]&lt;br /&gt;
* Erika Hoff-Ginsberg: &amp;#039;&amp;#039;Landmarks in Children&amp;#039;s Language Development.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhard Blanken u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Linguistic Disorders and Pathologies: An International Handbook.&amp;#039;&amp;#039; (= Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft. 8). Niemeyer, Tübingen 1993, ISBN 3-11-011324-4, S. 558–573, S. 559.&lt;br /&gt;
* Christina Kauschke: &amp;#039;&amp;#039;Der Erwerb des frühkindlichen Lexikons. Eine empirische Studie zur Entwicklung des Wortschatzes im Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; (= Tübinger Beiträge zur Linguistik, Serie A: Language Development. 27). Narr, Tübingen 2000, ISBN 3-8233-4724-1, S. 10f.&lt;br /&gt;
* Thorsten Piske: &amp;#039;&amp;#039;Artikulatorische Muster im frühen Laut- und Lexikonerwerb.&amp;#039;&amp;#039; Narr, Tübingen 2001, ISBN 3-8233-4725-X, S. 28.&lt;br /&gt;
* Claudia Schlesiger: &amp;#039;&amp;#039;Sprachtherapeutische Frühintervention für Late Talkers.&amp;#039;&amp;#039; Schulz Kirchner Verlag, Idstein 2009, ISBN 978-3-8248-0752-9, S. 31f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Annette Leßmöllmann: [https://www.zeit.de/zeit-wissen/2006/01/Spacherwerb_Titel.xml &amp;#039;&amp;#039;Raus mit der Sprache!&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit|Zeit Wissen]].&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 2/2006.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Protoworter}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entwicklungspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psycholinguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
	</entry>
</feed>