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	<title>Protestwähler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T19:30:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Protestw%C3%A4hler&amp;diff=2482880&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hlambert63: Änderung 249386150 von Wikedit 60 rückgängig gemacht; Link zwar wieder eingesetzt, aber diesmal zu dem Dieter Roth, der hier wohl gemeint ist</title>
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		<updated>2024-10-13T12:12:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/249386150&quot; title=&quot;Spezial:Diff/249386150&quot;&gt;249386150&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Wikedit_60&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Wikedit 60&quot;&gt;Wikedit 60&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Link zwar wieder eingesetzt, aber diesmal zu dem Dieter Roth, der hier wohl gemeint ist&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Protestwahl.webm|mini|Video: Protestwahl]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Protestwähler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden solche Wähler bezeichnet, deren Stimmabgabe aus einer politischen Unzufriedenheit heraus als Zeichen des Protestes abgegeben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Phänomen des Protestwählers ist methodisch schwer zu fassen, da der Protest nicht artikuliert wird und deshalb nur indirekt aus einer [[Wahlanalyse]] erschlossen werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Huth 170&amp;quot;&amp;gt;Iris Huth: &amp;#039;&amp;#039;Politische Verdrossenheit. Erscheinungsformen und Ursachen als Herausforderungen für das politische System und die politische Kultur der Bundesrepublik Deutschland im 21. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation Universität Münster 2003, LIT Verlag, Münster 2004, (Politik und Partizipation 3), S. 170.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei bleibt zunächst unklar, ob die Wahlentscheidung des Bürgers für Parteien am linken oder rechten Rand des [[Politisches Spektrum|Parteienspektrums]] aus Protest oder aus Überzeugung geschah.&amp;lt;ref&amp;gt;Iris Huth: &amp;#039;&amp;#039;Politische Verdrossenheit. Erscheinungsformen und Ursachen als Herausforderungen für das politische System und die politische Kultur der Bundesrepublik Deutschland im 21. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation Universität Münster 2003, LIT Verlag, Münster 2004, (Politik und Partizipation 3), S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Wahlentscheidung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Protestwähler gelten nach herkömmlicher Meinung als mehrheitlich nicht ideologisch festgelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alemann 247&amp;quot;&amp;gt;[[Ulrich von Alemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, VS Verlag, Wiesbaden 2010, S. 247.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Wahlpräferenz schwanke zwischen [[Linkspopulismus|links-]] und [[Rechtspopulismus|rechtspopulistischen]] Parteien sowie der [[Nichtwähler|Nichtwahl]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alemann 247&amp;quot; /&amp;gt; Dementsprechend werden unter den Protestwählern viele [[Wechselwähler]] verortet. Umstritten ist, inwieweit Wähler der [[Bündnis 90/Die Grünen|Grünen]] in den 1980er Jahren, der [[Die Linke|PDS/Linken]] oder der [[Piratenpartei Deutschland|Piratenpartei]] als Protestwähler zu bezeichnen sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Huth 170&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Franz Urban Pappi]] beschrieb den [[Wählertypologie|Typus]] des rationalen Protestwählers. Dieser steht in der Regel eher den [[Volkspartei (Deutschland)|Volksparteien]] näher, wählt aber eine kleine [[Radikalismus|radikale]] Partei, die keine realistische Machtaussicht hat, um die großen Parteien zu einer Änderung ihrer Politik zu zwingen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Roth (Politikwissenschaftler)|Dieter Roth]]: &amp;#039;&amp;#039;Empirische Wahlforschung. Ursprung, Theorien, Instrumente und Methoden&amp;#039;&amp;#039;, Gabler Wissenschaftsverlage 2008, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nichtwahl kann eine abgeschwächte Variante dieser Haltung sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Detaillierte Befragungen über die Motive und Absichten von Wählern ergaben, dass die meisten Wähler von Parteien an den Rändern des Parteiensystems durchaus eine gewisse Parteibindung aufweisen oder die Partei aufgrund bestimmter [[Politikfeld]]er wählen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Wenzel, Hans Rattinger: &amp;#039;&amp;#039;Nichtwähler und Protestwähler – Eine strategische Größe des Parteiensystems?&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Parteiensystem. Perspektiven für das 21. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von [[Hans Zehetmair]], VS Verlag, Wiesbaden 2004, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weniger als ein Drittel der Befragten gab dagegen Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien und deren [[Spitzenkandidat]]en als Grund seiner Wahlentscheidung an.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Wenzel, Hans Rattinger: &amp;#039;&amp;#039;Nichtwähler und Protestwähler – Eine strategische Größe des Parteiensystems?&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Parteiensystem. Perspektiven für das 21. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von [[Hans Zehetmair]], VS Verlag, Wiesbaden 2004, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wähler von [[Kleinpartei]]en, auch von solchen an den Rändern, generell als Protestwähler einzustufen, ist demnach zu undifferenziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Wenzel, Hans Rattinger: &amp;#039;&amp;#039;Nichtwähler und Protestwähler – Eine strategische Größe des Parteiensystems?&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Parteiensystem. Perspektiven für das 21. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von [[Hans Zehetmair]], VS Verlag, Wiesbaden 2004, S. 37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je bedeutender eine Wahl ist, desto geringer fallen tendenziell die Anteile der Protestwähler aus. So gelang bis zur Wahl 2017 noch nie bei einer [[Bundestagswahl]] einer rechtsradikalen oder rechtsextremen Partei der Sprung über die [[Fünf-Prozent-Hürde]], während bei [[Ergebnisse der Landtagswahlen in der Bundesrepublik Deutschland|Landtagswahlen]] mehrfach der Einzug in die Parlamente gelang ([[Nationaldemokratische Partei Deutschlands|NPD]], [[Die Republikaner|REP]], [[Deutsche Volksunion|DVU]]). Als Ursache wird ein höherer Respekt vor solchen Wahlen angenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Huth 170&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eva Wenzel, [[Hans Rattinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Nichtwähler und Protestwähler – Eine strategische Größe des Parteiensystems?&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Parteiensystem. Perspektiven für das 21. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von [[Hans Zehetmair]], VS Verlag, Wiesbaden 2004, S. 28–44.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Protestwahler}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahlforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demokratie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Politik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hlambert63</name></author>
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