<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Protestation_zu_Speyer</id>
	<title>Protestation zu Speyer - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Protestation_zu_Speyer"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Protestation_zu_Speyer&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T03:31:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Protestation_zu_Speyer&amp;diff=72714&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gustav von Aschenbach: Änderungen von 84.131.174.153 (Diskussion) auf die letzte Version von AlMa77 zurückgesetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Protestation_zu_Speyer&amp;diff=72714&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-04-29T08:08:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/84.131.174.153&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/84.131.174.153&quot;&gt;84.131.174.153&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:84.131.174.153&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:84.131.174.153 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:AlMa77&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:AlMa77 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;AlMa77&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedaechtniskirche Speyer Sued.jpg|mini|hochkant|Die [[Gedächtniskirche (Speyer)|Gedächtniskirche]] zur Erinnerung an die Protestation zu Speyer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Protestierende-Speyer Worms Lutherdenkmal (37a).jpg|mini|hochkant|Allegorie &amp;#039;&amp;#039;Die protestierende Speyer&amp;#039;&amp;#039;, Teil des Lutherdenkmals in Worms]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann von Sachsen Speyer.jpg|mini|hochkant|Kurfürst [[Johann der Beständige|Johann von Sachsen]] (mit der Protestationsschrift in der Hand) auf einem Fenster der Gedächtniskirche]]&lt;br /&gt;
Am [[19. April]] [[1529]] trafen sich auf dem [[Reichstage zu Speyer|Reichstag zu Speyer]] sechs Fürsten und die Bevollmächtigten von vierzehn [[Freie und Reichsstädte|Reichsstädten]] als Vertreter der evangelischen [[Minderheit]], um gegen die Verhängung der [[Reichsacht]] über [[Martin Luther]] sowie die Ächtung seiner Schriften und Lehre zu protestieren und um die Möglichkeit der ungehinderten Ausbreitung des evangelischen Glaubens zu fordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlass ==&lt;br /&gt;
Acht Jahre zuvor, auf dem [[Reichstag zu Worms (1521)|Reichstag zu Worms 1521]], war die Lektüre und Verbreitung von Luthers Schriften verboten ([[Wormser Edikt]]) und über Martin Luther sowie seine Anhänger die Reichsacht verhängt worden. Auf dem ersten Reichstag zu Speyer 1526 war dieser Beschluss teilweise revidiert worden, indem die Ausführung des Wormser Edikts den Reichsständen überlassen wurde. Jeder Fürst sollte es mit der Religion so halten, wie er es vor Kaiser und Gott verantworten könne. Auf dem zweiten Reichstag zu Speyer 1529 wollte nun Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] durch die Aufhebung der Beschlüsse von 1526 die religiöse Uneinigkeit zwischen [[Römisch-katholische Kirche|katholischer]] Mehrheit und [[evangelisch]]er Minderheit beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reformatorisch gesinnten Fürsten wollten sich aber nicht damit abfinden, durch Mehrheitsbeschluss zur römisch-katholischen Konfession gezwungen zu werden. Diese Protestation der Fürsten und Städte gilt mittlerweile als eine der Geburtsstunden des [[Protestantismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
Knapp drei Jahre nach dem Reichstag im Jahr 1526 schrieb Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] für den 1. März des Jahrs 1529 einen neuen Reichstag aus. Er ließ sich wiederum durch seinen Bruder [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand]] vertreten. Am 4. März 1529 war er von Toledo aus auf dem Weg nach Italien,&amp;lt;ref&amp;gt;Katrin Hirt: [http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2011/8062/pdf/HirtKatrin_2010_06_28.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die italienischen Kriege zwischen Karl V. und Franz I. in den Jahren 1521–1530 : Medienereignisse in zeitgenössischen deutschen, italienischen und französischen Flugschriften&amp;#039;&amp;#039;] Dissertation, [[Justus-Liebig-Universität]] Gießen 2010. S. 158&amp;lt;/ref&amp;gt; um dort den Reichskrieg gegen die [[Italienische Kriege#Krieg der Liga von Cognac (1526–1530)|Liga von Cognac]] zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Eröffnungsrede gab Ferdinand den Beschluss des Kaisers, die Aufhebung des [[Reichsabschied]]s von 1526, bekannt, da daraus „großer Unrat und Mißverstand“ entstanden sei, und bedrohte jede „Verführung zu unrechtem Glauben“ mit der [[Reichsacht]]. Bis zur Klärung auf einem noch einzuberufenden Konzil sollten alle Neuerungen untersagt bleiben. Immerhin gab er noch Zugeständnisse:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wer bis jetzt das Wormser Edikt gehalten, soll dies auch ferner tun. In den Landschaften, wo man davon abgewichen, soll man doch keine weitere Neuerung machen und niemand verwehren, Messen zu halten. Die Sekten endlich, welche dem Sakramente des wahren Leibes und Blutes widersprechen, solle man ganz und gar nicht dulden, so wenig wie die Wiedertäufer.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. April wurden die Bedenken gegen den Reichsabschied von 1526 von der Mehrheit der Stände angenommen. Den Evangelischen wurde dabei erklärt, sie sollten sich „dem ordentlich und gehörig behandelten Beschlusse“ der Mehrheit beugen. Daraufhin verließen die evangelischen Fürsten den Saal. Als sie etwas später wieder zurückkehrten, wollte Ferdinand den Saal verlassen und weigerte sich, sie anzuhören. So wurden ihre Einwände verlesen: Man protestiere gegen den Beschluss der Mehrheit, den Reichsabschied von 1526 aufzuheben. Ferdinand verlangte, sie sollten „den Beschluss annehmen und gehorchen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die evangelischen Fürsten ließen daraufhin am 20. April die &amp;#039;&amp;#039;Protestationsschrift&amp;#039;&amp;#039; überreichen, deren Annahme Ferdinand verweigerte. So kam sie nicht zur Verlesung, gelangte aber als Druckschrift an die Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Protestationsschrift hieß es unter anderem:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=So protestieren und bezeugen wir hiermit offen vor Gott, unserem alleinigen Erschaffer, Erhalter, Erlöser und Seligmacher, der allein unser aller Herzen erforscht und erkennt, auch demnach recht richten wird, auch vor allen Menschen und Kreaturen, daß wir für uns, die Unsrigen und aller männiglich halben in alle Handlung und vermeinten Abschied nicht gehelen noch billigen, sondern aus vorgesetzten und anderen redlichen gegründeten Ursachen für nichtig und unbündig halten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrieben war die Protestationsschrift von [[Johann der Beständige|Johann]] (Kurfürst von Sachsen), [[Georg (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach)|Georg]] (Markgraf von Brandenburg-Ansbach), [[Ernst I. (Braunschweig-Lüneburg)|Ernst]] (Herzog von Braunschweig-Lüneburg), [[Philipp I. (Hessen)|Philipp]] (Landgraf von Hessen) und [[Wolfgang (Anhalt-Köthen)|Wolfgang]] (Fürst von Anhalt-Köthen). Hauptverfasser der Schrift war der kursächsische Rat und ehemalige [[Kanzler (Mittelalter)|Kanzler]] [[Gregor Brück]].&amp;lt;ref group=&amp;quot;Fußn.&amp;quot;&amp;gt;{{NDB|2|653|654|Brück, Gregor|Ekkehart Fabian|118674579}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Schlusssitzung des Reichstags am 24. April wurde der Reichsabschied noch einmal verlesen, die Protestation der evangelischen Fürsten aber mit keinem Wort erwähnt. Daher trafen sich am 25. April die Räte der evangelischen Fürsten und die Bevollmächtigten der 14 evangelischen Städte und verfassten ein &amp;#039;&amp;#039;Instrumentum Appellationis&amp;#039;&amp;#039;, in dem die Beschwerden gegen diesen Reichsabschied noch einmal zusammengefasst wurden. Dieses Schreiben wurde dem Kaiser durch eine Gesandtschaft überbracht. Seit diesem Reichstag nannte man die Anhänger der reformatorischen Bewegung „[[Protestanten]]“.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Statuen dreier herausragender Vertreter der Protestanten am Portal der Gedächtniskirche Speyer&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gedaechtniskirche Speyer Landgraf von Hessen.jpg|Landgraf [[Philipp I. (Hessen)|Philipp I. von Hessen]]&lt;br /&gt;
Gedaechtniskirche Speyer Johann der Bestaendige.jpg|Kurfürst [[Johann der Beständige|Johann von Sachsen]]&lt;br /&gt;
Gedaechtniskirche Speyer Ernst der Bekenner.jpg|Herzog [[Ernst I. (Braunschweig-Lüneburg)|Ernst I. von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Positionierung der Reichsstände ==&lt;br /&gt;
=== Für den Reichsabschied stimmten ===&lt;br /&gt;
# [[Karl V. (HRR)|Karl V.]], römisch-deutscher König und erwählter Kaiser, vertreten durch&lt;br /&gt;
# [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand]], Erzherzog von Österreich, Kommissar und Vertreter Karls V.&lt;br /&gt;
#* Großkanzler [[Bernhard von Cles]], Bischof von Trient und Kommissar Karls V.&lt;br /&gt;
#* Freiherr [[Georg Truchsess von Waldburg-Zeil|Georg Truchsess von Waldburg]], Statthalter Ferdinands I. in Württemberg&lt;br /&gt;
# [[Johann Fabri]], Domherr zu Konstanz und Basel&lt;br /&gt;
# [[Propst]] [[Balthasar Merklin|Balthasar von Waldkirch]], Kommissar&lt;br /&gt;
# Kurfürst [[Friedrich II. (Pfalz)|Friedrich II.]] von der Pfalz, Kommissar&lt;br /&gt;
# Herzog [[Wilhelm IV. (Bayern)|Wilhelm IV.]] von Bayern, Kommissar&lt;br /&gt;
#* [[Leonhard von Eck]], Kanzler des Herzogs Wilhelm IV. von Bayern&lt;br /&gt;
# Herzog [[Ludwig X. (Bayern)|Ludwig X.]] von Bayern&lt;br /&gt;
# Herzog [[Erich I. (Braunschweig-Calenberg-Göttingen)|Erich der Ältere]] von Braunschweig, Kommissar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sowie die Mehrzahl der Reichsstädte, wobei die Städte im Reichstag keinen großen Einfluss besaßen.&amp;lt;ref name = &amp;quot;EGR-49&amp;quot;&amp;gt; Ernst Gerhard Rüsch: St. &amp;#039;&amp;#039;Gallen am Reichstag zu Speyer 1529&amp;#039;&amp;#039; S. 349&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Protestierende Reichsstände ===&lt;br /&gt;
[[Datei:HRE Early Reformation 1530.svg|mini|hochkant=2|{{Farblegende|#000080|Territorien in Mitteleuropa, die die [[Reformation]] früh eingeführt hatten (bis 1530). Darunter auch protestierende Stände zu Speyer.}}]]&lt;br /&gt;
==== Fürsten ====&lt;br /&gt;
# Kurfürst [[Johann der Beständige]] von Sachsen&lt;br /&gt;
#* [[Gregor Brück]] (Pontanus), Berater und ehemaliger Kanzler des Kurfürsten von Sachsen&lt;br /&gt;
#* [[Philipp Melanchthon]], Begleiter des Kurfürsten Johann von Sachsen&lt;br /&gt;
#* [[Simon Grynaeus]], Begleiter Philipp Melanchthons&lt;br /&gt;
#* [[Johannes Agricola|Johann Agricola]], Hofprediger des Kurfürsten Johann von Sachsen&lt;br /&gt;
# Landgraf [[Philipp I. (Hessen)|Philipp von Hessen]]&lt;br /&gt;
#* [[Erhard Schnepf]], Hofprediger des Landgrafen Philipp von Hessen&lt;br /&gt;
# Markgraf [[Georg (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach)|Georg von Brandenburg-Ansbach]], der Fromme, auch der Bekenner genannt&lt;br /&gt;
# Herzog [[Ernst I. (Braunschweig-Lüneburg)|Ernst von Braunschweig-Lüneburg]] + Herzog [[Franz (Braunschweig-Lüneburg)|Franz von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
#* Johann Förster, Kanzler der Herzöge Franz und Ernst von Braunschweig-Lüneburg&lt;br /&gt;
# Fürst [[Wolfgang (Anhalt-Köthen)|Wolfgang von Anhalt]]&lt;br /&gt;
# Graf [[Wilhelm von Fürstenberg (Söldnerführer)|Wilhelm von Fürstenberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reichsstädte ====&lt;br /&gt;
Der Protestation der Fürsten traten am 23. April 1529 folgende Reichsstädte durch ihre Gesandten offiziell bei:&amp;lt;ref name = &amp;quot;CVG&amp;quot; &amp;gt;Christopher Voigt-Goy: &amp;#039;&amp;#039;Speyerer Reichsabschied (22. April 1529) und Protestation&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Freie und Reichsstädte|Reichsstadt]] [[Heilbronn]]&lt;br /&gt;
#* Bürgermeister [[Hans Riesser]]&lt;br /&gt;
#* Ratsherr Hans Baldermann&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin H. Jung]]: [https://www.wkgo.de/cms/article/print/264 &amp;#039;&amp;#039;Johann Lachmann und die Reformation in Heilbronn&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Reichsstadt [[Isny im Allgäu|Isny]]&lt;br /&gt;
#* Matthias Buffler&amp;lt;ref name = &amp;quot;RASSB-65&amp;quot;&amp;gt;Rosemarie Aulinger und Silvia Schweinzer-Burian S. 65&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Reichsstadt [[Kempten (Allgäu)|Kempten]]&lt;br /&gt;
#* Hans Sonntag&amp;lt;ref name = &amp;quot;RASSB-65&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Freie und Reichsstadt [[Konstanz]]&lt;br /&gt;
# Reichsstadt [[Lindau (Bodensee)|Lindau]]&lt;br /&gt;
#* Hans Varnbüler&amp;lt;ref name = &amp;quot;RASSB-65&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Reichsstadt [[Memmingen]]&lt;br /&gt;
#* [[Hans Ehinger (Politiker)|Hans Ehinger]]&amp;lt;ref name = &amp;quot;RASSB-65&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Reichsstadt [[Nördlingen]]&lt;br /&gt;
#* Altbürgermeister Widemann&lt;br /&gt;
#* Stadtschreiber Georg Mair&lt;br /&gt;
# [[Reichsstadt Nürnberg]]&lt;br /&gt;
#* [[Tetzel von Kirchensittenbach|Christoph Tetzel von Kirchensittenbach]]&amp;lt;ref name = &amp;quot;RASSB-63&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
#* [[Kreß von Kressenstein|Christoph Kreß von Kressenstein]]&lt;br /&gt;
#* [[Paumgartner von Holnstein und Grünsberg|Bernhard Paumgartner von Holnstein und Grünsberg]]&lt;br /&gt;
# Reichsstadt [[Reutlingen]]&lt;br /&gt;
#* Bürgermeister [[Jos Weiß|Josua (Jos) Weiß]]&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes Grützmacher: &amp;#039;&amp;#039;Vom Bäcker zum Bürgermeister 475. Todestag von Jos Weiß (~1480 - 1542)&amp;#039;&amp;#039; Evangelische Landeskirche Baden-Württemberg [https://www.elk-wue.de/service/gedenktage/gedenktage-2017/jos-weiss Online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Reichsstadt [[St. Gallen]]&lt;br /&gt;
#* Christian Fridbolt&amp;lt;ref name = &amp;quot;RASSB-67&amp;quot;&amp;gt;Rosemarie Aulinger und Silvia Schweinzer-Burian S. 67&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name = &amp;quot;EGR&amp;gt;Ernst Gerhard Rüsch: &amp;#039;&amp;#039;St. Gallen am Reichstag zu Speyer 1529&amp;#039;&amp;#039; S. 352&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
#* Andreas Eck&amp;lt;ref name = &amp;quot;RASSB-67&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Freie Stadt [[Straßburg]]&lt;br /&gt;
#* Rat Jakob Sturm&amp;lt;ref name = &amp;quot;RASSB-65&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
#* Ammann Matthias P(f)arrer&amp;lt;ref name = &amp;quot;RASSB-65&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Reichsstadt [[Ulm]]&lt;br /&gt;
#* Bürgermeister Bernhard [[Besserer (schwäbisches Adelsgeschlecht)|Besserer]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|2|183|183|Besserer von Rohr, Bernhard|Max Huber|135546478}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Reichsstadt [[Weißenburg in Bayern|Weißenburg]]&amp;lt;ref group =&amp;quot;Fußn.&amp;quot;&amp;gt;Es kann nicht eindeutig festgestellt werden, ob es sich nicht auch um [[Wissembourg]] gehandelt haben könnte. Für Weißenburg im Elsaß und den elsässischen [[Zehnstädtebund]] ist jedoch keine formale Zustimmung für die Protestation nachweisbar.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref group =&amp;quot;Fußn.&amp;quot;&amp;gt;nach Voigt-Goy handelt es sich um Weißenburg in Bayern&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
#* Hans Wolff&amp;lt;ref name = &amp;quot;RASSB-63&amp;quot;&amp;gt;Rosemarie Aulinger und Silvia Schweinzer-Burian S. 63&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Reichsstadt [[Bad Windsheim|Windsheim]]&lt;br /&gt;
#* Bürgermeister Sebastian Hagelstein&amp;lt;ref name = &amp;quot;RASSB-63&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfänglich war die Zahl der Städte, die mit der kaiserlichen Proposition nicht einverstanden waren, größer. Dazu gehörten die Städte [[Köln]], [[Frankfurt am Main]], [[Rottweil]], [[Goslar]] und andere. Doch Ferdinands geschickte Diplomatie, aber auch seine energischen Ansprachen an die evangelischen und an die altgesinnten Städte in gesonderten Vorladungen, ließ die Zahl der Entschlossenen schmelzen. Von rund fünfzig vertretenen Städten schlossen sich am Ende vierzehn der Protestation an.&amp;lt;ref name = &amp;quot;EGR-349&amp;gt;Ernst Gerhard Rüsch: &amp;#039;&amp;#039;St. Gallen am Reichstag zu Speyer 1529&amp;#039;&amp;#039; S. 348&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt der Protestation ==&lt;br /&gt;
Im Rückblick auf die Beschlüsse des Speyerer Reichstags von 1526:, in dem bestimmt wurde, dass in der Zeit bis zu einem alsbald möglich stattfindenden General- oder Nationalkonzil die Reichsstände mit dem Wormser Edikt so verfahren sollen, wie sie es vor Gott und dem Kaiser verantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
können in die Aufhebung dieser Bestimmung auf dem Speyerer Reichstag von 1529 konnte nicht eingewilligt werden, da&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* der einmütige Beschluss von 1526 als bindend angesehen wird und&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* in Fragen, die Gottes Ehre und das Seelenheil angehen, allein das Gewissen verpflichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die auf dem Reichstag getroffene Mehrheitsentscheidung kann eine einmütig beschlossene Bestimmung nicht aufheben, sondern kann nur durch eine ebenso einmütig beschlossene Bestimmung ersetzt werden. Nun plötzlich der Entscheidung des Reichstags zuzustimmen und dem Wormser Edikt nach aller Möglichkeit zu folgen, stünde nicht nur im Widerspruch zum Bekenntnis der Wahrheit des Evangeliums, was auch den Untertanen ein Ärgernis wäre. Darüber hinaus würde damit so getan, als ob das Wormser Edikt noch in Kraft sei, obwohl es durch die Bestimmung des Speyerer Reichstags von 1526 aufgehoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dem Artikel über die Messe konnte nicht zugestimmt werden, da er der in der göttlichen Schrift gegründeten christlichen Lehre von der Einsetzung des Abendmahls widerspricht. Dass andere Obrigkeiten über den Glauben der eigenen Untertanen bestimmen, verletzt zudem bestehende Grundsätze der Gleichheit der Stände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dem Artikel über die Prediger konnte nicht zugestimmt werden, da es strittig ist, welche Kirche die Schriften autorisieren kann, die außer den biblischen Schriften selbst zur Auslegung des Evangeliums herangezogen werden sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die mit diesen Bestimmungen verbundene Strafandrohung stiftet zudem Unfrieden und Uneinigkeit, weshalb es besser ist, am Beschluss des Speyerer Reichabschieds von 1526 festzuhalten.&amp;lt;ref name =&amp;quot;CVG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* [https://opendata2.uni-halle.de/handle/1516514412012/863 &amp;#039;&amp;#039;ABschidt des Reichstags zu Speyer Anno M.D.xxix.&amp;#039;&amp;#039;] (=&amp;#039;&amp;#039;Abschied des Reichstages zu Speyer 1529&amp;#039;&amp;#039;)  Druck bei Johann Schöffer, Mainz 1529 In: Digitale Sammlungen der [[Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt]] Drucke des 16. Jahrhunderts (VD16)&lt;br /&gt;
* [https://onb.digital/result/1084C4C3 &amp;#039;&amp;#039;Protestation (20. April 1529)&amp;#039;&amp;#039;] Druck bei [[Heinrich Steiner (Buchdrucker)|Heinrich Stener]], Augsburg 1529 In: [[Österreichische Nationalbibliothek]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor= [[Georg Schmidt (Historiker)|Georg Schmidt]]&lt;br /&gt;
 | Hrsg=&lt;br /&gt;
 | Titel=Protestation von Speyer&lt;br /&gt;
 | Sammelwerk= [[Theologische Realenzyklopädie]]&lt;br /&gt;
 | Band=27&lt;br /&gt;
 | Verlag=Walter de Gruyter&lt;br /&gt;
 | Datum=1997&lt;br /&gt;
 | ISBN= 978-3-11-015435-1&lt;br /&gt;
 | Seiten=580-582&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor= [[Ernst Gerhard Rüsch]]&lt;br /&gt;
 | Titel=St. Gallen am Reichstag zu Speyer 1529&lt;br /&gt;
 | Sammelwerk= Theologische Zeitschrift&lt;br /&gt;
 | Band=37&lt;br /&gt;
  | Datum=1981&lt;br /&gt;
 | Seiten=580-582&lt;br /&gt;
|Online=https://www.e-periodica.ch/cntmng?pid=thz-001%3A1981%3A37%3A%3A456 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor= Julius Ney&lt;br /&gt;
 | Titel=Geschichte des Reichstages zu Speier im Jahre 1529: mit einem Anhange ungedruckter Akten und Briefe&lt;br /&gt;
|Ort = Hamburg&lt;br /&gt;
 | Datum=1880&lt;br /&gt;
 | Seiten=580-582&lt;br /&gt;
|Online=https://books.google.de/books?id=xbqAfiZTKvQC&amp;amp;pg=PR1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* Rosemarie Aulinger und Silvia Schweinzer-Burian: [https://www.historischekommission-muenchen.de/fileadmin/user_upload/dateien/abteilungen/staendetabelle_1521_1555.pdf &amp;#039;&amp;#039;Habsburgische und reichsständische Präsenz auf den Reichstagen 1521-1555&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://staatsarchive.thulb.uni-jena.de/rsc/viewer/stat_derivate_00009385/ThHStAW_EGA_Reg.ENr.115_Bl_017r.tif Original der Protestationsschrift von Speyer vom 20. April 1529] bei Landesarchiv Thüringen&lt;br /&gt;
* [[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]]: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/reichstag-110.html 19.04.1529 – Protest der evangelischen Reichsfürsten auf dem Reichstag zu Speyer]&lt;br /&gt;
* Christopher Voigt-Goy: [https://tueditions.ulb.tu-darmstadt.de/v/pa000008-0103 &amp;#039;&amp;#039;Speyerer Reichsabschied (22. April 1529) und Protestation (20. April 1529)&amp;#039;&amp;#039;] - Einleitung In: &amp;#039;&amp;#039;Europäische Religionsfrieden Digital&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Rüdiger Achenbach: &amp;#039;&amp;#039;Der Protest der evangelischen Stände auf dem Reichstag zu Speyer&amp;#039;&amp;#039; Deutschlandfunk Vom 31. Oktober 2013[https://www.deutschlandfunk.de/der-protest-der-evangelischen-staende-auf-dem-reichstag-zu-100.html Online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group= &amp;quot;Fußn.&amp;quot; &amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reformation (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Speyer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion 1529]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gustav von Aschenbach</name></author>
	</entry>
</feed>