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	<title>Protected Mode - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-20T22:09:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Protected_Mode&amp;diff=75658&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BrunoBoehmler: /* Paging und Speicherauslagerung */ Einzelnachweis hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-03-12T22:28:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Paging und Speicherauslagerung: &lt;/span&gt; Einzelnachweis hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Protected Mode}}&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Englische Sprache|englisch]]; deutsch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;geschützter Modus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schutzmodus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet eine Betriebsart von [[x86-Prozessor]]en, welche seit dem [[Intel 80286|80286]]er-Prozessor von [[Intel]] vorhanden ist. Diese Betriebsart erlaubt die Begrenzung von Speicherzugriffsrechten für verschiedene Software, außerdem erhöhte sich damit der direkt zugreifbare Speicher auf 16&amp;amp;nbsp;[[Byte|MiB]] Hauptspeicher ([[16-Bit-Architektur|16-Bit]]-{{lang|en|Protected-Mode}} des 80286). Mit dem [[Intel 80386|80386]]er und dessen [[32-Bit-Architektur|32-Bit]]-{{lang|en|Protected-Mode}} wurde der lineare Zugriff auf bis zu 4&amp;amp;nbsp;[[Byte|GiB]] Hauptspeicher möglich. Der {{lang|en|Protected Mode}} wird von allen weiterentwickelten 16-Bit- und 32-Bit-[[IBM-PC-kompatibler Computer|PC]]-[[Betriebssystem]]en genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergründe und Idee ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Protected mode segments.svg|mini|hochkant=1.5|Segmentdeskriptortabelle im {{lang|en|Protected Mode}}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich existierte nur der [[retronym]] ab dem 80286 so bezeichnete {{lang|en|[[Real Mode]]}} der [[Intel 8086|8086]]-Prozessoren, dem Begründer der x86-Architektur, der aus Kompatibilitätsgründen immer noch bei 32-Bit- und 64-Bit-x86-Prozessoren der Startmodus ist, so dass ältere Software wie etwa das auf [[IBM-PC-kompatibler Computer|IBM-PC-kompatiblen Computern]] bis in die 1990er Jahre am weitesten verbreitete Betriebssystem [[PC-kompatibles DOS|DOS]] lauffähig ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Real mode on powered on&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Intel 64 and IA-32 Architectures Software Developer Manuals |Verlag=[[Intel]] |Ort=[[Denver|Denver, Colorado]] |Datum=2005-05 |Kapitel=3.2 Modes of Operation |Seiten=59 |Online=[http://www.intel.com/products/processor/manuals/index.htm  Online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In diesem Modus gab es keine Speicherschutzmechanismen oder {{lang|en|Policies}}, das Betriebssystem und auch jedes einzelne Programm konnte jederzeit sowohl lesend auch schreibend auf jede [[Speicheradresse]] zugreifen. Dies bedeutet die unrealistische Anforderung der völligen Fehlerfreiheit an Software, da schon ein einziger fehlerhafter Zugriff auf eine Adresse einer anderen Software (z.&amp;amp;nbsp;B. des Betriebssystems) zu Datenverlust oder Instabilität des gesamten Systems führen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Weiterentwicklung der x86-Architektur hat Intel daher Mechanismen eingeführt, mit denen die Zugriffsrechte von Programmen auf verschiedene Speicherbereiche feingranularer einstellbar sind, was [[Speicherschutz]] zwischen verschiedener Software ermöglicht und die ursprüngliche Situation im {{lang|en|Real Mode}} entschärft. Der Prozessor muss dazu allerdings in den  {{lang|en|Protected Mode}} versetzt werden, mit dem bestehende Software – allen voran [[MS-DOS]] und [[PC&amp;amp;nbsp;DOS]] der mit dem [[IBM Personal Computer|IBM&amp;amp;nbsp;PC]] begründeten [[Plattform (Computer)|Plattform]] – nicht mehr kompatibel war. Ab dem 80386 wurde mit dem {{lang|en|[[Virtual 8086 Mode]]}} ein Kompatibilitätsmodus integriert, der die Ausführung von 16-Bit-Software im 32-Bit-{{lang|en|Protected-Mode}} ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konzept und Charakteristika ==&lt;br /&gt;
Im {{lang|en|Protected Mode}} unterstützt der [[Prozessor]] sowohl [[Segmentierung (Speicherverwaltung)|Segmentierung]] (ab dem 80286) als auch [[Paging]] (ab dem 80386). Aus Kompatibilitätsgründen entschied sich Intel für die [[virtuelle Speicherverwaltung]] als Methode, da hier jedem Programm durch die Speicherverwaltungseinheit, kurz „MMU“ für {{enS|[[Memory Management Unit]]}}, weiterhin ein vollständiger Adressraum wie im {{lang|en|Real Mode}} vorgegaukelt werden kann. Jedes Programm wird in seiner eigenen, von anderer Software abgeschotteten Kopie des physischen Adressraums ausgeführt. Betriebssystembereiche (typischerweise im oberen Bereich des Adressraums 2&amp;amp;nbsp;bis 4&amp;amp;nbsp;GiB) können mit einer höheren Befugnisstufe ausgestattet sein (englisch „{{lang|en|privilege level}}“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der namensgebende Speicherschutz des {{lang|en|Protected Mode}} ist auf vier verschiedene Schutzebenen auf Segmentebene und zwei Schutzebenen auf Page-Ebene aufgebaut. Die vier verschiedenen im x86-Schutzmodus existierenden und als [[Ring (CPU)|Ringe]] oder „{{lang|en|Domain}}“ bezeichneten Schutzebenen bzw. Befugnisstufen gewähren den darauf ablaufenden Codesegmenten unterschiedliche Rechte. Dies ermöglicht unter anderem die Unterscheidung zwischen [[Kernel-Modus]] ([[Ring (CPU)#Ring 0|Ring&amp;amp;nbsp;0]]) und [[Benutzer-Modus]] ([[Ring (CPU)#Ring 3|Ring&amp;amp;nbsp;3]]), welche in modernen Betriebssystemen umgesetzt ist. Dadurch wird verhindert, dass fehlerhafte oder böswillige Anwendungsprogramme das Betriebssystem überschreiben und somit verändern oder zum Absturz bringen können oder Daten anderer Programme ausspähen können, was auf dem 8086er-Prozessor noch ohne weiteres möglich war und nicht verhindert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein x86-Prozessor schaltet in den {{lang|en|Protected Mode}} um, indem das PE-[[Bit]], für {{enS|Protection Enable}}, im &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|Control Register}} 0&amp;#039;&amp;#039; (CR0) gesetzt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Entering protected mode&amp;quot;&amp;gt;{{cite web |first=Robert |last=Collins |url=https://www.rcollins.org/articles/pmbasics/tspec_a1_doc.html |title=Protected Mode Basics |format=PDF |publisher=ftp.utcluj.ro |date=2007 |accessdate=2009-07-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls aus Kompatibilitätsgründen integrierte Intel im 32-Bit-{{lang|en|Protected-Mode}} ab dem 80386 einen Sondermodus, den {{lang|en|[[Virtual 8086 Mode]]}} (auch „{{lang|en|Virtual Real Mode}}“ genannt), der die Ausführung von existierenden {{lang|en|Real-Mode}}-Programmen im {{lang|en|Protected Mode}} ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 16-Bit Protected Mode ===&lt;br /&gt;
Der ursprüngliche {{lang|en|Protected Mode}} wurde mit dem [[Intel 80286|80286]] von Intel eingeführt und ist wie dieser ein reiner [[16-Bit-Architektur|16-Bit]]-Modus. Dieser wird daher retronym meist mit „16-Bit {{lang|en|Protected Mode}}“ bezeichnet. Damit konnten maximal 16&amp;amp;nbsp;MB physischer Hauptspeicher über 2 Tabellen mit jeweils 8.192 [[Segmentierung (Speicherverwaltung)|Segmenten]] zu je maximal 64&amp;amp;nbsp;KB angesprochen werden. Damit steht ein theoretischer Speicherraum von 1&amp;amp;nbsp;GB zur Verfügung. Der Zugriff auf diese Segmente erfolgt über sogenannte [[#Deskriptortabellen|Segmentdeskriptortabellen]], welche vom Betriebssystem angelegt und verwaltet werden. Es ist möglich, mehr virtuelle Adressen anzusprechen, als physischer Arbeitsspeicher vorhanden ist. Über eine [[virtuelle Speicherverwaltung]] können einzelne Segmente beispielsweise auf Festplatte ausgelagert werden und anschließend in der Deskriptortabelle als „nicht vorhanden“ gekennzeichnet werden. Sobald ein Lese- oder Schreibzugriff auf so ein Segment erfolgt, löst der Prozessor eine „{{lang|en|Segment not present}}“-[[Ausnahmebehandlung|Ausnahme]] aus, die vom Betriebssystem abgefangen wird, um das angeforderte Segment wieder zu laden und das Programm fortzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 16-Bit-{{lang|en|Protected-Mode}} wurde unter anderem von [[Concurrent DOS]] 286 (1985), [[FlexOS]] 286 (1986/1987), [[IBM 4680 OS]] (1986), [[OS/2]]&amp;amp;nbsp;1.x (1987) und [[Windows&amp;amp;nbsp;3.x]] im „Standardmodus“ verwendet. Auf 32- und 64-Bit-Systemen hat der ursprüngliche {{lang|en|Protected Mode}} keine Bedeutung mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Deskriptortabellen ====&lt;br /&gt;
Es existieren drei Arten von Deskriptortabellen:&lt;br /&gt;
* {{lang|en|Global descriptor table}} (GDT) – diese ist für alle Tasks identisch&lt;br /&gt;
* {{lang|en|Local descriptor table}} (LDT) – jeder Task kann eine eigene LDT besitzen&lt;br /&gt;
* {{lang|en|Interrupt descriptor table}} (IDT) – wird beim Anspringen von Interrupt Service Routinen verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deskriptortabellen liegen im Hauptspeicher und werden vom Betriebssystem verwaltet. In speziellen Registern wird ihre jeweilige (Basis-)Adresse gespeichert:&lt;br /&gt;
* GDTR – speichert die physische Basisadresse der GDT (24 Bits)&lt;br /&gt;
* IDTR – speichert die physische Basisadresse der IDT (24 Bits)&lt;br /&gt;
* LDTR – ist ein (16-Bit-)Segmentselektor für das Segment, in dem die LDT liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:SegmentDescriptor.svg|rechts|frame|386er Segmentdeskriptor&amp;lt;br&amp;gt;(auf dem 286er sind die Bits 24…31 reserviert und müssen 0 sein)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jede Deskriptortabelle enthält maximal 8.192 Einträge, sogenannte Segmentdeskriptoren. Jeder Segmentdeskriptor beschreibt ein Speichersegment und enthält dafür folgende Felder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die Segmentlänge (&amp;#039;&amp;#039;segment limit&amp;#039;&amp;#039; – 1&amp;amp;nbsp;Byte bis 64&amp;amp;nbsp;KiB)&lt;br /&gt;
* die Startadresse (&amp;#039;&amp;#039;base address&amp;#039;&amp;#039; – auf 1&amp;amp;nbsp;Byte genau)&lt;br /&gt;
* Segmenttyp (&amp;#039;&amp;#039;type&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;: S=0 bedeutet Systemsegment, S=1 bedeutet Benutzersegment)&lt;br /&gt;
* Descriptor Privilege level (&amp;#039;&amp;#039;dpl&amp;#039;&amp;#039;, wobei der Wert 0 die Stufe mit den höchsten Rechten, 3 die Stufe mit den niedrigsten Rechten bedeutet)&lt;br /&gt;
* Present – Nur Segmente, deren P-Bit im Deskriptor auf 1 gesetzt ist, sind im physischen Hauptspeicher vorhanden. Dies kann zum Auslagern von Speichersegmenten („{{lang|en|Swapping}}“) genutzt werden, da bei Zugriff auf Segmenten mit P-Bit = 0 vom Prozessor eine Ausnahme ausgelöst wird, die vom Betriebssystem abgefangen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Eintrag (mit Index 0) der GDT ist als &amp;#039;&amp;#039;Nullselektor&amp;#039;&amp;#039; reserviert und darf auf keinen Speicherbereich verweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Segmentselektoren ====&lt;br /&gt;
[[Datei:SegmentSelector.svg|rechts|Aufbau eines Segmentselektors]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im {{lang|en|Real Mode}} enthalten die Segmentregister &amp;#039;&amp;#039;direkt&amp;#039;&amp;#039; die Startadresse des Speichersegments (genauer: die obersten 16 Bits der 20-Bit-{{lang|en|Real-Mode}}-Speicheradresse). Im {{lang|en|Protected Mode}} dagegen enthalten die Segmentregister einen Verweis auf eine der beiden Deskriptortabellen (GDT oder LDT), in denen die Eigenschaften der Speichersegmente festgehalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Segmentselektoren sind 16 Bits groß und haben den nebenstehenden Aufbau:&lt;br /&gt;
Das Bit 2 (TI=&amp;#039;&amp;#039;table indicator&amp;#039;&amp;#039;) legt fest, auf welche der beiden Tabellen sich der Index (in den Bits 3…15) bezieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 32-Bit Protected Mode ===&lt;br /&gt;
Mit dem [[Intel 80386|80386]] wurde der {{lang|en|Protected Mode}} von Intel auf 32&amp;amp;nbsp;Bits erweitert, der über bisher ungenutzte Felder in den Deskriptortabellen den Zugriff auf bis zu 4&amp;amp;nbsp;GiB physischer Hauptspeicher in 8.192 Segmenten zu je maximal 4&amp;amp;nbsp;GiB ermöglicht. Durch Erweiterung der {{lang|en|Paging}}-Einheit, bezeichnet mit {{enS|[[Physical Address Extension]]}} oder kurz „PAE“, ist der maximal nutzbare Hauptspeicher im 32-Bit-Modus sogar bis theoretisch 4.096&amp;amp;nbsp;TiB erweiterbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32-Bit-Software für die x86-Architektur [[IA-32]] ist immer für den {{lang|en|Protected Mode}} des „i386“ oder neuer geschrieben, da es keinen anderen 32-Bit-Modus gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zum ursprünglichen 16-Bit-{{lang|en|Protected-Mode}} weist der 32-Bit-{{lang|en|Protected-Mode}} folgende Erweiterungen auf:&lt;br /&gt;
* Segmentlimit – Es wurde auf 20&amp;amp;nbsp;Bits erweitert, so dass ein Segment bis zu 1&amp;amp;nbsp;MiB groß sein kann. Um größere Segmente zu unterstützen, ohne das Längenfeld noch größer zu machen, wurde ein zusätzliches „Granularitätsbit“ (G) eingeführt. Ist dieses Bit gesetzt, wird die Segmentlänge nicht mehr in Bytes, sondern in 4-KiB-Blöcken interpretiert. Damit sind Segmentgrößen bis 4&amp;amp;nbsp;GiB möglich.&lt;br /&gt;
* Startadresse – Sie wurde auf 32&amp;amp;nbsp;Bits erweitert, so dass die Startadresse den gesamten physischen Adressraum abbilden kann.&lt;br /&gt;
* Operandengröße – Dieses Bit legt fest, ob ein Codesegment 16- oder 32-Bit-Code enthält, oder ob ein Stacksegment über den 16-Bit-Stackpointer SP oder den 32-Bit-Stackpointer ESP angesprochen werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Erweiterungen beherrscht der 80386er und alle Nachfolgeprozessoren auch im 16-Bit-{{lang|en|Protected-Mode}}, so dass 16-Bit-Programme, die die 32-Bit-Befehlserweiterungen [[IA-32]] benutzen, den zusätzlichen Speicher auch ansprechen können. Zusätzlich bietet jeder 32-Bit-x86-Prozessor die Möglichkeit, Seitenverwaltung ([[Paging]]) zu aktivieren, welche der Segmentierung nachgeschaltet ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- to be continued --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 32-Bit-{{lang|en|Protected-Mode}} wird von allen 32-Bit-Betriebssystemen verwendet, beispielsweise:&lt;br /&gt;
* bei [[Microsoft]] fakultativ bereits seit [[Microsoft Windows 2.x|Windows 2.0]] (wenn es auf einem 32-Bit-Prozessor läuft), zwingend seit [[Microsoft Windows 3.1#Windows für Workgroups 3.1|Windows für Workgroups 3.1]] und [[Microsoft Windows NT 3.1|Windows NT&amp;amp;nbsp;3.1]]&lt;br /&gt;
* bei IBM seit [[OS/2]] 2.0&lt;br /&gt;
* von [[Apple]] nach der Umstellung auf die Intel-Plattform, also mit Erscheinen von [[Mac OS&amp;amp;nbsp;X Tiger]]/Intel&lt;br /&gt;
* der [[Linux (Kernel)|Linux-Kernel]] wurde ursprünglich für den 32-Bit-Protected-Mode des 80386 geschrieben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 64-Bit-Modus ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|x64}}&lt;br /&gt;
Mit der Einführung der [[AMD64]]-Architektur in der [[AMD K8|K8-Prozessorgeneration]] von [[AMD]], welche wenig später auch von Intel unter dem Namen EM64T (auch &amp;#039;&amp;#039;IA-32e&amp;#039;&amp;#039;) bzw. schließlich [[Intel&amp;amp;nbsp;64]] übernommen wurde, wurde ein neuer [[64-Bit-Architektur|64-Bit]]-Betriebsmodus bei x86-Prozessoren eingeführt, der sich von dem bisherigen {{lang|en|Protected Mode}} grundlegend unterscheidet. Neben einigen anderen Modernisierungen der [[Prozessorarchitektur]] gibt es in diesem Modus de-facto keine Segmentation mehr (mit einer Ausnahme, siehe weiter im Text). Die Basisadresse der Segmente ist fest auf 0 gesetzt. Der Deskriptor für das Codesegment wird nur noch zur Ermittlung des Sub-Modus, der „{{lang|en|Default Operation Size}}“ und der Privilegienstufe des in diesem Segment ausgeführten Codes verwendet. Einzig die Segmentregister FS und GS können vom Ring&amp;amp;nbsp;0 aus über spezielle Maschinenbefehle direkt (ohne auf Segmentdeskriptoren zuzugreifen) eine 64-Bit-Segmentbasisadresse erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sub-Modi bei x64 werden „{{lang|en|Long Mode}}“ (64-Bit-Modus; bei Intel auch „IA-32e {{lang|en|Mode}}“) und „{{lang|en|Compatibility Mode}}“ (32-Bit) bezeichnet. Der 32-Bit-Kompatibilitätsmodus ermöglicht die Ausführung von 32-Bit-Programmen unter einem 64-Bit-Betriebssystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Systemsegmente wurde das Format der Segmentdeskriptoren erweitert, so dass sie 64-bittige Basisadressen bzw. Offsets enthalten. Diese Deskriptoren belegen damit effektiv 2 Einträge in den Deskriptortabellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paging und Speicherauslagerung ==&lt;br /&gt;
[[Betriebssystem]]e für die x86-Architektur, wie zum Beispiel [[Microsoft Windows|Windows]], [[Linux]], PC-[[Berkeley Software Distribution|BSD]] oder [[macOS]], arbeiten im 32-Bit-{{lang|en|Protected-Mode}} oder bieten, als 64-Bit-Betriebssysteme in dessen Nachfolger „{{lang|en|Long Mode}}“, mit dem „{{lang|en|Compatibility Mode}}“ essentiell ebenfalls einen 32-Bit-{{lang|en|Protected-Mode}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Nils Fuhler: [https://www.sra.uni-hannover.de/Theses/2026/BA-x86-Multimode.html &amp;#039;&amp;#039;Sharing Memory Between Cores in Protected and Long Mode.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Systems Research and Architecture › Theses.&amp;#039;&amp;#039; Leibniz Universität Hannover – Fakultät für Elektrotechnik und Informatik, 12.&amp;amp;nbsp;September 2025. Auf Uni-Hannover.de, abgerufen am 12.&amp;amp;nbsp;März 2026 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird zur Realisierung des Speicherschutzes im Wesentlichen nur noch das [[Paging]] eingesetzt, während die Segmentierung nicht mehr benutzt wird. Mit diesem Mechanismus kann jedem [[Prozess (Informatik)|Prozess]] in einem Betriebssystem ein eigener, von den anderen Prozessen getrennter [[virtueller Adressraum]] bereitgestellt werden. Gleichzeitig lassen sich dadurch aber auch die [[Interprozesskommunikation|gemeinsame Speichernutzung]] zwischen Prozessen, [[Copy-On-Write]]-Mechanismen oder [[Swapping|Speicherauslagerung]] sowie eine klare Trennung in [[Kernel (Betriebssystem)|Kernel]]- und Benutzeradressraum realisieren ([[Speicherschutz]] des Kernels vor Fehlern von Anwendungsprogrammen). Dieses {{lang|en|Flat Memory Model}} ist allerdings nicht sicher vor [[Pufferüberlauf|Pufferüberläufen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[DOS Protected Mode Interface]] (DPMI)&lt;br /&gt;
* [[DOS Protected Mode Services]] (DPMS)&lt;br /&gt;
* [[System Management Mode]] (SMM)&lt;br /&gt;
* [[Virtual Control Program Interface]] (VCPI), ersetzt durch DPMI&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://prodebug.sourceforge.net/pmtut.html Protected Mode Tutorial] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste x86-Erweiterungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroprozessortechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BrunoBoehmler</name></author>
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