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	<title>Prostatitis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Prostatitis&amp;diff=212988&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Auchwaswisser: Grammatik; -Tippfehler; &quot;cite journal&quot;-Referenzen mit &quot;language&quot;-Parameter, wo erforderlich</title>
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		<updated>2026-01-31T09:54:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Grammatik; -Tippfehler; &amp;quot;cite journal&amp;quot;-Referenzen mit &amp;quot;language&amp;quot;-Parameter, wo erforderlich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = N41.0&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Akute Prostatitis&lt;br /&gt;
| 02-CODE = N41.1&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Chronische Prostatitis&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = GA91&lt;br /&gt;
| Data-01 = Entzündliche oder sonstige Krankheiten der Prostata&lt;br /&gt;
| Code-02 = GA91.0&lt;br /&gt;
| Data-02 = Chronische Prostatitis&lt;br /&gt;
| Code-03 = GA91.Y&lt;br /&gt;
| Data-03 = Sonstige näher bezeichnete entzündliche oder sonstige Krankheiten der Prostata&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prostatitis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vorsteherdrüsenentzündung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist im engeren Sinne die Entzündung der [[Prostata|Vorsteherdrüse]] (Prostata) zu verstehen. In der Medizin hat sich ein erweiterter Begriff etabliert, gemäß dem „Prostatitis“ ein [[Syndrom]] aus verschiedenartigen Beschwerden im Urogenitalsystem sowie im Bereich des Beckenbodens und des Afters ist. Die Symptome lassen sich vielfach nicht kausal durch eine Entzündung der Prostata erklären und differentialdiagnostisch abgrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Klinisch relevante Prostatitisverläufe sind durch Schmerzen gekennzeichnet. Deren Umfang und Intensität kann sich von Fall zu Fall unterscheiden und bis hin zu schwerer Behinderung führen. Bei chronischem Verlauf bestehen die Symptome dauernd oder mit zwischenzeitlicher Unterbrechung. Häufig berichtet werden:&lt;br /&gt;
* [[Algurie]] (Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen),&lt;br /&gt;
* [[Pollakisurie]] (häufiger Harndrang),&lt;br /&gt;
* Harnabflussstörungen,&lt;br /&gt;
* Schmerzen in der Penis-, Hoden-, Damm-, Anal-, Leisten-, Scham- sowie in der Lendengegend,&lt;br /&gt;
* Schmerzen während und insbesondere nach der [[Samenerguss|Ejakulation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie ==&lt;br /&gt;
Derzeit sind nur wenige Erhebungen zur Epidemiologie dokumentiert, diese zeigen aber bereits eine große klinische und gesundheitspolitische Bedeutung auf. Die Häufigkeit des Prostatitissyndroms liegt demnach bei etwa 2 bis 10&amp;amp;nbsp;% der männlichen Bevölkerung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;EP1&amp;quot;&amp;gt;J. N. Krieger, S. O. Ross, D. E. Riley: &amp;#039;&amp;#039;Chronic prostatitis: epidemiology and role of infection.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Urology.&amp;#039;&amp;#039; Band 60, Nummer 6 Suppl, Dezember 2002, S.&amp;amp;nbsp;8–12, {{ISSN|1527-9995}}. PMID 12521579. (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt; Wegen Prostatitis suchen in den USA mehr Männer den Arzt auf als wegen [[Benigne Prostatahyperplasie|BPH]] oder [[Prostatakrebs|Prostatakarzinom]]. Die Beschwerden treten meist als komplexe Symptomatik auf, unter der viele Männer chronisch über einen längeren Zeitraum leiden. Der Beschwerdedruck ist oft dem bei [[Angina pectoris]], aktivem [[Morbus Crohn]] oder dem Zustand nach Herzinfarkt vergleichbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ML&amp;quot;&amp;gt;[http://www.aerztekammer-bw.de/25/10praxis/45urologie/0602.pdf Chronische Prostatitis – Pathogenese unklar …] (PDF) In: &amp;#039;&amp;#039;Ärztliche Praxis Urologie&amp;#039;&amp;#039;, 2/2006; aerztekammer-bw.de (Dr. Martin Ludwig, Marburg)&amp;lt;/ref&amp;gt; Epidemiologisch konnte ein Zusammenhang zwischen bakterieller Prostatitis (chronisch oder akut) und dem [[Prostatakrebs|Prostatakarzinom]] festgestellt werden. In der Patientengruppe mit [[Prostatakrebs|Prostatakarzinom]] hatten etwa 10&amp;amp;nbsp;% bereits eine Prostatitis, in der Kontrollgruppe etwa 5&amp;amp;nbsp;%.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Junyi Jiang, Jinyi Li, Zhang Yunxia, Hong Zhu, Junjiang Liu |Titel=The Role of Prostatitis in Prostate Cancer: Meta-Analysis |Sammelwerk=PLoS ONE |Band=8 |Nummer=12 |Datum=2013-12-31 |Seiten= |PMC=3877315}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Antibiotische und anti-entzündliche Behandlung der Prostatitis hatten hierbei keinen Einfluss auf das spätere Auftreten eines [[Prostatakrebs|Prostatakarzinoms]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicholas A Daniels, Yea-Hung Chen, Stephen Bent |Titel=Antibiotic and anti-inflammatory use and the risk of prostate cancer |Sammelwerk=BMC Research Notes |Band=2 |Nummer= |Datum=2009-04-17 |Seiten= |PMC=2672937}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Zusammenhang zwischen chronischer Prostatitis und Fruchtbarkeit (Beweglichkeit, Anzahl und Gesundheit der [[Spermium|Spermien]]) konnte nicht hergestellt werden,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Weihua Fu, Zhansong Zhou, Shijian Liu, Qianwei Li, Jiwei Yao |Titel=The Effect of Chronic Prostatitis/Chronic Pelvic Pain Syndrome (CP/CPPS) on Semen Parameters in Human Males: A Systematic Review and Meta-Analysis |Sammelwerk=PLoS ONE |Band=9 |Nummer=4 |Datum=2014-04-17 |Seiten= |PMC=3990624}}&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch leiden Patienten mit chronischer Prostatitis statistisch häufiger an einer [[Erektile Dysfunktion|erektilen Dysfunktion]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Zong-Yao Hao, Hong-Jun Li, Zhi-Ping Wang, Jun-Ping Xing, Wei-Lie Hu |Titel=The prevalence of erectile dysfunction and its relation to chronic prostatitis in Chinese men |Sammelwerk=Journal of Andrology |Band=32 |Nummer=5 |Datum=2011-09 |ISBN= |Seiten= |PMID=21233394}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursache für eine erektile Dysfunktion ist im Allgemeinen nicht die Prostatitis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Alexander W. Pastuszak |Titel=Current Diagnosis and Management of Erectile Dysfunction |Sammelwerk=Current sexual health reports |Band=6 |Nummer=3 |Datum=2014-09 |Seiten= |PMC=4394737}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose und Klassifikation ==&lt;br /&gt;
Eindeutige Marker für die Diagnose des Prostatitissyndroms existieren nicht. Zur Basisdiagnostik gehören Anamneseerhebung, digital-rektale Abtastung ([[Palpation]]) der Prostata, Entzündungs- und Erregerlokalisation mittels [[4-Gläser-Probe]] (Ersturin, Mittelstrahlurin, Prostataexprimat und Urin nach Prostatamassage), Ejakulatanalyse zur Entzündungsbestimmung (inkl. [[Antibiogramm]]), Sonographie, Uroflowmetrie mit Restharnmessung zur Bestimmung funktioneller oder anatomischer Harnabflussstörungen, orientierend neurologische Untersuchung.&lt;br /&gt;
Zur Symptomevaluierung werden unterstützend standardisierte Fragebögen (Symptome Scores) herangezogen.&lt;br /&gt;
Anstatt der aufwendigen 4-Gläser-Probe wird im klinischen Alltag oft eine ähnlich zuverlässige vergleichende Untersuchung von Urin vor und nach Prostatamassage eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ML&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MBC&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.uronews-online.de/archiv/2003/08/un0308_35.pdf |text=Chronische Schmerzen im Beckenbereich – Ein diagnostisches und therapeutisches Puzzle |wayback=20070930144705 |archiv-bot=2019-05-08 08:16:50 InternetArchiveBot}} &amp;#039;&amp;#039;URO-NEWS • Sonderheft1·2003&amp;#039;&amp;#039; (O. Moormann, G. Bartsch, H.-P. Caspers)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Schirmherrschaft der [[National Institutes of Health|National Institutes of Health (NIH)]] wurde eine Klassifizierung der Prostatitisformen erarbeitet, die in der Prostatitisforschung und zunehmend auch in der urologischen Praxis angewendet wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ML&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* akute Prostatitis (Kategorie I)&lt;br /&gt;
* chronische bakterielle Prostatitis (Kategorie II)&lt;br /&gt;
* chronische [[abakterielle]] Prostatitis / chronisches Schmerzsyndrom des Beckens; kurz CP/CPPS (Kategorie III)&lt;br /&gt;
* asymptomatische entzündliche Prostatitis (Kategorie IV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathogenese und Therapie ==&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;akuten Prostatitis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich um eine akute Infektion der Prostata, die von [[Fieber]], Schüttelfrost und [[Harnverhalt]] begleitet sein kann. Als Erreger gelten insbesondere [[Bakterien]] der im Darm siedelnden Art [[Escherichia coli]]. Diese sind massenhaft im Urin nachweisbar. Die Leukozyten- und oft auch die Konzentration des [[Prostataspezifisches Antigen|prostataspezifischen Antigens]] sind erhöht. Die ätiologische Bedeutung von Chlamydien- und Mykoplasmenspezies ist umstritten. Zur Therapie werden [[Antibiotikum|Antibiotika]], insbesondere [[Fluorchinolone]] oder ggf. [[Tetracycline]], eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;chronische bakterielle Prostatitis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird ebenfalls auf den Harnwegsinfekterreger [[Escherichia coli]] zurückgeführt. Darüber hinaus kann [[Mycobacterium tuberculosis]] im Rahmen einer Urogenitaltuberkulose Prostatitis verursachen. Anaerobier, [[Neisseria gonorrhoeae]], [[Trichomonas vaginalis]], Viren und Pilzspezies gelten nur in Einzelfällen als ätiologisch relevant. Möglicherweise stehen zyklisch wiederkehrende Beschwerden mit der Rückhaltung bzw. Rückströmung von Erregern in den Harnwegen im Zusammenhang. Ursächlich könnten hierbei [[Prostatavergrößerung]]en, neurogene Blasenfunktionsstörungen, Prostatasteine und Strikturen sein.&lt;br /&gt;
Die Symptome chronischer bakterieller Prostatitis ähneln denen der akuten Form, sind jedoch meist schwächer ausgeprägt. Therapieoption sind Antibiotikagaben über 4 bis 6 Wochen. Die Erfolgsrate beträgt 80&amp;amp;nbsp;% bei [[Clarithromycin]], 80&amp;amp;nbsp;% bei [[Azithromycin]], 77&amp;amp;nbsp;% bei [[Doxycyclin]], 40–77&amp;amp;nbsp;% bei [[Ciprofloxacin]], 75&amp;amp;nbsp;% bei [[Levofloxacin]] und 62–77&amp;amp;nbsp;% bei Azithromycin + Ciprofloxacin (abhängig von der Ciprofloxacin Dosis).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bju&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jon Rees, Mark Abrahams, Andrew Doble, Alison Cooper |Titel=Diagnosis and treatment of chronic bacterial prostatitis and chronic prostatitis/chronic pelvic pain syndrome: a consensus guideline |Sammelwerk=Bju International |Band=116 |Nummer=4 |Datum=2015-10  |Seiten= |PMID=25711488}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aufgrund offenbar etwas niedrigerer Erfolgsrate gilt das früher bevorzugte [[Cotrimoxazol]] heute eher als Mittel der zweiten Wahl. Eine Kombination der antimikrobiellen Behandlung mit [[Alphablocker]]n soll den Therapieerfolg verbessern. Dass die Eradikation der Erreger letztlich zu einer Beseitigung der schmerzhaften Prostatitissymptome führt, ist bisher nicht hinreichend evaluiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ML&amp;quot; /&amp;gt; Auch fehlen bisher Vergleiche von Antibiotikatherapie zu Placebo.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bju&amp;quot; /&amp;gt; Die langfristige Rückfallquote beträgt bis zu 50&amp;amp;nbsp;%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Unterstützung von Antibiotikatherapien wurden von einigen Autoren begleitende Prostatamassagen empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |language=en | author= J Nickel, J Downey, A Feliciano, B Hennenfent | title=Repetitive prostatic massage therapy for chronic refractory prostatitis: the Philippine experience | journal=Tech Urol | volume=5 | issue=3 | pages=146–151 | year=1999 | pmid = 10527258}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal |language=en | author= | title=Use of prostatic massage in combination with antibiotics in the treatment of chronic prostatitis | journal=[[Prostate Cancer Prostatic Dis]] | volume=2 | issue=3 | pages=159–162 | year=1999 | pmid = 12496826}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu deren Nebenwirkungsrisiko liegen nur wenige Daten vor. In einer neueren Vergleichsstudie konnten keine besseren Behandlungsergebnisse erzielt werden als mit alleiniger Antibiotikagabe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal | language=en| author= A Sengoku, M Yamashita, K Umezu | title=[A case of Fournier’s gangrene: was it triggered by prostatic massage?] | journal=Hinyokika Kiyo | volume=36 | issue=9 | pages=1097–1100 | year=1990 | pmid = 2239620}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal | language=en| author= S Buse, T Warzinek, C Hobi, D Ackerman | title=[Prostate massage with unwanted consequences. Case report] | journal=Urologe A | volume=42 | issue=1 | pages=78–79 | year=2003 | pmid = 14655640}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite journal | language=en| author= A Ateya, A Fayez, R Hani, W Zohdy, M Gabbar, R Shamloul | title=Evaluation of prostatic massage in treatment of chronic prostatitis | journal=Urology | volume=67 | issue=4 | pages=674–678 | year=2006 | pmid = 16566972}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abakterielle Prostatitis/chronisches Schmerzsyndrom des Beckens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die häufigste Form der Prostatitis. [[Symptomatisch]]e Unterschiede zur bakteriellen Form bestehen nicht, außer dass sich keine als Erreger relevanten Bakterien nachweisen lassen. Die Erklärungsmodelle sind vielfältig. Sie reichen von einer Autoimmunstörung über eine neurogene Entzündung bis zu einem [[Myofasziales Schmerzsyndrom|myofaszialen Schmerzsyndrom]]. Zu Letzterem werden zwei Kategorien unterschieden: Einerseits eine Fehlsteuerung des lokalen Nervensystems aufgrund zurückliegender traumatischer Ereignisse sowie eine psychogene chronische Verspannung der Muskulatur des Beckenbodens. Aufgrund der chronischen Verspannung werden Nervenzellen überreizt und dabei zur Freisetzung des Neurokinins [[Substanz P]] stimuliert. Daraus können sich letztlich, wie in Tierversuchen nachgewiesen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;TC&amp;quot;&amp;gt;N. Alexacos, X. Pang, W. Boucher, D. E. Cochrane, G. R. Sant, T. C. Theoharides: &amp;#039;&amp;#039;Neurotensin mediates rat bladder mast cell degranulation triggered by acute psychological stress.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Urology.&amp;#039;&amp;#039; Band 53, Nummer 5, Mai 1999, S.&amp;amp;nbsp;1035–1040, PMID 10223502.&amp;lt;/ref&amp;gt; Entzündungen des Urogenitaltrakts entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mögliche Verursachung abakterieller Prostatitis durch schwer nachweisbare Bakterien wird kontrovers diskutiert. Ein kanadisches Forscherteam um Keith Jarvi berichtete auf der Jahrestagung der Amerikanischen Urologischen Gesellschaft (AUA) im Jahr 2001 von bis dato unbekannten Bakterienarten Paenobacillus sp. und Proteobacterium sp. in Samenflüssigkeit und Urin von Männern mit CP/CPPS. Als Hinweis auf eine bakterielle Pathogenese wurden auch häufige Befunde bakterieller Genombestandteile (16S rRNA) in prostataspezifischen Proben von Männern mit abakterieller Prostatitis bei Breitspektrum-PCR-Untersuchungen gedeutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PCR1&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal | language=en | author= JN Krieger, DE Riley, MC Roberts and RE Berger | title= Prokaryotic DNA sequences in patients with chronic idiopathic prostatitis| journal= J Clin Microbiol.| year=1996| volume=34| issue=12| pages=3120–3128| pmid= 8940458}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings wurden in einer anschließenden Studie in Gewebeproben von Männern ohne Prostatitis bakterielle 16S rRNA mit vergleichbarer Häufigkeit nachgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PCR2&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal | language=en| author= Keay S, Zhang CO, Baldwin BR, Alexander RB| title= Polymerase chain reaction amplification of bacterial 16s rRNA genes in prostate biopsies from men without chronic prostatitis| journal=Urology| year=1999| volume=53| issue=3| pages=487–491| pmid = 10096371}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;entzündlichen chronischen Schmerzsyndrom des Beckens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; lassen sich erhöhte Leukozytenkonzentrationen im Prostatasekret / [[Ejakulat]], die als Indiz für eine Entzündung gedeutet werden, nachweisen. Beim &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nichtentzündlichen chronischen Schmerzsyndrom des Beckens&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind keine erhöhten Leukozytenkonzentrationen nachweisbar. Die Pathogenese des chronischen Schmerzsyndroms des Beckens ist unklar. Die Behandlungsempfehlungen unterscheiden sich hinsichtlich der beiden Subtypen kaum. Eine langfristig hochwirksame Therapie ist nicht nachgewiesen. Für folgende Mittel konnte in kontrollierten, randomisierten Studien begrenzte Wirksamkeit gezeigt werden:&amp;lt;ref name=&amp;quot;JD&amp;quot;&amp;gt;Dimitrakov JD, Kaplan SA, Kroenke K, Jackson JL, Freeman MR: &amp;#039;&amp;#039;Management of chronic prostatitis/chronic pelvic pain syndrome: an evidence-based approach&amp;#039;&amp;#039;, Urology. 2006;67(5):881–888&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;CAM&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal | language=en| author=Capodice JL, Bemis DL, Buttyan R, Kaplan SA, Katz AE| title= Complementary and alternative medicine for chronic prostatitis/chronic pelvic pain syndrome| journal= Evid Based Complement Alternat Med.| year=2005| volume=Dec| issue=2(4)| pages=495–501| pmid = 16322807}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Alphablocker|Alpha-1-Blocker]]&lt;br /&gt;
* [[Pentosan Polysulfat]]&lt;br /&gt;
* [[Mepartricin]], ein [[Östrogen Reuptake-Hemmer]]&lt;br /&gt;
* [[Quercetin]], ein [[Flavonoid]]&lt;br /&gt;
* Pollenextrakt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antibiotikatherapien haben sich in belastbaren Studien nur für einen geringen Teil der CP/CPPS-IIIa-Patienten als hilfreich erwiesen. Meist führt die längerfristige Behandlung mit bei bakterieller Prostatitis zu bevorzugenden [[Fluorchinolone]]n beim chronischen Schmerzsyndrom des Beckens zu keiner symptomatischen Besserung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BC1&amp;quot;&amp;gt;R. B. Alexander, K. J. Propert, A. J. Schaeffer, J. R. Landis, J. C. Nickel, M. P. O’Leary, M. A. Pontari, M. McNaughton-Collins, D. A. Shoskes, C. V. Comiter, N. S. Datta, J. E. Fowler, R. B. Nadler, S. I. Zeitlin, J. S. Knauss, Y. Wang, J. W. Kusek, L. M. Nyberg, M. S. Litwin: &amp;#039;&amp;#039;Ciprofloxacin or tamsulosin in men with chronic prostatitis/chronic pelvic pain syndrome: a randomized, double-blind trial.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Annals of internal medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 141, Nummer 8, Oktober 2004, S.&amp;amp;nbsp;581–589. PMID 15492337.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BC2&amp;quot;&amp;gt;J. C. Nickel, J. Downey, J. Clark, R. W. Casey, P. J. Pommerville, J. Barkin, G. Steinhoff, G. Brock, A. B. Patrick, S. Flax, B. Goldfarb, B. W. Palmer, J. Zadra: &amp;#039;&amp;#039;Levofloxacin for chronic prostatitis/chronic pelvic pain syndrome in men: a randomized placebo-controlled multicenter trial.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Urology.&amp;#039;&amp;#039; Band 62, Nummer 4, Oktober 2003, S.&amp;amp;nbsp;614–617. PMID 14550427.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Behandlung der Schmerzen kann eine Schmerztherapie, beispielsweise mit [[Tramadol]], in Betracht gezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen von Untersuchungen der Zeugungsfähigkeit oder der Krebsvorsorge sind auch vielfach bei Männern ohne Prostatitisbeschwerden erhöhte Leukozytenkonzentrationen im Ejakulat oder im Prostatasekret festzustellen. Derartige Fälle werden als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;asymptomatische entzündliche Prostatitiden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eingestuft. Zur Behandlung werden oft Antibiotika und/oder entzündungshemmende Substanzen wie Diclofenac und Enzyme eingesetzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist nach derzeitigem Kenntnisstand aber gering.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WE2&amp;quot;&amp;gt;“Several inflammatory and reactive alterations of sperm quality seem to be proven; nevertheless, the impact of these findings on male fertility remains in many cases unclear.” {{cite journal | language=en | author=W Weidner et al. | title=Relevance of male accessory gland infection for subsequent fertility with special focus on prostatitis | journal=[[Hum Reprod Update]]| year=1999| volume=5| issue=5| pages=421–432| pmid=10582781}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alternative Therapieansätze ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Acetylcystein]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ACC) wird als [[Mukolytikum]] seit einigen Jahren im Zusammenhang mit Prostatitis erforscht. Mukoproteine (siehe [[Corpora amylacea]]) bilden einen Hauptbestandteil des Prostatasekretes. Zielsetzung ist hierbei, die Blockierung des Sekretabflusses aufzuheben und somit eine Reduzierung des Gewebedrucks zu erreichen (vermutete Schmerzursache), und zwar durch eine einmalige Einnahme von zweimal 600&amp;amp;nbsp;mg ACC. Die Einnahme wird bei erneut auftretenden Beschwerden wiederholt. Dies wurde von Einzelpatienten mit Erfolg erprobt, ist jedoch klinisch noch nicht nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.kyb.mpg.de/publications/attachments/Laborjournal-2007-14_%5B0%5D.pdf |wayback=20110109121528 |text=zur Hypothese ACC bei chronischer Prostatitis. |archiv-bot=2024-04-19 15:16:31 InternetArchiveBot }} In: &amp;#039;&amp;#039;Laborjournal&amp;#039;&amp;#039;, 2007, 14&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Sökeland, Harald Schulze, Herbert Rübben: &amp;#039;&amp;#039;Urologie.&amp;#039;&amp;#039; 13. Auflage. Thieme, Stuttgart 2004.&lt;br /&gt;
* Ernst-Albrecht Günthert: &amp;#039;&amp;#039;Psychosomatische Urologie.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Schattauer, Dezember 2003, ISBN 3-7945-2298-2 (broschiert, 156 Seiten).&lt;br /&gt;
* W. Weidner, P. O. Madsen, H. G. Schiefer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Prostatitis. Etiopathology, Diagnosis and Therapy.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 1994, ISBN 3-540-56624-4 / 0-387-56624-4.&lt;br /&gt;
* J. Curtis Nickel: &amp;#039;&amp;#039;The Prostatitis Manual: A Practical Guide to Management of Prostatitis / Chronic Pelvic Pain Syndrome.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Bladon Medical Publishing, 2002, ISBN 1-904218-08-3.&lt;br /&gt;
* David Wise: &amp;#039;&amp;#039;A Headache in the Pelvis: A New Understanding and Treatment for Prostatitis and Chronic Pelvic Pain Syndromes.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. National Center for Pelvic Pain, 2005, ISBN 0-9727755-2-8.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Florian M. E. Wagenlehner et al.&lt;br /&gt;
   |Titel=Prostatitis und männliches Beckenschmerzsyndrom: Diagnostik und Therapie&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Dtsch Arztebl Int&lt;br /&gt;
   |Nummer=106 (11)&lt;br /&gt;
   |Datum=2009&lt;br /&gt;
   |Seiten=175–183&lt;br /&gt;
   |Online=[https://www.aerzteblatt.de/archiv/prostatitis-und-maennliches-beckenschmerzsyndrom-e954f028-fe66-49b4-b99b-a6f77f8f653d Abstract]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.chronicprostatitis.com/ chronicprostatitis.com] – a site devoted to CP/CPPS, male IC, and pelvic myoneuropathy.&lt;br /&gt;
* [http://www.prostatitis.org/ The Prostatitis Foundation]&lt;br /&gt;
* [https://www.medizin-forum.de/phpbb/viewforum.php?f=9 medizin-forum.de zu Prostatitis]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Urologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Andrologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prostata]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Auchwaswisser</name></author>
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