<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Proslogion</id>
	<title>Proslogion - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Proslogion"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Proslogion&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T04:07:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Proslogion&amp;diff=469331&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-10794-91: Ich habe die Kommafehler ausgeglättet und einen unbestimmten Artikel in die deutsche Übersetzung hinzugefügt, damit es ein bisschen runder klingt. Die Übersetzung wird dadurch nicht falsch, im Gegenteil sogar schöner zu lesen.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Proslogion&amp;diff=469331&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-17T22:58:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ich habe die Kommafehler ausgeglättet und einen unbestimmten Artikel in die deutsche Übersetzung hinzugefügt, damit es ein bisschen runder klingt. Die Übersetzung wird dadurch nicht falsch, im Gegenteil sogar schöner zu lesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Proslogion&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein von [[Anselm von Canterbury]] in der [[Frühscholastik]] 1077/78 verfasstes Werk. Es gilt als das erste Werk der [[Philosophie des Abendlandes|abendländischen Philosophie]] bzw. [[Geschichte der Philosophie|Philosophiegeschichte]], das einen [[Ontologie|ontologischen]] [[Gottesbeweis]] enthält, und erlangte deshalb größere Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung des Titels des Werkes ==&lt;br /&gt;
[[Anselm von Canterbury]] gab an, das Proslogion im Anschluss an das [[Monologion]] verfasst zu haben und dass es, wie dieses, ursprünglich erst keinen und dann einen anderen Titel hatte. So lauteten die ursprünglichen Titel „&amp;#039;&amp;#039;Exemplum meditandi de ratione fidei&amp;#039;&amp;#039; – ein Beispiel, wie man über den Grund des Glaubens nachsinnt“ bzw. „&amp;#039;&amp;#039;Fides quaerens intellectum&amp;#039;&amp;#039; – Glaube, der nach [[Einsicht]] sucht“, welche die mittelalterlichen Grundpositionen [[Credo ut intelligam|credo, ut intelligam]] sowie [[intellectus fidei]] widerspiegeln. Erst durch [[Liste der Bischöfe von Aosta|Erzbischof Hugo von Lyon]], der ihm, wie Anselm schreibt, kraft seiner apostolischen Autorität befahl, den Namen des Verfassers vor die Werke zu stellen, benannte Anselm seine Werke in „&amp;#039;&amp;#039;Monologion&amp;#039;&amp;#039; – Selbstgespräch“ bzw. „&amp;#039;&amp;#039;Proslogion&amp;#039;&amp;#039; – Anrede“ um.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pp-vorrede&amp;quot;&amp;gt;vgl. Proslogion Prooemium (Vorrede)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilungsmöglichkeiten des Werkes ==&lt;br /&gt;
Das in der französischen [[Abtei Le Bec]] verfasste Proslogion ist ein in [[Lateinische Sprache|lateinischer Sprache]] verfasstes Werk, welches aus einer Vorrede und insgesamt 26 Kapiteln besteht. Wesentliches Anliegen des Proslogions ist es, wie Anselm schreibt, Gott durch ein „einziges Argument – &amp;#039;&amp;#039;unum argumentum&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref name=&amp;quot;pp-vorrede&amp;quot; /&amp;gt; nachzuweisen, was viele Interpreten und nicht zuletzt die verdienstvollen Herausgeber [[Karl Barth]] und [[Franciscus Salesius Schmitt]] dazu bewog, das Werk in zwei Teile (Kapitel II–IV und Kapitel V–XXVI) zu unterteilen. Diese Einteilung wurde später dahingehend kritisiert, dass sie dem Gesamtwerk nicht gerecht werde, sodass neben anderen [[Michael Corbin]] als Mittelpunkt des Werkes das Kapitel&amp;amp;nbsp;XV ausmachte, in welchem es heißt, dass Gott „etwas Größeres“ sei, „als gedacht werden kann“, und das Werk deshalb in insgesamt 11 Abschnitte unterteilte, von denen sich die ersten (A–E) und letzten fünf (E&amp;#039;–A&amp;#039;) symmetrisch entsprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Robert Theis im Nachwort zum Proslogion der Reclam Reihe 18336 S. 141–142&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einteilung nach Michael Corbin:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;width:50%&amp;quot; class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:7%; background:#7CCD7C;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:13%; background:#7CCD7C;&amp;quot;| Kapitel&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;width:80%; background:#7CCD7C;&amp;quot;| Bezeichnung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A || I || Gebet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| B || II–IV || Gott ist, wie wir glauben, dass er ist&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| C || V–XII || Gott ist, was wir glauben, dass er ist&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| D || XIII || Ewigkeit und Unbegrenztheit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| E || XIV || Entdeckung des unerreichbaren Lichts&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| F || XV || Gottes Über-Unbegreiflichkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| E&amp;#039; || XVI–XVIII || Anerkennung des unerreichbaren Lichts&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| D&amp;#039; || XIX–XXI || Ewigkeit und Unendlichkeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| C&amp;#039; || XXII || Gott ist, was er ist und der er ist&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| B&amp;#039; || XXIII || Gott wird als Vater, Sohn und Geist bekannt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| A&amp;#039; || XXIV–XXVI || Gebet, um in die vollkommene Freude Gottes zu gelangen, die Gott durch seinen Sohn versprochen hat&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der ontologische Gottesbeweis ==&lt;br /&gt;
Das von Anselm selbst als „unum argumentum“ bezeichnete Argument in den Kapiteln II–V erlangte nicht zuletzt aufgrund der Rezeption durch [[Descartes]] und [[Leibniz]], durch die Kritik von [[Thomas von Aquin]] und [[Kant]] sowie die Gegenkritik [[Hegel]]s zu Kants Kritik größere Bekanntheit. Die Bezeichnung „ontologisches Argument“ erhielt das „unum argumentum“ erst durch Kant in seiner &amp;#039;&amp;#039;Kritik der reinen Vernunft&amp;#039;&amp;#039;, in welcher er die Unmöglichkeit eines ontologischen Gottesbeweises aufzuweisen versucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einleitung ===&lt;br /&gt;
Seinen Gottesbeweis kleidet Anselm in ein [[Gebet]]. Es beginnt mit der Bitte, Gott möge ihm die nötige Erkenntnis für sein Vorhaben schenken. Wie diese Einkleidung zu werten ist, ist kontrovers. Hin und wieder wird Anselm auch deswegen eine glaubenswissenschaftliche Position (siehe [[intellectus fidei]]) zugeschrieben, welche betont: [[Verstehen]] einer [[Glaubenswahrheiten der katholischen Kirche|Glaubenswahrheit]] ist nur aus dem [[Glaube (Religion)|Glauben]] möglich. Anders akzentuiert betonen einige Interpreten die autonome Stellung der [[Vernunft]] in der Durchdringung sämtlicher Glaubenswahrheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend wird nicht nur kontrovers diskutiert, ob und unter welchen Voraussetzungen seine Ausführungen schlüssig, sondern auch, ob sie als streng logischer [[Beweis (Logik)|Beweis]] beabsichtigt sind. Zur Frage nach der Möglichkeit von Gottesbeweisen siehe auch: [[Natürliche Theologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Argumentation ===&lt;br /&gt;
Zentral für die [[Argumentation]] ist Anselms Gottesbegriff: [[Gott]] sei „das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann“ (&amp;#039;&amp;#039;id, quo nihil maius cogitari potest&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anselm entfaltet seine Argumentation in drei Schritten. Er möchte den Toren aus {{B|Ps|14|1|ELB}} widerlegen, der in seinem Herzen spricht, es gebe keinen Gott. Zunächst führt Anselm aus, dass auch ein Tor, der die [[Existenz]] Gottes leugne, zugeben müsse, dass, wenn er den vorgelegten Gottesbegriff verstehe, dieser in seinem [[Verstand]] existiere (&amp;#039;&amp;#039;esse in intellectu&amp;#039;&amp;#039;), da alles, was verstanden werde, im Verstand sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zweiten Schritt argumentiert Anselm wie folgt: &amp;#039;&amp;#039;Das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann&amp;#039;&amp;#039;, könne nicht &amp;#039;&amp;#039;nur&amp;#039;&amp;#039; im Verstand existieren, da sonst gedacht werden könne, dass es &amp;#039;&amp;#039;auch&amp;#039;&amp;#039; in [[Wirklichkeit]] existiere (&amp;#039;&amp;#039;esse in re&amp;#039;&amp;#039;), was größer wäre. &amp;#039;&amp;#039;Das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann&amp;#039;&amp;#039;, wäre dann nicht das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann. Daraus folgert Anselm, dass &amp;#039;&amp;#039;das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann&amp;#039;&amp;#039;, auch in Wirklichkeit existieren muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im dritten Argumentationsschritt stellt Anselm die These auf, dass von dem, &amp;#039;&amp;#039;worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann&amp;#039;&amp;#039;, nicht einmal gedacht werden könne, es existiere nicht. Es könne nämlich gedacht werden, dass etwas existiert, das als nicht existierend nicht gedacht werden kann. Das aber wäre größer als etwas, von dem gedacht werden kann, dass es nicht existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schluss ===&lt;br /&gt;
Nachdem Anselm seine Argumente dafür dargelegt hat, dass &amp;#039;&amp;#039;das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann&amp;#039;&amp;#039;, nicht nur existiert, sondern notwendig existiert, folgt ein Zwischengebet, in dem er &amp;#039;&amp;#039;das, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann&amp;#039;&amp;#039;, mit Gott identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen Gottesbeweis schließt Anselm mit einem Dankgebet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik und Gegenkritik ==&lt;br /&gt;
Eine erste Kritik erfuhr der Gottesbeweis Anselms bereits kurz nach seinem Erscheinen angeblich von einem [[Mönch]] namens [[Gaunilo von Marmoutiers]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Gaunilo siehe Kurt Flasch: &amp;#039;&amp;#039;Kann Gottes Nicht-Sein gedacht werden?&amp;#039;&amp;#039;,  Konrad Goehl, Johannes Gottfried Mayer: &amp;#039;&amp;#039;Deus in cogitatione existens. Der Appendix zum ›Proslogion‹ des Anselm von Canterbury – oder: Kann Gaunilos Nicht-Sein gedacht werden?&amp;#039;&amp;#039;, passim, sowie Imbrisevic und Losoncy.&amp;lt;br /&amp;gt;Vgl. auch &amp;#039;&amp;#039;[[:en:Gaunilo of Marmoutiers|Gaunilo of Marmoutiers]]&amp;#039;&amp;#039; in der englischsprachigen Wikipedia.&amp;lt;br /&amp;gt;Edition und Übersetzung des Gaunilo-Textes siehe die Edition &amp;#039;&amp;#039;Proslogion&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den [[Implikation]]en eines Begriffs könne nicht die Existenz der damit bezeichneten Sache gehören. Sonst könnte jemand auch etwa den Begriff einer vollkommenen Insel bilden und in [[Analogieschluss|Analogie]] zu Anselms Beweis folgern, dass deren Vortrefflichkeit ihre Existenz beweise – was offensichtlich absurd wäre. Anselm begegnete diesem Einwand damit, dass seine Argumentation einzig auf den Begriff dessen, &amp;#039;&amp;#039;worüber hinaus Größeres nicht gedacht werden kann&amp;#039;&amp;#039;, anwendbar sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hansjürgen Verweyen]] |Titel=Nach Gott fragen. Anselms Gottesbegriff als Anleitung |Sammelwerk=Christliche Strukturen in der modernen Welt |Hrsg=Wilhelm Plöger |Band=23 |Verlag=Ludgerus |Ort=Essen |Datum=1978 |Seiten=38 |Online=https://www.ub.uni-freiburg.de/fileadmin/ub/referate/04/verweyen/anselm6.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweites Gegenargument bezieht sich darauf, dass Anselm die Höherwertigkeit von notwendigem gegenüber [[Kontingenz (Philosophie)|kontingentem]] bzw. von wirklichem gegenüber nur gedachtem Sein unbegründet voraussetze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein drittes Gegenargument verneint, dass es &amp;#039;&amp;#039;das, worüber hinaus Größeres nicht gedacht werden kann&amp;#039;&amp;#039;, geben könne, da zu jedem Größeren immer noch etwas Größeres gedacht werden könne.&lt;br /&gt;
Darauf lässt sich im Sinne Anselms antworten, dass &amp;#039;&amp;#039;das, worüber hinaus Größeres nicht gedacht werden kann&amp;#039;&amp;#039;, nicht als das „denkbar Größte“ oder „größte Denkbare“ missverstanden werden darf, sondern größer ist als alles, was gedacht werden kann. So bekennt Anselm im Kapitel XV des Proslogion: „Herr, Du bist also nicht nur, worüber hinaus Größeres nicht gedacht werden kann, sondern etwas Größeres, als gedacht werden kann.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Kritik [[Kant]]s am ontologischen Argument siehe [[Gottesbeweis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kantsche Ablehnung des ontologischen Gottesbeweises hat bereits [[Hegel]]&amp;lt;ref&amp;gt;„Unüberwindlich aber wird allerdings die Schwierigkeit, im Begriffe überhaupt und ebenso im Begriffe Gottes das Sein zu finden, wenn es ein solches sein soll, das im Kontexte der äußern Erfahrung oder in der Form der sinnlichen Wahrnehmung wie die hundert Taler in meinem Vermögenszustande nur als ein mit der Hand, nicht mit dem Geiste Begriffenes, wesentlich dem äußern, nicht dem innern Auge Sichtbares vorkommen soll, - wenn dasjenige Sein, Realität, Wahrheit genannt wird, was die Dinge als sinnliche, zeitliche und vergängliche haben. Wenn ein Philosophieren sich beim Sein nicht über die Sinne erhebt, so gesellt sich dazu, dass es auch beim Begriffe nicht den bloß abstrakten Gedanken verlässt; dieser steht dem Sein gegenüber“ (Wissenschaft der Logik (1813), Zweiter Teil, hrsg. v. G. Lasson, Hamburg (Phil. Bibl.), S. 355, zit. nach Hansjürgen Verweyen: &amp;#039;&amp;#039;Nach Gott fragen&amp;#039;&amp;#039;. Anselms Gottesbegriff als Anleitung. Essen: Ludgerus 1978. (Christliche Strukturen in der modernen Welt. Hg. v. Wilhelm Plöger; 23), S. 40.).&amp;lt;/ref&amp;gt; kritisiert, und noch bis in die Gegenwart wird Kants Kritik von Philosophen und Theologen kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hansjürgen Verweyen]] beispielsweise nimmt in seiner Analyse des Proslogion Anselm gegen Kants Kritik in Schutz und stimmt dem Kern seines Arguments zu: „Wenn sich die Vernunft selbst als unbezweifelbar wirklich und die Idee Gottes als ihre tiefste und eigentlich treibende Kraft erfasst, dann muss sie sich selbst in dieser Bewegung auf die wirkliche Existenz Gottes als den sie allein erklärenden Grund zurückführen. Das ist dann kein „ontologisches“ Argument mehr, kein unzulässiger Schritt vom bloß gedachten zum wirklichen Sein, sondern Schritt innerhalb einer Wirklichkeit, die ihre eigene Struktur enthüllt.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hansjürgen Verweyen]] |Titel=Nach Gott fragen. Anselms Gottesbegriff als Anleitung |Sammelwerk=Christliche Strukturen in der modernen Welt |Hrsg=Wilhelm Plöger |Band=23 |Verlag=Ludgerus |Ort=Essen |Datum=1978 |Seiten=66 |Online=https://www.ub.uni-freiburg.de/fileadmin/ub/referate/04/verweyen/anselm6.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textausgaben und Übersetzungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Proslogion.&amp;#039;&amp;#039; (Oxford, Bodleiana, Cod. Rawlinso A. 392) um 1085 (älteste erhaltene Handschrift)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Proslogion.&amp;#039;&amp;#039; [[Johann Amerbach]] 1497 (erster Druck).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Proslogion: lateinisch/deutsch.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung, Anmerkungen und Nachwort von Robert Theis. Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 3-15-018336-7. Darin S. 76–89 auch die angeblich von einem Gaunilo verfasste kritische Schrift &amp;#039;&amp;#039;Quid ad haec respondeat quidam pro insipiente&amp;#039;&amp;#039; (Was jemand anstelle des Toren hierauf erwidern könnte) und S. 90–116 Anselms Erwiderung &amp;#039;&amp;#039;Quid ad haec respondeat Editor ipsius libelli&amp;#039;&amp;#039; (Was der Verfasser dieses Büchleins darauf entgegnet).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Proslogion: Untersuchungen.&amp;#039;&amp;#039; Lat.-dt. Ausg. hrsg. von Franciscus Salesius Schmitt. Frommann-Holzboog, Stuttgart / Bad Cannstatt (1962) 1995, ISBN 3-7728-0010-6&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Proslogion&amp;#039;&amp;#039;. lat. Text und Übersetzung der Kap. 2–4 in: [[Hansjürgen Verweyen]]: &amp;#039;&amp;#039;Nach Gott fragen: Anselms Gottesbegriff als Anleitung&amp;#039;&amp;#039;. Ludgerus, Essen 1978, S. 90ff. [http://www.ub.uni-freiburg.de/referate/04/verweyen/anselm8.htm Online-Text].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kann Gottes Nicht-Sein gedacht werden? Die Kontroverse zwischen Anselm von Canterbury und Gaunilo von Marmoutiers. Lateinisch-Deutsch.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt, erläutert und hrsg. von [[Burkhard Mojsisch]], mit einer Einleitung von [[Kurt Flasch]]. Mainz 1989 (= &amp;#039;&amp;#039;excerpta classica&amp;#039;&amp;#039;, IV).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Opera omnia.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. v. Franciscus Salesius Schmitt. Seckau u.&amp;amp;nbsp;a. 1938–1961, ergänzter Neudruck 1984, ISBN 3-7728-0011-4 Bd. 1, S. 89–139.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christoph Asmuth: &amp;#039;&amp;#039;Proslogion (lat., Anrede)&amp;#039;&amp;#039;. In: Michael Eckert u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der theologischen Werke.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart: Kröner 2003, ISBN 3-520-49301-2, S. 600.&lt;br /&gt;
* [[Bernd Goebel]] und Christoph Trapp, &amp;#039;&amp;#039;Anselm von Canterbury: &amp;#039;&amp;#039;Der Gottesbeweis im &amp;#039;&amp;#039;Proslogion&amp;#039;&amp;#039; und die Debatte mit Gaunilo&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;, Ditzingen: Reclam, 2025, ISBN 978-3-15-014583-8.&lt;br /&gt;
* [[Konrad Goehl]], [[Johannes Gottfried Mayer]]: &amp;#039;&amp;#039;Deus in cogitatione existens. Der Appendix zum ›Proslogion‹ des Anselm von Canterbury – oder: Kann Gaunilos Nicht-Sein gedacht werden?&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;Versuch einer Neu-Übersetzung des ›Proslogion-Appendix‹&amp;#039;&amp;#039; (S. 355–375) – &amp;#039;&amp;#039;System der Gedankenführung&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;Anhang.&amp;#039;&amp;#039; In: Konrad Goehl, Johannes Gottfried Mayer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Editionen und Studien zur lateinischen und deutschen Fachprosa des Mittelalters. Festgabe für Gundolf Keil.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen und Neumann, Würzburg 2000 (= &amp;#039;&amp;#039;Texte und Wissen.&amp;#039;&amp;#039; Band 3), ISBN 3-8260-1851-6, S. 339–402; darin auch [[Eadmer]]s (unzuverlässiger) Bericht über die Entstehung des &amp;#039;&amp;#039;Proslogion&amp;#039;&amp;#039; in lateinischer Sprache (nach Martin Rule) und deutscher Übersetzung: S. 397–401.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Miroslav Imbrisevic |Titel=Gaunilo&amp;#039;s Cogito Argument |Sammelwerk=The Saint Anselm Journal |Band=5 |Nummer=1 |Datum=2007 |Online=https://philpapers.org/rec/IMBGCA |Format=PDF |KBytes=101}}&lt;br /&gt;
* Siegfried Karl: &amp;#039;&amp;#039;Ratio und affectus. Zum Verhältnis von Vernunft und Affekt in den Orationes sive Meditationes und im Proslogion Anselms von Canterbury (1033/4-1109).&amp;#039;&amp;#039; Rom: Eos 2014, Studia Anselmiana, Bd. 160. ISBN 978-3-8306-7594-5. &lt;br /&gt;
* [[Thomas Losoncy]]: &amp;#039;&amp;#039;Anselm&amp;#039;s response to Gaunilo&amp;#039;s Dilemma. An insight into the notion of &amp;#039;Being&amp;#039; operative in the  Proslogion&amp;#039;&amp;#039; in The New Scholasticism, Vol. 56, No. 207, 1982, p. 207–216.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Losoncy]]: &amp;#039;&amp;#039;The Anselm-Gaunilo Dispute about Man&amp;#039;s Knowledge of God&amp;#039;s Existence: An Examination&amp;#039;&amp;#039; in 25 Years of Anselm Studies (1969–1994): Review and Critique of Recent Scholarly Views, ed. Frederick van Fleteren and Joseph C. Schnaubelt, (Lampeter: The Edwin Mellen Press, 1996), pp. 161–181.&lt;br /&gt;
* [[Peter Millican]]: &amp;quot;The One Fatal Flaw in Anselm&amp;#039;s Argument&amp;quot;, &amp;#039;&amp;#039;Mind&amp;#039;&amp;#039; 113 (2004), S.&amp;amp;nbsp;437–76.&lt;br /&gt;
* [[Burkhard Mojsisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Anselm von Canterbury. Gottesbeweise.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Theo Kobusch]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Philosophen des Mittelalters. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt 2000, S. 42–53.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Riesenhuber]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Selbsttranszendenz des Denkens zum Sein. Intentionalitätsanalyse als Gottesbeweis in „Proslogion“, Kap.2&amp;#039;&amp;#039;, in: Beckmann, Jan P., u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): Philosophie im Mittelalter. Entwicklungslinien und Paradigmen, Hamburg 1987, 39–59.&lt;br /&gt;
* Jürgen Ludwig Scherb: Anselms philosophische Theologie, Stuttgart, Berlin, Köln, 2000. ISBN 3-17-016159-8.&lt;br /&gt;
* Gangolf Schrimpf: &amp;#039;&amp;#039;Anselm von Canterbury, Proslogion II - IV. Gottesbeweis oder Widerlegung des Toren?&amp;#039;&amp;#039; Knecht. Frankfurt am Main 1994.&lt;br /&gt;
* [[Harald Schöndorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Ist der ontologische Gottesbeweis ein Fehlschluß?&amp;#039;&amp;#039; in: Doré, Joseph / Théobald, Christoph (Hrsg.): Penser la foi. Recherches en théologie aujourd&amp;#039;hui. Mélanges offerts à Joseph Moingt. Paris 1993, 991–1003.&lt;br /&gt;
* [[Hansjürgen Verweyen]]: &amp;#039;&amp;#039;Nach Gott fragen: Anselms Gottesbegriff als Anleitung&amp;#039;&amp;#039;, Essen: Ludgerus 1978 (Christliche Strukturen in der modernen Welt. Hrsg. v. Wilhelm Plöger; 23). [http://www.ub.uni-freiburg.de/referate/04/verweyen/anselm0.htm Online-Ausgabe]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Text [http://12koerbe.de/pan/proslog.htm &amp;#039;&amp;#039;Proslogion&amp;#039;&amp;#039; - Teil I] lateinisch/deutsch in der Übersetzung von Hans Zimmermann&lt;br /&gt;
* Text [http://12koerbe.de/pan/proslog2.htm#18 &amp;#039;&amp;#039;Proslogion&amp;#039;&amp;#039; - Teil II] lateinisch/deutsch in der Übersetzung von Hans Zimmermann&lt;br /&gt;
* Bibliotheca Augustana: [http://www.fh-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost11/Anselmus/ans_prot.html &amp;#039;&amp;#039;Proslogion&amp;#039;&amp;#039;, Capitula I–XXVI] (lateinisch)&lt;br /&gt;
* {{IEP|https://iep.utm.edu/ont-arg/|Anselm: Ontological Argument for God’s Existence|Kenneth Einar Himma}}&lt;br /&gt;
* {{SEP|https://plato.stanford.edu/archives/spr2020/entries/ontological-arguments/|Ontological Arguments|Graham Oppy|2020}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4264660-1|LCCN=n/84/227749|VIAF=174200287}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theologisches Werk (Christentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (11. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum (11. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Latein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anselm von Canterbury]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-10794-91</name></author>
	</entry>
</feed>