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	<title>Proskynese - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T04:48:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Proskynese&amp;diff=77184&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dorfschenk: /* Geschichte */Überflüssigen Link entfernt</title>
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		<updated>2026-02-01T20:25:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt;Überflüssigen Link entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jehu-on-black-obelisk.jpg|mini|[[Jehu (König)|Jehus]] fußfällige Unterwerfung vor Salmanassar]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Byzanz Gottesmutter Engel Stifter Proskynese.jpg|mini|Byzantinisches Elfenbeinrelief des 10. Jahrhunderts; links unten ein Stifter, der sich in der byzantinischen Form der Proskynese der Gottesmutter zu Boden wirft ([[Bayerisches Nationalmuseum]] München)]]&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Proskynese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|προσκύνησις|proskýnēsis}} „Kuss auf etwas zu“) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adōrātĭo&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|latinisiert]] &amp;#039;&amp;#039;adoratio&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet die vor allem in den Reichen des [[Alter Orient|Alten Orients]] geübte [[Gestik|Geste]] der [[Anbetung]], [[Ehre]]rbietung und [[Gehorsam|Unterwerfung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Proskynese beinhaltete oft, dass sich der Untertan dem Herrscher zu Füßen warf, das heißt mindestens auf die Knie ging und den Kopf zu Boden neigte, manchmal auch sich mit dem Gesicht nach unten flach auf den Boden legte ([[Prostratio]]n). Er legte die Hand beziehungsweise Finger zum Kuss auf den Mund und streckte diese dann in Richtung auf die zu verehrende Götter- oder Herrschergestalt aus. In der [[Bibel]] ist die Proskynese eine bekannte [[kult]]ische Geste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Forschung wird Proskynese vielfach als [[Synonym]] von „[[Fußfall]]“ benutzt, doch ist diese Gleichsetzung zumindest für die Frühzeit problematisch: Vieles deutet darauf hin, dass mit „Proskynese“ ursprünglich keineswegs immer ein Fußfall verbunden war, sondern dass diese Ehrenbezeugung im [[Alter Orient|Alten Orient]] (und teils auch in Rom) auch in Form einer knappen Verneigung nebst Luftkuss erfolgen konnte. Viele Gelehrte glauben heute, der Fußfall sei zunächst nur von bestimmten Personenkreisen verlangt worden und erst später regelmäßig Teil der Proskynese geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im alten [[Perserreich]] war die Proskynese bzw. Prostration weit verbreitet. Die Verweigerung der Proskynese vor [[Haman]], einem Minister des Königs [[Ahasveros]], durch [[Mordechai]] ist eines der zentralen Themen im [[Buch Ester]] im [[Altes Testament|Alten Testament]] der Bibel. [[Alexander der Große]] soll diesen Brauch aus Persien übernommen oder geduldet haben und im Frühjahr 327 v. Chr. vergeblich versucht haben, ihn als verbindliches Element des Hofzeremoniells vorzuschreiben. Dabei übernahm er die persische Sitte, nicht nur den Göttern, sondern auch dem (nicht als Gott betrachteten) [[Großkönig]] auf diese Weise zu huldigen (laut [[Arrian]] tat er dies explizit in der Absicht, göttliche Ehren zu beanspruchen). Alexanders griechische und makedonische Soldaten scheint dieser Gestus irritiert zu haben: Im [[Antikes Griechenland|klassischen Griechenland]] und in [[Römisches Reich|Rom]] war er Menschen gegenüber unüblich, bis er (spätestens) unter Kaiser [[Diokletian]] (284–305)&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Datierung siehe Mads Ortving Lindholmer: &amp;#039;&amp;#039;Re-evaluating the Introduction of the Adoratio.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Historia (Zeitschrift)|Historia]].&amp;#039;&amp;#039; Band 73, Nummer 3, 2024, S. 362–383.&amp;lt;/ref&amp;gt; als &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|adoratio purpurae}}&amp;#039;&amp;#039; („Verehrung des [kaiserlichen] Purpurs“) eingeführt wurde. Im [[Byzantinisches Reich|Oströmischen und Byzantinischen Reich]] gehörte die Proskynese bzw. &amp;#039;&amp;#039;adoratio&amp;#039;&amp;#039; dann zum gängigen Hofzeremoniell; dabei war spätestens seit [[Justinian I.]] (527–565) mit Sicherheit stets ein regelrechter Fußfall (&amp;#039;&amp;#039;[[Prostratio]]&amp;#039;&amp;#039;) gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:moravian proskynesis.jpg|mini|[[Herrnhuter Brüdergemeine|Herrnhuter]] fallen nieder zum Gebet. Titelkupfer: Christliches Gesangbuch der evangelischen Brüder Gemeinen 1735]]&lt;br /&gt;
In der orthodoxen und katholischen [[Theologie]] bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Proskynese&amp;#039;&amp;#039; diejenige einfache Verehrung, die man auch [[Heiliger|Heiligen]], [[Ikone]]n etc. zukommen lassen darf, im Gegensatz zur [[Latrie|Latreia]] (Anbetung), die nur dem [[Trinität|dreifaltigen]] [[Gott]] zusteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]], die viele Elemente des [[spätantike]]n Hofzeremoniells übernahm, hat sich die Proskynese als Prostratio unter anderem in der [[Karfreitag]]sliturgie und in der Liturgie der [[Priesterweihe]] erhalten. Zu Beginn der Karfreitagsliturgie werfen sich der Priester und die Konzelebranten vor dem vollkommen leeren [[Altar]] nieder. In gleicher Weise tun dies Weihekandidaten während der Allerheiligenlitanei ihres Weihegottesdienstes. Seit den Reformen des [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzils]] nicht mehr gebräuchlich ist der [[Fußkuss]] des päpstlichen [[Pontifikalschuhe|Pontifikalschuhs]], der seit dem Mittelalter bei Huldigungen, Obödienzakten und Audienzen zum päpstlichen Zeremoniell gehört hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.domradio.de/artikel/zeigt-her-eure-schuhe-reihe-kurioses-aus-paepstlichen-gefilden &amp;quot;Zeigt her Eure Schuhe!&amp;quot;], Reihe: Kurioses aus päpstlichen Gefilden, domradio.de, 23.06.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Östliches Christentum|Ostkirchen]] ist &amp;#039;&amp;#039;Proskynesis&amp;#039;&amp;#039; der Name eines der drei großen Kreuzesfeste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Proskynese lebt heute noch im muslimischen [[Sudschūd]] fort, der Niederwerfung während des Gebets ([[Salāt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Gesten#Rumpf]]&lt;br /&gt;
* [[Kotau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Takuji Abe: &amp;#039;&amp;#039;Proskynēsis: From a Persian Court Protocol to a Greek Religious Practice.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Tekmeria&amp;#039;&amp;#039; 18, 2018, S. 1–45.&lt;br /&gt;
* Stefanos Alexopoulos: &amp;#039;&amp;#039;Proskynesis.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon für Antike und Christentum]].&amp;#039;&amp;#039; Band 28, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-7772-1815-1, Sp. 360–372.&lt;br /&gt;
* Berthe M. Marti: &amp;#039;&amp;#039;Proskynesis and Adorare.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Language.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12, Nr. 4, 1936, {{ISSN|0097-8507}}, S. 272–282, {{DOI|10.2307/409153}}.&lt;br /&gt;
* Mads Ortving Lindholmer: &amp;#039;&amp;#039;Re-evaluating the Introduction of the Adoratio&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historia&amp;#039;&amp;#039; 73, 2024, S. 362–383.&lt;br /&gt;
* {{RE|I,1|400|401|Adoratio|[[Otto Seeck]]|RE:Adoratio}}&lt;br /&gt;
* [[Konrad Vössing]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Proskynese vor Alexander – das Scheitern eines Herrscherkultes&amp;#039;&amp;#039;. In: Michael Rathmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Studien zur antiken Geschichtsschreibung&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 2009, S. 135–160.&lt;br /&gt;
* Günter Weiß: &amp;#039;&amp;#039;Proskynese.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon des Mittelalters]].&amp;#039;&amp;#039; Band 7: &amp;#039;&amp;#039;Planudes bis Stadt (Rus&amp;#039;).&amp;#039;&amp;#039; Artemis-Verlag u. a., München 1995, ISBN 3-7608-8907-7, Sp. 265–266.&lt;br /&gt;
* {{DNP|10|443|444|Proskynesis|[[Josef Wiesehöfer]]|}}&lt;br /&gt;
* Josef Wiesehöfer: &amp;#039;&amp;#039;„Denn ihr huldigt nicht einem Menschen als eurem Herrscher, sondern nur den Göttern“. Bemerkungen zur Proskynese in Iran.&amp;#039;&amp;#039; In: Carlo Cereti, Mauro Maggi, Elio Provasi (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Religious Themes and Texts of Pre-Islamic Iran and Central Asia. Studies in Honour of Professor Gherardo Gnoli on the occasion of his 65th birthday on 6th December 2002&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Iranistik.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 24). Reichert, Wiesbaden 2003, ISBN 3-89500-329-8, S. 447–452.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{LiviusNeu|concept|proskynesis|||Proskynesis|}}&lt;br /&gt;
* {{WiBiLex|31456|Titel=Proskynese |Autoren=[[Thomas Staubli]]|Datum=2016-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1102553670}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verbeugung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebetsform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Körperhaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches Symbol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Alter Orient)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dorfschenk</name></author>
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