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	<title>Propsteier Wald - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Propsteier_Wald&amp;diff=497602&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eriosw am 17. März 2026 um 08:46 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-17T08:46:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Schutzgebiet&lt;br /&gt;
| IUCN_Kategorie     = V&lt;br /&gt;
| Name               = Landschaftsschutzgebiet Propsteier Wald mit angrenzenden Flächen&lt;br /&gt;
| Lage               = [[Eschweiler]], Deutschland&lt;br /&gt;
| Kennung            = LSG-5103-0013 &lt;br /&gt;
| WDPA-ID            = 555558517&lt;br /&gt;
| Fläche             = 681 ha&lt;br /&gt;
| Dim                = &lt;br /&gt;
| Breitengrad        = 50.806&lt;br /&gt;
| Längengrad         =  6.21544&lt;br /&gt;
| Region-ISO         = DE-NW&lt;br /&gt;
| Höhe-Min           = &lt;br /&gt;
| Höhe-Max           = &lt;br /&gt;
| Höhe-Mittel        = &lt;br /&gt;
| Einrichtungsdatum  = 2004&lt;br /&gt;
| Bild               = Eschweilerplan.JPG&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung   = Lage des Propsteier Waldes in Eschweiler&lt;br /&gt;
| Karte              = &lt;br /&gt;
| Kartentext         = Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
| Marker             = &lt;br /&gt;
| Markerfarbe        = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Propsteier Wald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, in alten Karten auch Probstwald bezeichnet, ist eines der drei größeren zusammenhängenden Waldgebiete im südwestlichen [[Eschweiler]] Stadtgebiet, südlich von [[Röhe]] und westlich von [[Aue (Eschweiler)|Aue]] gelegen, einst im Norden bis [[Kinzweiler]] reichend. Der Wald reicht bis kurz vor die östliche Stadtgrenze [[Aachen]]s. Er liegt nördlich und östlich der Bahnlinie Aachen-Köln. Eine alte Schreibweise des Waldes ist &amp;#039;&amp;#039;Probsteier Wald&amp;#039;&amp;#039;, das sich aus der Schreibweise von [[Eigenname]]n ableitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südwestliche, kaum bewaldete Teil des Propsteier Waldes ist der Steinbachwald, der im Süden vom [[Saubach (Inde)|Saubach]] begrenzt wird. Hier wurde 1830 der gleichnamige Gutshof gebaut. 1935 kam das Gebiet Steinbachshochwald von der Stadt Eschweiler an die Stadt Stolberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2004 ist der Propsteier Wald mit seinen angrenzenden Flächen als [[Landschaftsschutzgebiet]] anerkannt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.staedteregion-aachen.de/fileadmin/user_upload/A_70/A70.3/Landschaftsplanung-Bilder/Textliche_Darstellung_LP3.pdf &amp;#039;&amp;#039;Landschaftsschutzgebiet Propsteier Wald mit angrenzenden Flächen&amp;#039;&amp;#039;], in: Landschaftsplan III, Eschweiler/Stolberg vom 15. Oktober 2004, S. 71/72&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühere Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Propsteier Wald ist Fundort einer römischen [[Villa rustica]] ([[Propsteier Villa]]), die von 1880 bis 1881 ausgegraben wurde. Bereits 1856 wurde ein der Göttin [[Sunuxal]] geweihter [[Matronenstein]] gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Nico Biermanns: &amp;#039;&amp;#039;Austern, Oliven und Wein vom Mittelmeer. Die &amp;#039;villa rustica&amp;#039; im Propsteier Wald&amp;#039;&amp;#039;. Skript vom März 2016 ([https://www.researchgate.net/publication/323425531_Austern_Oliven_und_Wein_vom_Mittelmeer_Die_villa_rustica_im_Propsteier_Wald_Ein_Einblick_in_das_romerzeitliche_Landleben_im_Aachener_Umland_anhand_archaologischer_Befunde#read PDF auf researchegate.net])&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus existieren weitere Fundstücke der [[Jungsteinzeit]] und Römerzeit. Durch den Wald soll die Römerstraße &amp;#039;&amp;#039;Breite Bahn&amp;#039;&amp;#039; verlaufen sein. Im Jahr 973 bestätigt Kaiser [[Otto I. (HRR)|Otto I.]] in [[Aachen]] die von König Ludwig der [[Köln]]er Domkirche früher geschenkten Wald- und Wildbannrechte im Eschweiler Raum. Für die Verwaltung der weltlichen Güter der Kölner Kirche war ein Dom[[propst]] zuständig, woraus sich der Name des Waldes ableitet. Lehnsherr des Propsteier Waldes war der Kölner [[Erzbischof]]. Der Dompropst ernannte einen Statthalter, der ein Adliger sein musste und in [[Aldenhoven]] residierte. Von dort aus erledigte die so genannte &amp;#039;&amp;#039;Aldenhovener [[Mannkammer]]&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;alle Mannen von Lehen&amp;#039;&amp;#039; angehören mussten, die Verwaltung des Propsteier Waldes. Für Mannkammern galten die allgemeinen Grundsätze des [[Lehnswesen]]s. Die Mannen erhielten Besitz und Rechte, dafür leisteten sie dem Lehnsherren Dienst, insbesondere auch militärischen Dienst mit &amp;#039;&amp;#039;Pferd und Harnisch&amp;#039;&amp;#039;. Zu jener Zeit erstreckte sich der Wald noch weit ins Jülicher Land hinein und war etwa 1.500 [[Hektar|ha]] groß; mehr als vierzig Ortschaften besaßen Nutzungsrechte an ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der französischen Besetzung des Rheinlands durch Napoleon richteten die Franzosen die Munizipalverwaltung ein. Am 9. Juni 1802 erließ Napoleon einen Aufhebungsbeschluss. Durch diesen Beschluss wurde kirchliches Gut säkularisiert. Nun war es möglich, Grund, Boden und Gebäude, die sich bis dahin im Besitz der Kirche befanden, zu erwerben. Der Propsteier Wald, der sich bis dahin im Besitz der Dompröpste zu Köln befand, konnte nun stückweise verkauft werden. Das Kloster St. Jöris wurde verkauft. Große Gebiete des Waldes wurden nun auch landwirtschaftlich genutzt. 1830 wurde der Gutshof Steinbachshochwald erbaut. Der [[Eschweiler Bergwerks-Verein]] (EBV) erwarb große Teile des Propsteier Waldes. [[Grubenholz]] war ein großer Kostenfaktor und der aufstrebende Bergbau des EBV suchte den Bedarf aus eigenen Wäldern zu decken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätere Geschichte {{Anker|Steinbachshochwald}} ==&lt;br /&gt;
Im 18. und 19. Jahrhundert wurde in der [[Grube Propstei]] und [[Grube Glücksburg]] im Propsteier Wald Bergbau betrieben. 1935 wurde der Südwestzipfel &amp;#039;&amp;#039;Steinbachshochwald&amp;#039;&amp;#039; zusammen mit dem Stolberger Hauptbahnhof und mehreren Stadtteilen in die Eschweiler Nachbarstadt [[Stolberg (Rhld.)|Stolberg]] umgemeindet. Im [[Drittes Reich|Dritten Reich]] legte die Wehrmacht im Wald ein Materiallager für den Bau des [[Westwall]]es an. Von 1951 bis 1995 war der Propsteier Wald Standort des [[Belgien|belgischen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Camp Astrid]]&amp;#039;&amp;#039; mit zahlreichen Munitionslagern. Die beiden auf Eschweiler Stadtgebiet befindlichen [[Autobahn]]raststätten an der [[Bundesautobahn 4|A 4]] westlich des Waldes trugen ursprünglich den Namen &amp;#039;&amp;#039;Propsteier Wald,&amp;#039;&amp;#039; bis sie 1996 in &amp;#039;&amp;#039;[[Raststätte Aachener Land|Aachener Land]]&amp;#039;&amp;#039; umbenannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Stolberg erwarb vom Bundesvermögensamt 32&amp;amp;nbsp;Hektar vom südlichen Teil des Kasernengeländes „Camp Astrid“, um auf 23&amp;amp;nbsp;Hektar ein Gewerbegebiet einzurichten. 2004 wurden die baulichen Einrichtungen des Camps abgetragen und große Teile des Waldgebietes auf Stolberger Seite gerodet. Vorhandene Fichtenwaldflächen wurden in Mischwald umgewandelt und 5&amp;amp;nbsp;ha neuer Wald als Ausgleichsmaßnahme neu angepflanzt. Ende 2006 wurde, nachdem die Stadt Eschweiler ein weiteres Geländestück abgetreten hatte, eine neue südliche Zufahrt gebaut, die über eine Brücke die Trasse der Bahnstrecke Köln-Aachen überquert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2025 wurde bekannt, dass die Aachener [[Waggonfabrik Talbot]] im südlichen Zipfel des Gewerbegebietes „Camp Astrid“ investieren und auf rund 50.000&amp;amp;nbsp;Quadratmetern eine neue Halle mit 220 Metern Länge baut – die größte in der langen Firmengeschichte. Hier sollen künftig unter anderem moderne S-Bahnen und ICE-Züge gewartet und modernisiert werden. Die Firma Aixrail, die nebenan eine eigene Halle baut, will dort Dieselloks überholen und modernisieren. Dazu ist wieder ein Anschluss an das vorhandene Schienennetz erforderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Stephan Mohne: [https://www.aachener-zeitung.de/lokales/region-aachen/stolberg/zig-millionen-euro-und-150-eisenbahn-jobs-rollen-nach-stolberg/67926763.html &amp;#039;&amp;#039;Zig Millionen Euro und 150 Eisenbahn-Jobs rollen nach Stolberg&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Aachener Zeitung]] vom 22. Mai 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung als Naherholungsgebiet ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Eschweiler möchte den Propsteier Wald als Naherholungsgebiet erhalten und hat mehrere Bereiche als Biotope ausgewiesen. Im Bereich des ehemaligen Munitionsdepots auf Eschweiler Stadtgebiet waren noch hunderte ehemalige Munitionsbunker und Lagerräume vorhanden. Diese und weitere militärische Altlasten, annähernd 400 Gebäuderuinen, wurden seit Dezember 2021 beseitigt. Die Arbeiten, die unter anderem die Kampfmittelräumung und tierschutzgerechte Renaturierung umfassten, wurden 2023 weitgehend abgeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang August 2023 wurde das neue Fuß- und Radwegenetz auf rund 4,5&amp;amp;nbsp;km langen Wegen innerhalb des Waldes freigegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.eschweiler.de/aktuelles/news/propsteier-wald/ |titel=Rundwanderweg im Propsteier Wald eröffnet |datum=2023-07-04 |zugriff=2023-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tier- und Pflanzenwelt hat sich nach Ende der Nutzung des Areals durch das belgische Militär in relativ kurzer Zeit gut entwickelt. Besonders hervorzuheben sind die vielfältige Tierwelt, einschließlich Wildkatzen, Schlingnattern, Gelbbauchunken, seltene Spechte, Schmetterlinge, Uhus, Eisvögel und Steinkäuze, sowie acht besonders schützenswerte Fledermausarten. Die Pflanzenwelt umfasst das Galmeiveilchen und diverse Orchideen. Der Wald könnte in Zukunft als nationales Naturerbe anerkannt werden, was einen höheren Schutzstatus als ein herkömmliches Naturschutzgebiet bedeutet. Eine mögliche Bedrohung für den Wald ist ein geplanter Autobahnzubringer, der jedoch u.&amp;amp;nbsp;a. aufgrund von Naturschutzbedenken derzeit abgelehnt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.filmpost.de/aktuell/archiv/2023/buendnis-90-die-gruenen-aktuelles-aus-der-stadtratsfraktion-und-dem-ortsverband.html |titel=filmpost Eschweiler news |werk= |datum= |zugriff=2023-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery heights=&amp;quot;160&amp;quot;  mode=&amp;quot;Packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
5103Eschweiler1910Kopie.jpg|Propsteier Wald um 1900, nördl. Teil&lt;br /&gt;
Camp astrid, ehemalige Belgische Kaserne und Materialdepot.jpg| ehemaliges belgisches Kasernen- und Depotgelände, 1951–1995&lt;br /&gt;
Propsteier Wald 08 2023.jpg|Waldweg 2023&lt;br /&gt;
Informationstafel am Zugang Glücksburg am 6. August 2023.jpg| Informationstafel 2023&lt;br /&gt;
Gut Steinbachshochwald.jpg|Gut Steinbachshochwald&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christian Quix]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Propsteier Wald&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Stadt Aachen und ihrer Umgebung&amp;#039;&amp;#039;. J. A. Mayer, Aachen 1838 S. 42ff ([https://wiki.genealogy.net/index.php?title=Datei%3AAachen-Geschichte-Quix-3.djvu&amp;amp;page=42 digitalisat])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Landschaftsschutzgebiet Propsteier Wald mit angrenzenden Flächen}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Propsteier Wald}}&lt;br /&gt;
* [https://geo.viaregia.org/testbed/index.pl?rm=obj&amp;amp;objid=11582 Kurzporträt] auf geo.viaregia.org&lt;br /&gt;
* [https://www.unserac.de/rats-infos/vorlage/beratungen/8100.html Detailbeschreibung] auf unserac.de anlässlich der Planung zum Naturschutzgebiet vom 1. Oktober 2015&lt;br /&gt;
* Alex Orgeig: [http://www.packbierpeter.de/joomla/images/pdf/propsteierw.pdf &amp;#039;&amp;#039;Aus der Geschichte des Propsteier Waldes&amp;#039;&amp;#039;], in: Sammlung Packbier&lt;br /&gt;
* [https://www.protectedplanet.net/555558840 &amp;#039;&amp;#039;LSG Propsteier Wald&amp;#039;&amp;#039;], Eintrag auf protectedplanet.net mit der ID 555558517&lt;br /&gt;
* [https://www.bs-aachen.de/de/betreuungsgebiete/propsteier-wald/ &amp;#039;&amp;#039;LSG Propsteier Wald&amp;#039;&amp;#039;], Kurzporträt auf bs-achen.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in der Städteregion Aachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Eschweiler)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Stolberg (Rheinland))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaftsschutzgebiet in der Städteregion Aachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schutzgebietsgründung 2004|PropsteierWald]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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