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	<title>Propofol-Infusionssyndrom - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T06:05:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Propofol-Infusionssyndrom&amp;diff=1331696&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Scotty49: /* Häufigkeit */ Grammatik korrigiert</title>
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		<updated>2024-11-04T19:30:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Häufigkeit: &lt;/span&gt; Grammatik korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Propofol-Infusionssyndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (PRIS) ist ein sehr seltener Symptomenkomplex schwerer [[unerwünschte Arzneimittelwirkung|unerwünschter Arzneimittelwirkungen]], die infolge [[intravenös]]er Anwendung des [[Narkotikum]]s [[Propofol]] auftreten können. Neben der Einleitung und Aufrechterhaltung einer [[Narkose]] in der Anästhesie ist Propofol als [[Sedativum]] auch in der [[Intensivmedizin]] weit verbreitet, wobei in der modernen Intensivmedizin die Dosierung und die Dauer der Sedierung möglichst gering gehalten werden. Das Propofolinfusionssyndrom ist unter anderem gekennzeichnet durch Störungen des Herz-Kreislauf-Systems, [[Rhabdomyolyse]] und [[Laktatazidose]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wappler&amp;quot;&amp;gt;Frank Wappler: &amp;#039;&amp;#039;Das Propofol-Infusionssyndrom: Klinik, Pathophysiologie und Therapie einer seltenen Komplikation&amp;#039;&amp;#039;. [[Deutsches Ärzteblatt]] 2006; 103(11): A-705 / B-601 / C-581. [https://www.aerzteblatt.de/archiv/50639/Das-Propofol-Infusionssyndrom-Klinik-Pathophysiologie-und-Therapie-einer-seltenen-Komplikation Online-Version].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Häufigkeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Propofol-Infusionssyndrom ist eine sehr seltene, lebensbedrohliche [[Komplikation]] der [[Narkose]] mit Propofol. Bis 2004 wurden insgesamt 45 Fälle veröffentlicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Striebel&amp;quot;&amp;gt;Hans Walter Striebel: &amp;#039;&amp;#039;Die Anästhesie. Grundlagen und Praxis&amp;#039;&amp;#039; Schattauer Verlag, 2010, ISBN 978-3794526369, S. 146.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Inzidenz liegt einer prospektiven Studie zufolge bei erwachsenen Intensivpatienten, die mit Propofol mindestens 24 Stunden behandelt wurden, bei 1,1 Prozent, und die Letalitätsrate bei 18 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roberts&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem unter Langzeitinfusion von Propofol oder unter sehr hohen Dosierungen kann ein Propofol-Infusionssyndrom auftreten. Die Komplikation wurde jedoch auch schon bei einer etwa 5 Stunden dauernden Propofol-Narkose beschrieben. Kinder sind besonders gefährdet, ein solches Syndrom zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung des Propofolinfusionssyndroms ist nicht in den Einzelheiten geklärt. Es spielen mehrere Faktoren eine Rolle, wobei wahrscheinlich ein gestörter Fettsäurestoffwechsel mit Entkopplung von der [[Atmungskette]] die Hauptursache ist. Hochdosierte und langandauernde Propofolinfusionen begünstigen die Entwicklung eines PRIS. Dabei ist unklar, ob die mittlere Dosierung oder ob kurzfristig sehr hohe Dosierungen die Entwicklung begünstigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wappler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinisches Erscheinungsbild ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines Propofol-Infusionssyndroms kommt es meist zu [[Herzinsuffizienz]] und zu [[Herzrhythmusstörung]]en sowie zu einer [[Metabolische Azidose|metabolischen Azidose]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wappler&amp;quot; /&amp;gt; Zudem kommt es relativ häufig zu einer [[Rhabdomyolyse]] und zu einer [[Akute Niereninsuffizienz|akuten Niereninsuffizienz]] oder einem [[Akutes Nierenversagen|akuten Nierenversagen]], seltener zu einer Hypertriglyceridämie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roberts&amp;quot;&amp;gt;R. J. Roberts, J. F. Barletta u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Incidence of propofol-related infusion syndrome in critically ill adults: a prospective, multicenter study.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Critical care.&amp;#039;&amp;#039; Band 13, Nummer 5, 2009, S.&amp;amp;nbsp;R169, {{ISSN|1466-609X}}. {{DOI|10.1186/cc8145}}. PMID 19874582. {{PMC|2784401}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Herzrhythmusstörungen sind [[brugada-Syndrom|Brugada]]-ähnliche Veränderungen im [[Elektrokardiographie|EKG]] typisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Loh&amp;quot;&amp;gt;Ne-Hooi Will Loh et al.: &amp;#039;&amp;#039;Propofol infusion syndrome&amp;#039;&amp;#039;. Continuing Education in Anaesthesia, Critical Care &amp;amp; Pain. 20. Februar 2013 {{DOI|10.1093/bjaceaccp/mkt007}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Des Weiteren kann es zu [[AV-Block|atrioventrikulären Blockierungen]], Verbreiterungen des [[QRS-Komplex]]es und [[Bradykardie]]n kommen. Letztere können zur [[Asystolie]] führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die metabolische Azidose wird durch eine [[Laktatazidose]] und die Folgen der Niereninsuffizienz verursacht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Loh&amp;quot; /&amp;gt; Die Schädigung des Herzmuskels kann sich durch Anstiege der [[Herzenzym]]e zeigen. Bei Rhabdomyolyse steigen die [[Kreatinkinase]] und das [[Myoglobin]] im Serum an und es ist Myoglobin im Urin ([[Myoglobinurie]]) nachweisbar. Die Niereninsuffizienz wird wahrscheinlich durch das erhöhte Myoglobin verursacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Maßnahme bei Vorliegen eines Propofolinfusionssyndroms ist der sofortige Abbruch der Sedierung mit Propofol und der Umstieg auf ein anderes Sedativum. Auch bei einer Erholung bzw. Verbesserung der Symptomatik nach Absetzen des Propofols wird eine erneute Anwendung nicht empfohlen, da insbesondere nach Langzeitanwendung eine [[Stoffkumulation|Kumulation]] sowie eine Umverteilung von Propofol vermutet wird. Letzteres kann zu einer deutlich längeren Beeinflussung des Stoffwechsels führen, als dies bei der kurzen Halbwertzeit von Propofol zu erwarten ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Motsch&amp;quot;&amp;gt;J. Motsch, J. Roggenbach: &amp;#039;&amp;#039;Propofol-Infusionssyndrom.&amp;#039;&amp;#039;  In: &amp;#039;&amp;#039;Der Anaesthesist.&amp;#039;&amp;#039; Band 53, Nummer 10, Oktober 2004, S.&amp;amp;nbsp;1009–1022, {{ISSN|0003-2417}}. {{DOI|10.1007/s00101-004-0756-3}}. PMID 15448937. (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus müssen gegebenenfalls unterstützende Maßnahmen getroffen werden. Dazu gehören die Gabe von Flüssigkeit und Katecholaminen zur Aufrechterhaltung eines ausreichend hohen Blutdrucks, die Behandlung der Bradykardie – wenn medikamentös nicht ausreichend eventuell durch Schrittmacherstimulation – sowie ein Ausgleich der metabolischen Azidose. Auch der Einsatz eines [[Nierenersatzverfahren]]s ([[Hämofiltration]] oder [[Hämodialyse]]) sollte frühzeitig in Erwägung gezogen werden, da schwer verlaufende Fälle beschrieben wurden, bei denen diese Therapieoption nicht mehr angesprochen hat. Insbesondere die kontinuierliche Hämofiltration führt häufig zu einer raschen Besserung der Symptomatik, möglicherweise weil ein vermuteter Metabolit des Propofols dialysierbar ist. Auch eine ausreichende Zufuhr an [[Physiologischer Brennwert|Nahrungsenergie]] in Form von Kohlenhydraten wird unter dem Aspekt der vermuteten Fettsäureoxidationsstörung empfohlen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Motsch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* J. M. Wong: &amp;#039;&amp;#039;Propofol infusion syndrome.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[American Journal of Therapeutics]].&amp;#039;&amp;#039; Band 17, Nummer 5, 2010 Sep-Oct, S.&amp;amp;nbsp;487–491, {{ISSN|1536-3686}}. {{DOI|10.1097/MJT.0b013e3181ed837a}}. PMID 20844346. (Review).&lt;br /&gt;
* J. Orsini, A. Nadkarni u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Propofol infusion syndrome: case report and literature review.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[American Journal of Health-System Pharmacy]].&amp;#039;&amp;#039; Band 66, Nummer 10, Mai 2009, S.&amp;amp;nbsp;908–915, {{ISSN|1535-2900}}. {{DOI|10.2146/ajhp070605}}. PMID 19420309. (Review).&lt;br /&gt;
* A. Fudickar, B. Bein: &amp;#039;&amp;#039;Propofol infusion syndrome: update of clinical manifestation and pathophysiology.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Minerva anestesiologica.&amp;#039;&amp;#039; Band 75, Nummer 5, Mai 2009, S.&amp;amp;nbsp;339–344, {{ISSN|1827-1596}}. PMID 19412155. (Review).&lt;br /&gt;
* V. Fodale, E. La Monaca: &amp;#039;&amp;#039;Propofol infusion syndrome: an overview of a perplexing disease.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Drug Safety]].&amp;#039;&amp;#039; Band 31, Nummer 4, 2008, S.&amp;amp;nbsp;293–303, {{ISSN|0114-5916}}. PMID 18366240. (Review).&lt;br /&gt;
* P. C. Kam, D. Cardone: &amp;#039;&amp;#039;Propofol infusion syndrome.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anaesthesia.&amp;#039;&amp;#039; Band 62, Nummer 7, Juli 2007, S.&amp;amp;nbsp;690–701, {{ISSN|0003-2409}}. {{DOI|10.1111/j.1365-2044.2007.05055.x}}. PMID 17567345. (Review).&lt;br /&gt;
* Frank Wappler: &amp;#039;&amp;#039;Das Propofol-Infusionssyndrom: Klinik, Pathophysiologie und Therapie einer seltenen Komplikation&amp;#039;&amp;#039;. [[Deutsches Ärzteblatt]] 2006; 103(11): A-705 / B-601 / C-581. [https://www.aerzteblatt.de/archiv/50639/Das-Propofol-Infusionssyndrom-Klinik-Pathophysiologie-und-Therapie-einer-seltenen-Komplikation Online-Version]&lt;br /&gt;
* J. Motsch, J. Roggenbach: &amp;#039;&amp;#039;Propofol-Infusionssyndrom.&amp;#039;&amp;#039;  In: &amp;#039;&amp;#039;Der Anaesthesist.&amp;#039;&amp;#039; Band 53, Nummer 10, Oktober 2004, S.&amp;amp;nbsp;1009–1022, {{ISSN|0003-2417}}. {{DOI|10.1007/s00101-004-0756-3}}. PMID 15448937. (Review).&lt;br /&gt;
* B. Vasile, F. Rasulo u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;The pathophysiology of propofol infusion syndrome: a simple name for a complex syndrome.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Intensive care medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 29, Nummer 9, September 2003, S.&amp;amp;nbsp;1417–1425, {{ISSN|0342-4642}}. {{DOI|10.1007/s00134-003-1905-x}}. PMID 12904852. (Review).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft: [https://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/Bekanntgaben/Archiv/2004/20041210.html &amp;#039;&amp;#039;Schwere unerwünschte Arzneimittelwirkungen nach Propofol-Infusionen zur Sedierung&amp;#039;&amp;#039;] Bekanntgabe vom 10. Dezember 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Intensivmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild oder Komplikation in der Anästhesie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Scotty49</name></author>
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