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	<title>Projektfinanzierung - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Nina: keine sinnvolle Zwischenüberschrift, siehe WP:WSIGA#Überschriften_und_Absätze</title>
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		<updated>2025-04-28T18:10:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;keine sinnvolle Zwischenüberschrift, siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:WSIGA&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:WSIGA (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:WSIGA#Überschriften_und_Absätze&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Projektfinanzierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|project finance}}) wird im [[Finanzwesen]] die [[Strukturierte Finanzierungen|strukturierte Finanzierung]] eines [[Projekt]]es bezeichnet, das wirtschaftlich und meistens auch rechtlich von einer selbständigen [[Projektgesellschaft]] durchgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Projekt ist eine singuläre, zeitlich begrenzte und komplexe [[Aufgabe (Pflicht)|Aufgabe]].&amp;lt;ref&amp;gt;Oskar Grün, &amp;#039;&amp;#039;Organisation&amp;#039;&amp;#039;, in: Fritz Scheuch (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 492; ISBN 3-85428-170-6&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Projektfinanzierung ist eine spezifische Finanzierungsform, welche die [[Finanzierung]] einer wirtschaftlich und rechtlich selbständigen [[Wirtschaftseinheit]] (Projektgesellschaft) durchführt, bei der der [[Schuldendienst]] für die aufgenommenen [[Kredit]]e vorrangig aus dem [[Cashflow]] dieses Projektes getragen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Lexikon_Corporate_Finance/gBodBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Projektfinanzierung+lexikon&amp;amp;pg=PA413&amp;amp;printsec=frontcover Claudia Breuer/Thilo Schweizer/Wolfgang Breuer, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Corporate Finance&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 409 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich um eine Form der Kreditgewährung, bei der die [[Kreditzins]]en und [[Tilgung (Geldverkehr)|Rückzahlung]] (Schuldendienst) der Kredite weitgehend oder ausschließlich aus den [[Ertrag|Erträgen]] eines spezifischen Projekts erfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Kompakt_Lexikon_Unternehmensgr%C3%BCn/2HEiBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Projektfinanzierung+lexikon&amp;amp;pg=PA336&amp;amp;printsec=frontcover Tobias Kollmann (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Unternehmensgründung&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 336]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung ==&lt;br /&gt;
Der Ursprung der heutigen Projektfinanzierung liegt in der um 1930 in den USA aufgekommenen Finanzierungsmethode für die Finanzierung der [[Exploration (Geologie)|Exploration]] von [[Erdölvorkommen]] ({{enS|production payment financing}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Backhaus/Otto Sandrock/Jörg Schill/Heinrich Uekermann (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Projektfinanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 1990, S. 1728&amp;lt;/ref&amp;gt; Die US-Banken orientierten sich nicht an der [[Bilanz]] der Explorationsgesellschaften, sondern bauten ihre [[Kreditentscheidung]] auf den erwarteten Erdöl-Einnahmen auf und rekurrierten die Erdölvorkommen als [[Kreditsicherheit]].&amp;lt;ref&amp;gt;William Hall, &amp;#039;&amp;#039;The Fashionable World of Project Finance&amp;#039;&amp;#039;, in: The Banker 126 (599), 1976, S. 71&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektstruktur ==&lt;br /&gt;
Ein Projekt im Sinne der Projektfinanzierung ist ein Vorhaben, das vor allem durch einen hohen [[Kapitalbedarf]], [[Einmaligkeit]] und besondere Zielvorgaben gekennzeichnet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Schmitt, &amp;#039;&amp;#039;Internationale Projektfinanzierung bei deutschen Banken&amp;#039;&amp;#039;, in: Veröffentlichungen des Instituts für Bankwirtschaft und Bankrecht der [[Universität zu Köln]], Band 37, 1989, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt; Beteiligte im Projekt sind die [[Sponsor]]en ([[Investor]]en), die das [[Eigenkapital]] in eine meist selbständige Projektgesellschaft mit der [[Rechtsform]] einer [[Kapitalgesellschaft]] einbringen und dort das [[Projektmanagement]] übernehmen, die [[Kreditgeber]] ([[Kreditinstitut]]e, [[Investmentfonds]] oder [[Versicherungsunternehmen]]) mit ihren Krediten als [[Fremdkapital]] in der Projektgesellschaft und die Projektgesellschaft selbst. Durch die Kreditgewährung an die Projektgesellschaft vermeiden die Sponsoren eine Belastung ihrer eigenen [[Bilanz]] durch die [[Fremdfinanzierung]] ([[Off-balance-sheet]]-Finanzierung), wodurch eine [[Risikoallokation]] des [[Finanzrisiko]]s auf die Kreditgeber stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Typischerweise besitzt eine Projektfinanzierung die folgenden Merkmale:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Projektfinanzierung/fBfnBQAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=projektfinanzierung&amp;amp;printsec=frontcover Jörg Böttcher/Peter Blattner, &amp;#039;&amp;#039;Projektfinanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 14 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Cashflow]]-orientierte Kreditvergabe ({{enS|Cash-flow-related-lending}}),&lt;br /&gt;
* Explizite [[Risikoallokation|Risikoteilung]] ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;Risk-sharing&amp;#039;&amp;#039;}}) und&lt;br /&gt;
* [[Bilanzexterne Finanzierung]] ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;Off-balance-sheet-financing&amp;#039;&amp;#039;}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Cash-flow-orientierte Kreditvergabe&lt;br /&gt;
Aus der hohen Spezifität projektfinanzierter Vorhaben folgt im Vergleich zur Höhe der [[Anschaffungskosten]] regelmäßig ein unverhältnismäßig niedriges [[Liquidation]]serlöspotenzial. Beispielsweise ist anzunehmen, dass im Fall der vorzeitigen Beendigung eines baulich bereits fertiggestellten [[Infrastruktur]]projekts nur sehr geringe Resterlöse aus dem [[Veräußerung|Verkauf]] der Einzelgegenstände des [[Sachanlagevermögen]]s zu erwarten sind. Bei Projektfinanzierungen stehen deshalb als Sicherheit für die Rückzahlung der gewährten [[Kredit]]e nicht die Projektaktiva und ihre potenziellen Zerschlagungswerte im Vordergrund der [[Kreditentscheidung]], sondern die [[Fremdkapital]]geber orientieren sich primär an der [[Schuldendienstdeckungsgrad|Schuldendienstfähigkeit]] der für die Zukunft erwarteten Cashflows. Im Gegensatz zum traditionellen Balance-sheet-related-lending beziehungsweise Asset-based-financing spielt demnach das bilanzierte [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen]] der Projektgesellschaft nur eine untergeordnete Rolle. Ein wesentliches Risiko für die Kreditgeber in einer Projektfinanzierung stellt das Fertigstellungsrisiko dar, denn das Projekt kann nur dann einen positiven Cashflow generieren, wenn es fertiggestellt wird und somit seinen bestimmungsgemäßen [[Betriebszweck]] erfüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Explizite Risikoteilung&lt;br /&gt;
Die Risikoteilung beschreibt die Aufteilung der Projektrisiken zwischen den verschiedenen Projektbeteiligten. Nach dem generellen [[Wirtschaftlichkeit|Effizienz]]-[[Pareto-Optimum|Prinzip]] der [[Risikoallokation]] sollten die einzelnen Projektrisiken möglichst den Beteiligten zugewiesen werden, die diese aufgrund ihres Einzelrisiko-bezogenen [[Know-how]]s am besten handhaben können. Das versucht die Projektfinanzierung umzusetzen, indem direkt mit einer Projektleistung zusammenhängende Risiken dem jeweiligen Träger der Leistung überantwortet und die verbleibenden [[Refinanzierung]]srisiken phasenbezogen den Eigen- und Fremdkapitalgebern sowie Dritten zugewiesen werden. In Abhängigkeit von der projektspezifischen Risikosituation und der [[Risikobereitschaft]] der Finanziers kann das prospektiv ausgerichtete Cash-flow-related-lending mit zusätzlichen [[Regress (Recht)|Rückgriffsrecht]]en ({{enS|recourse}}) der Kreditgeber gegenüber den [[Eigenkapital]]gebern ausgestattet werden. Dabei lassen sich die drei Stufen des &amp;#039;&amp;#039;Non-recourse-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Limited-recourse-&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Full-recourse-financing&amp;#039;&amp;#039; unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der expliziten Risikoallokation lassen sich [[Eigenkapitalquote]]n erreichen, die vor allem für anglo-amerikanische Verhältnisse als ungewöhnlich gering einzustufen sind. Das Einzelinteressen-übergreifende Hauptanliegen der Risikoteilung besteht in der Etablierung einer Finanzierungsstruktur, die es den Projektbeteiligten ermöglicht, bei Eintritt projektinhärenter Risiken nicht zu einem sofortigen Abbruch des Gesamtprojekts gezwungen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Bilanzexterne Finanzierung&lt;br /&gt;
Die [[Unternehmensgründung]] der Projektgesellschaft kann bei geeigneter Wahl der [[Beteiligungsquote]]n und Mitspracherechte dazu führen, dass bei den Sponsoren gemäß der für sie relevanten [[Rechnungslegung]]svorschriften nur der jeweilige Anteil am Eigenkapital der Gesellschaft zu bilanzieren ist. Da sämtliche Projekt-Kredite bei dieser als [[Equity-Methode]] bezeichneten Art der [[Kapitalkonsolidierung]] ausschließlich in der Einzelbilanz der Projektgesellschaft ausgewiesen werden, entfällt für die Sponsoren eine im Zuge der Voll- oder Quotenkonsolidierung aufgrund der insbesondere im Vergleich zu US-amerikanischen [[Fortführungsprinzip|Going-concern]]-Unternehmen unverhältnismäßig hohen [[Verschuldungsgrad]]e von Projektgesellschaften eintretende Verschlechterung der passivseitigen vertikalen [[Bilanzstruktur]]. Da die Beteiligung an einer Projektgesellschaft lediglich &amp;#039;&amp;#039;At-Equity&amp;#039;&amp;#039; im [[Anlagevermögen]] auszuweisen ist, werden zusätzlich die horizontalen sowie die aktivseitig vertikalen Bilanzrelationen geschont. Allerdings kann dieser sogenannte [[Off-balance-sheet]]-Effekt aufgrund passivierungspflichtiger [[Eventualverbindlichkeit]]en aus dem Limited-recourse der Sponsoren aufgehoben werden. Die im Rahmen des Limited-recourse-financing entstehenden [[Haftung (Recht)|Haftungsverhältnisse]] sind zudem grundsätzlich im Anhang zu vermerken. Der Begriff des Off-balance-sheet-financing ist demnach nicht in seiner wörtlichen Absolutheit zu übersetzen, sondern als Phänomen besonders geringer Auswirkungen eines Eigenkapital-[[Exposure (Finanzwirtschaft)|Engagement]]s auf die Bilanz des Projektsponsors zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ergebnis ist deshalb festzuhalten, dass ausschließlich die Besonderheit der Finanzierung einer wirtschaftlich und zumeist rechtlich abgrenzbaren, sich selbst refinanzierenden Wirtschaftseinheit von begrenzter Lebensdauer, das Cash-flow-related-lending sowie das Risk-sharing als konstituierende Merkmale der Projektfinanzierung anzusehen sind. Das Off-balance-sheet-financing besitzt lediglich differenzierenden Charakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Ob und inwieweit die Finanzrisiken beim Kreditgeber verbleiben, wird durch die Finanzierungsart bestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Breuer/Thilo Schweizer/Wolfgang Breuer, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Corporate Finance&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 409&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rückgriffslose Projektfinanzierungen&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|non-recourse}}): Die Kreditgeber erhalten den Schuldendienst nicht von den Sponsoren, sondern er wird vollständig durch die [[Free Cash Flow]]s der Projektgesellschaft erbracht. Im Falle nicht ausreichender Cashflows besteht nur [[Regress (Recht)|Rückgriff]] auf deren [[Kreditsicherheit]]en.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Rückgriffsbeschränkte Projektfinanzierungen&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|limited-recourse}}) lassen den begrenzten Rückgriff des Kreditgebers auf das [[Vermögen (Wirtschaft)|Vermögen]] des Sponsors oder anderer Beteiligter zu und begrenzen die Haftung auf einzelne Projektphasen.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;unbegrenzte Rückgriff&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|full-recourse}}) kommt selten vor und ermöglicht die vollständige [[Haftung (Recht)|Haftung]] des Sponsoren im Falle unzureichender Cashflows.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Finanzierung_und_Finanzmanagement/guJmDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=politisches+risiko+h%C3%B6here+gewalt&amp;amp;pg=PA114&amp;amp;printsec=frontcover Thomas Schuster/Margarita Uskova, &amp;#039;&amp;#039;Finanzierung und Finanzmanagement&amp;#039;&amp;#039;, 2018, S. 114]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies entspricht nicht dem Ziel einer Projektfinanzierung, zumal der Sponsor keine echte Entlastung seiner Bilanz erhält (seine Haftung führt zu bilanzierungspflichtigen [[Eventualverbindlichkeit]]en).&lt;br /&gt;
In den beiden ersten Fällen wird das [[Kreditrisiko]] vollständig von den Kreditgebern getragen; es findet eine [[Risikoallokation]] vom Sponsor auf die Kreditgeber statt. Der Schuldendienst wird ganz oder teilweise von anderen Beteiligten getragen. Dies wird durch [[Vertragsgestaltung]] in den [[Kreditvertrag|Kreditverträgen]] sichergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der [[Finanzplanung]] des Projektes muss sich ergeben, dass der von der Projektgesellschaft erwirtschaftete Cashflow während der Projektlaufzeit in jeder Projektphase mindestens den Schuldendienst der Kreditgeber deckt und auch eine lediglich temporäre [[Illiquidität]] ausgeschlossen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Projektfinanzierung/5yPRDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Projektfinanzierung&amp;amp;printsec=frontcover Alexander Reuter, &amp;#039;&amp;#039;Projektfinanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 13]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dessen ungeachtet werden die Kredite vollständig aus dem Vermögen der Projektgesellschaft durch Kreditsicherheiten unterlegt, um das Rückzahlungsrisiko der Kreditgeber zu minimieren. Hierdurch wird auch erreicht, dass [[Dritter|Dritte]] hierauf keine Zugriff bekommen können ({{enS|ring fencing}}).&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Reuter, &amp;#039;&amp;#039;Projektfinanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projektrisiken ==&lt;br /&gt;
Als Projektrisiken wirken sich folgende [[Risiko]]arten auf die Projektfinanzierung aus:&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Breuer/Thilo Schweizer/Wolfgang Breuer, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Corporate Finance&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 411&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fertigstellungsrisiko&amp;#039;&amp;#039; ist das Risiko einer nicht [[termin]]- oder [[budget]]gerechten Errichtung oder Erweiterung des finanzierten Projekts.&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Breuer/Thilo Schweizer/Wolfgang Breuer, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Corporate Finance&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 173&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das [[Betriebsrisiko]] ist das Risiko, dass eine Projektgesellschaft ihre [[Produkt (Wirtschaft)|Produkte]] oder [[Dienstleistung]]en aus betrieblich-technischen, wirtschaftlichen oder zwingend rechtlichen Gründen nicht oder nicht rechtzeitig oder fehlerhaft erbringen kann.&lt;br /&gt;
* [[Finanzierungsrisiko]] sind alle Risiken, die mit der Projektfinanzierung verbunden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Claudia Breuer/Thilo Schweizer/Wolfgang Breuer, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Corporate Finance&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 179 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Finanzrisiko]] sind alle Risiken eines Projekts, die ihren Ursprung im [[Finanzierung|Finanzbereich]] haben und sich unmittelbar auf die [[Gewinn- und Verlustrechnung]] auswirken.&lt;br /&gt;
* Das [[Marktrisiko]] erwächst der Projektgesellschaft durch negative Veränderungen des [[Marktwert]]s oder sonstiger [[Marktdaten]] auf einem [[Markt (Wirtschaftswissenschaft)|Markt]].&lt;br /&gt;
* [[Politisches Risiko]] (bei Auslandsbezug) sind alle Gefahren, die sich aus der [[Politik]] eines [[Staat]]es auf [[privatwirtschaft]]liche [[Vertrag|Verträge]] auswirken können.&lt;br /&gt;
* [[Höhere Gewalt]] liegt vor, wenn ein unabwendbarer [[Zufall]] als [[schaden]]verursachendes [[Ereignis]] einwirkt (&amp;#039;&amp;#039;objektive Voraussetzung&amp;#039;&amp;#039;) und das Ereignis auch durch die äußerste, in vernünftiger Weise noch zu erwartende [[Sorgfalt]] nicht hätte vermieden werden können (&amp;#039;&amp;#039;subjektive Voraussetzung&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://lexetius.com/2002,3302 |titel=BAG, Urteil vom 7. November 2002, Az.: 2 AZR 297/01 |abruf=2022-04-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bis auf die höhere Gewalt lassen sich die übrigen Projektrisiken durch [[Risikobewältigung]] minimieren oder ausschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Projektfinanzierung gibt es vor allem in [[Kapitalintensität|kapitalintensiven]] [[Wirtschaftszweig]]en wie unter anderem der [[Exploration (Geologie)|Exploration]] von [[Rohstoffvorkommen]], [[Energieversorgung]], Errichtung von [[Anlage (Technik)|Großanlagen]] wie [[Kraftwerk]]en oder [[Pipeline]]s, [[Telekommunikation]], [[Verkehrsinfrastruktur]] oder der Durchführung von [[Forschungsprojekt]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Reuter, &amp;#039;&amp;#039;Projektfinanzierung&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt; Wichtigste, hierbei anwendbare Varianten der Projektfinanzierung sind das [[Betreibermodell]] und das [[Konzessionsvertrag|Konzessionsmodell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Projektfinanzierung unterscheidet sich von der [[Unternehmensfinanzierung]] wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Zukunft_der_Wissens_und_Projektarbeit/9o4-AwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=au%C3%9Ferbilanzielle+Finanzierung+Projektfinanzierung&amp;amp;pg=PA240&amp;amp;printsec=frontcover Doris Weßels, &amp;#039;&amp;#039;Zukunft der Wissens- und Projektarbeit&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 240]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Kriterium&lt;br /&gt;
! [[Unternehmensfinanzierung]]&lt;br /&gt;
! Projektfinanzierung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bestimmungsgründe der [[Finanzierung]]&lt;br /&gt;
| [[Relationship Banking]] &amp;lt;br /&amp;gt; [[Kapitalstruktur]], [[Kostenstruktur]] || [[Cashflow]]s aus dem [[Projekt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreditsicherheit]]en&lt;br /&gt;
| vom [[Unternehmen]] oder [[Sicherungsgeber]]n || von der [[Projektgesellschaft]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bilanzierung]]&lt;br /&gt;
| [[Bilanz]] des Unternehmens || Bilanz der Projektgesellschaft &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Financial leverage]]&lt;br /&gt;
| [[Verschuldungsgrad]] ist abhängig von den &amp;lt;br /&amp;gt; [[Schuldenkennzahl]]en des Unternehmens || Verschuldungsgrad ist abhängig &amp;lt;br /&amp;gt; vom Cashflow des Projektes&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Sicht der [[Betriebswirtschaftslehre]] handelt es sich bei [[geschlossener Investmentfonds|geschlossenen Investmentfonds]] (wie [[Medienfonds]] und [[Schiffsfonds]]) stets um Projektfinanzierungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Unter_falscher_Flagge/SyBEDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=SCHIFFSfonds+erster&amp;amp;printsec=frontcover Niels Andersen, &amp;#039;&amp;#039;Unter falscher Flagge&amp;#039;&amp;#039;, 2018, S. 2]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das gilt auch für [[öffentlich-private Partnerschaft]]en und für [[Zweckgesellschaft]]en, die als Projektgesellschaften fungieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Internationale Projektfinanzierung ==&lt;br /&gt;
[[Kreditinstitut]]e übernehmen das [[Unternehmerrisiko]] von internationalen Großprojekten (wie bei [[Brückenbau|Brücken-]], [[Staudamm]]- oder [[Flughafen]]bauten), an denen als [[Vertragspartei]]en mindestens zwei Staaten beteiligt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Bank_Lexikon/oQibBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Projektfinanzierung+lexikon&amp;amp;pg=PA864&amp;amp;printsec=frontcover Wolfgang Grill/Ludwig Gramlich/Roland Eller, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Bank Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 864]&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den typischen inländischen Projektrisiken treten noch das politische Risiko ({{enS|political risk}}), [[Preisrisiko]] ({{enS|price risk}}), [[Transferstopprisiko]] ({{enS|transfer stop risk}}) und [[Währungsrisiko]] ({{enS|foreign exchange risk}}) hinzu, die teilweise durch [[Versicherer|Versicherungen]] ([[Exportkreditversicherung]]) oder [[Risikoüberwälzung]] minimiert oder ausgeschaltet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Daniel Beckmann: &amp;#039;&amp;#039;Controlling Betreibermodell-basierter Infrastrukturprojekte. Eine Konzeption aus Projektträgersicht.&amp;#039;&amp;#039; Shaker, Aachen 2003, ISBN 3-8322-1203-5 (&amp;#039;&amp;#039;Berichte aus der Betriebswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;), (Zugleich: Braunschweig, Techn. Univ., Diss., 2003).&lt;br /&gt;
* Christian Decker: &amp;#039;&amp;#039;Internationale Projektfinanzierung. Konzeption und Prüfung.&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, Norderstedt 2008, ISBN 978-3-8370-4068-5 (Zugleich:  Bremen, Univ., Diss., 2007: &amp;#039;&amp;#039;Grundsätze ordnungsmäßiger Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse bei internationalen Projektfinanzierungen, prüfungstheoretische Fundierung und Operationalisierung von § 18 Satz 1 KWG bei zukunftsorientierter Kreditvergabeentscheidung.&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Alexander Reuter, Claus Wecker: &amp;#039;&amp;#039;Projektfinanzierung. Anwendungsmöglichkeiten, Risikomanagement, Vertragsgestaltung, bilanzielle Behandlung.&amp;#039;&amp;#039; Schäffer-Poeschel, Stuttgart 1999, ISBN 3-7910-1477-3 (&amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe Der Betrieb&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* Heinrich Uekermann: &amp;#039;&amp;#039;Risikopolitik bei Projektfinanzierungen. Maßnahmen und ihre Ausgestaltung.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Universitäts-Verlag, Wiesbaden 1992, ISBN 3-8244-0174-6 (&amp;#039;&amp;#039;DUV. Wirtschaftswissenschaft&amp;#039;&amp;#039;), (Zugleich: Diss. Uni. Münster 1992).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4047425-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzierung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzmarkt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Finanzwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Management]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Projektmanagement]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Risikomanagement]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nina</name></author>
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