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	<title>Prohairesis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T07:36:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Prohairesis&amp;diff=605663&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Luha: definierendes Zitat</title>
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		<updated>2024-09-27T06:34:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;definierendes Zitat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prohairesis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Altgriechische Sprache|altgriech.]] προαίρεσις &amp;#039;&amp;#039;prohaíresis&amp;#039;&amp;#039; ‚Wahl, Entscheidung‘, von πρό &amp;#039;&amp;#039;pro&amp;#039;&amp;#039; ‚vor‘ und αἵρεσις &amp;#039;&amp;#039;haíresis&amp;#039;&amp;#039; ‚Wahl, Auswahl, Anschauung, Schule‘) ist eine griechische Phrase und ein philosophischer Begriff aus der [[Nikomachische Ethik|Nikomachischen Ethik]] des [[Aristoteles]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aristoteles beschreibt in seiner Nikomachischen Ethik den Vorgang der προαίρεσις &amp;#039;&amp;#039;prohaíresis&amp;#039;&amp;#039; – also der &amp;#039;&amp;#039;Entscheidung&amp;#039;&amp;#039; – als einen eng mit dem Handeln verknüpften, denn als &amp;#039;&amp;#039;[[Handeln|Handlung]]&amp;#039;&amp;#039; könne nur derjenige Akt bezeichnet werden, der durch eine ihm vorausgehende &amp;#039;&amp;#039;[[Entscheidung]]&amp;#039;&amp;#039; erst veranlasst wird.&lt;br /&gt;
:„Der Ursprung des Handelns – d.h. die bewegende, nicht die Zweckursache – ist die &amp;#039;&amp;#039;prohairesis&amp;#039;&amp;#039;, und der Ursprung der prohairesis ist das Streben, und das Überlegen mit Blick auf den Zweck“ (Nikomachische Ethik VI.2, 1139a31-33).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Strebensethik]], die sich an Aristoteles orientierte, stand nach Markus Riedenauer &amp;#039;&amp;#039;prohaíresis&amp;#039;&amp;#039; für die „Vollzugseinheit von Streben und Vernunft und darin Antwort auf das erscheinende Gute“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der philosophischen Auseinandersetzung mit den Begriffen &amp;#039;&amp;#039;[[Wollen]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Urteil (Logik)|Urteilen]]&amp;#039;&amp;#039; finden sich vielfältige Anwendungen und Bedeutungen von &amp;#039;&amp;#039;prohaíresis&amp;#039;&amp;#039;, denen jeweils verschiedene Interpretationen der Nikomachischen Ethik zugrunde liegen. So interpretierte etwa [[Hannah Arendt]] &amp;#039;&amp;#039;prohaíresis&amp;#039;&amp;#039; als „choice in the sense of preference between alternatives for one – rather than another“.&amp;lt;ref&amp;gt;In: &amp;#039;&amp;#039;Willing,&amp;#039;&amp;#039; S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hermann Vetter (Übersetzer)|Hermann Vetter]] übersetzte diese arendtsche Deutung ins Deutsche mit die &amp;#039;&amp;#039;Wahl im Sinne des Vorziehens einer von mehreren Möglichkeiten.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arendt verwendete diesen Begriff auch in einem Briefwechsel mit [[Martin Heidegger]], wo sie schreibt:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich habe [[Immanuel Kant|Kant]] beim Willensproblem vorläufig ziemlich beiseite  gelassen; im Gegensatz zu Denken und Urteilen schien er mir da eher unergiebig. Nun werde ich mir dies alles noch einmal überlegen müssen. Ich bin davon ausgegangen, daß die griechische Antike weder den Willen noch das [[Willensfreiheit|Freiheitsproblem]] (als Problem) gekannt hat. Ich fange also die eigentliche Erörterung zwar mit Aristoteles (prohairesis, προαίρεσις) an, aber nur um zu zeigen, wie sich bestimmte Phänomene darstellen, wenn der Wille als selbständiges [[Vermögen (Fähigkeit)|Vermögen]] unbekannt ist, und gehe dann von [[Paulus von Tarsus|Paulus]], [[Epiktet]], [[Augustinus von Hippo|Augustin]], [[Thomas von Aquin|Thomas]] zu [[Duns Scotus]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hannah Arendt, [[Martin Heidegger]]: &amp;#039;&amp;#039;Briefe 1925 bis 1975. Und andere Zeugnisse&amp;#039;&amp;#039;. 3. Aufl. Vittorio Klostermann. Frankfurt/M. 2002, ISBN 3-465-03205-5 (aus dem Nachlässen hrsg. von [[Ursula Ludz]]).&lt;br /&gt;
* Hannah Arendt: &amp;#039;&amp;#039;Vom Leben des Geistes. Das Denken, das Wollen&amp;#039;&amp;#039;. Piper, München 2002, ISBN 3-492-22555-1 (hrsg. von [[Mary McCarthy]]).&lt;br /&gt;
* [[Aristoteles]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Nikomachische Ethik]]&amp;#039;&amp;#039; („Ethica Nicomachea“). Reclam, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-15-008586-8.&lt;br /&gt;
* Markus Riedenauer: &amp;#039;&amp;#039;Orexis und Eupraxia. Ethikbegründung im Streben bei Aristoteles „Epistemata“ Philosophie&amp;#039;&amp;#039;. Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1693-9 (zugl. Dissertation, Universität Wien 1997).&lt;br /&gt;
* [[Joachim Ritter]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Philosophie&amp;#039;&amp;#039;. Schwabe, Basel 1971–2007, ISBN 3-7965-0115-X (13 Bde., völlige neubearb. Ausg. von [[Rudolf Eisler (Philosoph)| Rudolf Eisler]]s „Wörterbuch der philosophischen Begriffe“, 1904).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4519961-9|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entscheidungstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlungstheorie (Philosophie)|R]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aristoteles]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Luha</name></author>
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