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	<title>Prognosemarkt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T12:24:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Prognosemarkt&amp;diff=581866&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PaulAsimov: Gewinnverteilung Bsp. Polymarket</title>
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		<updated>2026-04-16T21:07:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gewinnverteilung Bsp. Polymarket&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Prediction market - example GUI.gif|mini|Beispiel-[[GUI]] eines webbasierten Wertpapiermarktes]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prognosemärkte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind virtuelle Markt[[Plattform (Computer)|plattformen]], die den Ausgang von Ereignissen [[vorhersage]]n. Prognosemärkte existieren in Form von Online-[[Wettbörse]]n oder virtuellen Wertpapiermärkten, die jeweils auf einer elektronischen Plattform implementiert werden und über einen eigenen [[Gewinnquote|Quoten]]- beziehungsweise Preisfeststellungsmechanismus verfügen. Sie werden als Konkurrenzsystem zu anderen Prognoseinstrumenten genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten von Prognosemärkten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Virtuelle Wertpapiermärkte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Prediction market - example GUI - 2.gif|mini|Virtueller Wertpapiermarkt am Beispiel der [[Volksinitiative (Schweiz)|Eidgenössischen Volksinitiative «für Lebensmittel aus gentechnikfreier Landwirtschaft»]], abgestimmt am 27. November 2005.&amp;lt;br /&amp;gt;1. Nachfragen (Ask)&amp;lt;br /&amp;gt;2. Angebote (Bid)&amp;lt;br /&amp;gt;3. Letzter gehandelter Kurs. Liefert die Prognose des Abstimmungsausgangs.&amp;lt;br /&amp;gt;4. Portfolio (Eine &amp;#039;&amp;#039;Ja&amp;#039;&amp;#039;- und &amp;#039;&amp;#039;Nein&amp;#039;&amp;#039;-Aktie zum Fixpreis von 100)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf virtuellen Wertpapiermärkten werden im Unterschied zu Finanzmärkten keine signifikanten Geldbeträge oder Rechtsansprüche gehandelt. Eine virtuelle Aktie stellt ein zukünftiges Ereignis oder einen Marktzustand dar (zum Beispiel Absatzzahlen eines Produkts im Monat Dezember oder geschossene Tore in einem Fußballspiel). Der Endwert der Aktie hängt jeweils vom tatsächlichen Ausgang des Ereignisses ab, das heißt beispielsweise 1 (virtueller) Euro pro 100 Stück Absatz. Auf Basis dieses Zusammenhangs können dann Teilnehmer ihre Einschätzungen handeln. Im Unterschied zu Börsenspielen, die den Kurs realer Börsen übernehmen, werden Kauf- und Verkaufsaufträge an einem Prognosemarkt über einen eigenen Handelsmechanismus ausgeführt. Hier ist vielmehr das Anreizsystem ausschlaggebend, die beste Prognose abzugeben. Man spricht daher auch von [[Gamification]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wettbörse ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Wettbörse}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Online-Wettbörsen platzieren Teilnehmer Wetten auf den Ausgang sportlicher Wettbewerbe sowie gesellschaftlicher oder politischer Ereignisse. Im Unterschied zu virtuellen Wertpapiermärkten wird hier mit realen Geldbeträgen auf den Ausgang von Ereignissen gewettet. Eine platzierte Wette hat den Gewinn beziehungsweise den Verlust realen Geldes zur Folge. Ein besonderer Unterschied zur traditionellen Wette besteht bei Online-Wettbörsen darin, dass die Wett-Teilnehmer gegeneinander wetten und nicht gegen einen [[Buchmacher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökonomik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine zentrale Erklärung für die Präzision von Prognosemärkten ist das [[Anreizsystem]]: Akteure, die billig kaufen und teuer verkaufen, werden so für die Verbesserung der Vorhersage finanziell belohnt. Akteure, die teuer kaufen und billig verkaufen, werden so für die Verschlechterung der Vorhersage finanziell bestraft. Diesen Einsatz von Anreizmechanismen nennt man auch [[Gamification]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die theoretische Begründung für die [[Markteffizienzhypothese|Informationseffizienz]] dieser Märkte liefert die [[Friedrich August von Hayek|Hayek]]-Hypothese, die besagt, dass durch den Wettbewerb auf einem Markt die asymmetrisch verteilten Informationen der Marktteilnehmer am effizientesten aggregiert werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einer exemplarischen Auswertung des Anbieters [[Polymarket]] erzielten 0,04 Prozent aller Nutzer der Plattform 70 Prozent der Gewinne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anas Hassan |url=https://finance.yahoo.com/news/70-polymarket-traders-lost-money-192327162.html |titel=70% of Polymarket Traders Lost Money as Top 0.04% Captured Most Profits: Data |werk=Yahoo Finance |datum=2025-12-29 |sprache=en |abruf=2026-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatzgebiete ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prognosemärkte können eingesetzt werden, wo es um die Vorhersage von ungewissen Ereignissen geht bzw. wo zukunftsorientierte Antworten, Analysen oder Prognosen abgegeben werden sollen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dirk Elsner&amp;quot;&amp;gt;{{Cite web| title = Social Forecasting (Teil 1): Schwarmintelligenz und Vorhersagemärkte erreichen die betriebliche Praxis| publisher = Dirk Elsner| accessdate = 2013-02-13| date = 2012-08-04| url = http://www.blicklog.com/2012/03/07/social-forecasting-teil-1-schwarmintelligenz-und-vorhersagemrkte-erreichen-die-betriebliche-praxis/}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bisher wurden Prognosemärkte vom [[US-Verteidigungsministerium]] zur Vorhersage von Terroranschlägen, in der Gesundheitsindustrie zur Vorhersage von Grippeausbrüchen und der Wirksamkeit neuer Medikamente, sowie von verschiedenen Unternehmen zur Vorhersage von Umsatzzahlen oder Produktqualitäten verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;science&amp;quot;&amp;gt;Arrow, K., Forsythe, R., Gorham, M., Hahn, R., Hanson, R., Ledyard, J., Levmore, S., Litan, R., Milgrom, P., Nelson, F., Neumann, G.,Ottaviani, M., Schelling, T., Shiller, R., Smith, V., Snowberg, E., Sunstein, C., Tetlock, P., Tetlock, P., Varian, H., Wolfers, J., Zitzewitz, E. (2008): &amp;#039;&amp;#039;The Promise of Prediction Markets&amp;#039;&amp;#039;. Science. Vol. 320, pp. 877–878.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Robin Hanson]] befürwortet eine Futarchie, in der Politikinstrumente auf Prognosemärkten festgelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 2002 bis 2007 wurden an der [[Chicago Mercantile Exchange|Chicagoer Börse]] [[Totalisator]]-Wetten auf [[Makroderivat]]e angeboten, deren Wert von der zukünftigen Realisation makroökonomischer Größen abhing.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erik Snowberg, Justin Wolfers, Eric Zitzewitz |Titel=Chapter 11 - Prediction Markets for Economic Forecasting |Sammelwerk=Handbook of Economic Forecasting |Band=2 |Verlag=Elsevier |Datum=2013-01-01 |Reihe=Handbook of Economic Forecasting |Seiten=657–687 |Online=http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/B9780444536839000116 |Abruf=2020-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele Politische Wahlen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Prognosemärkte genauere Vorhersagen liefern können als Meinungsumfragen, zeigte sich bei der Bundestagswahl 2005: Die Online-Wahlbörse Political Stock Market sagte voraus, dass die CDU/CSU-Fraktion mit 38,5 Prozent der Stimmen gewinnen würde. Dieses Ergebnis ist deutlich näher an dem amtlichen Endergebnis von 35,2 Prozent als die durchschnittlich vorhergesagten 40 Prozent der Meinungsumfragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Hackhausen (2006): [http://www.wiwo.de/technik/orakel-aus-dem-internet-161272/ &amp;#039;&amp;#039;Orakel aus dem Internet – Prognosebörsen sagen die Zukunft voraus&amp;#039;&amp;#039;], In: WirtschaftsWoche, Verlagsgruppe Handelsblatt&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ergebnisse der amerikanischen Wahlbörse Iowa Electronic Market zeigen ebenso, dass Prognosebörsen sehr verlässliche Vorhersagen liefern. Bei den vier US-Präsidentschaftswahlen im Zeitraum von 1988 bis 2000 prognostizierte der Iowa Electronic Market den Stimmenanteil von Republikanern und Demokraten genauer als die renommiertesten Meinungsumfragen. Vorhersagen des Iowa Electronic Market wichen 150 Tage vor der Wahl nur noch fünf Prozentpunkte vom amtlichen Endergebnis ab. In der Woche unmittelbar vor der Wahl lag der Vorhersagefehler bei nur 1,5 Prozent. Im Gegensatz dazu irrte sich beispielsweise das [[Gallup Organization|Gallup-Institut]] in den jeweils letzten Umfragen um durchschnittlich 2,1 Prozentpunkte.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Kaube: &amp;#039;&amp;#039;Das geheime Wissen der Zocker&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 20. November 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliches und Legalität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einsatz von Prognosemärkten wird durch gesetzliche Einschränkungen der jeweiligen Länder eingeschränkt. Dabei ist der Kernpunkt die Einordnung des Systems als [[Geschicklichkeitsspiel]] im Gegensatz zum [[Glücksspiel]]. In jedem Land gelten dazu andere rechtliche Rahmenbedingungen oder es fehlt an einer speziellen Klärung zur Frage der Einordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wahlstreet]]&lt;br /&gt;
* [[Die Weisheit der Vielen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joyce E. Berg, Forrest D. Nelson, Thomas A. Rietz: &amp;#039;&amp;#039;Prediction Market Accuracy in the Long Run&amp;#039;&amp;#039;. In: International Journal of Forecasting, 24, 2008, S. 285–298 {{DOI|10.1016/j.ijforecast.2008.03.007}}&lt;br /&gt;
* Reneé Dye: &amp;#039;&amp;#039;The promise of prediction markets: A roundtable&amp;#039;&amp;#039;, in: The McKinsey Quartely, Issue 2, 2008&lt;br /&gt;
* Jörg Hackhausen: &amp;#039;&amp;#039;Orakel aus dem Internet – Prognosebörsen sagen die Zukunft voraus&amp;#039;&amp;#039;. In: WirtschaftsWoche, Verlagsgruppe Handelsblatt, 2006&lt;br /&gt;
* Jürgen Kaube: &amp;#039;&amp;#039;Das geheime Wissen der Zocker&amp;#039;&amp;#039;. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 20. November 2008.&lt;br /&gt;
* Ralf Ike: &amp;#039;&amp;#039;Performance Management, Synergiepotenziale von Wissensmanagement und Business Intelligence im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes zur strategischen Unternehmenssteuerung&amp;#039;&amp;#039;, 2008&lt;br /&gt;
* Rietz u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Accuracy and Forecast Standard Error of Prediction Markets&amp;#039;&amp;#039;, University of Iowa, Working Paper&lt;br /&gt;
* Martin Spann, Bernd Skiera: &amp;#039;&amp;#039;Internet-Based Virtual Stock Markets for Business Forecasting&amp;#039;&amp;#039;. In: Management Science, 49, 2003, S. 1310–1326 {{Webarchiv |url=http://www.marketing.uni-frankfurt.de/fileadmin/Publikationen/Spann_Skiera_Inernet-based_virtual_stock_markets.pdf |text=PDF |wayback=20110812200721}}&lt;br /&gt;
* James Surowiecki: &amp;#039;&amp;#039;The Wisdom Of Crowds: Why The Many Are Smarter Than The Few And How Collective Wisdom Shapes Business&amp;#039;&amp;#039;, Economies, Societies And Nations Little, Brown, 2004&lt;br /&gt;
* Justin Wolfers, Eric Zitzewitz: &amp;#039;&amp;#039;Prediction Markets&amp;#039;&amp;#039;. In: Journal of Economic Perspectives, 18, 2004, S. 107–126 {{DOI|10.1257/0895330041371321}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.blicklog.com/2012/03/07/social-forecasting-teil-1-schwarmintelligenz-und-vorhersagemrkte-erreichen-die-betriebliche-praxis/ Blicklog: Social Forecasting (Teil 1): Schwarmintelligenz und Vorhersagemärkte erreichen die betriebliche Praxis], 2012&lt;br /&gt;
* [http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/holger-fahrinkrug-zur-prognoseboerse-der-mechanismus-ist-richtig-/3631360.html „Der Mechanismus ist richtig“], Interview mit Volkswirt der Westdeutschen Landesbank, 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kapitalmarkttheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PaulAsimov</name></author>
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