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	<title>Profisport - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Lückenhaft|konkrete Zahlen zur wirtschaftlichen Bedeutung}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Steffi Graf (Wimbledon 2009).jpg|mini|[[Steffi Graf]], Tennisprofi]]&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Profisport&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Berufssport&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, erhält ein [[Sportler]] für die Ausübung seiner [[Sportart]] [[Einkünfte]], von denen er seinen [[Unterhalt|Lebensunterhalt]] bestreiten kann. Er übt die Sportart also [[beruf]]smäßig aus. Solche Sportler werden Berufssportler oder Profisportler genannt. Die Einkünfte können beispielsweise durch feste [[Arbeitsentgelt|Gehälter]], [[Prämie#Sport|Prämien]], [[Preis (Gewinn)|Preisgelder]], [[Werbung|Werbeverträge]], [[Mäzen]]atentum, [[Sponsoring]] oder anderweitige Zuwendungen, wie beispielsweise [[Sporthilfe]], erzielt werden. Berufssport ist Teil der kulturellen [[Arbeit (Philosophie)#Status quo der Vita activa|Arbeitswelt]] und immer [[Leistungssport]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte  ==&lt;br /&gt;
Die Vorstellung, dass man mit seinem Sport &amp;#039;&amp;#039;kein&amp;#039;&amp;#039; Geld verdienen sollte, entstand in den englischen &amp;#039;&amp;#039;Public Schools&amp;#039;&amp;#039; im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Die Kämpfer im mittelalterlichen Turnier waren teilweise Profis&amp;lt;ref&amp;gt;John M. Carter: Sportgeschichte in mittelalterlichen Biographien. William Marshal (ca. 1146–1219). In: [[Arnd Krüger]], [[Bernd Wedemeyer-Kolwe]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aus Biographien Sportgeschichte lernen. Festschrift zum 90. Geburtstag von Prof. Dr. Wilhelm Henze.&amp;#039;&amp;#039; Niedersächsisches Institut für Sportgeschichte, Hoya 2000, ISBN 3-932423-07-0, S. 67–78.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Boxen wurde im 18. und 19. Jahrhundert als Berufssport betrieben&amp;lt;ref&amp;gt;Gems, Gerald R. Boxing: &amp;#039;&amp;#039;A Concise History of the Sweet Science.&amp;#039;&amp;#039; Rowman &amp;amp; Littlefield, 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Rudern wurde im 19. Jahrhundert von Profis und von Amateuren betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Dave Day, Samantha-Jayne Oldfield: &amp;#039;&amp;#039;Delineating professional and amateur athletic bodies in Victorian England.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sport in history.&amp;#039;&amp;#039; Band 35, Nr. 1, 2015, S. 19–45.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Leichtathletik gab es schon im 18. Jahrhundert Profitum, welches zumeist daraus bestand, dass Sportler auf ihre eigene Leistung [[Sportwette|wetteten]].&amp;lt;ref&amp;gt;https://omny.fm/shows/countdown-with-keith-olbermann/roger-bannister-did-not-run-the-1st-four-minute-mi&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gab es in [[Deutschland]] massive Widerstände gegen die [[Kommerzialisierung]] des Sports. Der von Vereinen und Verbänden organisierte Amateursport wurde als Gegenpol zur Wirtschaftswelt mit Arbeit, Beruf, Gelderwerb und rationalem Kalkül hochstilisiert beziehungsweise idealisiert. Mit dem Streben nach Höchstleistungen konnten diese Ideale und Leitbilder immer weniger gehalten werden. Die Forderung nach mehr Leistung bedeutet zwangsläufig mehr Investitionen in Trainingszeit, Trainer, Betreuerstab und Sportgeräte. Der dadurch entstehende Kostendruck zwang die Vereine und Verbände zu einer immer intensiveren Kommerzialisierung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;maetzler2009&amp;quot;&amp;gt;A. Mätzler: [http://othes.univie.ac.at/7863/1/2009-07-21_9709964.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die internationalen Organisationsstrukturen im Spitzensport und die Regelwerke der Sportverbände.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 1,3&amp;amp;nbsp;MB) Dissertation. Universität Wien, 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sportler konnten das Trainingsprogramm nur noch als Profi bewältigen. [[Staatsamateur]]e und [[Sportsoldat]]en sind dabei besondere Formen der Professionalisierung der einstigen Amateursportler mit staatlicher Hilfe. Eine andere ist beispielsweise die [[Stiftung Deutsche Sporthilfe|Sporthilfe]]. Der Sport wurde ab den 1970er-Jahren mehr und mehr von der Wirtschaft und den Kräften des Marktes beeinflusst und vereinnahmt. Mit dem Beginn des [[Privatfernsehen]]s in Deutschland im Jahr 1984 erfuhr dieser Prozess noch eine zusätzliche Beschleunigung. In der Folge wurden die Amateurideale aufgelöst und die Werbeleitlinien (&amp;amp;#8209;verbote) erheblich liberalisiert. Profisportler werden von der Wirtschaft ökonomisch verwertet.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Brandmaier, P. Schimany: &amp;#039;&amp;#039;Die Kommerzialisierung des Sports.&amp;#039;&amp;#039; LIT Verlag, Münster 1998, ISBN 3-8258-3718-1, S.&amp;amp;nbsp;25f. {{Google Buch|BuchID=7dkwf079VVIC|Seite=25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Olympische Spiele ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Karl Schranz.jpg|miniatur|[[Karl Schranz]] wurde von den [[Olympische Winterspiele 1972|Olympischen Winterspielen 1972]] in [[Sapporo]] von IOC-Präsidenten Avery Brundage nach einem Verstoß gegen die damaligen Amateurstatuten ausgeschlossen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Olympische Sportarten|olympischen Sportarten]] war von Beginn der [[Olympische Spiele|Olympischen Spiele]] der Neuzeit der Amateurgedanke von [[Pierre de Coubertin]] bis zu [[Avery Brundage]] ein zentrales Element der [[Internationales Olympisches Komitee#Die Olympische Charta|Olympischen Charta]]. Brundage war bis zuletzt ein kompromissloser Verfechter des Amateurstatus. Sportler, wie beispielsweise der österreichische Skifahrer [[Karl Schranz]], wurden wegen Verstoßes gegen das [[Olympische Spiele#Amateurstatus und Profisport|Amateurgesetz]] von den olympischen Spielen ausgeschlossen. Profisportler schaffen sich&amp;amp;nbsp;– so die damalige Denkweise&amp;amp;nbsp;– gegenüber den Amateuren einen unfairen Vorteil, da sie als Berufssportler andere Trainingsmöglichkeiten haben.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Eassom: &amp;#039;&amp;#039;Critical Reflections on Olympic Ideology.&amp;#039;&amp;#039; International Centre for Olympic Studies, London (Ontario) 1994, ISBN 0-7714-1697-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die auf Brundage folgenden IOC-Präsidenten lockerten die Amateurbestimmungen nach und nach. 1981 wurde in [[Baden-Baden]] der Amateurparagraph zunächst nur geändert, 1986 in [[Lausanne]] dann völlig fallen gelassen. Dadurch, dass viele Sportarten ihr Regelwerk an der Olympischen Charta ausrichten, wurden weite Teile des Sports beeinflusst und dem Profisport eine Basis geboten.&amp;lt;ref&amp;gt;K. Heinemann: &amp;#039;&amp;#039;Sportwissenschaftliches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; P. Röthig und R. Prohl (Hrsg.), 7. Auflage. Schorndorf, 2003, S.&amp;amp;nbsp;298.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fußball ===&lt;br /&gt;
1922 sprach sich der [[Deutscher Fußball-Bund|DFB]] eindeutig für den Amateursport aus und verurteilte im folgenden Jahr das Profitum als „Verfallserscheinung“. Die Gegner des Profisports kamen dabei aus allen wichtigen politischen Lagern. Das bürgerliche Lager sah im Amateursport das Ideal mit völkerverbindenden Charakter bei internationalen Wettkämpfen. Die [[Völkische Bewegung]] sah im Sport nur ein Mittel zur körperlichen Ertüchtigung&amp;amp;nbsp;– vor allem für den Kriegsdienst&amp;amp;nbsp;– und die [[Arbeitersport in Deutschland|Arbeitersportbewegung]] war grundsätzlich gegen den Berufssport. Es bildeten sich in der Folge Formen von „Scheinamateurismus“ heraus. 1930 wurden 14 Spieler von [[FC Schalke 04|Schalke 04]] zu Berufssportlern erklärt und gesperrt. Der Druck auf den DFB stieg in der Folge weiter an und der Verband beschloss 1932 die Einführung des [[Profifußball|Berufsfußballs]]. Diese Pläne konnten jedoch mit der [[Machtergreifung]] der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialisten]] im Januar 1933 und der kurz darauf erlassenen [[Gleichschaltung]]sgesetze nicht mehr umgesetzt werden. In Österreich gab es dagegen deutlich früher eine Professionalisierung im Fußball: Der [[SC Hakoah Wien]] wurde 1925 erster österreichischer Profimeister. Mit dem [[Anschluss (Österreich)|Anschluss]] Österreichs 1938 wurde dann auch der Profifußball in Österreich zerschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Hahn, M. Schleiflinger: [http://www.srf.tuwien.ac.at/lva/p3_sportarenen/Nutzungskonzepte.pdf &amp;#039;&amp;#039;Nutzungskonzepte.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 2,4&amp;amp;nbsp;MB) TU Wien, August 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tennis ===&lt;br /&gt;
Im [[Tennis]] zeichneten sich dagegen schon sehr früh deutliche Tendenzen zur Trennung zwischen [[Amateur]]- und Profisport ab. Erste Ansätze dazu finden sich bereits im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in [[Dublin]] und [[London]].&amp;lt;ref&amp;gt;https://tt.tennis-warehouse.com/index.php?threads/professional-tennis-before-1926-part-i.268193&amp;lt;/ref&amp;gt; 1911 wurde als Berufsverband der &amp;#039;&amp;#039;Verband Deutscher Tennislehrer&amp;#039;&amp;#039; (VDT) gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;https://vdttennis.wordpress.com&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Karel Koželuh]] und [[Roman Najuch]] gehörten zu den ersten professionellen Spielern.&amp;lt;ref&amp;gt;Caroline Seebohm: &amp;#039;&amp;#039;Little Pancho: The Life of Tennis Legend Pancho Segura&amp;#039;&amp;#039;, University of Nebraska Press, 2009. ISBN 978-0-8032-2041-6, [https://books.google.de/books?id=u8tLyEZB02QC&amp;amp;pg=PA40 Seite 40]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf internationaler Ebene wurden die [[Association of Tennis Professionals]] (ATP) 1972 und die [[Women’s Tennis Association]] (WTA) 1973 gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zum Amateursport ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zum Berufssportler bezieht der [[Amateur#Sport|Amateursportler]] für seine sportliche Tätigkeit keine Einkünfte, oder die Einkünfte sind für einen Lebensunterhalt zu niedrig. Die Übergänge zwischen Amateursport und Profisport sind fließend. Harald Fischer hat daher zwischen &amp;#039;&amp;#039;Sport als Erwerbschance&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sport als Versorgungschance&amp;#039;&amp;#039; unterschieden, als er in Deutschland den [[Professionalisierung]]sprozess im Basketball analysierte.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Sport und Geschäft. Professionalisierung im Sport.&amp;#039;&amp;#039; Bartels &amp;amp; Wernitz, Berlin 1986, ISBN 3-87039-077-8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wurden früher nur in [[Realsozialismus|sozialistischen]] Ländern, oder wenn Sportler als Staatsbedienstete für Sportaktivitäten freigestellt bzw. unterstützt werden wie [[Sportsoldat]]en oder [[Staatsamateur]]e, so ist dies inzwischen weltweit der Fall, da sich der Staat durch den Spitzensport repräsentiert sieht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnd Krüger]]: &amp;#039;&amp;#039;On the origin of the notion that sports serves as a means of national representation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;History of European Ideas.&amp;#039;&amp;#039; 16 (1993), 4-6, S. 863–869.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sportarten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:RB Leipzig- Union Berlin 31, 2020 08 43 35 213000.jpeg|mini|Profifußball in der [[Fußball-Bundesliga|Bundesliga]]]]&lt;br /&gt;
Für einige Sportarten wurde festgelegt, wann es sich um Profisport handelt, allerdings gibt es dabei [[De jure/de facto|de facto]] erhebliche Abweichungen. So wird beispielsweise der [[Profifußball]] in Deutschland offiziell in drei Spielklassen ([[Fußball-Bundesliga|Bundesliga]], [[2. Fußball-Bundesliga|2. Bundesliga]] sowie [[3. Fußball-Liga|3. Liga]]) gespielt.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Schäflein: {{Webarchiv|url=http://www.sueddeutsche.de/sport/696/439439/text/ |wayback=20090911123853 |text=&amp;#039;&amp;#039;Der große Graben.&amp;#039;&amp;#039; }} 16. April 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies schließt jedoch nicht aus, dass beispielsweise in den [[Fußball-Regionalliga|Fußball-Regional-]] und [[Fußball-Oberliga|Oberligen]] durchaus Spielergehälter möglich sind, die ausschließlich zum Zweck des Lebensunterhaltes gezahlt werden oder auf der anderen Seite in den Profiklassen auch Amateure mitspielen. Mischformen aus Profi- und Amateursportler („Halbprofis“) sind beispielsweise [[Teilzeitarbeit|Teilzeitbeschäftigung]] und Sportkarriere oder [[Spielertrainer]]. Amateur- und Profisport lassen sich in vielen Fällen nicht mehr sauber abgrenzen.&amp;lt;ref&amp;gt;F.-C. Schroeder, Hans Kauffmann: &amp;#039;&amp;#039;Sport und Recht.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, 1972, ISBN 3-11-004191-X, S.&amp;amp;nbsp;9. {{Google Buch|BuchID=T7Ne4tNx21sC|Seite=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In nahezu allen Bereichen des Leistungssports sind seit der [[Professionalisierung]] des Sports Profisportler aktiv. Während in Sportarten wie beispielsweise Fußball, [[Baseball]], Boxen, Radfahren oder Tennis schon vor 1980 Berufssportler die Regel waren, gab es in den „klassischen“ [[Olympische Sportarten|olympischen Sportarten]] Profis erst ab den 1980er Jahren. Im Rahmen der immer weiter voranschreitenden Professionalisierung des Sports sind Berufssportler mittlerweile auch im Bereich der [[Randsportart]]en zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensunterhalt ==&lt;br /&gt;
Wenn sich ein Sportler für den Profisport entscheidet, so kann er wegen des in den meisten Fällen notwendigen täglichen [[Training (Sport)|Trainings]] nicht am normalen Erwerbsleben teilnehmen. Andererseits möchte er seinen Lebensunterhalt auch langfristig abgesichert haben. Erschwerend ist dabei, dass die Leistungsfähigkeit in den meisten Sportarten zeitlich gesehen erheblich kürzer als die Erwerbsfähigkeit im normalen Berufsleben ist. Der Spitzensportler ist auf Geldgeber angewiesen, die ihn finanziell unterstützen und fördern.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Scherwolfe: &amp;#039;&amp;#039;Entlohnung von Profisportlern.&amp;#039;&amp;#039; Grin Verlag, München 2010, ISBN 978-3-640-75610-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff „semiprofessionell“ kann sich einerseits auf einen individuellen Sportler beziehen – so kann ein Sportler zwar ein Entgelt für seine Tätigkeit erhalten, dies aber nicht für den Lebensunterhalt ausreichen bzw. der Sport nicht seine einzige Tätigkeit sein. Viele semiprofessionelle Sportler befinden sich neben ihrer sportlichen Tätigkeit in einer Berufsausbildung, im Studium oder im regulären Berufsleben – teilweise bei einem Sponsoren ihres Sportvereins. Zum anderen können Ligen oder Wettbewerbe insgesamt semiprofessionell sein, wenn einige Teilnehmer unter die Kategorie „Profi“ fallen, andere aber Amateure sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliches ==&lt;br /&gt;
Bereits 1974 stellte der [[Europäischer Gerichtshof|Europäische Gerichtshof]] (EuGH) im Fall &amp;#039;&amp;#039;[[Bruno Walrave|Walrave und Koch]]&amp;#039;&amp;#039; fest, dass der Berufssport als wirtschaftliche Tätigkeit dem EG-Vertrag unterliegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{CELEX|61974CJ0036|&amp;#039;&amp;#039;Urteil des Gerichtshofes vom 12. Dezember 1974.&amp;#039;&amp;#039;|abruf=2010-03-30}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der [[Bosman-Entscheidung]] 1995 stellten die Richter des EuGH Profivereine weitgehend den [[Unternehmen]] gleich.&lt;br /&gt;
„Echten Amateursport“ sieht das Gericht dann gegeben, wenn die Ausübung des Sports keine wirtschaftliche Tätigkeit darstellt. Direkte und indirekte Gegenleistungen in finanzieller Form fehlen dabei oder sind in ihrem Umfang unwesentlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Monheim2006&amp;quot;&amp;gt;D. Monheim: &amp;#039;&amp;#039;Sportlerrechte und Sportgerichte im Lichte des Rechtsstaatsprinzips – auf dem Weg zu einem Bundessportgericht.&amp;#039;&amp;#039; Herbert Utz Verlag, 2006, ISBN 3-8316-0654-4, S.&amp;amp;nbsp;67f. {{Google Buch|BuchID=ElWzNlBDA2AC|Seite=67}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In Deutschland fallen Berufssportler unter den {{Art.|12|gg|juris}} [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]] (freie Wahl von Beruf, Arbeitsplatzes und Ausbildungsstelle). Als Arbeitnehmer haben sie einen Anspruch auf die Zahlung von [[Arbeitslosengeld (Deutschland)|Arbeitslosengeld]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Monheim2006&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Einer der ursprünglichen Gedanken des Sports war die Förderung der [[Gesundheit]]. Im Profisport oder allgemeiner im Leistungssport droht dies nach Ansicht einiger Kritiker ins Gegenteil umzuschlagen. Andererseits ist der Berufssport mittlerweile in vielen Ländern ein wichtiger Wirtschaftsfaktor mit Milliardenumsätzen geworden, mit dem eine Vielzahl von Arbeitsplätzen unmittelbar und mittelbar verknüpft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner ursprünglichen Ausrichtung war Sport ein Gegenpol und Ausgleich zur materialistisch geprägten Arbeitswelt.&lt;br /&gt;
Mit der Kommerzialisierung sei&amp;amp;nbsp;– so die Kritiker&amp;amp;nbsp;– der Gedanke des &amp;#039;&amp;#039;[[Fair Play]]&amp;#039;&amp;#039; verloren gegangen. Materielle Dinge würden im Vordergrund stehen. Profisportler wären als Vorbilder für immaterielles, rein leistungsorientiertes Denken und Handeln ungeeignet. Der Profisport wäre kein Gegenpol mehr zur materialistisch geprägten Leistungswelt. Der Profisport sei Bestandteil dieser Leistungswelt geworden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hollmann2009&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch den Leistungsdruck werden Verletzungen häufig nicht ausreichend auskuriert. Kommerziell ausgerichtete Wettkampfpläne, mit einer zunehmenden Anzahl von nationalen und internationalen Wettbewerben, lassen in vielen Fällen keine ausreichende Regeneration der Athleten zu. Die Kommerzialisierung des Sports gehe auf Kosten der Gesundheit der Sportler.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hollmann2009&amp;quot;&amp;gt;W. Hollmann, H. K. Strüder: &amp;#039;&amp;#039;Sportmedizin: Grundlagen von körperlicher Aktivität, Training und Präventivmedizin.&amp;#039;&amp;#039; Schattauer Verlag, 2009, ISBN 978-3-7945-2546-1, S.&amp;amp;nbsp;10f {{Google Buch|BuchID=NMjoQ8p6knEC|Seite=10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Sportarten, in denen die individuelle Einzelleistung mess- und vergleichbar ist, bestimmt die persönliche Leistung auch den [[Marktwert]] des Sportlers und so dessen Einkommen. Die Versuchung, die eigene Leistung durch illegale Maßnahmen, wie beispielsweise [[Doping]]mittel, zu erhöhen, ist entsprechend hoch.&amp;lt;ref&amp;gt;L. Figura: &amp;#039;&amp;#039;Doping: Zwischen Freiheitsrecht und notwendigem Verbot.&amp;#039;&amp;#039; Meyer &amp;amp; Meyer Verlag, 2009, ISBN 978-3-89899-429-3 {{Google Buch|BuchID=V6DdPDmiLTsC|Seite=219}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berufssportler gehören zu der Berufsgruppe mit der höchsten Unfallhäufigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://www.hamburg-mannheimer-sports.de/HMOnline/Deutsch/HM_Sport/Konzepte+nach+Mass/AbzusicherndeRisiken/Unfallversicherung/_Vorteilsinfo.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Unfallversicherung für Berufssportler über HM-Sports.&amp;#039;&amp;#039;}} Abgerufen am 29. März 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Initiative Profisport Deutschland]]&lt;br /&gt;
* [[Sportfachmann]]&lt;br /&gt;
* [[Sport- und Fitnesskaufmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.profisport-deutschland.de/ Initiative Profisport Deutschland]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4005940-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportwirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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