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	<title>Produzentenrente - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T04:22:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Produzentenrente&amp;diff=144968&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wowo2008: /* Bedeutung */</title>
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		<updated>2023-11-20T12:19:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bedeutung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Economic-surpluses de.svg|mini|300px|[[Konsumentenrente]] und Produzentenrente im [[Marktdiagramm]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Produzentenrente&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|producer surplus}}) ist in der [[Volkswirtschaftslehre]] nach [[Alfred Marshall]] (1890) die Differenz aus dem [[Gleichgewichtspreis]], den der [[Hersteller|Produzent]] aufgrund der Marktverhältnisse tatsächlich erhält ([[Marktpreis]]) und dem Preis, den er mindestens benötigt, um rentabel zu bleiben ([[Reservationspreis]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich van Suntum: &amp;#039;&amp;#039;Die unsichtbare Hand&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage, Springer, 2005, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Produzentenrente ist eine [[ökonomische Rente]], der die [[Konsumentenrente]] gegenübersteht. Gemeinsam sind diese die wesentlichen Bausteine zur Bestimmung der [[Ökonomische Wohlfahrt|ökonomischen Wohlfahrt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produzentenrente und Gewinn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Produzentenrente ist zwar eng mit dem [[Gewinn]] verwandt, aber nicht mit diesem gleichzusetzen. Unterscheidung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Produzentenrente ergibt sich als Differenz von [[Umsatzerlös]] und [[variable Kosten|variablen Kosten]],&lt;br /&gt;
* Gewinn ist die Differenz von Umsatzerlös und [[Gesamtkosten]] (sowohl variable als auch [[Fixkosten]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Robert S. Pindyck, &amp;#039;&amp;#039;Mikroökonomie&amp;#039;&amp;#039;. Pearson Deutschland GmbH, 2009, S. 384&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Definition der Produzentenrente ist in der Fachliteratur jedoch nicht eindeutig. [[Hal Varian]] beschreibt die Produzentenrente als „Umsatz minus den variablen Kosten, oder gleichwertig, dem Gewinn plus den Fixkosten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hal Varian, &amp;#039;&amp;#039;Information Rules&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 362&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Jean Tirole]] dagegen schreibt: „Den Gewinn des Unternehmens bezeichnet man auch als Produzentenrente. Der Gewinn ist gleich dem Erlös abzüglich den Kosten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean Tirole, &amp;#039;&amp;#039;Unforeseen Contingencies and Incomplete Contracts&amp;#039;&amp;#039;, in: Review of Economic Studies vol. 66, 1999, S. 17&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch [[Wolfgang Cezanne]] versteht unter der Produzentenrente den Gewinn: „Bei Marktpreisen über den totalen Durchschnittskosten entsteht also ein Gewinn. Dieser Gewinn wird als Produzentenrente bezeichnet [...]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Cezanne, &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftslehre: Einführung&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 155 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es [[Lange Frist|langfristig]] keine Fixkosten gibt, kann man in diesem Fall von einer Produzentenrente als Differenz von Umsatz und variablen Kosten sprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erläuterung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gleichgewichtspreis- und menge ohne Mengensteuern.svg|mini|Ökonomische Wohlfahrt ohne Staatseingriff. &amp;lt;br&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;KR&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Konsumentenrente &amp;lt;br&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PR&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Produzentenrente  &amp;lt;br&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Angebot (engl. Supply)  &amp;lt;br&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;D&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Nachfrage (engl. Demand) &amp;lt;br&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;p&amp;lt;sub&amp;gt;GG&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Gleichgewichtspreis &amp;lt;br&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;x&amp;lt;sub&amp;gt;GG&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Gleichgewichtsmenge]]&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur psychologischen Größe der Konsumentenrente hängt die Produzentenrente von der [[Kostenstruktur]] der jeweiligen Unternehmen ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/produzentenrente.html Produzentenrente] – Definition im Gabler Wirtschaftslexikon.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht alle Unternehmen arbeiten gleichermaßen effizient. Der Marktpreis entspricht genau den [[Produktionskosten]] desjenigen Anbieter, der sich gerade noch am Markt halten kann ([[Grenzanbieter]]). Alle Unternehmen die günstiger produzieren als der Grenzanbieter erwirtschaften Extragewinne. Obwohl der Grenzanbieter am Markt agiert, bekommt er keine Produzentenrente. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausdruck Produzentenrente ist auch deshalb irreführend, weil die Extragewinne keine [[Rente (Wirtschaft)|wirtschaftliche Rente]] im üblichen Sprachgebrauch darstellen. Sie sind vielmehr die Belohnung dafür, dass die betreffenden Unternehmen kostengünstiger produzieren als der Grenzanbieter.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich van Suntum: &amp;#039;&amp;#039;Die unsichtbare Hand&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage, Springer, 2005, S. 26/27.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel ==&lt;br /&gt;
Ein spezieller MP3-Player wird zu einem Preis von 100 € gekauft und verkauft (Marktpreis), ein Anbieter A hätte ihn aber auch für 80&amp;amp;nbsp;€ anbieten können (aufgrund seiner geringeren Herstellungskosten). Er hat gegenüber dem allgemeinen [[Verkaufspreis]] 20&amp;amp;nbsp;€ „gespart“ (Produzentenrente).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Interessant ist die Produzentenrente unter Bedingungen des eingeschränkten [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerbs]]:&lt;br /&gt;
* Bei perfekter [[Preisdiskriminierung]] erhält der Anbieter die Summe aus Produzenten- und Konsumentenrente und erreicht damit wie im Falle des Wettbewerbs das Wohlfahrtsmaximum. Um eine Aussage über seine Gewinnsituation treffen zu können, ist jedoch die Kenntnis der Kostenstruktur notwendig.&lt;br /&gt;
* In einem [[Monopol]] gelingt es dem Monopolisten gewinnmaximierend die Produzentenrente zu steigern, indem er entweder die Preise oder die Mengen festlegt. Tendenziell kommt es jedoch zu einer [[Unterversorgung]] mit dem Monopolgut bei [[Überversorgung]] mit Gütern, die unter Wettbewerbsbedingungen angeboten werden, so dass die gesamte Wohlfahrt sinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Surplus-related supply and demand curves|Nachfrage- und Angebotskurven mit Renten}}&lt;br /&gt;
* [http://www.RMoser.ch/downloads/renten.pdf Konsumenten- und Produzentenrente (grafisch)] (PDF-Datei; 14 kB)&lt;br /&gt;
* [http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/produzentenrente.html Produzentenrente] – Definition im Gabler Wirtschaftslexikon&lt;br /&gt;
* [http://www.mikrooekonomie.de/Markt-%20und%20Preistheorie/Produzentenrente.htm Produzentenrente] – ausführlicher Artikel bei &amp;#039;&amp;#039;mikrooekonomie.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wowo2008</name></author>
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