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	<title>Produktmanagement - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T12:11:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Produktmanagement&amp;diff=229559&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Atirador: Änderungen von ~2026-24252-23 (Diskussion) auf die letzte Version von Gustav von Aschenbach zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-04-27T12:32:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-24252-23&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-24252-23&quot;&gt;~2026-24252-23&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-24252-23&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-24252-23 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Gustav_von_Aschenbach&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Gustav von Aschenbach (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Gustav von Aschenbach&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Produktmanagement&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in [[Unternehmen]] eine [[Funktion (Organisation)|Funktion]], die sich mit der [[Planung]], [[Steuern (Systemtheorie)|Steuerung]] und [[Kontrolle]] von [[Produkt (Wirtschaft)|Produkten]] und/oder [[Dienstleistung]]en während des [[Produktlebenszyklus]] von der [[Marktreife]] bis hin zur [[Produkteliminierung]] aus dem [[Markt]] befasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der [[Vertrieb]] von Produkten und Dienstleistungen ist der hauptsächliche [[Betriebszweck]] und die bedeutendste [[Gewinn]]quelle. Deshalb muss eine [[Organisationseinheit]] oder [[Stelle (Organisation)|Stelle]] mit der [[Aufgabe (Pflicht)|Aufgabe]] betraut werden, sich mit den zu vermarktenden Produkten/Dienstleistungen zu befassen. Unternehmen teilen ihr gesamtes [[Produktpolitik|Produktprogramm]] ([[Industrie]]) oder [[Sortiment]] ([[Handel]]) in einzelne Produkte und/oder Produktgruppen oder Dienstleistungen auf und können diese dann einzelnen Produktmanagern zuordnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;plinke67&amp;quot;&amp;gt;Michael Kleinaltenkamp, Wulff Plinke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Markt- und Produktmanagement: Die Instrumente des Technischen Vertriebs.&amp;#039;&amp;#039; 1999, S. 67.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zuordnung von einzelnen Produkten zu Stellen führt zur Funktion der &amp;#039;&amp;#039;Produktmanager&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;plinke67&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Produktmanagement versteht man die Koordination und Überwachung eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg, also von der Konzeption über die [[Produktentwicklung]] bis hin zum [[Markteintritt]], dem [[Marketing]] und auch dem [[Marktaustritt]] durch [[Produkteliminierung]]. Ziel ist es, nutzenstiftende Lösungen zur Befriedigung von Kundenbedürfnissen anzubieten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.contentmanager.de/wissen/digital-leadership/aufgaben-produktmanagement/ |titel=Welche Aufgaben hat das Produktmanagement im Unternehmen? |werk=contentmanager Magazin |datum=2021-03-03 |sprache=de-DE |abruf=2021-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben ==&lt;br /&gt;
Dem Produktmanagement kommen mindestens drei Aufgaben zu, und zwar die Produktanalyse, das Produktkonzept und die Produktoptimierung.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Herrmann, Frank Huber: {{Google Buch |BuchID=NtIjBAAAQBAJ |Seite=1 |Hervorhebung=Produktmanagement aufgaben |Linktext=&amp;#039;&amp;#039;Produktmanagement.&amp;#039;&amp;#039;}} 2013, S. 3 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die in der [[Produktion]] hergestellten Produkte/Dienstleistungen werden im Rahmen der Produktanalyse zunächst auf Stärken und [[Schwachstelle (Organisation)|Schwachstellen]] (Produktrisiken) untersucht, wobei zuvor eine etwaige [[Fehlproduktion]] durch die [[Qualitätskontrolle]] auffallen muss. Es folgt eine Konzeptionsphase, die insbesondere bei Neuprodukten erforderlich ist und mögliche Produktrisiken ermittelt. Schließlich besteht die Aufgabe in der Optimierung, also dem kundenindividuellen Zuschnitt der Produkte, sofern es sich nicht um standardisierte [[Massenproduktion|Massenprodukte]] handelt. Damit trägt das Produktmanagement entscheidend zur [[Produktqualität]] und [[Kundenzufriedenheit]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontinuierlich sammelt das Produktmanagement Informationen auch über Konkurrenzprodukte und sorgt für die Umsetzung von [[Produktinnovation|Produkt-]] oder [[Finanzinnovation]]en. Es hat Produkte/Dienstleistungen durch Prozessierung unter Berücksichtigung der Kundenerwartungen marktreif mitzugestalten und Produktrisiken auszuschließen. Dabei gehören auch die Dokumentation und eine etwaige Vertragsgestaltung zu den Aufgaben des Produktmanagements. Hierbei ergeben sich im Rahmen der [[Funktionstrennung]] auch Schnittstellen zu anderen Bereichen (etwa [[Marketing]], [[Kundenbetreuung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit fortschreitender [[Marktentwicklung]] ist damit zu rechnen, dass sich die Kundenerwartungen an die angebotenen Leistungen und damit auch die Wettbewerbsrelevanz einzelner Leistungsmerkmale ändern. Daraus resultiert die Notwendigkeit, diese Änderungen stets zu analysieren und zu dokumentieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisationsfragen ==&lt;br /&gt;
Das Produktmanagement kann als [[Matrixorganisation]], [[Stabsstelle]] oder [[Linienorganisation]] organisiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gareth R. Jones, Ricarda B. Bouncken: {{Google Buch |BuchID=ME77SOZyFk0C |Seite=363 |Hervorhebung=Produktmanagement aufgaben |Linktext=&amp;#039;&amp;#039;Organisation: Theorie, Design und Wandel.&amp;#039;&amp;#039;}} 2008, S. 363.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Matrix-Produktmanagement ist mit [[Weisung (Deutschland)|Weisungsbefugnissen]] gegenüber Funktionsbereichen ausgestattet, bei einer Stabsstelle gibt es anstelle von Weisungsbefugnissen lediglich [[Beratung|beratende]], [[Information|informatorische]] oder [[Arbeitsvorbereitung|vorbereitende]] Funktionen. Bei letzterer ist das Produktmanagement als Stabsstelle direkt der [[Unternehmensführung]] oder Marketing- oder Vertriebsleitung unterstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kairies: &amp;#039;&amp;#039;Professionelles Produktmanagement für die Investitionsgüterindustrie. Praxis und moderne Arbeitstechniken.&amp;#039;&amp;#039; 2017, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Innerhalb der Linienorganisation wird es durch Linienstellen wahrgenommen. Das ist vor allem in Unternehmen mit sehr heterogenen Produktgruppen von Vorteil. Hierbei sind unterschiedliche Produkt- und Marktkenntnisse erforderlich. Alle aufgezählten Organisationsformen haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile. In der Praxis sollte die Wahl der Organisationsform von der gesamten Unternehmensstruktur, dem [[Führungsstil]], sowie von den Produkten, [[Zielgruppe]]n und [[Vertriebsweg]]en abhängig gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kairies: &amp;#039;&amp;#039;Professionelles Produktmanagement für die Investitionsgüterindustrie. Praxis und moderne Arbeitstechniken.&amp;#039;&amp;#039; 2017, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorteile eines Produktmanagements ==&lt;br /&gt;
Ein gut umgesetztes Produktmanagement verhilft zu mehr und qualitativ besserem Wissen über das Produkt, technologische Veränderungen und den entsprechenden Markt: [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerber]] und [[Kunde]]n. Dies ermöglicht fundierte produkt- und marktbezogene Entscheidungen, und aufgrund kürzerer Entscheidungswege kann das Unternehmen schneller auf [[Marktentwicklung]]en reagieren. Die entsprechenden produktbezogenen Maßnahmen können schneller umgesetzt und besser koordiniert werden. Außerdem erhält die Geschäftsleitung sowie die Marketing- bzw. Vertriebsleitung Unterstützung vom Produktmanagement. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Produktmanager seinen Blick im Gegensatz zum [[Vertrieb]] nicht auf den [[Erlös|Umsatz]], sondern auf den [[Ertrag]] richtet. Somit gibt es im Unternehmen eine treibende Kraft, die die Erhöhung der Produkt-[[Deckungsbeitrag|Deckungsbeiträge]] anstrebt.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kairies: &amp;#039;&amp;#039;Professionelles Produktmanagement für die Investitionsgüterindustrie. Praxis und moderne Arbeitstechniken.&amp;#039;&amp;#039; 2017, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle des Produktmanagers ==&lt;br /&gt;
=== Selbstverständnis ===&lt;br /&gt;
Der Produktmanager trägt die [[unternehmer]]ische Verantwortung für seine Produkte, folglich kann er auch als [[Chief Executive Officer|CEO]] des Produktes bezeichnet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kairies16&amp;quot;&amp;gt;Peter Kairies: &amp;#039;&amp;#039;Professionelles Produktmanagement für die Investitionsgüterindustrie. Praxis und moderne Arbeitstechniken.&amp;#039;&amp;#039; 2017, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit besteht der Anspruch, dass der Produktmanager der Produkt-Markt-Experte auf seinem Gebiet ist, d.&amp;amp;nbsp;h. die Person im Unternehmen ist, die ihre Produkte und die entsprechenden Märkte am besten kennt. Er hat das Ziel, seine Produkte zum Erfolg zu führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgaben und Verantwortung ===&lt;br /&gt;
Beispiele für die Aufgaben eines Produktmanagers sind: [[Marktanalyse|Markt-]] und [[Wettbewerbsanalyse]]n durchführen, Produkt- und produktspezifische Dienstleistungsverbesserungen anstoßen, [[Anforderungsprofil]]e ([[Lastenheft]]e) für neue Produkte und produktspezifische Dienstleistungen formulieren, bei der [[Pflichtenheft]]erstellung mitwirken, [[Markteinführung]]skonzepte erstellen und umsetzen, den [[Vertrieb]] unterstützen und schulen sowie [[Außendienst]]mitarbeiter bei Kundenbesuchen begleiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Produktmanager ist sowohl für die Entwicklung der [[Produktstrategie]] als auch für die Planung, Umsetzung und Koordination der daraus abgeleiteten Maßnahmen und für die permanente und abschließende Kontrolle verantwortlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kairies16&amp;quot; /&amp;gt; Ihm obliegt die Aufgabe, seine Produkte abteilungsübergreifend zu managen.&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin Matys: &amp;#039;&amp;#039;Praxishandbuch Produktmanagement. Grundlagen und Instrumente für eine erfolgreiche Produktvermarktung.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei bewegt sich der Produktmanager im Spannungsfeld zwischen weitreichender [[Verantwortung]] und fehlender Weisungsbefugnis.&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin Matys: &amp;#039;&amp;#039;Praxishandbuch Produktmanagement. Grundlagen und Instrumente für eine erfolgreiche Produktvermarktung&amp;#039;&amp;#039;, 2001, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Umgang mit dieser Herausforderung benötigt der Produktmanager Kommunikationskompetenz, Motivations- und Begeisterungsfähigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Kairies: &amp;#039;&amp;#039;Professionelles Produktmanagement für die Investitionsgüterindustrie. Praxis und moderne Arbeitstechniken.&amp;#039;&amp;#039; 2017, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktmanagement in Unternehmen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Open-Product-Management-Workflow™.png|mini|Der Open Product Management Workflow™ (OPMW) - visuelle Darstellung der Aufgaben und Arbeitsschritte des Produktmanagements]]&lt;br /&gt;
Das Produktmanagement wird typischerweise in drei Bereiche unterschieden: Strategisches Produktmanagement, Technisches Produktmanagement und Go-To-Market, was im Modell des Open Product Management Workflow veranschaulicht wird. Neben der Dreiteilung zeigt dieser auf, welche Aufgaben und Schritte im Laufe eines Produktzyklus vom Produktmanagement zu erledigen sind um ein innovatives und profitables Produkt herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strategisches Produktmanagement ===&lt;br /&gt;
Das strategische Produktmanagement umfasst alle strategischen Aspekte und Aufgaben, die erforderlich sind, um ein bestehendes oder zukünftiges Produkt erfolgreich(er) zu machen. Dazu gehören u.&amp;amp;nbsp;a. die Informations-Analyse, die Erarbeitung eines Konzeptes sowie Koordinierungs- &amp;amp; Optimierungsmaßnahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Herrmann, Frank Huber |Titel=Produktmanagement Grundlagen-Methoden-Beispiele |Datum=2013 |Seiten=3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im technischen Produktmanagement gibt es dafür eine ähnliche Vorgehensweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Marktanalyse ====&lt;br /&gt;
In der [[Marktanalyse]] werden bestehende Marktprobleme und -trends identifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Bestimmung von Marktproblemen hat sich das Führen von Interviews mit Kunden sowie Potenziellen etabliert (Reports), wobei gezielt nach vorhandenen Problemen gefragt wird. Markttrends werden durch die Analyse von Studien oder mit Hilfe von [[Marktforschung]] bestimmt. Zu beachten ist, dass die Ergebnisse mit Hilfe von größeren &amp;amp; regelmäßigen Umfragen überprüft werden und sich ein Marktproblem nur auf eine [[Persona]] („[[Stereotyp]] für eine Gruppe von Menschen mit konkret ausgeprägten Eigenschaften und konkretem Verhalten“) bei einem bestimmten [[Szenariotechnik|Szenario]] bezieht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank Lemser |Titel=Strategisches Produktmanagement nach Open Product Management Workflow |Datum=2018 |Seiten=3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Handelt es sich um mehrere Produkte/Märkte, können diese nach Kriterien wie [[Marktsegment]]e, Produktsegmente, Funktionen, [[Technologie]]n oder Regionen strukturiert und später beispielsweise in einer [[Produkt-Markt-Matrix]] veranschaulicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Aumayr |Titel=Erfolgreiches Produktmanagement – Tool-Box für das professionelle Produktmanagement und Produktmarketing |Datum=2016 |Seiten=130-131}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Marktsegmentierung]] gilt dabei besonderer Bedeutung; das strategische Produktmanagement konzentriert sich auf die Zielsegmente, die das größte [[Marktpotenzial]] beinhalten und die niedrigsten Kosten benötigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank Lemser |Titel=Strategisches Produktmanagement nach Open Product Management Workflow |Datum=2018 |Seiten=70-73}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unternehmensanalyse ====&lt;br /&gt;
Sowohl für die zukünftige Marktmessage als auch für verbesserte Kommunikation mit den Kunden, ist es wichtig, die Attribute &amp;amp; Mehrwerte zu ermitteln, welche das Unternehmen langfristig vom Wettbewerb differenzieren: „Wer eine Sache am besten kann, sollte das eine tun, was er kann“&amp;lt;ref&amp;gt;Henry Ford: &amp;#039;&amp;#039;Zitat&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Eine Kompetenzanalyse bildet die Grundlage dafür.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank Lemser |Titel=Strategisches Produktmanagement nach Open Product Management Workflow |Datum=2018 |Seiten=60-61}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für weitere Klarheit kann eine [[Wettbewerbsanalyse]] und eine [[SWOT-Analyse]] sorgen. Während die Wettbewerbsanalyse Lücken u.&amp;amp;nbsp;a. bei den Punkten [[Portfolio]], Preismodell, Marktmessage und Kommunikationsanalyse aufzeigt, ermittelt die SWOT-Analyse die Stellung des Unternehmens in einem bestimmten Markt. Zudem kann die Analyse aufzeigen, welche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und Schwierigkeiten bei der Umsetzung bestehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Günter Hofbauer, Anita Schweidler |Titel=Professionelles Produktmanagement |Datum=2006 |Seiten=208-211}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zielfestlegung und Produktstrategie ====&lt;br /&gt;
Wurde die strategische Ausgangssituation des Marktes bzw. Unternehmens hinreichend analysiert, sind [[Ziel]]e festzulegen und eine [[Produktstrategie]] zu entwickeln. Bei der [[Operationalisierung]] der Ziele ist auf die vier [[Dimensionen]] Zielinhalt (Was soll erreicht werden?), Zielausmaß (Wie viel soll erreicht werden?), Zeitbezug (Wann soll das Ziel erreicht werden?) sowie Geltungsbereich (Für welchen Bereich soll das Ziel gelten?) zu achten. Voraussetzung für die Dimension des Geltungsbereiches ist die Abgrenzung des Marktes in anbieterbezogene, produktbezogene und nachfragebezogene [[Marktabgrenzung]] zur vereinfachten Analyse der Beziehungen zwischen [[Güterangebot|Anbietern]], [[Gütermarkt|Gütern]] und [[Nachfrage]]rn. Außerdem sind Abhängigkeiten und Beziehungen zwischen den Zielen zu beachten wie [[Zielkomplementarität]] oder [[Zielkonflikt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Herrmann/Frank Huber |Titel=Produktmanagement |Datum=2013 |Seiten=88-90}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Um die Produktstrategie festzulegen, sind mehrere einzelne Strategieelemente zu kombinieren: Portfoliostrategien, Marktsegmentstrategien, Produkt-Markt-Abdeckungsstrategien, Produkt-Markt-Wachstumsstrategien, Preis-/Leistungsstrategie sowie andere; bei der [[Visualisierung]] hilft ein strategischer Baukasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich kann mit Hilfe des [[Marketing-Mix]] (Product, Price, Placement, Promotion) eine Beziehung zwischen den Faktoren Produkt, Preis, Vertriebskanal und Kommunikation hergestellt werden, wobei sich auch der Detaillierungsgrad der Produktstrategie erhöht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Aumayr |Titel=Erfolgreiches Produktmanagement |Datum=2016 |Seiten=236-239}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirtschaftlichkeitsanalyse ====&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsanalyse soll festgestellt werden, ob eine Neuproduktidee unter wirtschaftlichen Aspekten weiterverfolgt werden soll. Dies schließt eine [[Vorkalkulation]], Umsatzschätzung, [[Kostenschätzung]] und Marktanteilsprognose mit ein. Auch die Investitionsrechnung kann durch ein statisches Verfahren ([[Break-even-Analyse|Break-Even-Analyse]], [[Kostenvergleichsrechnung]], [[Rentabilitätsrechnung]], [[Amortisationsrechnung]]) oder dynamisches Verfahren ([[Kapitalwertmethode]], [[Interne-Zinsfuß-Methode|interne Zinsfußmethode]], [[Annuitätenmethode]]) zur Bewertung beitragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Günter Hofbauer, Anita Schweidler |Titel=Professionelles Produktmanagement |Datum=2006 |Seiten=387-389}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Innovation und Ideengenerierung ====&lt;br /&gt;
Für das Produktmanagement stellt [[Innovation]] den Ausgangspunkt aller Marketingaktivitäten dar: „Erst wenn du das Problem kennst, kannst du über das Problem nachdenken und eine Idee für dessen Lösung entwickeln. Und wenn dieses Problem noch niemand gelöst hat, ist die Lösung automatisch eine Innovation.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank Lemser |Titel=Technisches Produktmanagement nach Open Product Management Workflow |Datum=2018 |Seiten=92}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dabei kann sich Innovation auf verschiedene Bereiche wie Vertriebskanäle oder die Kombination mehrerer Produkte beziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank Lemser |Titel=Strategisches Produktmanagement nach Open Product Management Workflow |Datum=2018 |Seiten=92-95}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Ideenmanagement]] werden Ideen aus internen sowie externen Quellen gesammelt, später selektiert und bewertet; hier findet es Anwendung bei der Lösung von Produktproblemen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Businessplan ====&lt;br /&gt;
Der [[Businessplan]] sammelt die Ergebnisse aus dem vorher durchgeführten Workflow und ist unternehmensspezifisch. Er beinhaltet Produktmarktanalysen, Produktmarkstrategien, Maßnahmen und betriebswirtschaftliche Kenngrößen; ergänzt wird er durch Detailaspekte aus funktionalen Bereichen wie [[Vertrieb]], [[Marketing]] etc.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Klaus Aumayr |Titel=Erfolgreiches Produktmanagement |Datum=2016 |Seiten=250-252}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem dient er als Basis für das technische Produktmanagement und Go-To-Market.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technisches Produktmanagement ===&lt;br /&gt;
Das technische Produktmanagement umfasst alle Aspekte und Aufgaben, die nötig sind um ein funktionsfähiges physisches Neuprodukt zu konzipieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Günter Hofbauer, Anita Schweidler |Titel=Professionelles Produktmanagement |Datum=2006 |Seiten=250-252}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu gibt es wie im strategischen Produktmanagement ein Vorgehen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anforderungsbewertung/Requirements Rating ====&lt;br /&gt;
Zu Beginn müssen die Anforderungen aus dem strategischen Produktmanagement bewertet werden, diese bestehen aus den Teilen Problem, [[Persona]] und Szenario; in der Praxis werden dafür die Informationen auf sog. „Story-Cards“ geschrieben. Mithilfe eines Bewertungsschemas mit den Kriterien Wichtigkeit, Anzahl Reports und Priorität lassen sich die Anforderungen gewichten sowie priorisieren. Die Wichtigkeit basiert auf den verschiedenen Kundenarten bei folgender abnehmender Reihenfolge: Evaluierender [[Kunde]], potenzieller Kunde, [[Bestandskunde]]. Die [[Priorität]] lässt sich berechnen, indem Wichtigkeit und die Anzahl an Reports miteinander multipliziert werden. Bei Bedarf kann das Schema um zusätzliche Informationen wie z.&amp;amp;nbsp;B. Kosten, Benutzbarkeit oder Zeitaufwand ergänzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank Lemser |Titel=Technisches Produktmanagement nach Open Product Management Workflow |Datum=2018 |Seiten=28-40}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Produktentwicklung ====&lt;br /&gt;
Sind die Anforderungen hinreichend priorisiert, lassen sich diese in [[Arbeitspaket]]e bündeln und in eine Reihenfolge bringen; dazu werden die jeweiligen Prioritäten summiert und eine Gesamtpriorität für ein Arbeitspaket berechnet. Für die [[Produktentwicklung]] sind dann der Zeitaufwand sowie die Kosten abzuschätzen, welche die Arbeitspakete benötigen. Hilfreich für die Abschätzung kann sein, die Arbeitsteilnehmer ihr eigenes Vertrauen einstufen zu lassen und die Schwierigkeit der Arbeitspakete zu bewerten. Anschließend widmen sich [[Ingenieur]]e der Lösung der Arbeitspakete, wobei sie in regelmäßigen Statustreffen dem gesamten Team Informationen über ihren aktuellen Status geben und der Zeitplan durch mögliche Verzögerungen modifiziert wird. Um eine Produktlösung auf ihre [[Funktionalität (Produkt)|Funktionalität]] zu überprüfen oder das Risiko von Fehlentwicklungen zu senken, eignet sich die Erstellung eines Pretotypes und eines [[Prototyp (Technik)|Prototypes]]. Der Gedanke des Pretotypes ist, dass sich der Ingenieur fragen muss, ob er das Produkt selbst benutzen würde; erst wenn die Antwort darauf positiv ist, folgt der weitere [[Produktentwicklungsprozess]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank Lemser |Titel=Technisches Produktmanagement nach Open Product Management Workflow |Datum=2018 |Seiten=50}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Prototyp ist zeitlich fortgeschrittener einzuordnen: „Unter [[Prototyp (Technik)|Prototyp]] versteht man ein erstmals hergestelltes neues Produkt, mit dem praktische Erprobungen und Weiterentwicklungen durchgeführt werden, um die Funktionsfähigkeit technischer Lösungen nachzuweisen und vorhandene Mängel zu beseitigen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Seibert |Titel=Zitat |Datum=1998 |Seiten=305}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Des Weiteren kann der Prototyp mit potenziellen Kunden konfrontiert und mögliche Verbesserungsvorschläge durch Befragungen mitaufgenommen werden, auf der anderen Seite bedeuten sie für ein Unternehmen sowohl Kosten als auch Zeit. Bis zum fertigen Produkt folgen weitere [[Test]]s mit potenziellen Kunden zur Überprüfung der Akzeptanz; man unterscheidet dabei zwischen mehreren Testphasen: Konzepttests, partiale Produkttests (z.&amp;amp;nbsp;B. Namens- oder Geschmackstest), ganzheitliche Produkttests, weitere Testmarktverfahren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Günter Hofbauer, Anita Schweidler |Titel=Professionelles Produktmanagement |Datum=2006 |Seiten=415-417}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurde ein Produkt nun hinreichend entwickelt sowie getestet, wird im letzten Statustreffen nochmal geprüft, ob das fertige Produkt alle Anforderungen erfüllt und es kommt schließlich zur Freigabe (Approval).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Go-To-Market ===&lt;br /&gt;
Der Go-To-Market umfasst die Planung der Maßnahmen für einen erfolgreichen und koordinierten Markteintritt. Dies umfasst Beschreibungen der anvisierten [[Zielgruppe|Zielgruppen]] und ihrer Käuferpersonas, die zugehörigen Botschaften zum Produktnutzen und Anwendungsfällen, sowie Beschreibungen der zu nutzenden Marketing- und Vertriebskanäle und Kommunikationsmaßnahmen. Das Ziel der Markteintrittsplanung ist es, die Aufmerksamkeit und Interesse der Zielgruppen zu wecken und die Produkt- und Nutzenbotschaften wirksam zu kommunizieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andrew Dickenson, Jan Harste, Ian Lunn |url=https://www.produktmanagementor.de/wp-content/uploads/2022/09/Produktmanagement-Journal-PMJ14-Produktmarketing.pdf#page8 |titel=Produktmanagement Journal: Produktmarketing |werk=ProduktManageMentor |hrsg=Product Focus |datum=2021-06 |format=PDF |sprache=de |abruf=2022-09-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierzu stellt das Produktmanagement ein interdisziplinäres Team bestehend aus Marketing, Vertriebsrollen, Operations ggf. weiteren notwendigen Bereichen zusammen, mit dem Ziel die Inhalte des Marketing-Mixes abzustimmen, und die Umsetzung vor dem Produktlaunch zeitlich zu koordinieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank Lemser |Titel=Erfolgreiches Go-to-Market nach Open Product Management Workflow |Datum=2021 |Seiten=33-37}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christian Dechêne: &amp;#039;&amp;#039;Produktmanagement.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;WISU – Das Wirtschaftsstudium.&amp;#039;&amp;#039; 46. Jahrgang, Nr. 1, 2017, S. 63–69.&lt;br /&gt;
* Peter Kairies: &amp;#039;&amp;#039;Professionelles Produktmanagement für die Investitionsgüterindustrie. Praxis und moderne Arbeitstechniken.&amp;#039;&amp;#039; Renningen 2017.&lt;br /&gt;
* Frank Lemser: &amp;#039;&amp;#039;Strategisches Produktmanagement nach Open Product Management Workflow. Das Produktmanagement-Buch, das Schritt für Schritt die Produktmanager-Aufgaben erklärt und Werkzeuge aus der Praxis liefert.&amp;#039;&amp;#039; Norderstedt 2017 ([https://www.pro-productmanagement.com/images/downloads/strategisches-produktmanagement-buch-open-product-management-workflow.pdf Volltext online], PDF, kostenfrei, 8 MB).&lt;br /&gt;
* Frank Lemser: &amp;#039;&amp;#039;Technisches Produktmanagement nach Open Product Management Workflow. Das Produktmanagement-Buch für Technische Produktmanager und Product Owner, das die Aufgaben und Rollen sowie die Priorisierung von Anforderungen erklärt.&amp;#039;&amp;#039; Norderstedt 2018 ([https://www.pro-productmanagement.com/images/downloads/technisches-produktmanagement-buch-open-productmanagement-workflow.pdf Volltext online], PDF, kostenfrei, 3,4 MB).&lt;br /&gt;
* Dieter Lennertz: &amp;#039;&amp;#039;Produktmanagement.Planung – Entwicklung – Vermarktung.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2006.&lt;br /&gt;
* Herbert Lippmann, Anette Orth: &amp;#039;&amp;#039;Mit Produktmanagement Marktchancen nutzen.&amp;#039;&amp;#039; Sternenfels 2013.&lt;br /&gt;
* Erwin Matys: &amp;#039;&amp;#039;Praxishandbuch Produktmanagement. Grundlagen und Instrumente für eine erfolgreiche Produktvermarktung.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2001.&lt;br /&gt;
* Klaus J. Aumayr: &amp;#039;&amp;#039;Erfolgreiches Produktmanagement. Tool-Box für das professionelle Produktmanagement und Produktmarketing.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4125960-9}}&lt;br /&gt;
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