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	<title>Produktionsmittel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T09:56:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Produktionsmittel&amp;diff=41189&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yoursmile: +Wikt</title>
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		<updated>2025-07-12T05:49:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Wikt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Produktionsmittel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind in der [[Wirtschaftswissenschaft]] diejenigen [[Arbeitsmittel|Arbeits-]] und [[Betriebsmittel (Produktion)|Betriebsmittel]], die zur [[Produktion]] von [[Ökonomisches Gut|ökonomischen Gütern]] erforderlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Das [[Komposition (Grammatik)|Kompositum]] Produktionsmittel setzt sich aus dem Bestimmungswort [[Produktion]] als dem betrieblichen Herstellungsprozess und dem Grundwort [[Arbeitsmittel|Mittel]] als Instrument zusammen, so dass Produktionsmittel die Instrumente für die Herstellung von Gütern darstellen. Bereits die internationale [[Fachliteratur]] verwendete den Begriff Produktionsmittel sehr uneinheitlich. [[Adam Smith]] betonte in seinem im März 1776 erschienenen Buch [[Der Wohlstand der Nationen]] die organisatorischen Produktionsmittel ([[Arbeitsteilung]] und [[Kooperation]]). Nach Smith genoss der Arbeiter ursprünglich das ganze Erzeugnis seiner eigenen Arbeit, bis die Bodenaneignung und Kapitalansammlung eingeführt wurde und dieser Zustand sei auch längst zu Ende gegangen, ehe die beträchtlichsten Vervollkommnungen in den Produktivkräften der Arbeiten eintraten. [[Jean Baptiste Say]] sah 1807 im [[Kapital]] die „produzierten Produktionsmittel“ und wandte sich gegen eine Zusammenfassung des nicht vermehrbaren [[Boden (Produktionsfaktor)|Bodens]] mit den produzierten Produktionsmitteln.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean Baptiste Say, &amp;#039;&amp;#039;Traité d’économie politique&amp;#039;&amp;#039;, 1807, S.&amp;amp;nbsp;15.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[David Ricardo]] sprach in seinem Hauptwerk im Jahre 1821 bereits von der Verwendung dauerhafter Produktionsmittel (Jagdgeräte) und der Bedeutung ihrer [[Abnutzung]].&amp;lt;ref&amp;gt;David Ricardo, &amp;#039;&amp;#039;Principles of Political Economy and Taxation&amp;#039;&amp;#039;, 1821, S.&amp;amp;nbsp;13 und S.&amp;amp;nbsp;18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er erwähnte jedoch nicht den Begriff Produktionsmittel als „vorgetane Arbeit“, sondern sprach vom Kapital.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Für [[Johann Heinrich von Thünen]] war 1826 beispielsweise das Produktionsmittel [[Roggen]] ein „Binnengut“, weil Roggen durch sich selbst (Roggensamen) erzeugt und verkauft wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Heinrich von Thünen, &amp;#039;&amp;#039;Der isoli[e]rte Staat&amp;#039;&amp;#039;, 1826, S.&amp;amp;nbsp;341.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Wilhelm Roscher]] prägte 1874 den Begriff „produzierte Produktionsmittel“.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Roscher, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der Nationalökonomie&amp;#039;&amp;#039;, 23. Auflage, 1900, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für ihn galten alle Sachen, die zur [[Bedürfnisbefriedigung]] dienen, also schlechthin alle [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Güter]], als Produktionsmittel. Dies traf 1921 auf Kritik durch [[Eugen Böhm von Bawerk]],&amp;lt;ref&amp;gt;Eugen Böhm von Bawerk, &amp;#039;&amp;#039;Kapital und Kapitalzins: Geschichte und Kritik der Kapitalzins-Theorien&amp;#039;&amp;#039;, 1921, S.&amp;amp;nbsp;45.&amp;lt;/ref&amp;gt; weil der Begriffsumfang deutlich zu groß ausfiel. Böhm von Bawerk übernahm bereits im Jahre 1900 „produzierte Produktionsmittel“ als Synonym für das [[Sachkapital]].&amp;lt;ref&amp;gt;Eugen Böhm von Bawerk, &amp;#039;&amp;#039;Kapital&amp;#039;&amp;#039;, in: Handwörterbuch der Staatswissenschaften, 1900, S.&amp;amp;nbsp;19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Teil der deutschsprachigen Autoren verwendete den Begriff Produktionsmittel vielfach als Synonym für die [[Produktionsfaktor]]en [[Boden (Produktionsfaktor)|Boden]], [[Arbeit (Volkswirtschaftslehre)|Arbeit]] und [[Kapital]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=oTQBNTeEgcUC&amp;amp;pg=PA20&amp;amp;dq=Produktionsmittel&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Produktionsmittel&amp;amp;f=false Richard von Strigl, &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Grundlagen der Nationalökonomie&amp;#039;&amp;#039;, 1937, S.&amp;amp;nbsp;21 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Rosa Luxemburg]] benutzte den Begriff 1913 in ihrem Buch „[[Die Akkumulation des Kapitals. Ein Beitrag zur ökonomischen Erklärung des Imperialismus]]“ sehr häufig und verstand darunter Boden und Kapital.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=HoaYN2fvYYEC&amp;amp;pg=PT97&amp;amp;dq=Produktionsmittel&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Produktionsmittel&amp;amp;f=false Rosa Luxemburg, &amp;#039;&amp;#039;Die Akkumulation des Kapitals&amp;#039;&amp;#039;, 1913, o.&amp;amp;nbsp;S.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Friedrich von Wieser]] ist 1914 Kapital ein „produziertes Produktionsmittel, das im Zusammenhang des vollständigen Produktionsprozesses planmäßig verwendet wird“.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich von Wieser, &amp;#039;&amp;#039;Theorie der gesellschaftlichen Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, in: Grundriss der Sozialökonomik, Abt. I, 1914, S.&amp;amp;nbsp;176 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Ökonom]] Georg Jahn stufte 1922 nur den Produktionsfaktor Kapital als Produktionsmittel ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=hga2BgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA35&amp;amp;dq=Produktionsmittel&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Produktionsmittel&amp;amp;f=false Georg Jahn, &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Volkswirtschaftslehre,&amp;#039;&amp;#039; 1922, S.&amp;amp;nbsp;35].&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Werner Sombart]] zählte 1927 die [[Kapitalist]]en als [[Wirtschaftssubjekt]]e zu den Inhabern der Produktionsmittel und fasste die [[Lohnarbeit]]er als [[Wirtschaftsobjekt]]e auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Sombart, &amp;#039;&amp;#039;Das Wirtschaftsleben im Zeitalter des Hochkapitalismus&amp;#039;&amp;#039;, 1927, S.&amp;amp;nbsp;230.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Heinrich von Stackelberg]] verstand 1932 unter den &amp;#039;&amp;#039;indirekten Produktionsmitteln&amp;#039;&amp;#039; die heutigen [[Potentialfaktor]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=BlZp2d9bnHYC&amp;amp;pg=PA20&amp;amp;dq=Produktionsmittel&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Produktionsmittel&amp;amp;f=false Heinrich von Stackelberg, &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen einer reinen Kostentheorie&amp;#039;&amp;#039;, 1932, S.&amp;amp;nbsp;20].&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ökonom [[Gottfried Haberler]] differenzierte im Jahre 1933 wieder mit den „produzierten Produktionsmitteln“, worunter er [[Realkapital]] wie [[Werkzeug]]e, [[Maschine]]n, [[Gebäude]] oder [[Rohstoff]]e verstand. Dabei handelte es sich um die Produktionsmittel im engeren Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Zu den Produktionsmitteln im engeren Sinne gehören [[Verkehrsfläche|Verkehrs-]] und [[Nutzfläche]]n, [[Gebäude]], [[Gewerbeimmobilie]]n, [[Anlage (Technik)|technische Anlagen]], [[Maschine]]n, [[Werkzeug]]e sowie die damit verbundenen produktionstechnischen Verfahren und [[Betriebs- und Geschäftsausstattung]]. Es handelt sich hierbei ausschließlich um [[Potentialfaktor]]en, die zur [[Produktion]] von Gütern erforderlich sind, stofflich nicht direkt (aber materiell als [[Abnutzung]], buchhalterisch als [[Abschreibung]]) in die jeweiligen [[Endprodukt]]e eingehen und in entsprechenden [[Produktionsprozess]]en wiederkehrend verwendet werden können. Ökonomen verwenden hierfür den Begriff [[Sachkapital]]. Werner Sombart verstand darunter 1928 alle Sachgüter, „in denen sich das Kapital jeweils niederschlägt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Sombart, &amp;#039;&amp;#039;Der moderne Kapitalismus: Das Wirtschaftsleben im Zeitalter des Hochkapitalismus&amp;#039;&amp;#039;, 1928, S.&amp;amp;nbsp;230.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktionsmittel im Marxismus ==&lt;br /&gt;
Zu Zeiten des Londoner Exils von [[Karl Marx]] konzentrierte sich in England das Eigentum an Werkzeugen, Werkstoffen und Maschinen als „Produktionsmittel“ in den Händen weniger. Dieses Eigentum an Produktionsmitteln war für Marx ein zentraler Begriff seiner Theorien. Er erhob es zum Kern kapitalistischen Reichtums. Kapital war für ihn eins der „technischen Produktionsmittel“, die bei ihm aus [[Arbeitsmittel]]n und [[Arbeitsgegenstand|Arbeitsgegenständen]] bestehen. Die ursprüngliche [[Akkumulation (Wirtschaft)|Akkumulation]] ist Marx zufolge „nichts anderes als der historische Scheidungsprozess von Produzent und Produktionsmittel“.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx, MEW Band&amp;amp;nbsp;23, S.&amp;amp;nbsp;742 ([[Das Kapital. Band I|Kapital Band I]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Er teilt die [[Gesellschaft (Soziologie)|Gesellschaft]] in Arbeiter und Kapitalisten ein, und die Wirtschaft in zwei Abteilungen, von denen eine Produktionsmittel, die andere Konsumtionsmittel erzeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Marxistische Wirtschaftstheorie|marxistischen Wirtschaftstheorie]] sind die Produktionsmittel&lt;br /&gt;
# die &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgegenstände&amp;#039;&amp;#039;, die unmittelbar in der Natur vorgefundenen (zum Beispiel der Fisch, der Boden, Gestein) oder die durch Arbeit von der Natur gelösten ([[Rohstoff]]e),&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx, MEW Band&amp;amp;nbsp;23, S.&amp;amp;nbsp;193 (Kapital Band&amp;amp;nbsp;I).&amp;lt;/ref&amp;gt; wie zum Beispiel das losgebrochene Erz, oder bereits bearbeitete Zwischenprodukte (zum Beispiel Eisenbarren, Holzbretter, Textilien); sie werden im Produktionsprozess weiter be- und verarbeitet;&lt;br /&gt;
# die &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsmittel&amp;#039;&amp;#039; (Werkzeuge, Maschinen), mit deren Hilfe die Arbeitsgegenstände im [[Arbeitsprozess (Betriebswirtschaft)|Arbeitsprozess]] umgeformt werden, das sind jene Gegenstände, die nach Marx „der [[Arbeiter]] zwischen sich und den Arbeitsgegenstand“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx, MEW Band 23, S.&amp;amp;nbsp;194 (Kapital Band&amp;amp;nbsp;I).&amp;lt;/ref&amp;gt; wie ein verlängertes Organ schiebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Im [[Arbeit (Philosophie)#Konkrete Arbeit|Arbeitsprozess]] bewirkt also die Tätigkeit des Menschen durch das Arbeitsmittel eine von vornherein bezweckte Veränderung des Arbeitsgegenstandes. Der Prozess erlischt im Produkt.“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx, MEW Band 23, S.&amp;amp;nbsp;195 (Kapital Band I).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem grenzt Marx [[gesellschaftliche Produktionsmittel]] von individuellen Produktionsmitteln ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sozialismus]] ist ein [[Wirtschaftssystem]], in dem die Produktionsmittel ganz oder überwiegend in „gesellschaftlichem“ oder „sozialistischem“ Eigentum stehen. Dazu bedarf es der [[Vergesellschaftung (Soziologie)|Vergesellschaftung]] der noch im [[Privatvermögen]] befindlichen Produktionsmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Investitionsgut]]&lt;br /&gt;
* [[Produktionsfaktor]]&lt;br /&gt;
* [[Produktionsverhältnisse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4175804-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4175804-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marxistische Wirtschaftstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produktionstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yoursmile</name></author>
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