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	<title>Probstheida - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Ktmd: aktualisiert</title>
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		<updated>2026-03-22T10:14:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsgliederung&lt;br /&gt;
|NAME= Probstheida&lt;br /&gt;
|NAME-OBEREBENE= Südost&lt;br /&gt;
|NAME-HAUPTEBENE= [[Leipzig]]&lt;br /&gt;
|TYP= Stadt- und Ortsteil&lt;br /&gt;
|TYP-OBEREBENE= Stadtbezirk&lt;br /&gt;
|BILD-WAPPEN= &lt;br /&gt;
|BILD-WAPPEN-HAUPTEBENE= Coat of arms of Leipzig.svg&lt;br /&gt;
|BILD-KARTE= Leipzig Ortsteil 32 Probstheida.svg&lt;br /&gt;
|BILD-KARTE-BESCHREIBUNG= &lt;br /&gt;
|EINGEMEINDUNG= 1910-01-01&lt;br /&gt;
|FLÄCHE= 4.85&lt;br /&gt;
|EINWOHNER= 7079&lt;br /&gt;
|EINWOHNER-STAND= 2025-12-31&lt;br /&gt;
|PLZ1= 04289&lt;br /&gt;
|PLZ2= &lt;br /&gt;
|VORWAHL1= 0341&lt;br /&gt;
|VORWAHL2= &lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 51.3064&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD= 12.4257&lt;br /&gt;
|REGION= DE-SN&lt;br /&gt;
|HÖHE= 146&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG= &lt;br /&gt;
|BÜRGERMEISTER= &lt;br /&gt;
|SITZVERTEILUNG= &lt;br /&gt;
|SITZVERTEILUNG-NAME= &lt;br /&gt;
|AUTOBAHN1= &lt;br /&gt;
|AUTOBAHN2= &lt;br /&gt;
|BUNDESSTRASSE1= 2&lt;br /&gt;
|BUNDESSTRASSE2= &lt;br /&gt;
|EISENBAHN= &lt;br /&gt;
|S-BAHN= &lt;br /&gt;
|STRASSENBAHN= 2, 15&lt;br /&gt;
|BUS= 75, 76, 79, 106, 108, 141, 690, Flexa&lt;br /&gt;
|QUELLE= Ortsteilkatalog Leipzig 2010&amp;lt;ref name=&amp;quot;OTKat&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ortsteilkatalog der Stadt Leipzig 2010&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Statistischer Quartalsbericht IV/2011&amp;lt;br /&amp;gt; [https://statistik.leipzig.de/statdist/table_area.aspx?dist=32 statistik.leipzig.de]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Probstheida&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Stadtteil im Südosten [[Leipzig]]s. Nach der [[Kleinräumige Gliederung|kleinräumigen Gliederung]] der Stadt von 1992 ist es gleichzeitig ein [[Liste der Stadtbezirke und Ortsteile Leipzigs|Ortsteil]] im Stadtbezirk Südost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zum 1. Januar 1910 war Probstheida eine selbständige Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Probstheida liegt an der von Leipzig nach [[Grimma]] führenden Straße ([[Prager Straße (Leipzig)|Prager Straße]] ([[Liste der Staatsstraßen in Sachsen bis zur S 199#S 38|S&amp;amp;nbsp;38]]), bis 1949 Preußenstraße, bis 1991 Leninstraße&amp;lt;ref&amp;gt;Gina Klank, Gernot Griebsch: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Leipziger Straßennamen&amp;#039;&amp;#039;, Verlag im Wissenschaftszentrum Leipzig, 1995, ISBN 3-930433-09-5, S. 170&amp;lt;/ref&amp;gt;), fünf Kilometer südöstlich vom Stadtzentrum entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenze des Stadtteils (im Sinne der früheren Gemeinde und bis heute bestehenden [[Gemarkung]]) bildet im Norden der Wilhelm-Külz-Park vor dem [[Völkerschlachtdenkmal]] (letzteres befindet sich also in Probstheida) und die Ludolf-Colditz-Straße bis zum Gustav-Schwabe-Platz (die [[Gletschersteinpyramide]] befindet sich aber schon in [[Stötteritz]]), im Nordosten die Naunhofer Straße bis zur [[Östliche Rietzschke|Östlichen Rietzschke]], welche dann die östliche Grenze zu [[Zuckelhausen]] darstellt. Weiter geht die Grenze über Feldflur bis zur Einmündung der Hölty- in die Prager Straße. Hölty- und Gorbitzer Straße bilden die Südgrenze zu [[Meusdorf]] bzw. [[Dösen (Leipzig)|Dösen]]. Die Westgrenze verläuft am [[Erholungspark Lößnig-Dölitz]] und der Ostseite des [[Südfriedhof (Leipzig)|Südfriedhofs]] (jenseits davon liegt [[Marienbrunn (Leipzig)|Marienbrunn]]) bis zur Straße An der Tabaksmühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der in der kommunalen Gebietsgliederung von 1992 zu statistisch-administrativen Zwecken festgelegte Ortsteil ist nicht ganz mit der Gemarkung der früheren Gemeinde Probstheida deckungsgleich. Nach der neueren Gliederung gehört das Wohngebiet um den Wasserturm und die Kommandant-Prendel-Allee, das eigentlich auf Probstheidaer Flur liegt, bereits zum Ortsteil Stötteritz. Im Gegenzug wurde der Wilhelm-Külz-Park, der historisch größtenteils auf [[Thonberg (Leipzig)|Thonberger]] Flur liegt, dem Ortsteil Probstheida zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die benachbarten Ortsteile sind, im Uhrzeigersinn im Norden beginnend, Stötteritz, [[Holzhausen (Leipzig)|Holzhausen]], Meusdorf, [[Dölitz-Dösen]], [[Lößnig]], Marienbrunn und Zentrum-Südost.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Topographische Karte der Umgegend von Leipzig (1863) - Probstheida.jpg|mini|Probstheida auf einer Karte von 1863]]&lt;br /&gt;
=== Als Dorf ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Erstuermung von Probstheida.jpg|mini|Brennende [[Immanuelkirche (Leipzig-Probstheida)|Kirche Probstheida]] zur Völkerschlacht&amp;lt;br /&amp;gt; (Gemälde „Erstürmung von Probstheida“ von [[Ernst Wilhelm Straßberger]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marathon krematorium.jpg|mini|hochkant=0.7|Südfriedhof, Kapellenanlage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probstheida entstand Ende des 12. Jahrhunderts als [[Straßenangerdorf]]. Die damals für die Siedlung gebräuchliche Bezeichnung „Heida“ weist darauf hin, dass es sich um eine Gründung durch [[Flamen|flämische Kolonisten]] auf gerodetem Boden handelte. 1213 übergab Markgraf [[Dietrich (Meißen)|Dietrich von Meißen]] einen Teil des Gebiets sowie das 30 [[Hufe]]n umfassende Dorf an das [[Kloster St. Thomas (Leipzig)|Leipziger Augustiner-Chorherrenstift]], was später zu dem Zusatz &amp;#039;&amp;#039;Probst&amp;#039;&amp;#039; führte. Ab 1438 ist die Bezeichnung „Probstheida“ belegt. Sie wurde auch nach der [[Säkularisation]] des Klosters und dem 1543 erfolgten Übergang in das Eigentum der Stadt Leipzig beibehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häuser des Dorfes gruppierten sich um einen breiten Anger, auf dem wegen der Wasserknappheit infolge der hohen Lage des Ortes Wasser in einigen Teichen gespeichert wurde. Die sich nach außen anschließenden Gärten waren gegen die Felder mit Lehmmauern abgeschlossen. Probstheida bestand bis ins 18. Jahrhundert aus etwa 24 Höfen. Zur Probstheidaer Flur waren auch Anteile des [[Wüstung|wüstgefallenen]] Dorfes [[Gorbitz (Wüstung)|Gorbitz]] gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Fuhrleute auf der am Dorf vorbeiführenden Fernstraße war Probstheida eine willkommene [[Ausspann|Ausspanne]]. 1744 wurde ein Gasthof erbaut, der später ein beliebtes Ausflugsziel für die Leipziger wurde und heute noch als „Brauhaus Napoleon“ betrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Bedeutung erlangte Probstheida im Oktober 1813 als Schlüsselstellung der Franzosen während der [[Völkerschlacht bei Leipzig|Völkerschlacht]]. Das Dorf wurde mehrfach von preußisch-russischen Truppen unter großen Verlusten gestürmt, ohne dass eine Einnahme erfolgte. Erst nach der Eroberung von [[Paunsdorf]] und [[Schönefeld (Leipzig)|Schönefeld]] durch die Verbündeten musste Probstheida aufgegeben werden. Bei ihrem Abzug steckten die französischen Soldaten das durch die Kämpfe bereits zerstörte Dorf in Brand. Mit Hilfe von Spendenaktionen konnten die Kirche und die Gebäude des Dorfes wieder errichtet werden. 1818 wurde die wieder neu aufgebaute [[Immanuelkirche (Leipzig-Probstheida)|Immanuelkirche Probstheida]] geweiht, 1821 erhielt sie Glocken und 1825 eine Orgel. Bis 1840 konnten 18 Gebäude des Dorfes wiederhergestellt werden. 1856 entstand eine Ziegelei. Probstheida lag bis 1856 im [[Kurfürstentum Sachsen|kursächsischen]] bzw. [[Königreich Sachsen|königlich-sächsischen]] [[Kreisamt Leipzig]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karlheinz Blaschke]], [[Uwe Ulrich Jäschke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kursächsischer Ämteratlas.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S.&amp;amp;nbsp;60&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1856 gehörte der Ort zum [[Gerichtsamt Leipzig II]] und ab 1875 zur [[Amtshauptmannschaft Leipzig]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen/leipzig.htm |titel=Die Amtshauptmannschaft Leipzig im Gemeindeverzeichnis 1900 |offline=2025-07-31 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20241126232156/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen/leipzig.htm |archiv-datum=2024-11-26 |abruf=2025-08-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Probstheida zunächst den dörflichen Charakter behielt, entstanden auf seiner Flur Einrichtungen für die benachbarte Stadt Leipzig. 1865 wurde an der nördlichen Grenze mit einem Hoch[[reservoir]] der Bau des [[Kommunale Wasserwerke Leipzig#Geschichte|Wasserwerkes]] begonnen, der 1907 mit der Errichtung des [[Wasserturm]]es einen gewissen Abschluss fand. 1886 wurde der [[Südfriedhof (Leipzig)|Südfriedhof]], der einer der größten Friedhöfe Deutschlands wurde, eröffnet. 1898 begann der Bau des [[Völkerschlachtdenkmal]]s, ebenfalls auf Probstheidaer Flur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Jahrhundertwende (19./20. Jhrdt.) nahmen die handel- und gewerbetreibenden Kleinunternehmer zu, durch den Südfriedhof insbesondere [[Gärtner]], [[Floristik (Handwerk)|Blumenhändler]], [[Steinmetz]]e und [[Bildhauerei|Bildhauer]]. Aber auch Zigarrenhersteller und [[Drucker (Beruf)|Drucker]] waren vertreten. In der Druckerei von Hermann Rau ließ [[Wladimir Iljitsch Lenin|Lenin]] 1900 die erste Nummer der revolutionären Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Iskra (russische Zeitung)|Iskra]]&amp;#039;&amp;#039; drucken. 1956 wurde deshalb hier eine „Iskra-Gedenkstätte“ eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 wurde mit dem Bau einer Schule in der Nieritzstraße die zu klein gewordene Sieben-Klassen-Schule von 1878 ersetzt, in der fortan die Polizei-Wache residierte. An der Preußenstraße entstanden Mietshäuser für Arbeiter und Angestellte, womit sich die Sozialstruktur des einstigen Bauerndorfes weiter veränderte. Die Pendler nach Leipzig konnten ab dem 20. Dezember 1900 die elektrische Straßenbahn benutzen, die auch ein Depot in Probstheida erhielt. 1897 erfolgte der Anschluss an die Gasversorgung Leipzigs, 1907 die Anbindung an das Leipziger Wassernetz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. September 1909 bat der Rat der Gemeinde Probstheida den Rat der Stadt Leipzig um die Eingemeindung, die am 1. Januar 1910 vollzogen wurde. Die Einwohnerzahl Probstheidas betrug zum Zeitpunkt der Eingemeindung 2090 und hatte sich seit 1871 (693 Einwohner) mehr als verdreifacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;130&amp;quot; heights=&amp;quot;110&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Probstheida kirche.jpg|Nach der Völkerschlacht neu errichtete Kirche (um 1850)&lt;br /&gt;
 Gedenkstein Lzg Russenstraße.jpg|Gedenkstein für die Völkerschlacht in der Russenstraße&lt;br /&gt;
 Wasserturm Leipzig-Probstheida, 7.jpeg|Wasserturm, 1906/07 errichtet&lt;br /&gt;
 Bundesarchiv Bild 183-1985-0326-014, Leipzig, Jugendstunde in der Iskra-Gedenkstätte.jpg|Iskra-Gedenkstätte (1985)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Als Stadtteil ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Völkerschlachtdenkmal 1913.jpg|mini|hochkant|Völkerschlachtdenkmal (1913)]]&lt;br /&gt;
Nach 15-jähriger Bauzeit wurde 1913 anlässlich der 100-Jahr-Feier der Völkerschlacht das Völkerschlachtdenkmal eingeweiht. Nach Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] setzte in Probstheida eine rege Bautätigkeit ein. Insbesondere südlich des alten Dorfkerns entstand zwischen der jetzigen Prager Straße und der Crednerstraße nach Plänen des Architekten [[Carl James Bühring]] ein großer Wohnkomplex in halboffener Bauweise: zwei- bis viergeschossige Wohngebäude umschließen große Höfe mit viel Grün&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=&amp;quot;Eine Wohnung für alle&amp;quot;. Geschichte des Kommunalen Wohnungsbaus in Leipzig 1900-2000 |Hrsg=Pro Leipzig e.V. und Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH |Ort=Leipzig |Jahr=2000 |ISBN=3-9807201-1-X |Seiten=249 |Sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Winkel zwischen Prager und Chemnitzer Straße begann der Bau von Eigenheimen. Diese Siedlung wurde später auch Neuheida genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bis dahin dreimalige deutsche Fußballmeister [[VfB Leipzig (1893)|VfB Leipzig]] errichtete von 1920 bis 1922 auf Probstheidaer Flur ein Stadion, das &amp;#039;&amp;#039;Probstheidaer Stadion&amp;#039;&amp;#039;. Es war mit 40.000 Zuschauern zu dieser Zeit das größte vereinseigene Stadion Deutschlands. Der Zuschauerdamm war als Graswall ausgelegt. 1932 wurde die überdachte Holztribüne vergrößert, die jetzt noch funktionstüchtig ist. 1949 erhielt die Anlage den Namen [[Bruno-Plache-Stadion]]. Heute spielt hier der [[1. FC Lokomotive Leipzig]] bei einer aus Sicherheitsgründen auf maximal 7000 reduzierten Zuschauerzahl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1927 bis 1929 erbaute der bereits 1909 von der Freimaurerloge [[Balduin zur Linde]] gegründete Verein „Humanitas“ westlich der Preußenstraße ein „Heim für gebrechliche Kinder“. Ab 1949 wurde das Humanitas-Haus zur Städtischen Klinik für Orthopädie und Rehabilitation „Dr. [[Georg Sacke]]“ umstrukturiert, 1993 fusionierte die Klinik mit dem [[Park-Krankenhaus Leipzig|Park-Krankenhaus]]. 1990 gründete sich der Humanitas-Verein neu und betreibt jetzt hier Wohnheime für körper- und mehrfachbehinderte Erwachsene sowie körperbehinderte Kinder und Jugendliche.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.humanitas-leipzig.de/ggmbh_profil.html Website Humanitas Leipzig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] blieb Probstheida von Bombenangriffen weitgehend verschont. Nur wenige Gebäude wurden zerstört oder beschädigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als einziger staatlicher Wohnungsbau während der Zeit der DDR wurde 1966–1968 in der heutigen [[Lene Voigt|Lene-Voigt]]-Straße 2–8 ein zehngeschossiges Mittelgang-Wohnhaus mit 800 Wohnungen errichtet, das mit über 330 Metern noch heute als das längste auf voller Länge durchgehbare Wohngebäude Deutschlands gilt und im Volksmund als &amp;#039;&amp;#039;[[Lange Lene]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird. 1970 wohnte darin etwa ein Drittel der Bevölkerung Probstheidas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:20090421pkhaus91608.jpg|mini|Park-Krankenhaus (2009)]]&lt;br /&gt;
Nach der [[Wende (DDR)|Wende]] setzte auf Probstheidaer Gebiet eine rege Bautätigkeit ein. Südlich und südöstlich des alten Dorfkerns entstanden an der Strümpellstraße und an der neu angelegten Franzosenallee ausgedehnte Siedlungsgebiete mit Ein- und Mehrfamilienhäusern. Das führte dazu, dass bei nahezu stagnierender Einwohnerzahl der Stadt Leipzig seit 1991 die Einwohnerzahl Probstheidas um mehr als 50 Prozent gestiegen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich des Dorfkerns etablierte sich ein aus mehreren Großgebäuden bestehender Krankenhauskomplex. 1994 wurde das [[Herzzentrum Leipzig]] eröffnet, 1997 die [[Park-Krankenhaus Leipzig|Soteria-Klinik]] zur Behandlung von Suchtkrankheiten und 2002 das Parkkrankenhaus nach dem Umzug aus seinem Gelände in [[Dösen (Leipzig)|Dösen]]. An der Prager Straße/Ecke Bockstraße entstand 2001 ein Seniorenheim mit 180 Plätzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://argentum-pflege.de/standort/leipzig-probstheida/ |titel=Seniorenheim Probstheida |abruf=2026-01-06 |werk=argentum-pflege.de |hrsg=Betreiber des Pflegeheims |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 bis 2011 wurde die Prager Straße im Bereich Probstheida von Grund auf vierspurig ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem an der Prager Straße gelegenen [[Park an der Etzoldschen Sandgrube]], wo die Trümmer der 1968 gesprengten [[Paulinerkirche (Leipzig)|Universitätskirche]] und weiterer Bauten vergraben sind, wurde 2011 ein Gedenkort errichtet. Die Kirchensprengung hat einen weiteren Bezug zu Probstheida. Der damalige Probstheidaer Pfarrer [[Hans-Georg Rausch]] war der Einzige, der in der Stadtverordnetenversammlung gegen die Sprengung stimmte. Etwas zweifelhaft wurde diese Abstimmung, als er nach der Wende als [[Inoffizieller Mitarbeiter]] der [[Ministerium für Staatssicherheit|Stasi]] enttarnt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;130&amp;quot; heights=&amp;quot;110&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 BrunoPlacheStadion.JPG|Bruno-Plache-Stadion&lt;br /&gt;
 Probstheida Längstes Wohnhaus.jpg|Längstes Wohnhaus Deutschlands&lt;br /&gt;
 Probstheida Prager Straße.jpg|Prager Straße/Ecke Chemnitzer Straße&lt;br /&gt;
 Probstheida Herzzentrum.jpg|Herzzentrum&lt;br /&gt;
20080801 PKL PsychiatrischeKliniken.jpg|Psychiatrische Kliniken des Park-Krankenhauses&lt;br /&gt;
 Pauliner-Tafel1.jpg|Informationstafel zur Zerstörung der Paulinerkirche&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://statistik.leipzig.de/statdist/table.aspx?cat=2&amp;amp;rub=1 |titel=Stadt Leipzig. Bevölkerungsbestand |werk=statistik.leipzig.de |abruf=2026-03-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000 || 4.813&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2005 || 5.734&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2010 || 5.722&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2015 || 6.315&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2020 || 6.695&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2025 || 7.079&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stand: 31.12. des jeweiligen Jahres&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen zum [[Sächsischer Landtag|Sächsischen Landtag]] gehört Probstheida zum [[Wahlkreis Leipzig 4]], bei Bundestagswahlen zum [[Bundestagswahlkreis Leipzig II]] (Wahlkreis 153).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bundestagswahl 2025]] führte bei einer [[Wahlbeteiligung]] von 82,3 % zu folgendem [[Zweitstimme]]nergebnis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Partei&lt;br /&gt;
! Probstheida&amp;lt;br&amp;gt;2021&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.1_Dez1_Allgemeine_Verwaltung/12_Statistik_und_Wahlen/Wahlen/Wahlbericht_Bundestagswahl_2021_Ergebnisse.pdf |titel=Bundestagswahl am 26. September 2021. Ergebnisse und Analysen |werk=static.leipzig.de |seiten=79, 83 |format=PDF |abruf=2025-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
! Probstheida&amp;lt;br&amp;gt;2025&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlergebnis.leipzig.de/4/bt2025/14713000/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=432&amp;amp;stimmentyp=1&amp;amp;id=ebene_-1243_id_2961 |titel=Stadt Leipzig - Probstheida. Bundestagswahl 23.02.2025 - Zweitstimmen |werk=wahlergebnis.leipzig.de |abruf=2025-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Stadt Leipzig&amp;lt;br&amp;gt;2025&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlergebnis.leipzig.de/4/bt2025/14713000/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=432&amp;amp;stimmentyp=1&amp;amp;id=ebene_-1241_id_2939 |titel=Stadt Leipzig. Bundestagswahl 23.02.2025 - Zweitstimmen  |werk=wahlergebnis.leipzig.de |abruf=2025-12-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Alternative für Deutschland|AfD]]&lt;br /&gt;
| 16,4 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 25,8 %&lt;br /&gt;
| 21,9 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]&lt;br /&gt;
| 19,3 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 24,4 %&lt;br /&gt;
| 16,6 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]&lt;br /&gt;
| 26,5 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 13,3 %&lt;br /&gt;
| 10,7 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Die Linke]]&lt;br /&gt;
| {{0}}9,3 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| 13,0 %&lt;br /&gt;
| 22,5 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Bündnis 90/Die Grünen]]&lt;br /&gt;
| {{0}}9,9 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}8,6 %&lt;br /&gt;
| 13,6 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Bündnis Sahra Wagenknecht|BSW]]&lt;br /&gt;
| –&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}7,9 %&lt;br /&gt;
| {{0}}7,4 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | [[Freie Demokratische Partei|FDP]]&lt;br /&gt;
| 10,2 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}3,4 %&lt;br /&gt;
| {{0}}3,2 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;left&amp;quot; | Sonstige&lt;br /&gt;
| {{0}}8,4 %&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| {{0}}3,7 %&lt;br /&gt;
| {{0}}4,1 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Kulturdenkmale in Probstheida}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Immanuelkirche (Leipzig-Probstheida)|Immanuelkirche]], 1213 errichtet, während der [[Völkerschlacht bei Leipzig|Völkerschlacht]] niedergebrannt, 1818 im Stil des [[Klassizismus]] neu erbaut&lt;br /&gt;
* [[Napoleonstein (Leipzig)|Napoleonstein]], Denkmal zur Erinnerung an die Völkerschlacht&lt;br /&gt;
* [[Marienquelle (Leipzig)|Marienquelle]], Quellfassung einer ehemaligen Quelle&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;130&amp;quot; heights=&amp;quot;110&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Probstheida Kirche.jpg|Immanuelkirche&lt;br /&gt;
 Napoleonstein Vorderseite.jpg|Napoleonstein&lt;br /&gt;
 Leipzig Marienbrunnen.jpg|Marienquelle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Schulen ===&lt;br /&gt;
* Johannes-Hegenbarth-Schule (Grundschule), Thierschstraße 5&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leipzig.de/detailansicht-adresse/31-schule-grundschule-der-stadt-leipzig |titel=Johannes-Hegenbarth-Schule |werk=www.leipzig.de |abruf=2023-10-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Schule Höltystraße (Oberschule), Höltystraße 51&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leipzig.de/detailansicht-adresse/schule-hoeltystrasse-oberschule-der-stadt-leipzig |titel=Schule Höltystraße |werk=www.leipzig.de |abruf=2023-10-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Berufliches Schulzentrum 1, Crednerstraße 1&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leipzig.de/detailansicht-adresse/berufliches-schulzentrum-1-der-stadt-leipzig |titel=Berufliches Schulzentrum 1 |werk=www.leipzig.de |abruf=2023-10-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr.-Georg-Sacke-Schule (Klinik- und Krankenhausschule), Morawitzstraße 2&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.leipzig.de/detailansicht-adresse/dr-georg-sacke-schule-klinik-und-krankenhausschule-der-stadt-leipzig |titel=Dr.-Georg-Sacke-Schule |werk=www.leipzig.de |abruf=2023-10-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesundheitswesen ===&lt;br /&gt;
* [[Herzzentrum Leipzig]], Strümpellstraße 39&lt;br /&gt;
* [[Park-Klinikum Leipzig|Helios Park-Klinikum Leipzig]], Strümpellstraße 41&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
* [[Bruno-Plache-Stadion]], Spielstätte des [[1. FC Lokomotive Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Simon Loeffler]] (1669–1748), Pfarrer in Probstheida&lt;br /&gt;
* [[Erich Fürchtegott Heeger]] (1907–1959), Pflanzenbauwissenschaftler, Leiter einer  Sortenregisterstelle in Probstheida&lt;br /&gt;
* [[Hugo Breitenborn]] (1894–1945), Politiker (KPD), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, in Probstheida geboren&lt;br /&gt;
* [[Gerhard Kurt Müller]] (1926–2019), Maler und Grafiker, in Probstheida geboren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Probstheida – eine historische und städtebauliche Studie.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;PRO&amp;#039;&amp;#039; LEIPZIG, Leipzig 1996&lt;br /&gt;
* Horst Riedel: &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Leipzig von A bis Z&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;PRO&amp;#039;&amp;#039; LEIPZIG, Leipzig 2005, ISBN 3-936508-03-8. S. 479/80&lt;br /&gt;
* {{Staatslexikon Sachsen|8|593|bis=596|Probstheida}}&lt;br /&gt;
* {{Staatslexikon Sachsen|18|520|Probstheida}}&lt;br /&gt;
* {{BKD|16|107|118|Probstheida}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Probstheida}}&lt;br /&gt;
* [https://www.leipzig.de/mein-stadtteil/stadtbezirk-suedost/probstheida/ Informationswebseite &amp;#039;&amp;#039;Mein Stadtteil&amp;#039;&amp;#039; der Stadt Leipzig für Probstheida]&lt;br /&gt;
* {{HOV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile Leipzig}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteil von Leipzig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Probstheida| ]]&lt;/div&gt;</summary>
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