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	<title>Probiotikum - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Probiotikum&amp;diff=267411&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kogge: /* Beispiele für probiotische Bakterienstämme in Nahrungsmitteln */ Wikilink</title>
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		<updated>2026-01-26T11:49:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beispiele für probiotische Bakterienstämme in Nahrungsmitteln: &lt;/span&gt; Wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Probiotikum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Mehrzahl &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Probiotika&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Hybridwort aus {{laS|pro|de=für}}‘ und {{grcS|&amp;#039;&amp;#039;bios&amp;#039;&amp;#039;|de=Leben}}) ist eine [[Zubereitung]] (Produkt), die [[leben]]de [[Mikroorganismen]] enthält. Es zählt zu den &amp;#039;&amp;#039;[[Functional Food|Functional-Food]]&amp;#039;&amp;#039;-Produkten. Es liegen ähnliche Definitionen auf Grundlage der 1989 von Roy Fuller publizierten vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Roy Fuller |Titel=Probiotics in man and animals |Sammelwerk=The Journal of Applied Bacteriology |Band=66 |Nummer=5 |Datum=1989-05 |DOI=10.1111/j.1365-2672.1989.tb05105.x |PMID=2666378 |Seiten=365–378}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Allgemein gelten Probiotika als lebende [[Mikroorganismus|Mikroorganismen]], die – wenn in ausreichender Menge [[Peroral|oral]] eingenommen – einen positiven gesundheitlichen Effekt erzielen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Colin Hill et al. |Titel=The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics consensus statement on the scope and appropriate use of the term probiotic |Sammelwerk=Nature Reviews Gastroenterology &amp;amp; Hepatology |Band=11 |Nummer=8 |Datum=2014-08 |Sprache=en |DOI=10.1038/nrgastro.2014.66 |Seiten=506–514}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://mobil.bfr.bund.de/cm/343/probiot.pdf |titel=Abschlussbericht der Arbeitsgruppe “Probiotische Mikroorganismenkulturen in Lebensmitteln” am BgVV |werk=[[Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin]] |datum=1999-10 |format=PDF |sprache=de |abruf=2023-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ausmaß dieser möglichen Wirkung ist aber in vielen Fällen umstritten oder nicht unbedingt so ausgeprägt, wie von der Werbung suggeriert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stephanie Lahrtz |Titel=Probiotika wirken nicht so, wie es angepriesen wird |Sammelwerk=Neue Zürcher Zeitung |Datum=2018-09-06 |ISSN=0376-6829 |Online=https://www.nzz.ch/wissenschaft/probiotika-wirken-nicht-wie-es-angepriesen-wird-ld.1417534 |Abruf=2019-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Vergleich zu „konventionellen“ Nahrungsmitteln wurde jedenfalls eine erhöhte gesundheitsfördernde Wirkung von probiotischen [[Lebensmittel|Nahrungsmitteln]] nicht nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Etscheit: &amp;#039;&amp;#039;Lebensmittel mit Beipackzettel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Süddeutsche Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 192, 22./23. August, S.&amp;amp;nbsp;192.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die am längsten als Probiotika angewendeten Organismen sind [[Milchsäurebakterien]], aber auch [[Hefen]] und andere [[Art (Biologie)|Spezies]] sind in Gebrauch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probiotika können als Zugabe in Lebensmitteln (hierzu zählen auch Nahrungsmittel, [[Nahrungsergänzungsmittel]] oder diätetische Lebensmittel) oder in Form von [[Arzneimittel]]n verabreicht werden. Abgegrenzt werden Probiotika von den [[Präbiotika]], die eine positive Wirkung (Wachstumsanregung) auf bereits sich im [[Darm]] befindende [[Mikroorganismus|Mikroorganismen]] haben&amp;lt;ref&amp;gt;Für die [[Disaccharide|Di-]], [[Oligosaccharide|Oligo-]] und [[Polysaccharide]] [[Inulin]], [[Lactulose]], [[Lactitol]], [[Raffinose]], [[Stachyose]] sowie weitere [[Fructane]] und [[Oligofructose]] wurden präbiotische Eigenschaften untersucht und nachgewiesen.&amp;lt;br /&amp;gt;{{RömppOnline |ID=RD-16-03972 |Name=Prebiotika |Abruf=2012-02-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, und den [[Synbiotikum|Synbiotika]], einer Kombination aus beiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Probiotische Lebensmittel ==&lt;br /&gt;
Als probiotisch bezeichnete Lebensmittel enthalten meist Mikroorganismen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Milchsäurebakterien]] der Art &amp;#039;&amp;#039;Lactobacillus casei&amp;#039;&amp;#039;), die, sofern sie die [[Magen]]passage überhaupt zu einem nennenswerten Anteil [[Zellteilung|teilungsfähig]] überwinden können, im [[Dünndarm]], teilweise auch im [[Dickdarm]], durch [[Quantität|quantitative]] Verdrängung und Produktion von antibakteriellen Stoffen ([[Bacteriocin]]e) einer Fehlbesiedlung mit Darmkeimen entgegenwirken sollen. Möglicherweise verdrängen sie aber auch Teile der erwünschten Darmflora, wodurch das dort herrschende Gleichgewicht empfindlich gestört würde. Einige probiotische Bakterien (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Lactobacillus delbrueckii subsp. bulgaricus|&amp;#039;&amp;#039;L. bulgaricus&amp;#039;&amp;#039;]]) können sich nur vorübergehend innerhalb der [[Darmflora]] behaupten und werden nach Beendigung der Zufuhr innerhalb weniger Wochen nahezu vollständig verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Probiotischer Joghurt ===&lt;br /&gt;
Probiotischer [[Joghurt]] kann auf verschiedene Arten hergestellt werden. Meistens wird er zunächst auf herkömmliche Weise unter Zusatz der üblichen Starterkulturen hergestellt und erst nachträglich der probiotisch erwünschte [[Stamm (Biologie)#Innerhalb einer Mikroben- oder Viren-Spezies|Bakterienstamm]] zugesetzt. Je nach verwendetem Stamm kann die Fermentation der Milch jedoch auch durch den probiotisch erwünschten Bakterienstamm selbst erreicht werden; in diesem Fall enthält das Produkt ausschließlich diesen Bakterienstamm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere fermentierte Lebensmittel ===&lt;br /&gt;
Weitere Lebensmittel, die durch [[Fermentierung]] hergestellt werden, enthalten, sofern sie nicht pasteurisiert oder anderweitig erhitzt werden, lebende und probiotisch erwünschte Bakterien. Zu diesen Lebensmitteln zählen zum Beispiel [[Sauerkraut]], [[Sauerkrautsaft]], [[Brottrunk]] und [[Miso]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Probiotische Nahrungsmittel ===&lt;br /&gt;
Nachdem ursprünglich nur entsprechender Joghurt angeboten wurde, erscheinen zunehmend weitere Nahrungsmittel, etwa [[Quark (Lebensmittel)|Quark]], [[Käse]], [[Wurst]] oder [[Speiseeis]], die probiotische Bakterien enthalten, auf dem Markt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein mit &amp;#039;&amp;#039;Lactobacillus acidophilus&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;L.a.&amp;#039;&amp;#039;) und &amp;#039;&amp;#039;Bifidobacterium bifidum&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;B.b.&amp;#039;&amp;#039;) angereichertes Speiseeis, aus Geschmacksgründen leicht säuerlich mit [[pH-Wert]]en zwischen 5,0 und 6,0, wurde 17 Wochen bei −29&amp;amp;nbsp;°C gelagert. Dabei verringerte sich sein Lebendbakteriengehalt von anfangs 1,5 × 10&amp;lt;sup&amp;gt;8&amp;lt;/sup&amp;gt; [[Koloniebildende Einheit|cfu]]/ml (&amp;#039;&amp;#039;L.a.&amp;#039;&amp;#039;) und 2,5 × 10&amp;lt;sup&amp;gt;8&amp;lt;/sup&amp;gt; cfu/ml (&amp;#039;&amp;#039;B.b.&amp;#039;&amp;#039;) auf 4 × 10&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt; cfu/ml (&amp;#039;&amp;#039;L.a.&amp;#039;&amp;#039;) und 1 × 10&amp;lt;sup&amp;gt;7&amp;lt;/sup&amp;gt; cfu/ml (&amp;#039;&amp;#039;B.b.&amp;#039;&amp;#039;). Diese akzeptable Verringerung zeigte, dass selbst länger tiefgefrorenes Speiseeis als probiotisches Nahrungsmittel tauglich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Sharareh Hekmat, Donald J. McMahon: &amp;#039;&amp;#039;Survival of Lactobacillus acidophilus and Bifidobacterium bifidum in ice cream for use as a probiotic food.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Dairy Science.&amp;#039;&amp;#039; Band 75, Nr. 6, 1992, S. 1415–1422. [[doi:10.3168/jds.S0022-0302(92)77895-3]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Probiotische Zusatzpräparate ===&lt;br /&gt;
Von den Nahrungsmitteln klar abzugrenzen sind die probiotischen Zusatzpräparate (Nahrungsergänzungsmittel). Im Gegensatz zu den Nahrungsmitteln enthalten diese stets mehrere Millionen bis Milliarden lebensfähige Bakterien in Pulverform. Die meisten Präparate enthalten [[Bifidobakterien]] und [[Laktobakterien]] mit teilweise wissenschaftlich belegten Wirkungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.ch/books?id=eCI7BfJOMjsC&amp;amp;pg=PA148 Gesundheitlich relevante Aspekte] In: Ernährungsmedizin, 2005, S. 148.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zusammensetzung und das Mischverhältnis werden durch den Hersteller gewählt, und so haben die Produkte je nach Bakterienart und -stämmen eine unterschiedliche Wirkung. Als sehr populär gilt der [[Lactobacillus acidophilus|L. acidophilus]], über dessen Wirksamkeit sehr viele Studien existieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.ch/books?id=QiPrnmEkTaYC&amp;amp;pg=PA193 Therapeutische Wirkungen bei gastrointestinalen Infektionen und Entzündungen] In: &amp;#039;&amp;#039;Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln.&amp;#039;&amp;#039; 3., unveränderte Auflage. 2005, S. 193.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die meisten probiotischen Zusatzpräparate sind nur in Apotheken erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eigenschaften und Erforschung ===&lt;br /&gt;
Eine der vielen Schwierigkeiten der Erforschung liegt darin, dass die Eigenschaften von Probiotika jeweils stammspezifisch sind. Es ist weiterhin zu beachten, ob in den Studien die probiotischen Nahrungsmittel selbst oder die höherdosierten probiotischen Nahrungsergänzungsmittel untersucht wurden, sodass sich die Aussagen nicht verallgemeinern lassen. Manche Stämme traditioneller [[Milchsäurebakterien]] können ähnlich positiv im Darm wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise positive Ergebnisse brachten Untersuchungen an einigen probiotischen Bakterienstämmen (im Vergleich zu Placebo) bezüglich&amp;lt;ref&amp;gt;F. Shanahan: &amp;#039;&amp;#039;The colonic microflora and probiotic therapy in health and disease.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Current Opinion in Gastroenterology]].&amp;#039;&amp;#039; Band 27, Nummer 1, Januar 2011, S.&amp;amp;nbsp;61–65. [[doi:10.1097/MOG.0b013e328340076f]]. PMID 20885319.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;J. Bienenstock, G. Gibson, T. R. Klaenhammer, W. A. Walker, A. S. Neish: &amp;#039;&amp;#039;New insights into probiotic mechanisms: a harvest from functional and metagenomic studies.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Gut microbes.&amp;#039;&amp;#039; Band 4, Nummer 2, 2013 Mar-Apr, S.&amp;amp;nbsp;94–100. [[doi:10.4161/gmic.23283]]. PMID 23249742. {{PMC|3595083}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;L. E. Miller, A. C. Ouwehand: &amp;#039;&amp;#039;Probiotic supplementation decreases intestinal transit time: meta-analysis of randomized controlled trials.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;World journal of gastroenterology : WJG.&amp;#039;&amp;#039; Band 19, Nummer 29, August 2013, S.&amp;amp;nbsp;4718–4725. [[doi:10.3748/wjg.v19.i29.4718]]. PMID 23922468. {{PMC|3732843}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Förderung der [[Lactose]]-Verdauung&lt;br /&gt;
* [[Gastroenteritis]]&lt;br /&gt;
* [[Reizdarmsyndrom]]&lt;br /&gt;
* [[Verstopfung]]&lt;br /&gt;
* [[Bluthochdruck]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://newsroom.heart.org/news/eating-probiotics-regularly-may-improve-your-blood-pressure |text=&amp;#039;&amp;#039;Eating probiotics regularly may improve your blood pressure&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20140726091924}} In: &amp;#039;&amp;#039;American Heart Association Rapid Access Journal Report.&amp;#039;&amp;#039; 21. Juli 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Positive Effekte von Probiotika vergangener Studien könnten aber durch [[Beurteilung eines binären Klassifikators#Wahrheitsmatrix: Richtige und falsche Klassifikationen|falsch-positive]] Ergebnisse in Frage gestellt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Daten einer 2018 durchgeführten Studie mit [[endoskop]]isch entnommenen Stückchen der Darmschleimhaut&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eran Elinav et al. |Titel=Personalized Gut Mucosal Colonization Resistance to Empiric Probiotics Is Associated with Unique Host and Microbiome Features |Sammelwerk=Cell |Band=174 |Nummer=6 |Datum=2018-09-06 |Seiten=1388–1405.e21 |DOI=10.1016/j.cell.2018.08.041 |PMID=30193112}}&amp;lt;/ref&amp;gt; weisen darauf hin, dass die eigene Darmflora ein Anhaften probiotischer Stämme verhindere – vielmehr passieren die aufgenommenen Bakterien den Darm und werden wieder ausgeschieden, ohne sich in die Darmflora zu integrieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Teilnehmerzahl der Studie war mit 15 untersuchten Personen allerdings sehr klein, außerdem wurde nur ein Probiotikum eingesetzt und mögliche positive Effekte wurden nicht betrachtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus wurde in einer anderen Studie mit insgesamt 21 Teilnehmern&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eran Elinav et al. |Titel=Post-Antibiotic Gut Mucosal Microbiome Reconstitution Is Impaired by Probiotics and Improved by Autologous FMT |Sammelwerk=Cell |Band=174 |Nummer=6 |Datum=2018-09-06 |Seiten=1406–1423.e16 |DOI=10.1016/j.cell.2018.08.047 |PMID=30193113}}&amp;lt;/ref&amp;gt; gezeigt, dass sich zwar Bakterienstämme der Probiotika in einer künstlich mittels Antibiotika beschädigten Darmflora schnell einnisten. Jedoch hat sich die Regeneration der Darmflora im Vergleich zur Kontrollgruppe ohne Probiotika-Einnahme stark verzögert. Damit kann der Konsum von Probiotika bei Durchfällen oder Magen-Darm-Beschwerden während einer Antibiotika-Therapie  sogar kontraproduktiv sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele für probiotische Bakterienstämme in Nahrungsmitteln ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bifidobacterium animalis&amp;#039;&amp;#039; subsp. lactis BB-12 [[Chr. Hansen]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bifidobacterium animalis&amp;#039;&amp;#039; subsp. lactis DN-173 010 (= Bifidobacterium Digestivum Essensis) [[Danone]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bifidobacterium animalis&amp;#039;&amp;#039; subsp. lactis HN019 (= Howaru Bifido) [[Danisco]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lactobacillus acidophilus]]&amp;#039;&amp;#039; LA5 [Chr. Hansen]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lactobacillus acidophilus&amp;#039;&amp;#039; NCFM [[Rhodia (Unternehmen)|Rhodia Inc.]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lactobacillus johnsonii]]&amp;#039;&amp;#039; La1 (= Lactobacillus LC1) [[Nestlé]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lactobacillus casei]]&amp;#039;&amp;#039; immunitass/defensis (= [[Actimel]]) [[Danone]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lactobacillus casei&amp;#039;&amp;#039; Shirota ([[Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen|DSM]] 20312) [[Yakult]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lactobacillus casei&amp;#039;&amp;#039; CRL431 [Chr. Hansen]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lactobacillus reuteri&amp;#039;&amp;#039; (ATCC 55730) [BioGaia Biologics]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lactobacillus rhamnosus]]&amp;#039;&amp;#039; (ATCC 53013) [[Valio]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beispiele für Bakterienstämme, die eindeutig keine probiotische Wirkung besitzen ===&lt;br /&gt;
Die folgenden Stämme haben keine probiotische Wirkung, da sie die extremen Bedingungen im Magen, und danach im [[Zwölffingerdarm]] (Duodenum) durch die dort erfolgende Beimischung von [[Galle]] aus der [[Gallenblase]] nicht überleben und somit nicht lebend im Darm ankommen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;food-info&amp;quot;&amp;gt;[http://www.food-info.net/de/ff/probiotics.htm &amp;#039;&amp;#039;Probiotika&amp;#039;&amp;#039;] food-info.net&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lactobacillus delbrueckii subsp. bulgaricus]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;food-info&amp;quot; /&amp;gt; (vor 1984 als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lactobacillus bulgaricus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Streptococcus thermophilus]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;food-info&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Lactobacillus helveticus]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;food-info&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Health Claims ===&lt;br /&gt;
Seit Anfang 2007 sind in der Europäischen Union unbelegte gesundheitsbezogene Aussagen (&amp;#039;&amp;#039;Health Claims&amp;#039;&amp;#039;) untersagt ([[Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 (Health Claims)|Health-Claims-Verordnung]]). Demnach sind gesundheitsbezogene Aussagen zu Lebensmitteln nur noch statthaft, wenn sie auch wissenschaftlich belegt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute behaupteten gesundheitsbezogenen Angaben über Probiotika hat die [[Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit|EFSA]] bis auf eine Ausnahme alle negativ bewertet, sie sind daher nicht in der EU-Positivliste aufgeführt und dürfen nicht auf den Verpackungen von Produkten angegeben werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/kennzeichnung-und-inhaltsstoffe/lebensmittel-mit-speziellen-bakterienkulturen-frueher-probiotika-13937 |titel=Lebensmittel mit speziellen Bakterienkulturen (früher: &amp;quot;Probiotika&amp;quot;) |werk=[[Verbraucherzentrale]] |datum=2022-12-28 |sprache=de |abruf=2023-06-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Infolgedessen dürfen Hersteller ihre Produkte nicht mehr mit „probiotisch“ bewerben, allenfalls allgemeine Aussagen wie die Menge der darin enthaltenen Bakterienkulturen sind erlaubt. Nur eine Förderung der [[Lactose|Laktoseverdauung]] konnte bei drei Stämmen von Milchsäurebakterien gezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hersteller kombinieren ihre Produkte häufig mit [[Vitamin]]en, die gemäß der EFSA-Positivliste zu verschiedenen gesundheitsfördernden Effekten führen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Damit können gesundheitsbezogene Aussagen wie „trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei“ genutzt werden, wenngleich dieser Effekt dem Vitamin zugeschrieben werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizinische Anwendungen und Forschung ==&lt;br /&gt;
Neben der umstrittenen Zugabe von probiotischen Bakterien zu herkömmlichen Nahrungsmitteln werden Probiotika bei einer Vielzahl von [[Erkrankung]]en [[Therapie|therapeutisch]] als probiotische Arzneimittel eingesetzt. Manche Anwendungsmöglichkeiten sind nach [[wissenschaft]]lichen Kriterien nicht gesichert. Im Gegensatz dazu kann die Anwendung des [[Escherichia coli|&amp;#039;&amp;#039;E. coli&amp;#039;&amp;#039;]]-Stammes [[Alfred Nissle]] 1917 (EcN, &amp;#039;&amp;#039;Mutaflor&amp;#039;&amp;#039;) in der Remissionsphase der [[Colitis ulcerosa]] alternativ zu 5-Aminosalizylaten wie [[Mesalazin]] in Erwägung gezogen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Torsten Kucharzik, Axel Dignaß et al. |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/021-009l_S3_Colitis-ulcerosa_2023-03.pdf#page=63 |titel=S3-Leitlinie Colitis ulcerosa |werk=AWMF |datum=2023-02 |seiten=59ff. bzw. 63ff. |format=PDF |sprache=de |abruf=2023-06-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei EcN handelt es sich um einen apathogenen Stamm, dem bestimmte Virulenzfaktoren wie [[α-Hämolysin]], [[Adhäsine]] von P-Fimbrien fehlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franco Scaldaferri et al. |Titel=Role and mechanisms of action of Escherichia coli Nissle 1917 in the maintenance of remission in ulcerative colitis patients: An update |Sammelwerk=World Journal of Gastroenterology |Band=22 |Nummer=24 |Datum=2016-06-28 |Sprache=en |DOI=10.3748/wjg.v22.i24.5505 |PMC=4917610 |PMID=27350728 |Seiten=5505–5511}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dafür bilden sie „Fitnessfaktoren“ wie Microcine, verschiedene Eisenaufnahmesysteme, Adhäsine und [[Peptidasen|Proteasen]], die EcN das Überleben und die Kolonisierung im Darm erleichtern. Dennoch wird Mesalazin häufiger gegenüber EcN in der klinischen Praxis bevorzugt, da sowohl die Datenlage größer ist als es auch einen zusätzlichen karzinompräventiven Effekt (kolorektales Karzinom) entfaltet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; In der Induktionstherapie konnte keine Gleichwertigkeit gegenüber Mesalazin gezeigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probiotika können typische Symptome des [[Reizdarmsyndrom]]s wie Schmerzen, Blähungen, Stuhlfrequenz und -konsistenz reduzieren, zudem die [[Lebensqualität]] und die allgemeine Zufriedenheit dieser Patienten erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Peter Layer]] et al. |url=https://register.awmf.org/assets/guidelines/021-016l_S3_Definition-Pathophysiologie-Diagnostik-Therapie-Reizdarmsyndroms_2022-02.pdf#page=45 |titel=Update S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie. Gemeinsame Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM) |werk=AWMF |datum=2021-06 |seiten=1365–1368 |format=PDF |sprache=de |abruf=2023-06-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es bestehen aber Unterschiede bei der Wirksamkeit verschiedener Bakterienstämme, Einzel- und Kombinationstherapien, Dosierungen und Einnahmedauer. Aufgrund der vorliegenden Evidenz gibt es daher noch keine differenzierte Graduierungen der Empfehlung im Hinblick auf einzelne Stämme bzw. Kombinationspräparate und/oder Applikationsmodalitäten. So ist nicht gesichert, ob und wie ein einzelnes Präparat bei einem Patienten anspricht. Daher empfiehlt die entsprechende [[medizinische Leitlinie]], ein Probiotikum zunächst versuchsweise zu geben und dann bei Erfolg die Therapie damit fortzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Cochrane Library|Cochrane-Review]] kam 2019 zu dem Schluss, dass Probiotika zu einer moderaten Reduktion an [[Antibiotika-assoziierte Diarrhoe|antibiotika-induzierten Durchfällen]] bei Kindern führen können, insbesondere bei Probiotika in höherer Dosierung (≥ 5 Milliarden [[Koloniebildende Einheit|KBEs]] pro Tag).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Qin Guo et al. |Titel=Probiotics for the prevention of pediatric antibiotic-associated diarrhea |Sammelwerk=The Cochrane Database of Systematic Reviews |Band=4 |Nummer=4 |Datum=2019-04-30 |Sprache=en |DOI=10.1002/14651858.CD004827.pub5 |PMC=6490796 |PMID=31039287 |Seiten=CD004827}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem kann die Dauer der Durchfälle um fast einen Tag gesenkt werden. Die Probiotika wurden allgemein gut vertragen. Bei den Probiotika sind insbesondere &amp;#039;&amp;#039;[[Lactobacillus rhamnosus]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Saccharomyces boulardii]]&amp;#039;&amp;#039; vorteilhaft, wenngleich mehr Daten aus größeren Studien erforderlich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendete Spezies ===&lt;br /&gt;
* [[Lactobacillus|Laktobazillen]]&lt;br /&gt;
* [[Bifidobakterien]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Enterococcus faecalis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Enterococcus faecium]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Die [[Hefen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Saccharomyces boulardii]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Saccharomyces cerevisiae]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Escherichia coli]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Probiotische Arzneimittel können entweder aus einem einzigen Stamm einer Spezies oder aus Mischungen mehrerer Stämme oder Spezies bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkungsmechanismen ===&lt;br /&gt;
Nicht immer ist der genaue Wirkmechanismus der verwendeten Bakterien bekannt.&lt;br /&gt;
Jedoch ist bekannt, dass sie zum Teil das [[Mukosaimmunsystem]] stimulieren bzw. modulieren, das auch als [[MALT]] (&amp;#039;&amp;#039;mucosa associated lymphatic tissue&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
Dadurch wird über verschiedene Mechanismen auch die Produktion von sekretorischen Immunglobulinen A, die z.&amp;amp;nbsp;B. ins Darmlumen abgeschieden werden oder sich auf allen Schleimhäuten befinden, stimuliert, was der Immunabwehr zugutekommt.&lt;br /&gt;
Weiterhin gibt es eine sog. Kolonisationsresistenz, was bedeutet, dass probiotische Bakterien u.&amp;amp;nbsp;a. selbst [[Bacteriocin]]e produzieren (bei den Colibakterien sind es die [[Colicine]], bei Lactococcen z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Nisin]]), die das Wachstum anderer konkurrierender Bakterien hemmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Indikationen ===&lt;br /&gt;
Probiotika wurden bei vielfältigen Erkrankungen angewendet, allerdings steht der wissenschaftliche [[Beweis (Logik)|Beweis]] ihrer positiven Wirksamkeit vielfach aus. Für folgende Krankheiten ist die Wirksamkeit von Probiotika verhältnismäßig gut [[Forschung|erforscht]]:&amp;lt;ref&amp;gt;B. R. Goldin, S. L. Gorbach: [https://academic.oup.com/cid/article/46/Supplement_2/S96/278134 Clinical indications for probiotics: An overview]; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Clin Infect Dis]].&amp;#039;&amp;#039; 46, 2008, S.&amp;amp;nbsp;S96–S100. PMID 18181732 (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* bestimmte [[chronisch-entzündliche Darmerkrankungen]]&lt;br /&gt;
* verschiedene [[Durchfall]]erkrankungen&lt;br /&gt;
* chronische [[Verstopfung]]&lt;br /&gt;
* Vorbeugung vor [[Allergie]]n und [[Infektion]]en [[Frühgeburt|Frühgeborener]]&lt;br /&gt;
* Vorbeugung [[Neurodermitis]]&lt;br /&gt;
* Infekte von Hals, Nase, Ohren und andere leichte Infektionen, wie beispielsweise [[Harnwegsinfekt]]e&lt;br /&gt;
* [[Zahnkaries]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor und während der Probiotikatherapie ist es sinnvoll, die [[Darmbarriere]] zu stabilisieren und die Darmschleimhaut zu regenerieren, um den Bakterien ein optimales Fundament zu bieten, auf dem sie sich ansiedeln und ihre Wirkung ausüben können.&amp;lt;ref&amp;gt;Woojung Shina, Hyun Jung Kim: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.pnas.org/content/115/45/e10539 Intestinal barrier dysfunction orchestrates the onset of inflammatory host–microbiome cross-talk in a human gut inflammation-on-a-chip.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the National Academy of Sciences.&amp;#039;&amp;#039; 115.45 (2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur grundlegenden Stabilisierung und Stärkung der Darmbarriere haben sich pflanzliche [[Myrrhe]]-Arzneimittel bewährt.&amp;lt;ref&amp;gt;Rita Rosenthal et al.: &amp;#039;&amp;#039;[https://link.springer.com/article/10.1007/s00384-016-2736-x Myrrh exerts barrier-stabilising and-protective effects in HT-29/B6 and Caco-2 intestinal epithelial cells.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Int J Colorectal Dis.&amp;#039;&amp;#039; Band 32, Nr. 5, 2017, S. 623–634.&amp;lt;/ref&amp;gt; Myrrhe hat zum einen eine direkt stabilisierende Wirkung auf die Zellbrücken (Tight Junctions) in der Darmwand und wirkt außerdem dem bei einer Entzündung auftretenden vermehrten Zellsterben entgegen.&amp;lt;ref&amp;gt;Helena Hader et al.: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.frontiersin.org/journals/pharmacology/articles/10.3389/fphar.2023.1301800/full Myrrh protects against IL-13-induced epithelial barrier breakdown in HT-29/B6 cells.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Frontiers in Pharmacology&amp;#039;&amp;#039;, 2023; 14: 1301800.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Arzneidroge]]n Myrrhe und [[Kaffeekohle]] stabilisieren die Darmbarriere vergleichbar gut wie das Kortisonpräparat [[Budesonid]], wie Forschungen an der [[Universität Leipzig]] ergaben.&amp;lt;ref&amp;gt;Laura Weber et al.: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.mdpi.com/2218-273X/10/7/1033 Anti-Inflammatory and Barrier Stabilising Effects of Myrrh, Coffee Charcoal and Chamomile Flower Extract in a Co-Culture Cell Model of the Intestinal Mucosa.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biomolecules.&amp;#039;&amp;#039; Band 10, Nr. 7, 2020, S. 1033.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kontraindikation ===&lt;br /&gt;
Obwohl nicht bewiesen, sollen probiotische Produkte die entzündlichen Phasen mancher [[Autoimmunerkrankung]]en verschlimmern. Über vereinzelte Fälle von probiotischer [[Bakteriämie]] und [[Fungämie]] bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem und bei chronisch Kranken wurde berichtet. Fälle von [[Sepsis|Blutvergiftungen]] bei gesunden Menschen, die Probiotika einnahmen, sind nicht bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;R. J. Boyle et al.: &amp;#039;&amp;#039;Probiotic use in clinical practice: what are the risks?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Am J Clin Nutr.&amp;#039;&amp;#039; Band 83, 2006, S. 1256–1264. PMID 16762934.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei schwerer, akuter [[Pankreatitis]] erhöht die Einnahme von Probiotika die [[Mortalität|Sterblichkeit]] [[signifikant]] (Propatria-Studie).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. G. H. Besselink et al. |Titel=Probiotic prophylaxis in predicted severe acute pancreatitis: a randomised, double-blind, placebo-controlled trial |Sammelwerk=[[The Lancet]] |Band=371 |Nummer=9613 |Datum=2008-02-23 |Seiten=P651-P659 |Sprache=en |DOI=10.1016/S0140-6736(08)60207-X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei kritisch erkrankten Patienten sollte von der Anwendung von Probiotika abgesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Probiotika erhöhen Mortalität bei akuter Pankreatitis |Sammelwerk=[[Arznei-Telegramm]] |Band=39 |Nummer=3 |Seiten=44 |Kommentar=03/2008; Vorversion in Blitz a-t vom 14. Februar 2008 |Online=http://www.arznei-telegramm.de/html/2008_03/0803044_01.html}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antibiotikaresistenz ===&lt;br /&gt;
Häufig enthalten probiotische Bakterien verschiedene [[Gen]]e, die für [[Antibiotikaresistenz]] [[Genetischer Code|codieren]]. Diese können zur natürlichen Ausstattung des Bakteriums gehören oder erworben sein. Es ist momentan unbekannt, in welchem Maß diejenigen Resistenzgene, die mobilisiert und an andere Bakterienarten weitergegeben werden können, zur Entwicklung von Resistenz in pathogenen Arten beitragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.3389/fmicb.2013.00202&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Miguel Gueimonde, Borja Sánchez u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Antibiotic resistance in probiotic bacteria |Sammelwerk=Frontiers in Microbiology |Band=4 |Datum=2013 |ISSN=1664-302X |Seiten=202 |Kommentar=Review |DOI=10.3389/fmicb.2013.00202}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reinigungsmittel ===&lt;br /&gt;
In verschiedenen Studien wird die Möglichkeit erforscht, bei Reinigungsmitteln für die Böden von Spitälern chlorhaltige Substanzen durch probiotische Bakterien zu ersetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas F. Widmer: &amp;#039;&amp;#039;[https://swissnoso.ch/fileadmin/swissnoso/Dokumente/6_Publikationen/Bulletin_Artikel_D/2Newsletter_Probiotika_DE_Juni_2024.pdf Probiotika zur Reinigung von Spitälern und anderen Gesundheitseinrichtungen: Eine Revolution?,]&amp;#039;&amp;#039; Juni 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johannes Krämer: &amp;#039;&amp;#039;Lebensmittelmikrobiologie&amp;#039;&amp;#039;. Ulmer Verlag, 2023, ISBN 978-3-8252-5854-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=The Microbiome and Neurological and Behavioral Disorders |Sammelwerk=Gut Feelings |Verlag=The MIT Press |Datum=2021-03-16 |ISBN=978-0-262-36355-6 |Seiten=237–258 |DOI=10.7551/mitpress/11291.003.0013}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Lipi Poojara, Dhaval K. Acharya, Jalpa Patel, Rakesh M. Rawal |Titel=Gut–Brain Axis: Role of the Gut Microbiome on Human Health |Sammelwerk=Microbiome-Gut-Brain Axis |Verlag=Springer Nature Singapore |Ort=Singapore |Datum=2022 |ISBN=978-981-16-1625-9 |Seiten=187–211 |DOI=10.1007/978-981-16-1626-6_8}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Shaimaa H. Negm |Titel=Gut Microbiota and Cardiovascular Disease |Sammelwerk=The Gut Microbiota in Health and Disease |Datum=2023-09-07 |DOI=10.1002/9781119904786.ch9 |Seiten=99–108}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Eamonn M. Quigley, Fergus Shanahan |Titel=Probiotics in Health Care: A Critical Appraisal |Sammelwerk=Annual Review of Medicine |Datum=2024-11-11 |ISSN=0066-4219 |DOI=10.1146/annurev-med-042423-042315}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gut Microbiome &amp;#039;&amp;#039;. Ein Open Access Journal. ISSN 2632-2897 (Online)&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Harald Matthes |Titel=19. Prä- und Probiotika |Sammelwerk=Mikrobiom |Verlag=De Gruyter |Datum=2016-10-10 |ISBN=978-3-11-045435-2 |DOI=10.1515/9783110454352-019 |Seiten=269–298 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Probiotics|Probiotikum}}&lt;br /&gt;
* [https://www.heise.de/tp/features/Das-Essen-der-Zukunft-3409337.html Der Trend zum „functional food“] (Telepolis)&lt;br /&gt;
* Susanne Amann: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/wirtschaft/marketing-erfolg-mit-joghurt-millionen-scheffeln-a-597184.html Marketing-Erfolg: Mit Joghurt Millionen scheffeln]&amp;#039;&amp;#039;, [[Spiegel Online]], 22. Dezember 2008&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/probiotika-tausendsassa-oder-rohrkrepierer/ Warum Probiotika ihr Geld (noch) nicht wert sind]&amp;#039;&amp;#039;, [[Quarks (Medienmarke)|Quarks]], 7. September 2021&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/kennzeichnung-und-inhaltsstoffe/lebensmittel-mit-speziellen-bakterienkulturen-frueher-probiotika-13937 Lebensmittel mit speziellen Bakterienkulturen (früher: „Probiotika“)]&amp;#039;&amp;#039;, [[Verbraucherzentrale]], 28. Dezember 2022&lt;br /&gt;
* [[Quarks (Medienmarke)#Podcast-Angebote unter der Marke|Science Cops]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.quarks.de/podcast/science-cops-der-fall-probiotika/ Der Fall Probiotika: gesund mit Super-Bakterien?]&amp;#039;&amp;#039;, [[WDR]]/[[Quarks (Medienmarke)|Quarks]],  24. Mai 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nahrungsergänzungsmittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kogge</name></author>
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