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	<title>Probierkunst - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T16:52:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Probierkunst&amp;diff=2166586&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-03-12T20:31:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fotothek df tg 0000401 Bergwerk ^ Bergbau ^ Metallurgie ^ Probierofen.jpg|mini|Probierer vor einem Probierofen]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Probierkunst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dokimastik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man im [[Metallurgie|Hüttenwesen]] die Kenntnis und die Anwendung von Mitteln und Verfahren, um bei Mineralien und bei Produkten der Schmelzhütten in kurzer Zeit die Inhaltsstoffe zu bestimmen. Die Probierkunst ist der Vorläufer der [[Analytische Chemie|analytischen Chemie]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Probierkunst handelt es sich um eine alte Wissenschaft. Mit Hilfe verschiedener Methoden wurde hierbei der Feingehalt an Edelmetallen in einer Erzprobe ermittelt. Im Altertum waren mineralische Säuren noch nicht bekannt, deshalb wurden mittels eines Schmelzprozesses die unedlen von den edlen Metallen abgetrennt. Bei dieser trockenchemischen Methode wurde goldhaltiges Erz mit einem bleihaltigen Aufschlussmittel versehen und eingeschmolzen. In einem Treibprozess wurde das Blei anschließend verdampft und der Goldanteil der Probe gravimetrisch bestimmt. Diese quantitative Methode wird bereits im Alten Testament an mehreren Stellen erwähnt. Später wurden andere Bestimmungsmethoden entwickelt und angewendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angewendet wurde die Probierkunst im europäischen Mittelalter und der frühen Neuzeit von staatlichen Beamten, den [[Wardein]]en. Die Grundsätze und Regeln der Probierkunst wurden in ein Probierbuch eingetragen, welches die Probierer führten. Die einzelnen Untersuchungen führte der Probierer oft in einem Probierhaus durch. Als Lohn erhielt der Probierer die Probiergebühr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitsabläufe ==&lt;br /&gt;
Die Arbeit beim Probieren lief in mehreren Schritten ab. Zunächst nahm der Probierer eine Probe (Probiergut) von der zu überprüfenden Ware. Die Probe wurde durch weitere Aufbereitungsschritte wie Trocknen, Zerkleinern oder Sieben vorbereitet. Anschließend wurde die Probe gewogen, dieses Wiegen erfolgte mehrmals im Arbeitsablauf. Als Nächstes kamen die analytischen Operationen, die in den Anfängen der Probierkunst auf trockenem Weg im Probierofen erfolgten. Es wurden auch nasse Analysen unter Einsatz von Chemikalien durchgeführt.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkzeuge und Geräte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df tg 0000405 Bergwerk ^ Bergbau ^ Metallurgie ^ Kupelle ^ Pressform ^ Pistill ^ Stößel ^ Prob.jpg|mini|Probiergefäße]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df tg 0000409 Bergwerk ^ Bergbau ^ Metallurgie ^ Probierwesen ^ Streichnadel ^ Probiernadeln.jpg|mini|Probiernadeln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Anwendung der Probierkunst standen dem Probierer eine Reihe von Werkzeugen und Geräten zur Verfügung, die je nach Arbeitsschritt zur Anwendung kamen. Es waren dies der Probierscheffel, der [[Prüfstein|Probierstein]], die [[Probiernadel]], die [[Probierwaage]], die Probiergewichte, die Probierschälchen, die Probierkluft, die Probierschirbel, der [[Probierofen]] und das Probierblech.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Probierscheffel&amp;#039;&amp;#039; war ein Behälter mit einem genau bestimmten Rauminhalt, dieses Maß wurde auf der Joachimsthaler Hütte eingeführt. In den Probierscheffel füllte der Probierer die vom Erzhaufen genommenen Erzproben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Probierstein&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Streichstein&amp;#039;&amp;#039; war ein schwarzer, nicht allzu harter Stein, der beim Begießen mit Scheidewasser nicht schäumte und der vom Scheidewasser nicht angegriffen wurde. Der Stein wurde verwendet, um den Mischungsgrad des Metallstückes festzustellen. Dazu wurde jeweils mit einer &amp;#039;&amp;#039;Probiernadel&amp;#039;&amp;#039; und mit dem zu untersuchenden Metallstück ein Strich auf den Stein gezogen. An der Ähnlichkeit der Strichfarbe konnte der Probierer Rückschlüsse auf die Metallzusammensetzung ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der &amp;#039;&amp;#039;Probierwaage&amp;#039;&amp;#039; wurden die jeweiligen Gewichte der Proben bestimmt. Jeder Probierer hatte mindestens zwei Probierwaagen. Eine Waage diente als Einwiegwaage, um das Probiermehl einzuwiegen. Die andere Waage diente als Kornwaage, um die ausgebrachten Körner zu wiegen. Einige Probierer hatten zusätzlich eine dritte Waage, um die Bleigewichte abzuwiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Probiergewichte&amp;#039;&amp;#039; waren unterschiedlich schwere Gewichte, die beim Abwiegen eingesetzt wurden. Es gab das gemeine Probiergewicht, das Markgewicht und das Pfenniggewicht, das auch Richtpfennig genannt wurde. Daneben gab es noch den Probiercentner, das war ein in mehrere gleichschwere Teilgewichte aufgeteilter Centner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Probierschälchen&amp;#039;&amp;#039; (Probierschälgen) waren kleine Schälchen aus Kupfer, die in die Waagschalen der Einwiegwaage gesetzt wurden. In diese Schälchen wurde mit einem Löffel das Probiermehl eingefüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Probierkluft&amp;#039;&amp;#039; war eine Art Zange mit einem Rückstellmechanismus. Durch Federkraft wurde die Probierkluft nach dem Zusammendrücken wieder auseinander gedrückt. Mit der Probierkluft legte der Probierer die jeweiligen Probierschirbel in den Probierofen oder nahm sie aus dem Ofen heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Probierschirbel&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Probiernäpfgen&amp;#039;&amp;#039; sind kleine feuerfeste Gefäße, in die das mit Zusatzstoffen (Probierblei) vermengte Probiermehl gefüllt wurde. Anschließend wurden die Probierschirbel in den Probierofen gesetzt, bis das Probiermehl durch die Hitze des Feuers verschlackte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Probierofen&amp;#039;&amp;#039; war ein kleiner Ofen, der aus Backsteinen oder aus starkem Blech gebaut war. In dem Ofen wurden die jeweiligen Proben geschmolzen und verschlackt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Probierblech&amp;#039;&amp;#039; war eine Tafel, die aus Kupfer oder Eisen bestand. In das Probierblech wurden die verschlackten Proben gegossen und nach dem Erkalten mit einem Stiel zerkleinert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hilfsmaterialien ==&lt;br /&gt;
Als Hilfsmaterialien wurden verschiedene ätzende Flüssigkeiten wie [[Salzsäure]], [[Salpetersäure]], [[Essigsäure]], [[Weinessig]] und [[Königswasser]] verwendet. Aber auch kohlensaure Erden, [[Pottasche]] und [[Kolophonium]] kamen zur Anwendung. Zum Auflösen wurden Salze eingesetzt, zum Auflösen von Kalksteinen wurde auch [[Weinstein]] verwendet. Zum Auflösen von Eisen oder Zink benötigte man [[Schwefelsäure]]. Gold wurde durch Königswasser angegriffen. Auch gewöhnliches Kochsalz, [[Borax]], [[Glasgalle]], [[Salmiak]] und [[Nitrate#Salpeter|Salpeter]] wurden verwendet.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Probenahme ==&lt;br /&gt;
Das Probenehmen war der erste Schritt beim Probieren. Je nach zu untersuchendem Material waren die Arbeitsschritte bei den Probenahmen unterschiedlich aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erzproben ===&lt;br /&gt;
Dabei kam es drauf an, dass der Probierer die Probe so aus dem vorhandenen Erzhaufen nahm, dass die Probe einen repräsentativen Querschnitt der Gesamtmenge darstellte. Bei Haufwerken mit ziemlich gleicher Zusammensetzung, z.&amp;amp;nbsp;B. Eisenerzen, wurde die Probe aus der Mitte und von mehreren Punkten des Randbereichs genommen. Schwierigkeiten ergaben sich dann, wenn das zu überprüfende Material in unterschiedlicher Zusammensetzung und Korngröße vorhanden war. Hier wurden mehrere Proben genommen, die Stücke wurden dann zerkleinert, miteinander vermischt und anschließend wurde hieraus eine Probe genommen. Für die Vorbereitung solcher Proben gab es genaue Handlungsanweisungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Metallproben ===&lt;br /&gt;
Für Metalle gab es vier Methoden zur Probenahme:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Aushiebprobe&lt;br /&gt;
* Bohrprobe&lt;br /&gt;
* Spanprobe&lt;br /&gt;
* Schöpfprobe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Aushiebprobe&amp;#039;&amp;#039; wurde hauptsächlich bei gegossenen [[Barren (Metall)|Barren]] wie Silberbarren oder Goldbarren angewendet. Hierzu wurde zunächst die Oberfläche des zu prüfenden Barrens gereinigt. Anschließend wurde mit einem [[Meißel|Hohlmeißel]] an mehreren Stellen des Barrens ein sogenannter Aushieb gemacht. Die herausgeschlagenen Stücke, der Aushieb, wurden dann auf einem polierten [[Amboss]] zu dünnen Blättchen ausgeblattet. Anschließend wurde von diesen Blättchen mit einer Schere kleine Stücke abgeschnitten und eingeschmolzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;Bohrprobe&amp;#039;&amp;#039; wurde das Metallstück an mehreren Stellen mit einem Bohrer durchbohrt. Die anfallenden Bohrspäne wurden danach eingeschmolzen und das geschmolzene Metall wurde anschließend auf eine blanke Eisenplatte zu dünnen Streifen gegossen. Nach dem Erkalten wurden die Streifen in kleine Stücke geschnitten. Das Verfahren wurde für Kupfer und Blei angewendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;Spanprobe&amp;#039;&amp;#039; wurde ein polierter Eisenstab in geschmolzenes Metall, meistens Kupfer, eingetaucht und die angesetzte Metallkruste wurde danach abgeschlagen und lamelliert. Diese Methode war aber für die Probennahme weniger gut geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei geschmolzenen Metallen wurde die &amp;#039;&amp;#039;Schöpfprobe&amp;#039;&amp;#039; angewendet. Sie wurde bei Legierungen eingesetzt und gab bei richtiger Anwendung sehr genaue Aufschlüsse über die Zusammensetzung der Gesamtmenge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Probenvorbereitung ==&lt;br /&gt;
Nachdem die Probe genommen war, wurde sie für die Analyse vorbereitet. Von der Erzprobe wurde zunächst ein Teil abgetrennt, diese behielt der Probierer für die weiteren Untersuchungen. Der Rest der Erzprobe wurde zunächst in eisernen Pfannen getrocknet und danach in fünf Portionen aufgeteilt, anschließend wurden sie versiegelt und verschickt. Jeweils eine Portion der Probe erhielten das [[Bergamt|Oberbergamt]], der Hüttenraiter, der Gewerkenprobierer, der Hüttenmeister und der Erzlieferant.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weiterer Schritt wurde bei der zur weiteren Untersuchung vorliegenden Probe der Nässegehalt bestimmt. Dazu wurde ein Teil des Probengutes aus der Mitte des Gefäßes genommen und gewogen. Anschließend wurde dieser Teil getrocknet und erneut gewogen, aus der Differenz wurde der Nässegehalt der Gesamtprobe bestimmt. Danach wurde das ganze Probiergut getrocknet. Hierfür wurde das Probiergut in eine Schale gefüllt und entweder in einem Wasserbad auf 100 Grad oder in einem Luftbad auf 120 Grad erhitzt. Für mehrere Proben gab es spezielle Trockenscheiben. Nach dem Trocknen wurde das Probiergut in einem Mörser feingerieben und anschließend durch ein Messingdraht- oder Haarsieb gesiebt. Eventuell vorhandene Gusseisenteilchen wurden mit einem Magneten aus der Probiermehl entfernt. Anschließend wurden verunreinigende Substanzen in einem Sichertrog ausgeschlämmt. Bei Metallproben beschränkte sich die Vorbereitung des Probiergutes auf das Abplatten und Zerkleinern der Metallstreifen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analyse der Probe ==&lt;br /&gt;
Zur genauen Untersuchung des Probiergutes standen dem Probierer zwei grundsätzliche Methoden zur Verfügung. Dies waren zum einen trockenchemische Methoden und zum anderen nasschemische Methoden. Als Schnelltest für Metallproben diente außerdem die [[Strichprobe]] für erste Ergebnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trockenchemische Methoden ===&lt;br /&gt;
Bei den trockenchemischen Methoden wurde die zu untersuchende Probe mit Zusatzstoffen wie [[Alaun]], [[Borax]] oder Glaspulver vermischt und anschließend in einen feuerfesten [[Tiegel (Gefäß)|Probiertiegel]] gefüllt. Danach wurde das Probiergut in einem Probierofen stark erhitzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot; /&amp;gt; Um die Menge der [[Zuschlagstoff]]e zu bestimmen, legte der Probierer eine kleine Prise Erz auf eine Schaufel und hielt diese ins Feuer. Anhand der Farbe des Rauches, den die Erze entwickelten, konnte der Probierer dann erkennen, welche Menge an Zuschlagstoffen zugegeben werden mussten. Die weitere Behandlung der Erze war sehr unterschiedlich und hing davon ab, welches Metall vorhanden war. Erze von Edelmetallen wurden mit Probierblei gemischt, eingeschmolzen und nach dem Schmelzen wurde das Blei durch erneute Erhitzung aus der [[Legierung]] herausgetrieben.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 9&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nasschemische Methoden ===&lt;br /&gt;
Bei den nasschemische Methoden wurden mineralische Säuren eingesetzt, um die beim Treibprozess erhaltenen silber- oder kupferhaltigen Legierungen noch genauer untersuchen zu können. Je nach Art der Säure wurden die Metalle unterschiedlich stark von den Säuren angegriffen. Diese Kenntnis machte sich der Probierer bei den nasschemische Methoden zunutze.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lötrohranalytik ===&lt;br /&gt;
Eine besondere Untersuchungsmethode ist die Lötrohruntersuchung. Bei der Analytik mit dem [[Lötrohr]] können genaue Aussagen über die Zusammensetzung einer Probe getätigt werden. Allerdings kann diese Methode nicht bei allen Proben angewendet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 1&amp;quot; /&amp;gt; Mit der Lötrohranalytik können anhand der Flammenfärbung Rückschlüsse auf die Zusammensetzung von Bor- und Kupferverbindungen gezogen werden. Aber auch Untersuchungen auf die Schmelzbarkeit der jeweiligen Metalle lassen sich mit dieser Analysemethode durchführen. Mit der Lötrohruntersuchung lässt sich bei weniger hohen Temperaturen die Zusammensetzung anhand des Verhaltens der jeweiligen Probe bestimmen.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 8&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Münzmetalle ==&lt;br /&gt;
Das Probieren der Münzmetalle hat in der Probierkunst einen besonders hohen Stellenwert. Die meisten Münzen wurden aus Edelmetallen wie Gold oder Silber hergestellt. Schon geringe Abweichungen im Edelmetallfeingehalt veränderten den Wert der Münze. Aus diesem Grund wurden die Münzmetalle mit besonderer Sorgfalt überprüft. Für das Probieren der sächsischen Denare, Taler und Groschen gab es spezielle Probiervorschriften. Die Münzen wurden gewogen und eingeschmolzen, anschließend die Metalle in die einzelnen Fraktionen aufgeteilt. Gold wurde mit Scheidewasser abgetrennt, Kupfer und Blei wurde mittels Erhitzen verflüchtigt.&amp;lt;ref name= &amp;quot;Quelle 7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neu-eröfnetes Probier-Buch. Darinnen nicht nur alle Geheimnisse der Probier-Kunst, die Zurichtung und Figirung derer Ertze, die Schmeltzung derselben und einige chymische Hand-Griffe entdecket werden, sondern auch wie ein jeder diese edle Kunst ohne andern mündlichen Unterricht von Anfang bis zu Ende erlernen, gelehret wird&amp;#039;&amp;#039;. Rüdiger, Lübeck 1744, {{OCLC|312870908}}. ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:2-31798 Digitalisierte Ausgabe] der [[Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf]])&lt;br /&gt;
* [[Theodor Richter (Chemiker)|Theodor Richter]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Carl Friedrich Plattner&amp;#039;s Probirkunst mit dem Löthrohre&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. Verlag von Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1865. [http://books.google.de/books?id=w_8-AAAAYAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Plattner+Probirkunst+mit+dem+L%C3%B6throhre&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=AEw9Zj0PgP&amp;amp;sig=Zs-OLcCJSfm0CAFBbxHuqr_aSLk&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=AlaFTObwFYOtONbSnMoO&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=7&amp;amp;ved=0CCsQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false (Digitalisat)]&lt;br /&gt;
* Bruno Kerl: &amp;#039;&amp;#039;Th. Bodemann&amp;#039;s Anleitung zur Berg- und Hüttenmännischen Probierkunst&amp;#039;&amp;#039;. Vervollständigt und theilweise umgearbeitet, zweite Auflage. Verlag der Grosseschen Buchhandlung, Clausthal 1856.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 1&amp;quot;&amp;gt;Theodor Bodemann: &amp;#039;&amp;#039;Anleitung zur berg- und hüttenmännischen Probierkunst&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Schweizerischen Buchhandlung, Clausthal 1845. [http://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10705915.html (online bei: &amp;#039;&amp;#039;Bayerische StaatsBibliothek digital&amp;#039;&amp;#039;)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 2&amp;quot;&amp;gt;Karl Heinz Koch: [http://www.clb.de/0208LaborHistorie_files/CLB-0104-Dokimasie.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Automatisierung einer uralten Methode.&amp;#039;&amp;#039;] (zuletzt abgerufen am 20. Februar 2013; PDF; 302&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 3&amp;quot;&amp;gt;Bruno Kerl: &amp;#039;&amp;#039;Metallurgische Probierkunst zum Gebrauche bei Vorlesungen und zum Selbststudium.&amp;#039;&amp;#039; Verlag von Arthur Felix, Leipzig 1866.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 4&amp;quot;&amp;gt;Johann Christoph Stößel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bergmännisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Chemnitz 1778. [http://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10704923.html (online bei: &amp;#039;&amp;#039;Bayerische StaatsBibliothek digital&amp;#039;&amp;#039;)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 5&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Probierkunst.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Meyers Großes Konversations-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 16. Leipzig 1908, S. 363. [http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Probierkunst (online auf: &amp;#039;&amp;#039;zeno.org&amp;#039;&amp;#039;)] (zuletzt abgerufen am 20. Februar 2013).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 6&amp;quot;&amp;gt;C. E. Gellert: &amp;#039;&amp;#039;Johann Andrea Cramers Anfangsgründe der Probierkunst.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Heinsiußischen Buchhandlung, Leipzig 1766.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 7&amp;quot;&amp;gt;Peter Hammer: [http://www-user.tu-chemnitz.de/~fna/05hammer.pdf &amp;#039;&amp;#039;Das Probieren der Münzmetalle.&amp;#039;&amp;#039;] (zuletzt abgerufen am 20. Februar 2013; PDF; 468&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 8&amp;quot;&amp;gt;Gerhard Ackermann: [http://www-user.tu-chemnitz.de/~fna/05ackermann.pdf &amp;#039;&amp;#039;Analytik mit dem Lötrohr.&amp;#039;&amp;#039;] (zuletzt abgerufen am 20. Februar 2013; PDF; 100&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quelle 9&amp;quot;&amp;gt;Georg Agricola: &amp;#039;&amp;#039;De re metallica libri XII.&amp;#039;&amp;#039; 1556. (lateinisch) (&amp;#039;&amp;#039;Zwölf Bücher vom Berg- und Hüttenwesen.&amp;#039;&amp;#039; VDI-Verlag, 1928, {{DNB|579073963}}. - Nachdruck: Marix-Verlag, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-86539-097-4).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.clb.de/0208LaborHistorie_files/CLB-0104-Dokimasie.pdf Dokimasie – gestern und heute] (zuletzt abgerufen am 20. Februar 2013; PDF; 302&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kupellation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jmac15</name></author>
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