<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Pro_Natura</id>
	<title>Pro Natura - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Pro_Natura"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pro_Natura&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T16:22:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pro_Natura&amp;diff=80532&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;CommonsDelinker: Plakat_Ja_zur_Biodiversität_am_22._September.jpg entfernt, auf Commons von IronGargoyle gelöscht. Grund: per [[:c:Commons:Deletion requests/File:Plakat Ja zur Biodiversitä</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pro_Natura&amp;diff=80532&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-20T00:34:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=C:File:Plakat_Ja_zur_Biodiversit%C3%A4t_am_22._September.jpg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:File:Plakat Ja zur Biodiversität am 22. September.jpg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Plakat_Ja_zur_Biodiversität_am_22._September.jpg&lt;/a&gt; entfernt, auf Commons von &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:User:IronGargoyle&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:User:IronGargoyle (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;IronGargoyle&lt;/a&gt; gelöscht. Grund: per [[:c:Commons:Deletion requests/File:Plakat Ja zur Biodiversitä&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Pro Natura Logo.svg|mini|Logo von Pro Natura]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pro Natura&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; – früher &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schweizerischer Bund für Naturschutz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (SBN) ([[Französische Sprache|französisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Ligue Suisse pour la Protection de la Nature&amp;#039;&amp;#039; (LSPN), [[Italienische Sprache|italienisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Lega svizzera per la protezione della natura&amp;#039;&amp;#039;, [[Rätoromanische Sprache|rätoromanisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Lia svizra per la protecziun de la natira&amp;#039;&amp;#039;) – ist ein [[Schweiz]]er Verein und die älteste [[Naturschutzorganisation]] des Landes mit Sitz in [[Basel]] und [[Champ-Pittet]] ([[Kanton Waadt]]). Die Organisation setzte sich zum Ziel, gefährdete [[Pflanze]]n und [[Wildtier]]e zu schützen und in noch ungestörten [[Naturlandschaft]]en der Schweiz [[Schutzgebiete im Natur- und Landschaftsschutz|Naturschutzgebiete]] zu errichten. Bis heute haben der nationale Verein und die später gegründeten kantonalen Sektionen etwa 800 Schutzgebiete in allen Landesteilen realisiert, und sie engagieren sich darüber hinaus auch mit [[Öffentlichkeitsarbeit]] und politischen Aktionen für die Förderung und Erhaltung der Tier- und Pflanzenwelt. Pro Natura gehört zu den Gründerorganisationen der Weltnaturschutzunion [[IUCN]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Pincerno - Pierre des Marmettes 1905.jpg|mini|Pierre des Marmettes]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1906 schufen Vertreter der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft (heute: [[Akademie der Naturwissenschaften Schweiz]]) die Schweizerische Naturschutzkommission (SNK), die 1909 in Basel den &amp;#039;&amp;#039;Schweizerischen Bund für Naturschutz&amp;#039;&amp;#039; (SBN) – seit 1977 Pro Natura – gründeten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hannes Jäggi: &amp;#039;&amp;#039;Der Naturschutz wurde in Basel erfunden. Vor 100 Jahren wurde mit Pro Natura die erste schweizerische Naturschutzorganisation gegründet. «Ein traditionell bürgerlicher Verein».&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Basler Zeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der erste Präsident der Schweizerischen Naturschutzkommission und danach des SBN war bis 1922 der Basler Zoologe [[Paul Sarasin]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.histoirerurale.ch/pers/personnes/Sarasin,_Paul_(1856_1929)__DB10167.html |titel=Sarasin, Paul (1856–1929) |werk=Archiv für Agrargeschichte |abruf=2025-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch bis 1938 war die Schweizerische Naturschutzkommission aktiv, zuletzt unter der Leitung des Basler Botanikers [[Wilhelm Vischer (Botaniker)|Wilhelm Vischer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Vischer (Botaniker)|Wilhelm Vischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Naturschutz in der Schweiz. Bericht des Präsidenten der ehemaligen Schweizerischen Naturschutzkommission der Schweizerischen naturforschenden Gesellschaft 1906–1938, nebst allgemeiner Darstellung der Naturschutztätigkeit in der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Basel 1946.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst setzte sich der Schweizerische Bund für Naturschutz vor allem für den Schutz von Pflanzen, die durch das massenhafte Sammeln gefährdet waren, und für ausgewählte Naturobjekte ein. Wie schon im 19. Jahrhundert war der Schutz von [[Findling]]en als Zeugnisse der Schweizer Landschaftsgeschichte ein dringendes Anliegen. Der Kauf des Findlings [[Pierre des Marmettes]] in [[Monthey]] im [[Kanton Wallis]] durch die Schweizerische Naturforschenden Gesellschaft gilt als erstes konkretes Schutzprojekt der Organisation. Der SBN nahm zudem, wiederum auf Initiative von Paul Sarasin, die Idee zur Gründung eines [[Schweizerischer Nationalpark|Nationalparks in der Schweiz]] auf, der 1913 durch einen Vertrag mit der Bündner Gemeinde [[Zernez]] eingerichtet wurde. Die Naturschutzpioniere wollten Reliktgebiete in der von Industrialisierung und Fremdenverkehr bedrängten Landschaft sichern.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Bachmann: &amp;#039;&amp;#039;«Die schwer geschädigte lebendige Welt ist wiederherstellbar in ihrer alten, vollen Schönheit.» Die Anfänge der schweizerischen Naturschutzbewegung. Die Schweizerische Naturschutzkommission (1906–1938).&amp;#039;&amp;#039; Bern 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1910 beteiligte sich der SBN an der Trägerschaft des kurz zuvor eingerichteten Schutzgebiets [[Scatlè]] in der Gemeinde [[Breil/Brigels]], [[Kanton Graubünden]]. Dort war kurz zuvor ein grosser Bergwald im [[Val Frisal|Frisaltal]] gemäss einer Initiative des [[Schweizerischer Forstverein|Schweizerischen Forstvereins]] und des Bündner Försters und Politikers [[Johann Joseph Huonder]] ein erstes [[Naturwaldreservat]] entstanden. Das Gebiet gehört zu den ältesten Schutzgebieten von Pro Natura.&amp;lt;ref&amp;gt;Caroline Heiri, Dionys Hallenbarter: &amp;#039;&amp;#039;Der Urwald von Scatlè.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Brang (u.&amp;amp;nbsp;a., Red.): &amp;#039;&amp;#039;Waldreservate. 50 Jahre natürliche Waldentwicklung in der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; [[Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft]]. Bern/Stuttgart/Wien 2011, S. 208–219 ([https://www.dora.lib4ri.ch/wsl/islandora/object/wsl%3A10899/datastream/PDF/Heiri-2011-Der_Urwald_von_Scatlè-%28published_version%29.pdf Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 schuf der SBN im Moorgebiet [[Mouille de la Vraconnaz]] im [[Kanton Waadt|Waadtländer]] Jura sein erstes eigenes Schutzgebiet. Die Berglandschaft mit einer ausgedehnten [[Hochmoor|Hochmoorfläche]] in der Gemeinde [[Sainte-Croix VD|Sainte-Croix]] umfasst auch ein [[Naturwaldreservat|Waldreservat]] und ist heute als [[Bundesinventar der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung|Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung]] eingestuft.&amp;lt;ref&amp;gt;Objektblatt [https://data.geo.admin.ch/ch.bafu.bundesinventare-moorlandschaften/objectsheets/2017revision/nr9.pdf «La Vraconnaz»| im] [[Bundesinventar der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und von nationaler Bedeutung]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Cercle vaudois de botanique |Titel=Flora vaudoise. Atlas illustré des plantes vasculaires du canton de Vaud |Ort=Lausanne |Datum=2023}} S. 128.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird heute vom 1956 gegründeten Verein &amp;#039;&amp;#039;Pro Natura Vaud&amp;#039;&amp;#039; betreut.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pronatura-vd.ch/fr/a-notre-sujet Website von Pro Natura Vaud].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen des anfänglich auf einen [[Schweizer Franken]] festgesetzten Mitgliederbeitrags nannte man den SBN im Volksmund manchmal auch &amp;#039;&amp;#039;Fränkli-Verein&amp;#039;&amp;#039;. Noch heute zahlt Pro Natura pro Mitglied einen Franken an den Betrieb des Schweizerischen Nationalparks im Engadin. Die Sicherung und Pflege von Naturschutzgebieten blieb eine Kerntätigkeit von Pro Natura. Bis 2023 ist ein Netz von über 750 Naturschutzgebieten in der ganzen Schweiz entstanden. Dieses umfasst eine Gesamtfläche von über 250 Quadratkilometern (Stand 2023).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pronatura.ch/de/schutzgebiete |titel=Pro Natura – für mehr Natur, überall! |hrsg=Pro Natura |sprache=de |abruf=2021-12-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Aletschwald and the Aletsch Glacier by Giles Laurent.jpg|mini|Der Aletschwald im Kanton Wallis]]&lt;br /&gt;
Als seit den 1950er Jahren der Siedlungsdruck und grosse Infrastrukturprojekte viele Landschaften immer mehr beeinträchtigten, bildeten die in den Kantonen tätigen Naturschützer regionale Sektionen des Schweizerischen Bundes für Naturschutz. 1954 wurde als einer der ersten Teilvereine der Aargauische Bund für Naturschutz gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pronatura-ag.ch/de |titel=Pro natura Aargau |abruf=2025-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die kantonalen Sektionen von Pro Natura betreuen den wachsenden Bestand an Schutzgebieten in den Kantonen und führen, in einigen Fällen zusammen mit anderen Naturschutzorganisationen wie zum Beispiel [[BirdLife Schweiz]], in bedeutenden Schutzgebieten über ein Dutzend Naturschutzzentren, wo die Öffentlichkeit über die Besonderheiten der geschützten Biotope informiert wird. 1978 publizierte der SBN ein einheitliches System für die Markierung der Naturschutzgebiete.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Naturschutz-Markierungs-System Schweiz. Richtlinien.  Directives relatives au matériel normalisé pour la signalisation des réserves natuelles en Suisse.&amp;#039;&amp;#039; Basel 1978.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:2009 Foto Taler ir.jpg|mini|«Schoggitaler» mit Umschrift «1909–2009 100 Anni/Onns Pro natura»]]&lt;br /&gt;
Der SBN und später Pro Natura setzte sich auf nationaler Ebene für den Schutz der Natur und von gefährdeten [[Landschaft]]en ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pronatura.ch/de/unsere-erfolge &amp;#039;&amp;#039;Erfolge.&amp;#039;&amp;#039;] Pro Natura.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1933 gelang es dem Naturschutzbund, zusammen mit der Regierung des Kantons Wallis den [[Aletschwald]] über der Zunge des [[Aletschgletscher|Grossen Aletschgletscher]] als Naturdenkmal auszuweisen. Um den bedeutenden [[Urwald]] mit vielen alten [[Zirbelkiefer|Arven]] als Habitat und forstliches Studienobjekt zu sichern, verpflichtete sich der SBN dazu, für die Gemeinde [[Ried-Mörel]] neue Wasserleitungen anzulegen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Müller (Forstmann)|Ernst Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Schweizerische Bund für Naturschutz im Jahre 1933.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerischer Forstverein|Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen]]&amp;#039;&amp;#039;, 85. Jg., 1934, S. 265–269.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ertrag aus dem Verkauf der 1946 eingeführten «[[Schoggitaler]]» machte es möglich, den [[Silsersee]] im Engadin vor der Nutzung durch ein Wasserkraftwerk zu retten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nationale Organisation führt die zwei Pro-Natura-Zentren in [[Champ-Pittet]] ([[Kanton Waadt]]) und im [[Aletschgebiet|Aletsch]] ([[Riederalp]], [[Kanton Wallis]]). 1973 verkaufte die letzte Privatbesitzerin die &amp;#039;&amp;#039;Villa Cassel&amp;#039;&amp;#039; auf der Riederalp dem Schweizer Bund für Naturschutz, der das herrschaftliche Haus auf einer Anhöhe über dem Grossen Aletschgletscher bis 1979 zu einem Bildungszentrum für hochalpine Ökologie umbaute.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Elena Heinzmann |Hrsg=Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften |Titel=Nachhaltigkeitsanalyse und Handlungsempfehlungen für das Pro Natura Zentrum Aletsch |Ort=Wädenswil |Datum=2023}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pro Natura ist eine Gründungsorganisation der Weltnaturschutzunion [[IUCN]], die auf den «[[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Listen]]» global die Gefährdung von Tier- und Pflanzenarten erfasst. Dank Pro Natura verfügt die Schweiz über ein [[Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung|Inventar der Landschaften und Naturdenkmäler von besonderer Schönheit und nationaler Bedeutung]], das sogenannte BLN-Inventar. Politisch bewirkte Pro Natura die Schaffung von Rechtsgrundlagen für Pärke von nationaler Bedeutung (2007). In zahlreichen praktischen Projekten sicherte Pro Natura Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten inner- und ausserhalb von Schutzgebieten. Schliesslich trägt sie durch die Nutzung des [[Verbandsbeschwerderecht]]es erfolgreich dazu bei, dass die geltenden Naturschutzgesetze besser respektiert werden. So konnte zum Beispiel der Bau von Autobahnen durch die Schilflandschaft der [[Grande Cariçaie]] am [[Neuenburgersee]] und durch die Rheinauen bei [[Rhäzüns]] verhindert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste offen politische Aktion des SBN war der Widerstand gegen das [[Kraftwerk Rheinau|Rheinau]]-Wasserkraftwerk, motiviert durch Naturschutz-Erwägungen. Im Januar 1952 mobilisierte er 12&amp;#039;000 Personen zu einer Demonstration dagegen, was für die Schweiz umweltpolitisch gesehen ein Novum darstellte. Allerdings wurde das Kraftwerk 1957, nach einer [[Kraftwerk Rheinau#Widerstand|befürwortenden Volksabstimmung]], dennoch in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stellung des SBN zu der in den 1950er Jahren in der Schweiz eingeführten Technik der [[Kernenergie]] war anfänglich ambivalent.&amp;lt;ref&amp;gt;Patrick Kupper: &amp;#039;&amp;#039;Abschied von Wachstum und Fortschritt. Die Umweltbewegung und die zivile Nutzung der Atomenergie in der Schweiz (1960–1975).&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. [[Universität Zürich]]. Zürich 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einerseits erhoffte sich der Landschaftsschutz durch die vergleichsweise leistungsstarken [[Kernkraftwerk|Atomkraftwerke]] eine Entlastung von Natur und Landschaft vor Eingriffen durch viele geplante Wasserkraftwerke. So erhob etwa die [[Kanton Solothurn|Solothurner]] Sektion zwar eine Einsprache gegen das [[Kernkraftwerk Gösgen]], aber nicht wegen einer Grundsatz-Opposition, sondern nur mit dem Hinweis auf den aus ihrer Sicht ungeeigneten Standort. Und im Vordergrund standen nicht die Risiken der [[Radioaktivität|radioaktiven Strahlung]], sondern der Landschaftsschutz. Als Minimalforderung verlangte die Sektion, allerdings erfolglos, die Bemalung des auffälligen [[Kühlturm]]s mit Wolken, um seine optische Wirkung abzumildern. Gegen das später nicht realisierte Projekt eines Atomkraftwerks in [[Kernkraftwerk Rüthi|Rüthi]] (SG) monierte die [[St. Galler Rheintal|Rheintaler]] Sektion, Atomkraftwerke sollten in der Nähe grosser Siedlungszentren mit einem hohen Stromverbrauch statt in Randregionen mit einer gut erhaltenen Naturlandschaft stehen. 1974 griff der SBN das Anliegen des [[Umweltschutz]]es auf und warnte unter anderem auch vor dem Risiko durch die Freisetzung von [[Radioaktivität]] in einem Störungsfall. Inzwischen setzt sich Pro Natura als Mitglied der Umweltallianz für eine naturverträgliche [[Energiewende]] ohne Atomstrom ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pronatura.ch/de/energiequellen-und-biodiversitaet-ein-ueberblick |titel=Energiequellen und Biodiversität: ein Überblick |hrsg=Pro Natura |sprache=de |abruf=2023-07-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation ==&lt;br /&gt;
Pro Natura ist als gemeinnütziger, [[Zewo|ZEWO]]-zertifizierter Verein parteipolitisch neutral und unabhängig. Als private und gemeinnützige Organisation ist sie auf Mitgliederbeiträge und Spenden angewiesen; sie zählt über 170&amp;#039;000 Mitglieder und rund 25&amp;#039;000 Gönner. Mit ihren 23 kantonalen Sektionen ist sie regional, mit dem Zentralverband national, als Schweizer Mitglied im Netzwerk von [[Friends of the Earth]] und Gründungsmitglied der [[IUCN]] (The World Conservation Union) international verankert. Der Zentralverband hat einen Umsatz von ca. 30 Mio. Franken jährlich und beschäftigt rund 100 Mitarbeitende. Geschäftsleiter ist Urs Leugger-Eggimann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pronatura.ch/de/geschaeftsleitung |titel=&amp;#039;&amp;#039;Geschäftsleitung&amp;#039;&amp;#039; |hrsg=Pro Natura |abruf=2018-10-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten und Präsidentinnen ===&lt;br /&gt;
Der Verein &amp;#039;&amp;#039;Schweizerischer Bund für Naturschutz&amp;#039;&amp;#039;, seit 1977 &amp;#039;&amp;#039;Pro Natura&amp;#039;&amp;#039;, wurde in der Anfangszeit vom Präsidenten der &amp;#039;&amp;#039;Schweizerischen Naturschutzkommission&amp;#039;&amp;#039; geführt, der von der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft eingesetzt war. Später wählte der SBN die Vereinsvorsitzenden selbständig. Mit der Entstehung von Kantonalsektionen ab den 1950er Jahren führen die vom Delegiertenrat gewählten Personen den Zentralvorstand, während die kantonalen Vereine wiederum eigene Verwaltungen einsetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.histoirerurale.ch/pers/personnes/Pro_Natura,_AfA2797.html Präsidenten und Präsidentinnen von SBN/Pro Natura] auf &amp;#039;&amp;#039; histoirerurale.ch&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1913–1922: [[Paul Sarasin]] (1856–1929)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.histoirerurale.ch/pers/personnes/Sarasin,_Paul_(1856_1929)__DB10167.html |titel=Sarasin, Paul (1856–1929) |werk=Archiv für Agrargeschichte |abruf=2025-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1922–1931: [[Adolf Nadig]] (1877–1960)&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|5320| Adolf Nadig|Autor=Jürg Simonett}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1931–1936: [[Eduard Tenger]] (1883–1961)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1936–1940: [[Albert Pfaehler]] (1877–1941)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1940–1953: [[Charles Jean Bernard]] (1876–1967); er war zudem von 1948 bis 1954 der erste Präsident der [[IUCN|Internationalen Union für den Schutz der Natur]] (IUPN)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=CIPRA International |Titel=50 Jahre CIPRA |Sammelwerk=CIPRA Info |Nummer=64 |Datum=2002 |Seiten=7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1953–1956: [[Arther Uehlinger]] (1896–1983)&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|41391|ArthurUehlinger|Autor=Matthias Wipf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1957–1960: [[Alfred Gübeli]] (1885–1972)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1960–1969: [[Jakob Bächtold]] (1905–1993)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1969–1984: [[Willy A. Plattner]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1984–1994: [[Jacques Morier-Genoud]] (1934–2025)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1994–2002: [[Martin Bosch]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2002–2018: [[Silva Semadeni]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
seit 2018: [[Ursula Schneider Schüttel]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pronatura.ch/de/zentralvorstand |titel=&amp;#039;&amp;#039;Zentralvorstand&amp;#039;&amp;#039; |hrsg=Pro Natura |abruf=2018-10-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweck ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chilpen Wald 04.jpg|mini|Schutzgebiet «[[Chilpe bei Diegten|Chilpe]]» im [[Kanton Basel-Landschaft]]]]&lt;br /&gt;
Pro Natura hat sich folgende Ziele gesetzt:&lt;br /&gt;
* Sie will geeignete Flächen langfristig für die Natur sichern, sei es durch gesetzliche, öffentlich-rechtliche, privatrechtliche Massnahmen oder den Erwerb von Grundbesitz. Sie möchte sicherstellen, dass diese Flächen zielgerichtet betreut werden und zur ökologischen Infrastruktur beitragen können.&lt;br /&gt;
* Sie strebt danach, die führende Stimme für die Förderung und den Schutz der Biodiversität zu sein, Debatten in der Öffentlichkeit zu beeinflussen und in den Diskursen zum Thema Biodiversität eine prominente Rolle zu spielen.&lt;br /&gt;
* Sie weckt und fördert das Interesse von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen für die Natur. Gemeinsam mit vielen Menschen entwickelt Pro Natura Kompetenzen, um sich fachkundig, verantwortungsvoll und motiviert für mehr Biodiversität zu engagieren.&lt;br /&gt;
* Sie zeigt, wie Gesellschaft und Wirtschaft verändert werden müssen, um die natürlichen Lebensgrundlagen zu sichern. Sie überzeugt die Menschen von einer suffizienten Lebensweise und zeigt deren Nutzen für Mensch, Natur und Gesellschaft klar auf. Zusammenhänge zwischen Wachstumszwang, Lebensstil und Naturzerstörung werden aufgezeigt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Riederalp, Villa Cassel - panoramio.jpg|mini|Pro-Natura-Naturschutzzentrum Aletsch]]&lt;br /&gt;
Um ihre Ziele zu erreichen, setzt Pro Natura vier Instrumente ein:&lt;br /&gt;
* Mit politischem Naturschutz verbessert sie die Rahmenbedingungen «für mehr Natur – überall!». Sie vertritt die Interessen der Natur und bringt öffentliche Gemeinwesen, Verbände, Unternehmen und Private dazu, auf die Erreichung der Ziele hin zu arbeiten, die auch für Pro Natura gelten.&lt;br /&gt;
* Mit praktischem Naturschutz ist sie selber in der Natur aktiv. Sie plant, realisiert und fördert Projekte in genutzten und ungenutzten Landschaften, für gefährdete Arten und naturnahe Nutzungen.&lt;br /&gt;
* Mit Umweltbildung, Kursen, Exkursionen und andern Aktivitäten begeistert sie junge und erwachsene Menschen so für die Natur, dass sie ihr gegenüber Verantwortungsbewusstsein entwickeln und sich für dieselben Ziele einsetzen wie Pro Natura. So gehören über 30 Jugendnaturschutzgruppen zu Pro Natura, und die Organisation bietet Umweltbildungsangebote für Schulen.&lt;br /&gt;
* Mit verschiedenen Kommunikationsmitteln macht sie möglichst viele Menschen mit ihren Zielen vertraut und sensibilisiert sie für deren Umsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aare - Limmat (Limmatspitz) IMG 6763.jpg|mini|Das Naturschutzgebiet [[Limmatspitz]] von Pro Natura Aargau beim Zusammenfluss von [[Aare]] und [[Limmat]] ([[Wasserschloss der Schweiz]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aktuelle Kampagnen ===&lt;br /&gt;
* Ab 2022 passte Pro Natura ihre Kampagnenstruktur an. Ein wichtiger Schwerpunkt für die folgenden Jahre ist der Erhaltung der [[Biodiversität]] gewidmet. Die Artenvielfalt ist nach jüngeren Untersuchungen auch in der Schweiz gefährdet,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/biodiversitaet/fachinformationen/zustand-der-biodiversitaet-in-der-schweiz.html |titel=Zustand der Biodiversität in der Schweiz |hrsg=[[Bundesamt für Umwelt]] |abruf=2025-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und die [[Biodiversitätskrise]] bedroht die Lebensgrundlage der Menschheit. Pro Natura setzt sich für die Sensibilisierung der Öffentlichkeit zu dieser Frage und den praktischen und politischen Naturschutz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühere Kampagnen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wildnis – mehr Freiraum für die Natur!&amp;#039;&amp;#039; (2020–2022)&amp;lt;br /&amp;gt;Die Natur braucht auch in der stark zersiedelten Schweiz vom Menschen unberührte Gebiete in Form von kleiner oder grosser Reservate, ungenutzter Stellen im Siedlungsraum und von Rückzugsszonnen in den [[Alpen]]. Mit der Kampagne forderte Pro Natura, dass die Natur an solchen Stellen geschont werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gemeinsam gegen das Insektensterben&amp;#039;&amp;#039; (2019–2021)&amp;lt;br /&amp;gt;Das [[Insektensterben]] ist eine Folge der [[Intensive Landwirtschaft|intensiven Landwirtschaft]] mit dem starken Einsatz von [[Pflanzenschutzmittel]]n, eines Verlusts der [[Biotopvielfalt]] und der [[Lichtverschmutzung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pronatura.ch/de/insektensterben |titel=Kampagne «Gemeinsam gegen das Insektensterben» |hrsg=Pro Natura |abruf=2019-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im März 2019 lancierten Naturschutzverbände deshalb die zwei Initiativen «Für die Zukunft unserer Natur und Landschaft» (Biodiversitätsinitiative) und «Gegen die Verbauung unserer Landschaft» (Landschaftsinitiative).&amp;lt;ref name=&amp;quot;tagesanzeiger&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/der-natur-in-der-schweiz-geht-es-schlecht/story/15525782 |titel=«Der Natur in der Schweiz geht es schlecht» |werk=[[Tages-Anzeiger|tagesanzeiger.ch]] |datum=2019-03-26 |abruf=2019-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wildtierüberführung A1 Rynetel - 05.jpg|mini|Wildtierüberführung «Rynetel» über die [[Autobahn A1 (Schweiz)|Autobahn&amp;amp;nbsp;A1]] im [[Kanton Aargau]]]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Freie Bahn für Wildtiere&amp;#039;&amp;#039; (2017–2019)&amp;lt;br /&amp;gt;Viele [[Wildtier]]e wandern über weite Strecken. Sie bewegen sich zwischen Schlafplätzen, Futterstellen und Rückzugsorten, zwischen Sommer- und Winterlebensräumen oder zu ihren Fortpflanzungsplätzen. Individuen ziehen weiter, um neue Gebiete zu besiedeln. Solche Wanderungen sind für den Erhalt der Arten zentral. Durch Strassen und Eisenbahnstrecken und andere Infrastrukturbauten sind viele [[Wildtierkorridor]]e nicht mehr begehbar. Pro Natura forderte mit ihrer Kampagne «Freie Bahn für Wildtiere!», dass beeinträchtigte oder unterbrochene Wildtierkorridore wieder durchgängig werden. Beim Bau von Infrastrukturen müssen die Wanderwege der Wildtiere konsequent berücksichtigt werden, um ein weiteres [[Landschaftszerschneidung|Zerschneiden]] der [[Biotop|Lebensräume]] zu vermeiden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pronatura.ch/de/wildtierkorridore |titel=Kampagne «Freie Bahn für Wildtiere!» |hrsg=Pro Natura |abruf=2019-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Keine Pestizide in unseren Gewässern&amp;#039;&amp;#039; (2016–2018)&amp;lt;br /&amp;gt;Viele Fliessgewässer und auch das [[Grundwasser]] in der Schweiz sind mit [[Pestizid]]en stark belastet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/fachinformationen/zustand-der-gewaesser/zustand-der-fliessgewaesser.html |titel=Zustand der Fliessgewässer |hrsg=Bundesamt für Umwelt |abruf=2025-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/fachinformationen/zustand-der-gewaesser/zustand-des-grundwassers.html |titel=Zustand Grundwasser |hrsg=Bundesamt für Umwelt |abruf=2025-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verunreinigung durch Pestizide ist teilweise so hoch, dass sie für Wasserorganismen lebensbedrohlich sein kann. Auch für den Menschen bedeuten Pestizide eine Gefahr. Mit der Kampagne «Keine Pestizide in unseren Gewässern!» forderte Pro Natura eine deutliche Anwendungsreduktion solcher Mittel in der [[Landwirtschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pronatura.ch/pestizide |titel=Kampagne «Keine Pestizide in unseren Gewässern!» |hrsg=Pro Natura |abruf=2019-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Flower Power – für farbenfrohe Blumenwiesen&amp;#039;&amp;#039; (2014–2016)&amp;lt;br /&amp;gt;[[Blumenwiese]]n sind unter anderem Lebensräume für [[Schmetterlinge]] und [[Heuschrecken]], fast die Hälfte aller [[Flora|Pflanzenarten]] der Schweiz kommen dort vor. Mit der Kampagne «Flower Power – für farbenfrohe Blumenwiesen» engagierte sich Pro Natura für [[Artenreichtum|artenreiche]] Wiesen in der Schweiz, die für viele spezialisierte Tier- und Pflanzenarten wichtig sind. Die Tier- und Pflanzenarten solcher Biotope erbringen bedeutende Leistungen für die Landwirtschaft und die Gesellschaft und die Blumenwiesen sind Teil einer attraktiven [[Landschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mehr Weiher für Frosch &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; (2013–2015)&amp;lt;br /&amp;gt;Pro Natura wollte mit dieser Kampagne die Lebensbedingungen für Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander verbessern. Neue Weiher und Tümpel sollten die [[Amphibien]]laichplätze vermehren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pronatura.ch/froesche &amp;#039;&amp;#039;Kampagne «Mehr Weiher für Frosch &amp;amp; Co.».&amp;#039;&amp;#039;] Pro Natura.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Tour d&amp;#039;Aï S.jpg|mini|Schutzgebiet [[Tour d’Aï|Tour d’Aï - Tour de Famelon]] im [[Kanton Waadt]]]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Landschaften fürs Leben&amp;#039;&amp;#039; (2011–2013)&amp;lt;br /&amp;gt;Schöne Landschaften gelten als wertvolle Qualität der Schweiz. Um die Themen [[Raumplanung]], Bodenverbrauch, Siedlungs- und Landschaftsqualität besser im Bewusstsein der Bevölkerung und der Politik zu verankern und für einen sorgfältigen Umgang mit dem Boden zu werben, lancierte Pro Natura 2011 die Kampagne «Landschaften fürs Leben».&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.pronatura.ch/landschaften |text=&amp;#039;&amp;#039;Kampagne «Landschaften fürs Leben»&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20140425230401}}. Pro Natura.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Biodiversität – jede Art zählt!&amp;#039;&amp;#039; (2010–2012)&amp;lt;br /&amp;gt;Mit dieser Kampagne versuchte Pro Natura, der Schweizer Bevölkerung die Bedeutung der [[Biodiversität]] verständlich und deren Bedrohung deutlich zu machen. Mit dem Projekt «Allegra Geissenpeter» zeigte Pro Natura mögliche Fördermassnahmen für Trockenstandorte. Auf einer eigens konstruierten «Arche der Biodiversität» erfuhr das Publikum, wie die Artenvielfalt erhalten werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gründen wir einen neuen Nationalpark!&amp;#039;&amp;#039; (2000–2010):&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pronatura.ch/neue-paerke &amp;#039;&amp;#039;Kampagne «Gründen wir einen neuen Nationalpark!»&amp;#039;&amp;#039;] Pro Natura.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Ziel der Kampagne war, bis 2010 einen neuen Nationalpark zu gründen und ein Netz grosser Schutzgebiete zu schaffen. Dafür wurden die gesetzlichen Grundlagen erarbeitet, und in ungefähr dreissig Regionen begannen Vorarbeiten für Parkprojekte. Aussichtsreiche Kandidaten waren der &amp;#039;&amp;#039;Parco del Locarnese&amp;#039;&amp;#039; im Gebiet zwischen [[Centovalli]], [[Valle Onsernone]], [[Rovana]] und [[Bavona]], wo jedoch 2009 die Gemeinde [[Cevio]] die Mitarbeit am Vorhaben beendete&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Bachmann: {{Webarchiv |url=http://www.beobachter.ch/natur/flora-fauna/artikel/nationalpark_das-projekt-ist-noch-nicht-gestorben/ |text=&amp;#039;&amp;#039;Nationalpark. «Das Projekt ist noch nicht gestorben»&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20100830002040}}. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Beobachter (Zeitschrift)|Beobachter]].&amp;#039;&amp;#039; 3. Juni 2009, abgerufen am 26. August 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der &amp;#039;&amp;#039;Adula-Nationalpark&amp;#039;&amp;#039; um das [[Rheinwaldhorn]], der 2010  vom [[Bundesamt für Umwelt]] (BAFU) als Kandidat für einen weiteren Nationalpark genehmigt wurde, aber am Widerstand der lokalen Bevölkerung scheiterte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Befreit unsere Flüsse!&amp;#039;&amp;#039; (2006–2008)&amp;lt;br /&amp;gt;In diesen Kampagnenjahren war das Ziel eine Erhöhung des Anteils an naturnahen Flüssen und Bächen. Pro Natura setzte sich auch dafür ein, dass das Gewässerschutzgesetz, welches minimale Restwassermengen in Fliessgewässern vorschreibt, nicht gelockert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mehr Platz für Schmetterlinge&amp;#039;&amp;#039; (2003–2005)&amp;lt;br /&amp;gt;Für die drei Kampagnenjahre hatte sich Pro Natura zum Ziel gesetzt, Lebensräume für bedrohte [[Schmetterlinge|Schmetterlingsarten]] zu erhalten und zu fördern und das Wissen über Schmetterlinge in der Bevölkerung zu verbessern. Pro Natura bewahrte fünf stark bedrohte Schmetterlingsarten mit gezielten Nothilfe-Projekten vor dem Aussterben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Luchs &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; (2000–2002)&amp;lt;br /&amp;gt;Wildtiere wie der [[Eurasischer Luchs|Luchs]], der [[Wolf]] und der [[Bären|Bär]] sollten sich in der Schweiz wieder ausbreiten können. Die Kampagne diente dazu, in der Bevölkerung die Akzeptanz gegenüber grossen Beutegreifern zu verbessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volksinitiativen ===&lt;br /&gt;
[[Eidgenössische Volksinitiative «Raum für Mensch und Natur (Landschaftsinitiative)»|Landschaftsinitiative]]: Die unter der Federführung von Pro Natura 2007 lancierte [[eidgenössische Volksinitiative]] forderte, dass die Gesamtfläche der Bauzonen während 20 Jahren nicht vergrössert werden darf. Die [[Volksinitiative (Schweiz)|Initiative]] wurde 2008 mit rund 110&amp;#039;000 gültigen Unterschriften von Pro Natura und 16 weiteren Organisationen eingereicht. Als Reaktion auf die Landschaftsinitiative formulierte das [[Bundesversammlung (Schweiz)|Bundesparlament]] das [[Raumplanungsgesetz (Schweiz)|Raumplanungsgesetz]] griffiger. Zu grosse Bauzonen werden verkleinert, das Kulturland ist besser geschützt. Mehrwerte durch Einzonungen werden gerechter verteilt. Die Gemeinden müssen bei der Planung zusammenarbeiten, und bevor neues Bauland geschaffen wird, muss das bestehende besser genutzt werden. Das Schweizer Stimmvolk bestätigte das Gesetz am 3. März 2013 an der Urne mit 63 Prozent Ja deutlich. Pro Natura hatte bei der Landschaftsinitiative und bei der Abstimmung über das Raumplanungsgesetz die Führungsrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 2019 lancierte Pro Natura zusammen mit Partnerorganisationen die Biodiversitäts- und die Landschaftsinitiative. Beide Vorlagen wurden am 8. September 2022 bei der [[Bundeskanzlei]] eingereicht. Die [[Eidgenössische Volksinitiative «Gegen die Verbauung unserer Landschaft (Landschaftsinitiative)»|Landschaftsinitiative]] wurde am 15. Februar 2024 zurückgezogen, weil mit dem Raumplanungsgesetz RPG 2 ein tragfähiger Gegenvorschlag zustande kam.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pronatura.ch/de/2024/landschaftsinitiative-formeller-rueckzug-und-tatkraeftige-weiterarbeit &amp;#039;&amp;#039;Landschaftsinitiative: Formeller Rückzug und tatkräftige Weiterarbeit.&amp;#039;&amp;#039;] Pro Natura, 15. Februar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abstimmung zur [[Eidgenössische Volksinitiative «Für die Zukunft unserer Natur und Landschaft (Biodiversitätsinitiative)»|eidgenössischen Volksinitiative «Für die Zukunft unserer Natur und Landschaft (Biodiversitätsinitiative)»]] fand am 22. September 2024 statt. Dabei wurde das Volksbegehren mit 63,03 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://media.bs.ch/original_file/fbb950f5b5d9ce88d1e3e1f801f44a01e090748f/w-a-2024-09-22-schlussresultat-eidg-1.pdf |titel=Eidgenössische Abstimmung vom 22. September 2024. Schlussresultat |hrsg=Kanton Basel-Stadt |datum=2024-09-22 |format=PDF; 237&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2024-09-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Publikationen ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Naturschutz. Zeitschrift des Schweizerischen Bundes für Naturschutz = Protection de la nature.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Handbuch zur Betreuung der Schutzgebiete des SBN-Schweizerischer Bund für Naturschutz und seiner Kantonalen Sektionen.&amp;#039;&amp;#039; Basel 1988&lt;br /&gt;
* Robert Munz: &amp;#039;&amp;#039;Natur- und Heimatschutz als Aufgabe der Kantone. Eine Wegleitung zum schweizerischen Natur -und Heimatschutzrecht.&amp;#039;&amp;#039; Basel 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Jugendnaturschutz]]&lt;br /&gt;
* [[Naturschutzbund Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christine Loriol (u.&amp;amp;nbsp;a.): &amp;#039;&amp;#039;Die Stimme der Natur. 100 Jahre Pro Natura.&amp;#039;&amp;#039; Basel 2009.&lt;br /&gt;
* Ludwig Hasler (u.&amp;amp;nbsp;a.): &amp;#039;&amp;#039;La nature a la parole. 100 ans de Pro Natura.&amp;#039;&amp;#039; Genf 2009.&lt;br /&gt;
* Dieter Burckhardt: &amp;#039;&amp;#039;Die Wiege des Naturschutzes stand in Basel – Streiflichter auf Entstehung und Entwicklung des Naturschutzes in der Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Verhandlungen der [[Naturforschende Gesellschaft in Basel|Naturforschenden Gesellschaft in Basel]].&amp;#039;&amp;#039; 102. Jg., 1992, S. 3–45.&lt;br /&gt;
* Ulrich Halder: &amp;#039;&amp;#039;SBN. Eine Chance für unsere Natur. 75 Jahre Naturschutz in der Schweiz 1909–1984.&amp;#039;&amp;#039; Basel 1984.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.pronatura.ch/ Website von Pro Natura]&lt;br /&gt;
* {{HLS|7791|Naturschutz|Autor=Stephanie Summermatter}}&lt;br /&gt;
* [https://www.foei.org/en Website der Friends of the Earth International]&lt;br /&gt;
* [https://www.iucn.ch/ Website der IUCN – The World Conservation Union]&lt;br /&gt;
* [https://www.nationalpark.ch/ Website des Nationalparks]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Agrarallianz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=5208304-4|VIAF=145097357}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschutzorganisation (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verein (Basel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friends of the Earth]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vereinsgründung 1909]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;CommonsDelinker</name></author>
	</entry>
</feed>