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	<title>Pro-Drop-Sprache - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T00:10:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pro-Drop-Sprache&amp;diff=1075016&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* In den romanischen Sprachen */</title>
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		<updated>2025-01-13T23:01:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;In den romanischen Sprachen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pro-Drop-Sprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Englische Sprache|engl.]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|en|pro-drop}}&amp;#039;&amp;#039; kurz für &amp;#039;&amp;#039;pronoun dropping&amp;#039;&amp;#039;, „Auslassen eines Pronomens“) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nullsubjektsprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Linguistik]] Sprachen, in denen [[Personalpronomen|Personalpronomina]], vor allem als Subjekt finiter Sätze, systematisch nicht gesetzt werden müssen. Die [[Generative Grammatik]] erklärt diese Auslassung als die Füllung der Subjektposition durch ein unsichtbares („phonetisch leeres“) Pronomen und bezeichnet dieses mit „pro“ (immer kleingeschrieben; es steht in dieser Theorie im Kontrast zum (immer großgeschriebenen) „PRO“ als dem unsichtbaren Subjekt von Infinitivsätzen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den romanischen Sprachen ===&lt;br /&gt;
In den meisten [[Romanische Sprachen|romanischen Sprachen]] ([[Romania (Linguistik)|Romania]]) – wobei jedoch z.&amp;amp;nbsp;B. das [[Französische Sprache|Französische]] ausgenommen ist – wird in der Regel ein Pronomen in [[Subjekt (Grammatik)|Subjektposition]] nicht realisiert. Davon ausgenommen sind jedoch auch viele oberitalienische Dialekte, inklusive des [[Venetische Sprache|Venetischen]] und auch alle rätoromanischen Idiome wie das [[Friaulisch]]e, [[Ladinische Sprache|Ladinische]] oder das [[Bündnerromanisch]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
      [[Spanische Sprache|Spanisch]]:&lt;br /&gt;
      &amp;#039;&amp;#039;Lo veo&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
      es seh-1SG     = &amp;#039;Ich sehe es&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
      [[Italienische Sprache|Italienisch]]:&lt;br /&gt;
      &amp;#039;&amp;#039;Lo conosco&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
      ihn kenn-1SG   = &amp;#039;Ich kenne ihn&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
      [[Lateinische Sprache|Lateinisch]]:&lt;br /&gt;
      &amp;#039;&amp;#039;me amat&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
      mich liebt-3SG = &amp;#039;Er, sie oder es liebt mich&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schon aufgrund der [[Deutsche Sprache|deutschen]] Übersetzung zu vermuten ist, sind die gegenwärtigen [[Germanische Sprachen|germanischen Sprachen]] dagegen keine Pro-Drop-Sprachen: Die Subjektposition muss in der Regel gefüllt sein (in diesem Fall durch &amp;#039;&amp;#039;ich&amp;#039;&amp;#039;). Ausnahmen sind im Deutschen Sätze im unpersönlichen Passiv („weil gearbeitet wird“), wo kein Füllpronomen existiert; ferner kommen sie in der Umgangssprache und im [[Telegrammstil]], aber nur bei der ersten und zweiten Person Singular, vor (dann kann aber in der ersten Person das schließende „-e“ nicht wie sonst oft ausfallen): „Bin bis Ende der Woche verreist“, „Hallo, komme morgen früh um 8 Uhr am Flughafen an“. (In einem Ausnahmefall, wenn es nämlich dazu dient, ein „ich“ am Briefanfang zu vermeiden, kommt dies auch in der kaufmännischen Sprache vor.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Romanische Sprache|romanischen Sprachen]] können sich „erlauben“, Pro-Drop-Sprachen zu sein, weil die [[Flexion]]smorphologie am Verb, das obligatorisch für [[Person (Sprache)|Person]] und [[Numerus]] flektiert wird, Rückschlüsse auf das Subjekt zulässt. Wie jedoch auch am Beispiel des Deutschen zu sehen ist, besteht keine notwendige Korrelation zwischen dem [[Morphologie (Sprache)|morphologischen]] Typ einer Sprache und ihrem Verhalten in Bezug auf die Realisierung von Pronomina: Auch im Deutschen flektiert das Verb für dieselben Kategorien wie das [[Spanische Grammatik#Verb|Spanische]], dennoch ist Deutsch keine Pro-Drop-Sprache. (Im Deutschen gibt es allerdings anders als im Spanischen z.&amp;amp;nbsp;B. im Präsens keine sechs verschiedene Verbformen: 1. und 3. Person Plural sind stets identisch, bei regelmäßigen Verben auf -sen auch die 2. und 3. Person Singular.) Neuerdings spricht man hier jedoch häufiger auch von Semi-Pro-Drop-Sprachen:&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon der Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, 2000, Stichwörter Null-Subjekt-Parameter, Pro-Drop-Parameter, Semi-Pro-Drop-Sprachen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
      [[Deutsche Sprache|Deutsch]]:&lt;br /&gt;
      &amp;#039;&amp;#039;dass [pro] gelacht wurde&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
      (inhaltsloses Subjekt wird ausgelassen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prinzipiell kann gesagt werden, dass eine Sprache, die eine besonders reiche Flexionsmorphologie beim Verb hat, eher dazu neigt, eine Pro-Drop-Sprache zu sein. Das ist, wie oben erwähnt, in vielen romanischen Sprachen der Fall. Im Französischen etwa sind schon recht früh die Auslaute verstummt, weshalb etwa vier der sechs Formen des Verbes &amp;#039;&amp;#039;parler&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;sprechen&amp;#039; heute gleich klingen, nämlich [parlə]. Dies führte dazu, dass die zunächst nicht obligatorischen Subjektpronomen dazu verwendet wurden, um die Personen zu differenzieren, womit eine Unterscheidung wieder möglich war. Demgegenüber gibt es aber auch romanische Sprachen und Dialekte, die trotz ausgeprägter Verbalflexion obligatorische Subjektpronomen setzen, und zwar auch, wenn ein nominales Subjekt genannt wurde, vergleiche etwa [[Friaulische Sprache|friaulisch]] &amp;#039;&amp;#039;il pari al cjante&amp;#039;&amp;#039; ‚der Vater (er) singt‘ oder viele andere italienische Dialekte. Hier gibt es im Gegensatz zu den Pro-Drop-Sprachen eine dreifache Subjektmarkierung durch das Substantiv, das Pronomen und die Flexionsendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den slawischen Sprachen ===&lt;br /&gt;
Die meisten [[Slawische Sprachen|slawischen Sprachen]] – die innerhalb der indogermanischen Sprachen noch am konservativsten sind, was den Abbau von Flexionsmorphologie betrifft – sind auch Pro-Drop-Sprachen. Hier einige Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Tschechische Sprache|Tschechisch]]:&lt;br /&gt;
      &amp;#039;&amp;#039;Jsem student&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
      bin-1SG Student   = &amp;#039;Ich bin Student&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Slowenische Sprache|Slowenisch]]:&lt;br /&gt;
      &amp;#039;&amp;#039;Bom delal&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
      werde-1SG gearbeitet   = &amp;#039;Ich werde arbeiten&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Arabischen ===&lt;br /&gt;
Die arabische Verbkonjugation basiert im Präsens auf Präfixen und Suffixen, im Perfekt aber nur auf Suffixen. Zu beachten ist, dass nicht jedes Suffix ein Personalpronomen wiedergibt, sondern auch Numerus (hier: nur Dual, Plural), Genus (hier nur Femininum), Modus oder orthografische Regeln. (Insbesondere wird der Endung der 2.&amp;amp; 3. Person Maskulinum Plural &amp;#039;&amp;#039;-ū&amp;#039;&amp;#039; ein stummes Alif (ا) {{ArS|الألف الفارقة|d=Alif al-fāriqa|w=Abstandsalif}} eingefügt, damit das و nicht &amp;#039;&amp;#039;wa&amp;#039;&amp;#039; = „und“ gelesen wird.). Nicht alle Präfixe oder Suffixe geben das Personalpronomen immer eindeutig wieder. Insbesondere ist die Form der 2. Person Singular maskulin und die der 3. Person Singular feminin gleich: &amp;#039;&amp;#039;ta-schrabu&amp;#039;&amp;#039; = „du (m.) trinkst“ oder „sie trinkt“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser fehlenden Subjektsuffixe bei einigen Verben kommt es dennoch durch intermorphologische Unterscheidbarkeit beziehungsweise hohe Wiedererkennung zum Pro-Drop. Bestimmt man solche Verben grammatikalisch, ist stets „latent“ مستتر zu schreiben, das Subjekt wird gedacht, aus dem Kontext erschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;schariba l-waladu l-ma&amp;#039;a        --&amp;gt;  schariba l-ma&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039;         (&amp;#039;&amp;#039;schariba&amp;#039;&amp;#039;, die 3. Person Singular maskulin, ist die &amp;#039;Zitierform&amp;#039; des Verbs, da sie keine Prä- oder Suffixe enthält.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trank der Junge das Wasser       --&amp;gt;     trank (er) das Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Ya-schrab-ūna ḍ-ḍuyūfu l-ma&amp;#039;a   --&amp;gt; Ya-schrab-ūna l-ma&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
trinken die Gäste das Wasser    --&amp;gt;     trinken (sie) das Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
YA: Präfix 3. Person maskulin Präsens   YA: Präfix 3. Person maskulin Präsens  Ū: Pluralsuffix  NA: Indikativsuffix&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff stammt aus der [[Generative Grammatik|generativen Grammatik]]. Der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Pro-Drop-Parameter&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;null subject parameter&amp;#039;&amp;#039; ist einer der in der [[Prinzipien-und-Parameter-Theorie]] für die [[Universalgrammatik]] vorgeschlagenen [[Parameter (Linguistik)|Parameter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Osvaldo Jaeggli &amp;amp; Ken Safir (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Null Subject Parameter.&amp;#039;&amp;#039; Kluwer, Dordrecht 1989&lt;br /&gt;
* Nina Hyams (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Language Acquisition and the Theory of Parameters.&amp;#039;&amp;#039; Dordrecht 1986&lt;br /&gt;
* Wilko Lücht: Das Lateinische als pro-drop-Sprache. Der Gebrauch von Subjektpronomina in der römischen Komödie aus sprachtypologischer und empirischer Sicht. In: &amp;#039;&amp;#039;Glotta&amp;#039;&amp;#039; 87 (2011), S. 126–154&lt;br /&gt;
* Gereon Müller: [https://home.uni-leipzig.de/muellerg/mu64.pdf &amp;#039;&amp;#039;Pro-Drop and Impoverishment.&amp;#039;&amp;#039;] Universität Leipzig 2005.&lt;br /&gt;
* Natascha Müller; Beate Riemer: &amp;#039;&amp;#039;Generative Syntax der romanischen Sprachen: Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch.&amp;#039;&amp;#039; Stauffenburg, Tübingen 1998, ISBN 3-86057-274-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Rolf Kailuweit: [https://romanistik.uni-freiburg.de/kailuweit/downloads/Pro-drop_2006.pdf &amp;#039;&amp;#039;Pro-drop&amp;quot;, Kongruenz und &amp;quot;Optimale&amp;quot; Klitika. Ein Beschreibungsansatz im Rahmen der „ROLE AND REFERENCE GRAMMAR“.&amp;#039;&amp;#039;] In Carmen Kelling, Judith Meinschaefer, Katrin Mutz: &amp;#039;&amp;#039;Morphologie und romanistische Sprachwissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Akten der gleichnamigen Sektion beim XXIX. Deutschen Romanistentag, Saarbrücken 2005 (PDF)&lt;br /&gt;
* Irene Doval: [https://revistas.ucm.es/index.php/RFAL/article/download/37063/35869 &amp;#039;&amp;#039;Zur Frage der Grammatikalisierung der unpersönlichen Konstruktionen im Deutschen.&amp;#039;&amp;#039;] Revista de Filología Alemana 2011, vol. 19 225–246 {{ISSN|1133-0406}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Syntax]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Linguistische Typologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spanische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Italienische Sprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Grammatik| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Romanische Sprachen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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