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	<title>Pritzhagen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T05:52:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pritzhagen&amp;diff=2705508&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Komma ergänzt</title>
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		<updated>2025-09-13T20:48:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Komma ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pritzhagen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; mit dem Wohnplatz [[Tornow (Pritzhagen)|Tornow]] ist ein Ortsteil von Bollersdorf in der Gemeinde [[Oberbarnim]] im [[Brandenburg]]er [[Landkreis Märkisch-Oderland]]. Das 1300 erstmals urkundlich erwähnte Dorf liegt auf dem südöstlichen [[Barnim]] im [[Naturpark Märkische Schweiz]] und hatte 2010 rund 95 Einwohner. Verwaltet wird Pritzhagen vom [[Amt Märkische Schweiz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Landgut Pritzhagen war über Jahrhunderte im Besitz verschiedener [[Mark Brandenburg|märkischer]] Adelsfamilien. Mit denkmalgeschützten und sanierten [[Feldstein (Baumaterial)|Feldsteinbauten]] ist das Dorf Teil der [[Oberbarnimer Feldsteinroute]]. Aufgrund seiner landschaftlichen Besonderheiten wie dem [[Naturdenkmal]] [[Wurzelfichte]] am [[Sophienfließ]], Kehlen (Erosionsschluchten) wie der [[Wolfsschlucht (Märkische Schweiz)|Wolfsschlucht]] im Barnimhang zum [[Stobber]]tal oder Seen wie dem [[Großer Tornowsee|Großen]] und [[Kleiner Tornowsee|Kleinen Tornowsee]] wurde das Dorf 2007 als „Naturparkgemeinde im Naturpark Märkische Schweiz“ ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pritzhagen 13.jpg|mini|hochkant=1.3|Mit Wohnhaus, Stallgebäude, Scheune und Feldstein-Einfriedung denkmalgeschützte Hofanlage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Lage und Verkehrsanbindung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pritzhagen befindet sich auf dem südöstlichen Barnim. Die [[Gemarkung]] des Dorfs grenzt im Südwesten, weitgehend entlang des Sophienfließes, an [[Oberbarnim|Bollersdorf]] und im Nordwesten an [[Grunow (Oberbarnim)|Grunow]]. Im Norden schließt sich Ihlow an. Im Osten folgt [[Reichenberg (Märkische Höhe)|Reichenberg]], ein Ortsteil der Gemeinde [[Märkische Höhe]]. Im Süden schließt die Gemarkung den Barnimhang zum Stobbertal ein. Die Grenze verläuft hier weitgehend und von Ufer zu Ufer wechselnd entlang des Flusses, das südlich anschließende Gebiet gehört zu [[Buckow (Märkische Schweiz)|Buckow]]. In der südöstlichsten Ecke Pritzhagens liegt am Nordufer des Großen Tornowsees [[Tornow (Pritzhagen)|Tornow]], ein ehemaliges Landgut mit einem [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] von 1912, das heute in die [[Sonderpädagogik|sonderpädagogische]] „Schule am Tornowsee“ und das „Gästehaus Tornow am See“, das im Rahmen des Hotelbetriebs [[Arbeitstraining]]s- und [[Berufliche Rehabilitation]]smaßnahmen durchführt, aufgeteilt ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Viewer&amp;quot;&amp;gt;[https://bb-viewer.geobasis-bb.de/ Brandenburg-Viewer, Digitale Topographische Karten 1:10.000] (Menu anklicken)&amp;lt;/ref&amp;gt; Rund dreihundert Meter östlich von Tornow folgt am Stobber die Pritzhagener Mühle. Die 1375 erstmals erwähnte und nach ihrer Zerstörung im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] 1650 wiederaufgebaute Mühle erhielt bereits 1827 die königliche [[Schankerlaubnis]] und gilt als älteste Gaststätte der [[Märkische Schweiz|Märkischen Schweiz]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zwischen Flossen und Flügeln: 4) Pritzhagener Mühle.&amp;#039;&amp;#039; Flyer des Besucherzentrums &amp;#039;&amp;#039;Drei Eichen&amp;#039;&amp;#039;, Buckow, ohne Datum (erhalten 2011).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dorf Pritzhagen befindet sich im mittleren Ostteil der Gemarkung, nahe der Grenze zu Reichenberg und in direkter Nachbarschaft zum Reichenberger Wohnplatz Julianenhof mit dem [[Fledermaus-Museum Julianenhof]]. Im [[Straßennetz]] ist der Ort ausschließlich über eine Stichstraße zu erreichen, die von der [[Liste der Landesstraßen in Brandenburg#L 34|Landesstraße&amp;amp;nbsp;34]] über den Dorfkern Pritzhagens nach Süden bis Tornow verläuft. Die Landesstraße bindet Pritzhagen quer durch den Naturpark Märkische Schweiz nach Westen über Bollersdorf an die [[Bundesstraße 168]] und nach Nordosten über Reichenberg, [[Ringenwalde (Märkische Höhe)|Ringenwalde]] und [[Karlsdorf (Neuhardenberg)|Karlsdorf]] an die [[Bundesstraße 167]] bei [[Altfriedland]] an. Der [[Öffentlicher Personennahverkehr|Öffentliche Personennahverkehr]] fährt das Dorf nur an Schultagen an; Pritzhagen ist in den Sommermonaten an Wochenend- und Feiertagen mit der Ausflugslinie Märkische Schweiz A930 von den Bahnhöfen [[Strausberg]] oder [[Seelow]]-Gusow aus zu erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://images.vbb.de/assets/downloads/file/8434.pdf |wayback=20121021041412 |text=Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB): &amp;#039;&amp;#039;Mit und Bus Bahn ins Seenland Oder-Spree&amp;#039;&amp;#039;. |format=PDF; 6,34&amp;amp;nbsp;MB |archiv-bot=2019-05-08 05:45:40 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor allem im Südteil der Gemarkung gibt es mehrere Wanderwege, unter anderem den Poetensteig und den [[Europäischer Fernwanderweg E11|Europäischen Fernwanderweg&amp;amp;nbsp;E11]], der auf direktem Weg durch das Stobbertal nach Buckow beziehungsweise in die entgegengesetzte Richtung nach [[Neuhardenberg]] führt. Durch Pritzhagen und Tornow verläuft zudem die am 22.&amp;amp;nbsp;April 2012 eröffnete [[Oberbarnimer Feldsteinroute]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oberbarnimer-feldsteinroute.de/ Oberbarnimer Feldsteinroute.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturraum ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Zu Geomorphologie, Naturschutz, Flora und Fauna siehe ausführlich Hauptartikel [[Großer Tornowsee]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pritzhagen 08.jpg|mini|2004 sanierter Dorfanger mit Dorfteich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Theodor Fontane]] schrieb in den [[Wanderungen durch die Mark Brandenburg]] (Band&amp;amp;nbsp;2, Oderland) 1863: &amp;#039;&amp;#039;Pritzhagen bedeutet wenig, seine Berge und Schluchten jedoch bedeuten viel, selbst seine »Kehlen«.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Fontane, S. 112.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südöstliche Barnimhang ist im Bereich Pritzhagens als [[Stauchmoräne]] ausgebildet, die während der [[Saale-Komplex|saalezeitlichen]] Eisvorstöße durch eine zum Teil kräftige Stauchung (Störung) der älteren Sedimente im Untergrund des Barnim zwischen den auch heute noch besonders hoch gelegenen [[Bad Freienwalde (Oder)|Freienwalder]] Höhen (auch als [[Wriezen]]er Höhe bezeichnet) und dem Buckower Kessel entstand. Neben älteren eiszeitlichen Ablagerungen wurde großflächig Material aus dem [[Tertiär]] in die Stauchmoränen eingepresst.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Stackebrandt, Volker Manhenke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Atlas zur Geologie von Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;. Landesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe Brandenburg (heute: Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, LBGR), 2.&amp;amp;nbsp;Aufl., 142&amp;amp;nbsp;S., 43&amp;amp;nbsp;Karten, Kleinmachnow 2002, ISBN 3-9808157-0-6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das für Brandenburger Verhältnisse vergleichsweise [[Reliefenergie|reliefstarke]] Gebiet ist von tiefen Kehlen wie der Silberkehle oder der [[Wolfsschlucht (Märkische Schweiz)|Wolfsschlucht]] durchzogen. Die Silberkehle oberhalb des Großen Tornowsees erstreckt sich bis zum [[Dachsberg (Märkische Schweiz)|Dachsberg]] (106&amp;amp;nbsp;m ü.&amp;amp;nbsp;NN), dem nordwestlich der [[Krugberg]] folgt, mit 129&amp;amp;nbsp;Metern die höchste Erhebung der Märkischen Schweiz. Am Ostrand des Pritzhagener Forstes gelegen, bietet sich vom Krugberg ein freier Blick auf das östlich liegende Dorf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.maerkischeschweiz.com/naturpark/index.php?id=37 |wayback=20130307112204 |text=&amp;#039;&amp;#039;Entstehung der Landschaft&amp;#039;&amp;#039;. |archiv-bot=2022-12-29 13:28:12 InternetArchiveBot }} Naturparkverwaltung Märkische Schweiz&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Südbereich Pritzhagens ist im [[Kohärenzgebot|kohärenten]] europäischen ökologischen Netz besonderer Schutzgebiete zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen [[Natura 2000]] als [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH-Gebiet]] „Tornowseen-Pritzhagener Berge“ ausgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maerkische-schweiz.de/pages/region/naturraum/naturraum.html &amp;#039;&amp;#039;Naturraum Märkische Schweiz&amp;#039;&amp;#039;.] Lokale Aktionsgruppe Märkische Schweiz e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Steckbrief des [[Bundesamt für Naturschutz|Bundesamtes für Naturschutz]] (BfN) enthält für das 682&amp;amp;nbsp;Hektar umfassende Gebiet unter der Nummer 3450-306 folgende Beschreibung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Reich strukturierter Stauch-Endmoränenkomplex mit ausgeprägten, in historischen [[Rodung|Waldrodungsperioden]] entstandenen [[Kerbtal|Kerbtälern]], dem [[Dystrophie (Ökologie)|dystrophen]] Kleinen und dem [[Trophiesystem|eutrophen]] Großen Tornowsee, naturnahen [[Mischwald|Laubmischwäldern]] und dem naturnahen [[Sophienfließ]].&lt;br /&gt;
 |Quelle=Bundesamt für Naturschutz. Steckbrief FFH-Gebiet Tornowseen-Pritzhagener Berge.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;FFH&amp;quot;&amp;gt;{{Natura 2000|Typ=ffh |Nummer=3450-306 |Bezeichnung=Tornowseen-Pritzhagener Berge |ID=21100 |Hash=453090b2e7933baec95d1b9d0152a888|Datum=2017-03-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Unterlauf naturnahe Sophienfließ mit dem Naturdenkmal [[Wurzelfichte]] erschließt ein [[Fontaneweg#Theodor-Fontane-Wanderweg zur Wurzelfichte|Fontanewanderweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte des [[Angerdorf]]s wurde über Jahrhunderte von märkischen Adelsfamilien wie von Rutze (später Reutze genannt), [[Itzenplitz (Adelsgeschlecht)|von Itzenplitz]] und [[Oppen (Adelsgeschlecht)|von Oppen]] geprägt. Im Jahr 1540 kam das Dorf in den Besitz derer von [[Pfuel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ledebur1856&amp;quot;&amp;gt;Leopold von Ledebur: &amp;#039;&amp;#039;Adelslexikon der preussischen Monarchie&amp;#039;&amp;#039;. Rauh, 1856, S. 196–197; {{archive.org|bub_gb_taVAAAAAcAAJ|Blatt=n202}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ende des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts trieb insbesondere die Pritzhagener Gutsherrin [[Helene Charlotte von Friedland]] die Entwicklung voran. 2001 wurde Pritzhagen in die Gemeinde [[Oberbarnim]] eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ersterwähnungen und Etymologie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pritzhagen wurde, soweit bekannt, erstmals im Jahr 1300 als &amp;#039;&amp;#039;prouesthagen&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Das [[Landbuch Karls&amp;amp;nbsp;IV.]] führte den Ort 1375 als &amp;#039;&amp;#039;Probisthayn&amp;#039;&amp;#039; an. 1412&amp;amp;nbsp;wurde er als &amp;#039;&amp;#039;Probsthagen&amp;#039;&amp;#039; und 1608 als &amp;#039;&amp;#039;Prizhagen&amp;#039;&amp;#039; verzeichnet. Laut Brandenburgischem Namenbuch wurde der Name von [[Probsthain (Belgern-Schildau)|Probsthain]], einem Ortsteil des sächsischen [[Belgern-Schildau]], übertragen. Dieser Ort wurde wiederum 1201 als &amp;#039;&amp;#039;Provesteshagen&amp;#039;&amp;#039; genannt und war im Besitz des [[Kloster Petersberg (Halle)|Klosters Lauterberg]] bei [[Halle (Saale)]], sodass der erste Namensbestandteil auf &amp;#039;&amp;#039; [[Propst]] &amp;#039;&amp;#039; zurückgeführt wird. Der Anhang &amp;#039;&amp;#039;-hagen&amp;#039;&amp;#039; wird mit &amp;#039;&amp;#039;[[Hag]]&amp;#039;&amp;#039; erklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reinhard E. Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;13 der &amp;#039;&amp;#039;Brandenburgischen Historischen Studien&amp;#039;&amp;#039; im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission, be.bra Wissenschaft, Berlin 2005, ISBN 3-937233-30-X, {{ISSN|1860-2436}}, S.&amp;amp;nbsp;134, 197&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ersteintag findet sich in einer Urkunde, die in den von [[Hermann Krabbo]] und [[Georg Winter (Archivar)|Georg Winter]] bearbeiteten und 1955 neu herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause&amp;#039;&amp;#039; enthalten ist. In dieser Urkunde vom 19.&amp;amp;nbsp;November 1300 bestätigte Markgraf [[Albrecht III. (Brandenburg)|Albrecht&amp;amp;nbsp;III.]] ([[Mitregent]]) dem [[Zisterzienserinnen]]-[[Kloster Friedland]] seinen [[Kloster Friedland#Besitz|Gesamtbesitz]], darunter die beiden Tornowseen, aber nicht Pritzhagen selbst: &amp;#039;&amp;#039;[…]&amp;amp;nbsp;item stagna apud prouesthagen iacencia, scilicet magnum Tornow et paruum Tornow; […].&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Die Urkunde ist auch im [[Codex diplomaticus Brandenburgensis]] enthalten und im Internet einsehbar, siehe: [[Adolph Friedrich Riedel]]: &amp;#039;&amp;#039;Codex diplomaticus Brandenburgensis&amp;#039;&amp;#039;. Erster Hauptteil, Band XII. Berlin 1857, S.&amp;amp;nbsp;413; {{archive.org|bub_gb_Mr0KAAAAIAAJ|Blatt=n414}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1704&amp;amp;nbsp;gelangte auch Pritzhagen selbst an die „Herrschaft Friedland“, die dem 1540/46 [[Säkularisation|säkularisierten]] Kloster folgte.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Schmidt, S. 214.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eintrag im Landbuch 1375 und Entwicklung der Einwohnerzahl ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Landbuch Karls&amp;amp;nbsp;IV. war Pritzhagen 1375 mit 24&amp;amp;nbsp;[[Hufe]]n ausgestattet. Den lateinischen Eintrag im Landbuch&amp;lt;ref&amp;gt;Landbuch Karls&amp;amp;nbsp;IV., Originaleintrag, S. 75; {{archive.org|bub_gb_VAc_AAAAcAAJ|Blatt=n91}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; gibt Rudolf Schmidt wie folgt wieder:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pritzhagen 04.jpg|mini|Älteres Wirtschaftsgebäude]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Probisthagen hat 24&amp;amp;nbsp;Hufen, davon hat der Pfarrer 2. Rutze hat 9&amp;amp;nbsp;Hufen zu seinem Hof. Er ist zum Vasallendienste verpflichtet. Peter Rutze hat 5&amp;amp;nbsp;Hufen. Er ist auch zum Vasallendienst verfplichtet. An Pacht und Zins giebt jede Hufe [die im Besitz der Bauern ist] 6&amp;amp;nbsp;Sch. Weizen und Hafer. Zur Bede jede Hufe 3&amp;amp;nbsp;Sch. und ½&amp;amp;nbsp;Schock Weizen und Gerste, 1&amp;amp;nbsp;Sch. Hafer. Von den 24&amp;amp;nbsp;Kossäten giebt jeder 1&amp;amp;nbsp;Scheffel Roggen und 1&amp;amp;nbsp;Hufe. Der Krug giebt 10&amp;amp;nbsp;Schillinge. Die Mühle giebt 10&amp;amp;nbsp;Frusta. Die obere Gerichtsbarkeit und den Spanndienst haben die Rutze, die es vom Landvoigt des Markgrafen kauften.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Landbuch Karls&amp;amp;nbsp;IV. von 1375, Wiedergabe laut Rudolf Schmidt.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Text des Landbucheintrags, übersetzte Wiedergabe nach: Rudolf Schmidt, S. 211.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angaben zu den Einwohnerzahlen liegen wie folgt vor:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Fidicin]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Territorien der Mark Brandenburg oder Geschichte der einzelnen Kreise, Städte, Rittergüter, Stiftungen und Dörfer in derselben, als Fortsetzung des Landbuchs Kaiser Karl’s&amp;amp;nbsp;IV.: Geschichte des Kreises Ober-Barnim und der in demselben belegenen Städte, Rittergüter, Dörfer etc.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;2, Ausgabe&amp;amp;nbsp;2, Verlag J.&amp;amp;nbsp;Guttentag, Berlin 1858, S.&amp;amp;nbsp;94.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Schmidt, S. 223 ([http://books.google.de/books?id=KCg_AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA1&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_toc_r&amp;amp;cad=4#v=onepage&amp;amp;q=Pritzhagen&amp;amp;f=false books.google.de]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;background:#FFFFFF; width:400px; text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;background:#BBCCFF;&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 1624 || 1801 || 1840 || 1875 || 1900 || 1910 || 1925 || 1946 || 2006&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;background:#BBCCFF;&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerzahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 63 || 104 || 110 || 123 || 104 || 136 || 169 || 205 || 122&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- bitte NICHT jedes Jahr was zu finden ist aufnehmen! .. alle 5 oder 10 Jahre sollte reichen außer es ist Gravierendes passiert!--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2010 lag die Zahl bei knapp 100 Einwohnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hochmittelalter und frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Pritzhagen 02.jpg|mini|2004 sanierter Dorfanger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pritzhagen 05b.jpg|mini|Gestüt Krugberghalle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden im Landbuch als Besitzer Pritzhagens erwähnten Rutzes (später Reutze) stammten aus einer [[Altmark|altmärkischen]] Ritterfamilie, die vermutlich im Zuge der [[Deutsche Ostsiedlung|Deutschen Ostsiedlung]] aus sächsischen Gebieten auf den Barnim gekommen war. Der Barnim befand sich seit Ende des [[Teltow-Krieg und Magdeburger Krieg|Teltow- und Magdeburger Krieges]] 1245 fest in der Hand der [[Askanier|askanischen]] Markgrafen der 1156 von [[Albrecht der Bär|Albrecht dem Bären]] gegründeten Mark Brandenburg. Die Familie von Rutze, die gegen Ende des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ausstarb, besaß Pritzhagen bis&amp;amp;nbsp;1704. 1450&amp;amp;nbsp;besaßen die Rutzes 12&amp;amp;nbsp;freie Hufen. 1450 gab es nur noch sechs [[Kötter|Kossäten]] im Dorf, das wahrscheinlich in den [[Hussitenkriege]]n verwüstet worden war. 1487&amp;amp;nbsp;wurde den Brüdern Tyle, Hans und Peter Rutze Pritzhagen &amp;#039;&amp;#039;mit allen Zinsen und Renten&amp;#039;&amp;#039; als Besitz bestätigt. Zu Beginn des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts beteiligten sich Hans und Peter Rutze an Überfällen und Raubzügen. 1502&amp;amp;nbsp;ließ Kurfürst [[Joachim I. (Brandenburg)|Joachim&amp;amp;nbsp;I.]], der entschlossen und ohne Nachsicht gegen das sogenannte [[Raubritter]]tum vorging, Hans Rutze hinrichten; sein Bruder kam mit einer Unterwerfungserklärung und Geldstrafe frei. Nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] (1618–1648) lagen von 16 im Kriegsschädenprotokoll vermerkten Hufen 3 und von 7&amp;amp;nbsp;Kossätenhöfen 2 wüst. Noch 1678 waren mehrere Felder, Höfe sowie der [[Krugrecht|Krug]] als wüst verzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach mehreren weiteren Eigentümern der Familie ging das Gut 1653 an Anthon Gideon von Reutz, den letzten Rutze, der sich mit großem Engagement bemühte, das Dorf und Gut wieder in Ordnung zu bringen. 1670 ließ von Reutz, der sehr wahrscheinlich auf [[Tornow (Pritzhagen)#Haus Tornow am See|Haus Tornow]] über dem Großen Tornowsee residierte, beispielsweise umfangreiche [[Melioration]]smaßnahmen im Bereich der Seen durchführen. Er initiierte den [[Wolfsschlucht (Märkische Schweiz)#Töpfergraben und Hopfenanbau|Hopfenanbau zwischen der Wolfsschlucht]] und dem Kleinen Tornowsee. Zudem wurde Wein und Tabak angebaut. Sein einziger Sohn Carl Friedrich starb bereits 1676, sodass Pritzhagen nach dem Tod Anthon Gideons 1704 an den Landesherren [[Friedrich I. (Preußen)|Friedrich&amp;amp;nbsp;I.]] fiel. Seine am 15.&amp;amp;nbsp;August 1682 geborene Tochter Sophie Eleonore heiratete ein Mitglied der altmärkischen Adelsfamilie [[Barfus|von Barfus]]. Friedrich&amp;amp;nbsp;I. übereignete das Gut Pritzhagen noch 1704 für 7400 [[Taler]] an seinen Halbbruder [[Albrecht Friedrich von Brandenburg-Schwedt]], der 1711 auch die Herrschaft Friedland übernahm;&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Schmidt. S. 211–217, 220.&amp;lt;/ref&amp;gt; seit dieser Zeit verblieb Pritzhagen bis in das 20. Jahrhundert unter der Herrschaft [[Altfriedland|Friedlands]]. Albrecht Friedrich, kurbrandenburgisch-preußischer [[Generalleutnant]] und [[Johanniterorden#Allgemeiner Aufbau und Struktur|Herrenmeister]] des [[Johanniterorden]]s, und sein Sohn und Nachfolger [[Karl Friedrich Albrecht von Brandenburg-Schwedt|Carl Albrecht von Brandenburg-Sonnenburg]] ließen das Dorf &amp;#039;&amp;#039;in Arrende&amp;#039;&amp;#039; (Pachtform) von sogenannten Arrendatoren verwalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Kaak (Historiker)|Heinrich Kaak]]: [http://books.google.de/books?id=087DU8g8pPMC&amp;amp;pg=PA208&amp;amp;lpg=PA208&amp;amp;dq=Burgwall+Herrschaft+Friedland&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=c8Y9gpZ6yB&amp;amp;sig=oNvSGRrE7s0VjKtFXKOf_cBlBN4&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=U4ISUMvKAcXzsgbv24GYCQ&amp;amp;ved=0CEIQ6AEwAjgK#v=onepage&amp;amp;q=Burgwall%20Herrschaft%20Friedland&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Herrschaftsvermittlung in der Frühen Neuzeit. Die Amtspächter der Markgrafen von Brandenburg-Sonnenburg in Quilitz und Friedland zwischen 1699 und 1762.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Herrschaft. Machtentfaltung über adligen und fürstlichen Grundbesitz in der frühen Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg.: [[Martina Schattkowsky]], Heinrich Kaak. Band&amp;amp;nbsp;4 der &amp;#039;&amp;#039;Potsdamer Studien zur Geschichte der ländlichen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien&amp;amp;nbsp;2003, ISBN 978-3-412-05701-5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zeit Pritzhagens als Arrendedorf währte bis&amp;amp;nbsp;1788.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Trennung von Gut und Gemeinde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1788 ging die Herrschaft Friedland und damit auch Pritzhagen an [[Helene Charlotte von Friedland]], Tochter des preußischen Generalmajors [[Hans Sigismund von Lestwitz]] und der Catharina Charlotte [[Tresckow (Adelsgeschlecht)|von Tresckow]]. Mit ihrer Tatkraft, ihrem Organisations- und Erziehungstalent und mit ihrer Fähigkeit, Bauern zu Verwaltern, Förstern und Jägern heranzubilden, ging sie als „Frau von Friedland“ in die Geschichte ein. Die [[Carpinion betuli|Traubeneichen-Hainbuchen]]-[[Winter-Linde|Winterlinden-Wälder]] auf den einst kahlen Hügeln im Pritzhagener Forst gehen auf ihre [[Forstwirtschaft|waldwirtschaftlichen]] Maßnahmen zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maerkische-schweiz.de/pages/region/gemeinden/pritzhagen.html Lokale Aktionsgruppe Märkische Schweiz e.&amp;amp;nbsp;V.: &amp;#039;&amp;#039;Pritzhagen&amp;#039;&amp;#039;.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter ihrer Verwaltung erfolgte 1791 infolge der [[Bauernbefreiung]] die Separation zwischen Gut und Gemeinde. Für die Überlassung des Ackerlandes verpflichteten sich die Bauern zu genau festgelegten Diensten und Abgaben. In einem [[Rezess]] vom 24.&amp;amp;nbsp;April 1834 wurde die Dienstpflicht der Kossäten gegen eine Zahlung von je&amp;amp;nbsp;125 [[Reichstaler]]n an die Herrschaft aufgehoben. 1800&amp;amp;nbsp;gab es im Dorf und Gut 6&amp;amp;nbsp;Ganzkossäten, 1&amp;amp;nbsp;[[Büdner]], 6&amp;amp;nbsp;[[Einlieger]], Krug, [[Wassermühle]], ein entfernt liegendes Forsthaus für 1100&amp;amp;nbsp;Morgen Holz, 16&amp;amp;nbsp;Feuerstellen (historisch statistische Bezeichnung für Wohnhaus) mit 104&amp;amp;nbsp;Einwohnern sowie insgesamt 22&amp;amp;nbsp;Hufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Schmidt, S. 220–223.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 vererbte Helene Charlotte von Friedland ihren gesamten Besitz ([[Kunersdorf (Bliesdorf)|Kunersdorf]], Friedland, Bollersdorf, Pritzhagen) an ihre Tochter [[Henriette Charlotte von Itzenplitz]]&amp;amp;nbsp;(1772–1848), die 1792 den Grafen [[Peter Alexander von Itzenplitz]] geheiratet hatte. 1848&amp;amp;nbsp;übernahm Staatsminister [[Heinrich Friedrich von Itzenplitz|Graf Heinrich August von Itzenplitz]] den Besitz und vererbte ihn an seine Tochter Gräfin Luise, seit 1867 mit Karl [[von Oppen (Adelsgeschlecht)|von Oppen]] verheiratet (Gräfin Luise von Oppen, 1839–1901). Zwischen 1883 und 1909 verwaltete Gräfin [[Charlotte Clementine von Itzenplitz|Charlotte von Itzenplitz]], von 1867 bis 1916 Vorsitzende des [[Vaterländischer Frauenverein|Vaterländischen Frauenvereins]] und [[Ordenskapitel|Kapitelsdame]] des [[Louisenorden]]s, das Erbe Bollersdorf und Pritzhagen. 1908&amp;amp;nbsp;verkaufte Luise ihre Besitzungen an ihren Neffen, den Rittmeister Wilhelm von Oppen, der 1912 in [[Tornow (Pritzhagen)#Vom Herrenhaus zum Kinderheim|Tornow ein neues Herrenhaus]] errichten ließ. 1928&amp;amp;nbsp;wurde das Gut mit der Gemeinde Pritzhagen vereinigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tafel&amp;quot;&amp;gt;[[:Datei:Infoschild Pritzhagen Oberbarnimer Feldsteinroute.jpg|Informationstafel der Oberbarnimer Feldsteinroute zur Geschichte Pritzhagens vor der Dorfkirche, aufgestellt 2012.]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.haus-tornow-am-see.de/das-haus/geschichte.html Haus Tornow am See: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Enteignung in der DDR-Zeit und Pritzhagen im 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Landwirtschaft in der DDR|Bodenreform]] ließ die Sowjetische Militäradministration in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] (SBZ) 101&amp;amp;nbsp;Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche enteignen und aufteilen. Nach der sogenannten „Kollektivierungsphase“ der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] mit dem staatlich organisierten Zusammenschluss von privaten Betrieben zu genossenschaftlichen Großbetrieben wurde 1969 die [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft]]&amp;amp;nbsp;(LPG) Bollersdorf mit der Feldbaubrigade Pritzhagen gegründet. Nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] 1990 wurde die LPG aufgelöst. Seit dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden &amp;#039;&amp;#039;Bollersdorf/Pritzhagen, Klosterdorf&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Grunow&amp;#039;&amp;#039; zur Gemeinde [[Oberbarnim]] ist Pritzhagen Teil dieser Gemeinde. 2004 erfolgte eine umfassende Sanierung des Dorfangers mit dem Dorfteich und den einfassenden Feldsteinmauern wie auch der Feldsteineinfriedungen der Gehöfte in der Ortsmitte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tafel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pritzhagen 06.jpg|mini|Feldsteineinfriedung am Dorfanger]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pritzhagen 14.jpg|mini|Teil der denkmalgeschützten Hofanlage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Nutzung der schweren, durch den weiten Transport aus Skandinavien abgerundeten Feldsteine […] zur Einfriedung von Weiden, Hütungen und Siedlungen dürfte die ursprüngliche profane Nutzung des Gesteinsmaterials gewesen sein. Es wurde sortiert ohne Bindemittel zweiseitig zu einer natürlichen Trockenmauer aufgeschichtet, Zwischenräume mit kleinen Steinen ausgefüllt. Später wurden die Feldsteine aufgemauert, meist der Größe nach von Groß nach KLein. Die in Pritzhagen angewendete Bauweise der Feldsteinmauern spricht für eine Anlage im 18. Jahrhundert. Bemerkenswert sind die großen bäuerlichen Gebäude, die in bewährter Zwickelbauweise errichtet wurden. Die zwischen den aufgemauerten gespaltenen Feldsteinen entstandenen Hohlräume wurden mittels Gesteinssplittern ausgefüllt und so das Mauerwerk stabilisiert. Die Farbenvielfalt der Tiefengesteine Skandinaviens wurde als Außenschmuck bewusst eingesetzt.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Informationstafel der Oberbarnimer Feldsteinroute, 2012.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tafel&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 erhielt Pritzhagen die Auszeichnung als „Naturparkgemeinde im Naturpark Märkische Schweiz“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tafel&amp;quot; /&amp;gt; 2008 wurde die Krugberghalle in einem seit dreißig Jahren bestehenden [[Gestüt]] und [[Pferdezucht]]betrieb eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.reiten-in-berlin.de/news/archiv/detailansicht/30-jahre-deckstelle-pritzhagen.html |wayback=20160304102414 |text=Reiten in Berlin und Brandenburg: &amp;#039;&amp;#039;30 Jahre Deckstelle Pritzhagen&amp;#039;&amp;#039;. |archiv-bot=2019-05-08 05:45:40 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baudenkmäler ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hauptartikel: [[Dorfkirche Pritzhagen|Feldsteinkirche Pritzhagen]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Feldsteinkirche]] am Dorfanger stammt aus dem 14./15. Jahrhundert. Der rechteckige, komplett verputzte Bau wurde im 18. Jahrhundert stark verändert und hat einen eingezogenen quadratischen Westturm, der 1841 als Ersatz für den hölzernen Turm geschaffen wurde. Die gemauerte und verputzte [[Mensa (Altar)|Altarmensa]] geht wahrscheinlich auf das 18. Jahrhundert, der hölzerne [[Altarretabel|Altaraufsatz]] mit seitlichen [[Akanthus (Ornament)|Akanthuswangen]] auf die Jahre 1730/40 zurück. Links vom Altar befindet sich eine hölzerne [[Taufe]], auch die [[Kanzel]] ist hölzern gefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.pfarrsprengel-haselberg.ekbo.de/1063373/ |wayback=20131227162743 |text=Evangelische Kirchengemeinden im Pfarrsprengel Haselberg: &amp;#039;&amp;#039;Historische Informationen zur Dorfkirche Pritzhagen&amp;#039;&amp;#039;. |archiv-bot=2019-05-08 05:45:40 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maerkische-schweiz.de/pages/region/sehenswuerdig/kirchen/feldpritzhagen.html &amp;#039;&amp;#039;Feldsteinkirche Pritzhagen&amp;#039;&amp;#039;.] Lokale Aktionsgruppe Märkische Schweiz e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die – wie Fontane sie nannte&amp;lt;ref&amp;gt;Theodor Fontane: &amp;#039;&amp;#039;Schlusswort.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wanderungen durch die Mark Brandenburg in 8&amp;amp;nbsp;Bänden.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;4 &amp;#039;&amp;#039;Spreeland&amp;#039;&amp;#039;. [[Gotthard Erler]], Rudolf Mingau (Hrsg.). Aufbau-Verlag, Berlin 1997, ISBN 3-7466-5704-0, S.&amp;amp;nbsp;443 ([https://www.textlog.de/41654.html Das &amp;#039;&amp;#039;Schlusswort&amp;#039;&amp;#039;] im Textlog).&amp;lt;/ref&amp;gt; – [[Itzenplitz (Adelsgeschlecht)|Itzenplitz]]e überwiegend im [[Erbbegräbnis der Familie von Lestwitz-Itzenplitz]] in Kunersdorf bestattet sind, befindet sich die denkmalgeschützte [[Charlotte Clementine von Itzenplitz#Grabstätte|Grabstätte von Charlotte Gräfin von Itzenplitz]] direkt an der südlichen Außenmauer der Pritzhagener Kirche. In der Lindenstraße 12 steht zudem eine Hofanlage, bestehend aus Wohnhaus, Stallgebäude und Scheune mitsamt der straßenseitigen Einfriedung unter Schutz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Quelle Denkmalliste Brandenburg|MOL}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gastronomie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gaststätte Pritzhagener Mühle an der Stobber.jpg|mini|Gaststätte &amp;#039;&amp;#039;Pritzhagener Mühle&amp;#039;&amp;#039; an der [[Stöbber|Stobber]] im Winter.]]&lt;br /&gt;
Abseits der eigentlichen Ortschaft liegt an der Stobber romantisch Fischgaststätte und Café &amp;#039;&amp;#039;Pritzhagener Mühle.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Klaus Neitmann]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Historisches Ortslexikon für Brandenburg – Teil VI – Barnim&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Bearbeitet von [[Lieselott Enders]] unter Mitarbeit von Margot Beck&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs (Staatsarchiv Potsdam) – Band 16&lt;br /&gt;
   |WerkErg=Begründet von [[Friedrich Beck (Archivar)|Friedrich Beck]]&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag Klaus-D. Becker&lt;br /&gt;
   |Ort=Potsdam&lt;br /&gt;
   |Datum=2011&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-941919-83-9&lt;br /&gt;
   |Seiten=422 ff}}&lt;br /&gt;
* [[Theodor Fontane]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Große und Kleine Tornow-See.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Wanderungen durch die Mark Brandenburg]] in 8&amp;amp;nbsp;Bänden.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;2 &amp;#039;&amp;#039;Oderland&amp;#039;&amp;#039;. [[Gotthard Erler]], Rudolf Mingau (Hrsg.), Aufbau-Verlag, Berlin&amp;amp;nbsp;1997, ISBN 3-7466-5702-4, S.&amp;amp;nbsp;111–114 ([https://www.textlog.de/40468.html Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Der Große und Kleine Tornow-See&amp;#039;&amp;#039; im Textlog]).&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Schmidt (Journalist)|Rudolf Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Herrschaft Friedland: Nachrichten zur Geschichte von [[Altfriedland|Alt-]] und [[Neufriedland]], [[Gottesgabe (Neuhardenberg)|Gottesgabe]], [[Karlsdorf (Neuhardenberg)|Carlsdorf]], [[Neutrebbin|Kleinbarnim]], [[Grube (Neutrebbin)|Grube]], [[Letschin|Sietzing]], [[Wuschewier]], [[Wriezen|Lüdersdorf]], [[Wriezen|Biesdorf]], [[Falkenberg (Mark)|Gersdorf]], [[Batzlow]], [[Ringenwalde (Märkische Höhe)|Ringenwalde]], [[Oberbarnim|Bollersdorf]], Pritzhagen, [[Kunersdorf (Bliesdorf)|Cunersdorf]], [[Neutrebbin|Burgwall]], [[Metzdorf (Bliesdorf)|Metzdorf]], [[Neutrebbin|Horst]], [[Neutrebbin|Wubrigsberg]]&amp;#039;&amp;#039;. Schriftenreihe &amp;#039;&amp;#039;Oberbarnimer Heimatbücher&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;7, hrsg. vom Kreisausschuss Oberbarnim, Bad Freienwalde (Oder) 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Topographische Freizeitkarte 1:25.000 Märkische Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg, Potsdam Ausgabe 2009, ISBN 978-3-7490-4070-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Oberbarnim}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52/35/24|EW=14/06/14|type=city|region=DE-BB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Oberbarnim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Märkisch-Oderland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturpark Märkische Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rittergut in Brandenburg|Pritzhagen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1961]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Landkreis Märkisch-Oderland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1300]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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