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	<title>Prischwitz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Prischwitz&amp;diff=1503826&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;J budissin am 14. März 2026 um 14:22 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-14T14:22:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil = Prischwitz&lt;br /&gt;
| Alternativname = Prěčecy&lt;br /&gt;
| Gemeindename = Göda&lt;br /&gt;
| Ortswappen = &lt;br /&gt;
| Breitengrad = 51/12/23.71/N&lt;br /&gt;
| Längengrad = 14/18/16.20/E&lt;br /&gt;
| Bundesland = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe = 175 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug = NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 2.093&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/141581 |titel=Gemarkung Prischwitz, Gemeinde Göda |werk=GEOindex |abruf=2026-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner             = {{Metadaten Einwohnerzahl Göda}}&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum = {{Metadaten Einwohnerzahl Göda|DAT=1}}&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle      = &amp;lt;ref&amp;gt;Angaben der Gemeindeverwaltung Göda&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum   = 1994-03-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1 = 02633&lt;br /&gt;
| Vorwahl1 = 035937&lt;br /&gt;
| Bild = Fotothek df rp-a 0630028 Göda-Prischwitz. Brücke über das Schwarzwasser.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung = Das Schwarzwasser in Prischwitz&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Göda Prischwitz Aerial.jpg|mini|Luftbild]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prischwitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{wenS}} {{Audio|Prěčecy.ogg|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prěčecy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;}}, ist ein Dorf in der [[Oberlausitz]] und [[Ortsteil]] der Gemeinde [[Göda]] im Zentrum des [[Sachsen|ostsächsischen]] [[Landkreis Bautzen|Landkreises Bautzen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://daten.verwaltungsportal.de/dateien/legalframework/4/9/9/2/8/Hauptsatzung_2024.pdf |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;2 |werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Göda |format=PDF;&amp;amp;nbsp;100&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2026-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Prischwitz gehört seit 1994 zur Gemeinde Göda, die westlich an [[Bautzen]] grenzt und im [[Sorbisches Siedlungsgebiet|sorbischen Siedlungsgebiet]] liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Geographische Lage ===&lt;br /&gt;
Der Ort liegt in der [[Oberlausitz]] und wird von den Ortschaften [[Muschelwitz]] im Nordosten, [[Döbschke]] im Südosten, [[Pietzschwitz]] im Süden, [[Zischkowitz]] im Südwesten, [[Liebon]] im Westen und [[Zscharnitz]] im Nordwesten umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geomorphologie ===&lt;br /&gt;
Das Relief ist wellig und weist eine [[Abdachung]] nach Norden auf. Die sächsische [[Naturraum]]gliederung ordnet den Landstrich dem &amp;#039;&amp;#039;[[Oberlausitzer Gefilde]]&amp;#039;&amp;#039; zu. Es handelt sich dabei um einen Teil der Naturregion &amp;#039;&amp;#039;[[Sächsisches Lössgefilde]]&amp;#039;&amp;#039;, die in der Gegend von Prischwitz nur noch eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 15 Kilometern aufweist und sich nach Osten hin weiter verschmälert. Nördlich grenzt das relativ ebene [[Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet]] an, südlich das [[Oberlausitzer Bergland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Čornica – renaturěrowanje 2023-08-25 04.jpg|mini|Renaturierung des Schwarzwassers zwischen Prischwitz und Muschelwitz (2023)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Formenschatz entstand überwiegend im [[Quartär (Geologie)|Quartär]] insbesondere unter dem Einfluss der letzten [[Eiszeitalter|Eiszeiten]]. Er beinhaltet unter anderem Rinnen, Muldentäler und Lößplatten und -rücken. Prischwitz liegt im Tal des [[Hoyerswerdaer Schwarzwasser|Schwarzwassers]] zu beiden Seiten des Flüsschens, welches zum Einzugsgebiet der [[Elbe]] gehört und hier seit den 1970er Jahren weitgehend reguliert ist. 2023 wurde der Flussabschnitt zwischen Prischwitz, Sollschwitz und Dreikretscham aufwendig renaturiert. Im Ort befindet sich seit 1907 ein [[Pegel (Wasserstandsmessung)|Pegel]], nach welchem die Hochwasserwarnungen und -entwarnungen durch das Schwarzwasser für die Gemeinde Göda herausgegeben werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pegel&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/wasser/download/Zustellungsplan_SP.pdf |titel=Zustellungsplan für Hochwassernachrichten |format=PDF |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140106052228/http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/wasser/download/Zustellungsplan_SP.pdf |archiv-datum=2014-01-06 |abruf=2014-01-06 |archiv-bot=2019-05-08 05:37:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pegel2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/13700/documents/19164 |titel=Hydrologisches Handbuch. Teil 1: Pegelverzeichnis |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140106043626/https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/13700/documents/19164 |archiv-datum=2014-01-06 |abruf=2014-01-06 |archiv-bot=2019-05-08 05:37:51 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Die jüngsten Ablagerungen sind [[Auensediment|Auensedimente]] des Schwarzwassers, welche sich in der Tiefelinie von dessen Tal finden lassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geol&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/geologie/27263.htm |titel=Geol. Übersichtskarte des Freistaates Sachsen |abruf=2014-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie setzen etwa 350&amp;amp;nbsp;m nordwestlich der Autobahnunterführung (K7278) zwischen Prischwitz und Pietzschwitz ein. Ihr Alter dürfte [[holozän]] sein. Im Westen und Norden steht [[Löß|Löß bzw. Lößlehm]] an, welcher unter den [[Periglazial|periglazialen]] Bedingungen der letzten beiden Eiszeiten gebildet wurde. Im Süden und Osten finden sich Schmelzwasserablagerungen des sich zurückziehenden Eises der [[Elsterkaltzeit]]. Das Prischwitzer Gebiet wurde von den Eismassen der Elster- und der [[Saalekaltzeit]] bedeckt. Diese aus geologischer Sicht sehr jungen [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimente]] überlagern einen [[Cadomische Orogenese|cadomisch-]][[Kambrium|kambrischen]] [[Granodiorit]]. Diese Lagerverhältnisse kennzeichnen eine ausgeprägte [[Schichtlücke]] zwischen dem Kambrium und dem Quartär, welche in dieser Form erst mit den Abtragungsvorgängen der Eiszeiten entstanden ist. Der Granodiorit wurde früher in einem Steinbruch im Ort gewonnen, dieser ist jedoch heute völlig zugewachsen und nur noch als steile Geländekante erkennbar. Zwischen Prischwitz und Liebon wird ein [[Bentonit|Bentonitvorkommen]] vermutet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geol2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/geologie/26960.htm |titel=Karte oberflächennaher Rohstoffe 1 : 50.000 (KOR 50) |abruf=2014-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Die Region liegt in der kühlgemäßigten Übergangszone zwischen Ozeanischem und Kontinentalem Klima (nach [[Carl Troll|Troll]] und Paffen) bzw. der gemäßigten Klimazone mit Übergangsklima nach [[Ernst Neef|Neef]]. Die [[Jahresmitteltemperatur]] von 8,5&amp;amp;nbsp;°C für Bautzen dürfte derjenigen von Prischwitz etwa entsprechen. Dabei ist der Juli mit durchschnittlich 18,2&amp;amp;nbsp;°C der wärmste und der Januar mit −1,2&amp;amp;nbsp;°C der kälteste Monat. Bei einer entsprechenden Großwetterlage können, durch einströmende kalte Luft aus dem [[Böhmisches Becken|Böhmischen Becken]], auch Temperaturen bis −15&amp;amp;nbsp;°C erreicht werden. Im Volksmund wird dieses Phänomen „Böhmischer Wind“ genannt. Der mittlere Jahresniederschlag liegt, bedingt durch den [[Regenschatten]] des Oberlausitzer Berglandes, zwischen 670 und 690&amp;amp;nbsp;mm. Damit ist das Gebiet relativ Niederschlagsarm. Der niederschlagsreichste Monat ist im langjährigen Mittel der Juli mit 80 bis 90 mm, der niederschlagsärmste Monat ist der Januar mit etwa 40&amp;amp;nbsp;mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vegetation ===&lt;br /&gt;
Die [[potentielle natürliche Vegetation]] besteht im Schwarzwasser-Tal aus Traubenkirschen-Erlen-Eschenwald, auf den Lößflächen aus typischem Hainbuchen-Traubeneichenwald und in den Rinnen der Lößflächen aus Waldziest-Hainbuchen-Stieleichenwald.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VegP&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/24728.htm |titel=Potentielle Natürliche Vegetation in Sachsen |abruf=2014-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die vorhandene Vegetation beschränkt sich auf einige kleine Waldstücke, welche überwiegend an den landwirtschaftlich nicht nutzbaren Hängen der Rinnen liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fauna ===&lt;br /&gt;
Im Raum Prischwitz kommen mindestens zwei [[Fledermäuse|Fledermausarten]] vor, eine davon ist das [[Großes Mausohr|Große Mausohr]] (Myotis myotis),&amp;lt;ref name=&amp;quot;wind1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://u.jimdo.com/www31/o/s739f2d38d6c8866b/download/m84f6cce456f3161b/1353238684/Anlage_6_Dietz_Stellungnahme_Windenergieanlagen.pdf |titel=Gutachterliche Stellungnahme zum Einfluss von Windenergieanlagen auf Fledermäuse |format=PDF; 142&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2014-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die andere der [[Großer Abendsegler|Große Abendsegler]] (Nyctalus noctula).&amp;lt;ref name=&amp;quot;wind2&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|Ein belastbarer Beleg für das Vorkommen des Große Abendsegler in Prischwitz fehlt.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Einwohnerentwicklung in Prischwitz&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hov.isgv.de/Prischwitz |titel=Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen |abruf=2008-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GSM&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Chronik der Schule zu Muschelwitz – zum 50jährigen Jubiläum und Heimatfest |Datum=1934-07-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;GÖ&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Gemeindeverwaltung Göda |Titel=Göda – tausendjährig. Festschrift zum Jubiläum |Auflage=2. |Ort=Bautzen |Datum=2006 |ISBN=3-936758-36-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1580 ||align=right| 10 Bauern, 1 [[Häusler]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1730 ||align=right| 8 Bauern, 1 Kleinbauer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1777 ||align=right| 8 Bauern, 2 Häusler&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1834 ||align=right| 113&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 ||align=right| 121&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1890 ||align=right| 148&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910 ||align=right| 121&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 ||align=right| 132&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1936 ||align=right| 320&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 ||align=right| 317&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1946 ||align=right| 394&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950 ||align=right| 486 (Gemeinde) / 211 (Dorf)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1964 ||align=right| 750&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990 ||align=right| 617&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Slawen|frühslawischer]] Zeit existierte an der Stelle des heutigen Ortes wahrscheinlich ein [[Burgward]], an den heute nur noch der Flurname &amp;#039;&amp;#039;Ratkow&amp;#039;&amp;#039; (= „Burgplatz“) erinnert. Auch das spätslawische Gräberfeld zwischen Liebon und Zscharnitz belegt, dass Prischwitz im alten slawischen Siedlungsland liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ersterwähnung erfolgte 1292, als das Bistum Meißen durch Bischof [[Withego von Furra|Withego I.]] in finanzielle Not geraten war und daher am 1.&amp;amp;nbsp;November 1292 die Dörfer „Prischewicz“ (Prischwitz) und „Luthewicz“ ([[Leutwitz]]) für 234 Mark an die [[Äbtissin]] Elisabeth und das [[Kloster St. Marienstern]] verkaufte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Knothe&amp;quot;&amp;gt;[[Hermann Knothe]]: &amp;#039;&amp;#039;Urkundliche Geschichte des Jungfrauenklosters Marienstern Cisterzienserordens in der Königl. Sächs. Oberlausitz.&amp;#039;&amp;#039; Dresden 1871, S. 22 ([https://digital.slub-dresden.de/werkansicht?tx_dlf%5Bid%5D=81028&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=30 Digitalisat SLUB Dresden]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Das 1228/1241 in der [[Oberlausitzer Grenzurkunde]] genannte „Prisez“ hatte [[Alfred Meiche]] aus philologischen Gründen als Prischwitz gedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Alfred Meiche]] |Titel=Die Oberlausitzer Grenzurkunde vom Jahre 1241 und die Burgwarde Ostrusna, Trebista und Godobi |Sammelwerk=[[Neues Lausitzisches Magazin]] |Band=84 |Datum=1908 |Seiten=145-251 |Fundstelle=hier S. 217 |Online=https://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/477440/169}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Anschluss an Max Jäneckes historisch-geografische Untersuchungen&amp;lt;ref&amp;gt;Max Jänecke, Die Oberlausitzer Herrschaften. Leipzig 1923 / Görlitz 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; ordnet [[Gerhard Billig]] den Ort jedoch dem Dorf Prietitz zu, das heute nach [[Elstra]] eingemeindet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Billig: &amp;#039;&amp;#039;Die Burgwardorganisation im obersächsisch-meissnischen Raum&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1989, S. 153&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem folgt auch das Historische Ortsverzeichnis von Sachsen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://hov.isgv.de/Prietitz Prietitz im Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1381 wurde Prischwitz nach Göda eingepfarrt, wobei der damalige [[Zehnt|Kirchenzehnt]] 19 [[Alte Maße und Gewichte|Schock]] Getreide betrug. Außer dieser Steuer mussten weitere Abgaben und Frondienste an das Kloster gezahlt werden, die aber moderat waren, da es viele Besitzungen hatte. Eine Besonderheit war der „Honigzins“ von jährlich 31 Eimern, die durch [[Zeidlerei]] erbracht wurden. Das Kloster setzte auch den Richter für kleinere Rechtsfälle und dessen Schöffen ein, in andere Fällen hatte es selbst die Obergerichtsbarkeit. Prischwitz liegt an der einstigen [[Alte Straße|Alten Straße]], einem Abschnitt der [[Via Regia]], die von [[Breslau]] über [[Görlitz]], [[Bautzen]], [[Kamenz]] nach [[Leipzig]] führte. Dadurch war der Ort an den größten Handelsweg Mitteldeutschlands und damit an den Verkehr zwischen [[Schlesien]] und dem Westen des [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reichs]] angeschlossen. Schon 1374 und 1382 wird im Zinsregister von St. Marienstern eine Mühle erwähnt, die bis 1967 in Betrieb war. Der [[Hussitenkriege|Hussitensturm]] 1429 zog den Ort und das Kloster in Mitleidenschaft.&lt;br /&gt;
Spätestens seit 1725 bestand auf der Alten Straße eine Reit- und Fahrpostlinie, eventuell mit Halt in Prischwitz, an die noch das Fragment eines [[Kursächsische Postmeilensäule|Kursächsischen Viertelmeilensteines]] von 1725 an der S&amp;amp;nbsp;100 in Richtung [[Bloaschütz]] erinnert. In den Jahren 1832 bis 1834 begann die Ablösung der Dienste, 1856 wurde die klösterliche Gerichtsbarkeit aufgehoben. Danach war das Dorf eine Landgemeinde im Landgerichtsbezirk Bautzen. Am 1. April 1936 wurden [[Muschelwitz]] und [[Sollschwitz (Göda)|Sollschwitz]] nach Prischwitz eingemeindet. Seit 1994 gehört Prischwitz und ihm untergeordneten Dörfer zur Gemeinde Göda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Statistik über die [[Sorben|sorbische Bevölkerung]] in der Oberlausitz ermittelte [[Arnošt Muka]] in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts  131 Einwohner, davon waren 117 Sorben (89 %) und 14 Deutsche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muka&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Tschernik |Titel=Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1954 |Seiten=58}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Ernst Tschernik]] zählte 1956 in der Gemeinde Prischwitz (mit Muschelwitz und Sollschwitz) einen sorbischsprachigen Bevölkerungsanteil von nur noch 13,4 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tschernik&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ludwig Elle]] |Titel=Sprachenpolitik in der Lausitz |Verlag=Domowina-Verlag |Ort=Bautzen |Datum=1995 |Seiten=244}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute wird in Prischwitz kaum noch Sorbisch gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des [[20. Jahrhundert]]s siedelte sich verschiedene Gewerbe an, darunter Brauerei, Molkerei, Schmiede, Stellmacherei, Sattlerei, Uhrmacher, Installateur sowie Gast- und Textilgewerbe. Heute besteht nur noch die Schmiede. Seit 1963 war Prischwitz der offizielle Betriebssitz einer Außenstelle des VEB Meliorationsbau [[Dresden]], der am 1. Mai 1990 privatisiert und unter Treuhandverwaltung gestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Liste der Kulturdenkmale in Göda]] enthält unter anderem eine historische Steinbogenbrücke, die alte Mühle (Nr. 8) und ein altes Fachwerkhaus in Prischwitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsstruktur und Landnutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Prischwitz 1804.JPG|mini|Sächsisches Meilenblatt von 1804, Norden ist rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Siedlung Prischwitz handelt es sich um einen erweiterten Rundweiler mit Blockflur. Diese ursprüngliche Struktur lässt sich ansatzweise noch auf dem Meilenblatt von 1804 erkennen. Die dominante Gehöftform ist der [[Vierseithof]], dazu kommen noch einigen einzelne Häuser und ein [[Dreiseithof]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Landnutzung beschränkt sich auf Grund der guten Böden weitgehend auf die Landwirtschaft. Früher gab es noch vereinzelt die Jagd, wobei dazu bestimmte Flächen von ihren jeweiligen Eigentümern verpachtet wurden. Prischwitz gehört zum Revier 16 [[Burkau]] des Forstbezirks Oberlausitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Die [[Bundesautobahn 4]] verläuft direkt südlich des Ortskerns, wobei die beiden nächstgelegenen Ausfahrten [[Salzenforst]] und [[Uhyst am Taucher]] sind. Westlich der Autobahnbrücke über die S100 (Bautzen–Kamenz) sollte ursprünglich die Anschlussstelle Prischwitz gebaut werden. Das Dorf ist an den [[ÖPNV]] durch die [[ZVON]]-Plusbuslinie 530 angebunden, die Prischwitz werktags stündlich mit Bautzen und Kamenz verbindet. Der nächste Bahnhof ist [[Seitschen]] (5,9&amp;amp;nbsp;km).&amp;lt;!--Der um 1910 in Betracht gezogene Bau der [[Sächsische Nordostbahn|Sächsischen Nordostbahn]] von Bautzen nach Kamenz über Prischwitz wurde nicht verwirklicht.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Energie ===&lt;br /&gt;
Vor einiger Zeit waren zwei Windenergieanlagen unmittelbar südlich der Bundesautobahn 4 in der Gemarkung Prischwitz geplant.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wind1&amp;quot; /&amp;gt; Der Bau wurde jedoch aus Gründen des [[Tierschutz|Tierschutzes]] im Jahr 2003 vom [[Verwaltungsgericht Dresden]] untersagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommunikation ===&lt;br /&gt;
Seit 1912 ist Prischwitz an das Telegrafen- bzw. Telefonnetz angeschlossen. Das „Amt Prischwitz“ arbeitet auch heute noch, die Vermittlungstechnik wurde jedoch nach Bautzen verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
Die erste Schule für die Prischwitzer Kinder war [[Bolbritz]], von 1884 bis 1946 Muschelwitz, danach bis 1980 das Schulkombinat [[Storcha]]/Bolbritz und seitdem Göda. Die [[Fahrbücherei]] der [[Stadtbibliothek Bautzen]] bedient das Dorf im 14-täglichen Rhythmus mit ausleihbaren Büchern, Zeitschriften, Kassetten, CDs, Videos und CD-ROMs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstiges ===&lt;br /&gt;
Seit 1906 existiert die [[Freiwillige Feuerwehr]] Prischwitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sachsentour 2005.JPG|mini|Peloton der Sachsentour 2005 in Prischwitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prischwitz war regelmäßig Durchgangsort der [[Sachsen-Tour]].&lt;br /&gt;
Außerdem gibt es das gemeinsame Adventssingen, welches jedes Jahr von einer anderen Familien organisiert wird, sowie das jährliche [[Hexenbrennen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
Auf Grund einer relativ hohen Anzahl von Personen katholischer Konfession in den ehemaligen Ortsteilen ist Prischwitz eine von 25 Ortschaften in der ansonsten eher evangelischen Oberlausitz, in denen gemäß [[Fronleichnamsverordnung]] [[Fronleichnam]] ein gesetzlicher Feiertag ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=F. Schust, J. Wasternack: Granitoid-Typen in postkinematischen Granitoidplutonen: Abbilder von autonomen Intrusionsschüben – Beispiele vom Nordrand des Böhmischen Massivs (Erzgebirge – Harz – Lausitz). – Z. geol. Wiss., 30: 77–117, Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2002}}&lt;br /&gt;
* {{WdH|40}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Titel=Chronik der Schule zu Muschelwitz – zum 50jährigen Jubiläum und Heimatfest&lt;br /&gt;
   |Datum=1934-07-01}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Gemeindeverwaltung Göda &lt;br /&gt;
   |Titel=Göda – tausendjährig. Festschrift zum Jubiläum&lt;br /&gt;
   |Auflage=2.&lt;br /&gt;
   |Ort=Bautzen&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-936758-36-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Prischwitz/Prěčecy}}&lt;br /&gt;
* {{HOV}}&lt;br /&gt;
* [https://www.goeda.de/verzeichnis/visitenkarte.php?mandat=244609 &amp;#039;&amp;#039;Ortsteil Prischwitz&amp;#039;&amp;#039;] In: Webauftritt der Gemeinde Göda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Göda}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Göda)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oberlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im sorbischen Siedlungsgebiet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Bautzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bautzen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1160]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Hoyerswerdaer Schwarzwasser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J budissin</name></author>
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