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	<title>Prinzip der wohlwollenden Interpretation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T02:06:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Prinzip_der_wohlwollenden_Interpretation&amp;diff=2381620&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PerfektesChaos: tk k</title>
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		<updated>2025-12-22T12:05:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--Dieser Artikel beruht auf einer Übersetzung von http://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Principle_of_charity&amp;amp;oldid=444682516 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prinzip der wohlwollenden Interpretation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; fordert, dass man Ideen, gegen die man argumentiert, im bestmöglichen Licht darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Normand Baillargeon: &amp;#039;&amp;#039;Intellectual Self-Defense&amp;#039;&amp;#039;. Seven Stories Press 2007, S. 78. Original: “we have to keep in mind the principle of charity according to which we must present the ideas we are contesting in the most favorable light.”&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere in der Philosophie und [[Rhetorik]] sollen demnach alle Äußerungen von Diskurspartnern als rational und, bei Meinungsverschiedenheiten, in ihrem bestmöglichen, stärksten Sinn verstanden werden. Ziel dieses [[Methodologie|methodologischen]] Prinzips ist, den Aussagen Anderer nicht Irrationalität, [[Fehlschluss|Trugschlüsse]] oder Unwahrheiten zuzuschreiben, wenn eine schlüssige, rationale Interpretation ebenfalls möglich ist. Nach [[Simon Blackburn]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Simon Blackburn |Titel=The Oxford Dictionary of Philosophy |Verlag=Oxford University Press |Ort=Oxford |Datum=1994 |Seiten=62 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; „zwingt es den Hörer dazu, die Wahrheit und [[Rationalität]] in den Äußerungen des Anderen zu maximieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Original: &amp;quot;it constrains the interpreter to maximize the truth or rationality in the subject’s sayings.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Argumente, die absichtlich gegen das Prinzip der wohlwollenden Interpretation verstoßen, können unter die [[Strohmann-Argument]]e gezählt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Vorläufer des Prinzips wurden bereits in der [[Scholastik]] verwendet,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oliver Scholz |Titel=Verstehen und Rationalität |Verlag=Klostermann |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2001 |Online=https://books.google.de/books?id=UgHsD60d0bkC}}&amp;lt;/ref&amp;gt; beispielsweise im Prolog zu [[Petrus Abaelardus]]’ Kompilation &amp;#039;&amp;#039;Sic et non&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wir finden in den Schriften der Heiligen hin und wieder etwas in Missklang zur Wahrheit. Da ist es der Frömmigkeit, der Demut und der Nächstenliebe [caritas] geschuldet, die „alles glaubt, alles hofft, alles erträgt,“ dass man nicht leichtfertig Mängel bei denen vermutet, die sie liebend umfängt, und dass man diese Schriftstellen entweder für nicht zuverlässig übersetzt oder verdorben hält, oder eingesteht, dass man sie nicht recht verstanden hat.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Pierre Abaelard: {{Webarchiv |url=http://www.abaelard.de/abaelard/050502sicnonl.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Sic et non&amp;#039;&amp;#039;. |wayback=20111114194835 |archiv-bot=2019-05-08 05:34:38 InternetArchiveBot}} abaelard.de&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neil L. Wilson gab dem Prinzip 1958/1959 den Namen &amp;#039;&amp;#039;principle of charity&amp;#039;&amp;#039;. Hauptsächliches Anwendungsgebiet war die Bestimmung der [[Referenz (Linguistik)|Referenz]] von Eigennamen, also die Frage, auf welche Person oder welchen Gegenstand sich der Name bezieht:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wie sollen wir vorgehen, wenn wir herausfinden wollen, welche Bedeutung jemand mit einem bestimmten Namen verbindet? […] Nehmen wir an, jemand (den ich „Charles“ nennen möchte) stellt genau fünf Behauptungen auf, die den Namen „Cäsar“ enthalten. […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Cäsar hat Gallien erobert. (Gc)&lt;br /&gt;
# Cäsar hat den Rubikon überschritten. (Rc)&lt;br /&gt;
# Cäsar wurde an den Iden des März ermordet. (Mc)&lt;br /&gt;
# Cäsar war süchtig nach dem Ablativus absolutus. (Ac)&lt;br /&gt;
# Cäsar war mit [[Boudicca|Boadicea]] verheiratet. (Bc)&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[…] Und so orientieren wir uns an etwas, was man das Prinzip der wohlwollenden Interpretation [Principle of Charity] nennen kann. Als Referenzobjekt des Namens wählen wir denjenigen Gegenstand, der möglichst viele von Charles’ Äußerungen wahr macht.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Neil L. Wilson |Titel=Substances without Substrata |Sammelwerk=The Review of Metaphysics |Band=12 |Nummer=4 |Datum=1959-06 |Seiten=532 f. |Sprache=en |JSTOR=20123725}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Willard Van Orman Quine]] und sein Schüler [[Donald Davidson]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Donald Davidson |Titel=Inquiries into Truth and Interpretation |Verlag=Clarendon Press |Ort=Oxford |Datum=1984 |Sprache=en |JahrEA=1974 |Kapitel=Ch. 13: &amp;#039;&amp;#039;On the Very Idea of a Conceptual Scheme&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; geben im Kontext ihrer Konzeptionen der radikalen Übersetzung bzw. radikalen Interpretation andere Formulierungen. Quine formuliert als Maxime der Erstübersetzung: „The maxim of translation underlying all this is that assertions startlingly false on the face of them are likely to turn on hidden differences of language. […] The common sense behind the maxim is that one’s interlocutor’s sillyness, beyond a certain point, is less likely than bad translation – or, in the domestic case, linguistic divergence.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Willard Van Orman Quine |Titel=Word and Object |Verlag=M.I.T. Press |Ort=Cambridge MA |Datum=1960 |Seiten=59f |Sprache=en |Online=https://books.google.de/books/about/Word_and_Object.html?id=sVH3YlIZK5QC}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Davidson sprach gelegentlich vom &amp;#039;&amp;#039;Prinzip der rationalen Anpassung&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Original: “principle of rational accommodation”&amp;lt;/ref&amp;gt; das er wie folgt zusammenfasste: „Die Worte und Gedanken Anderer ergeben den meisten Sinn, wenn wir sie so interpretieren, dass wir ihnen am ehesten zustimmen können.“&amp;lt;ref&amp;gt;Original: “we make maximum sense of the words and thoughts of others when we interpret in a way that optimises agreement”&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird –&amp;amp;nbsp;z.&amp;amp;nbsp;B. von [[Daniel Dennett]] und Richard Grandy&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Richard Grandy |Titel=Reference, Meaning, and Belief |Sammelwerk=The Journal of Philosophy |Band=70 |Nummer=14 |Datum=1973-08 |Seiten=439–452 |Sprache=en |JSTOR=2025108}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;amp;nbsp;– auch diskutiert, ob das Prinzip am besten als Prinzip der Menschlichkeit (&amp;#039;&amp;#039;principle of humanity&amp;#039;&amp;#039;) aufzufassen sei, dem zufolge wir den zu interpretierenden Sprechern „diejenigen propositionalen Einstellungen zuschreiben sollten, von denen wir erwarten würden, dass wir sie unter den gegebenen Umständen selbst ausbilden würden“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniel Dennett |Titel=The Intentional Stance |Verlag=M.I.T. Press |Ort=Cambridge MA |Datum=1989 |Seiten=343 |Sprache=en |Online=https://books.google.de/books?id=Qbvkja-J9iQC |Kapitel=Mid-Term Examination}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das schließt ausdrücklich ein, dass wir anderen &amp;#039;&amp;#039;falsche&amp;#039;&amp;#039; Überzeugungen zuschreiben dürfen und sollen, wenn ihre epistemische Situation es plausibel macht, dass sie diese Überzeugungen erworben haben. Beispielsweise ist es wahrscheinlich, dass jemand, der auf eine Uhr sieht, die vier Uhr anzeigt, daraufhin die Überzeugung ausbildet, es sei vier Uhr – auch wenn der Interpret weiß, dass die Uhr eine halbe Stunde vorgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://philosophy.lander.edu/oriental/charity.html Lander University’s Phil department] (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahrheit (Philosophie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redekultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PerfektesChaos</name></author>
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