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	<title>Prinz-Albrecht-Palais - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T07:22:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Prinz-Albrecht-Palais&amp;diff=239519&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Emmridet: Kleinkram</title>
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		<updated>2025-09-27T08:09:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:IV 69576 Vc.jpg|mini|hochkant=1.2|Das Prinz-Albrecht-Palais, 1890&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;[[Lichtdruck (Druck)|Lichtdruck]] von [[Römmler &amp;amp; Jonas]]&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Prinz-Albrecht-Palais&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein herrschaftliches [[Stadtpalais]] in der [[Berlin-Friedrichstadt|Berliner Friedrichstadt]]. Es befand sich in der [[Wilhelmstraße (Berlin-Mitte)|Wilhelmstraße]] 102, gegenüber dem westlichen Ende der [[Kochstraße (Berlin)|Kochstraße]], und wurde 1949 nach schweren Kriegsschäden gesprengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Baron [[François Mathieu Vernezobre de Laurieux|Franziskus Matthäus von Vernezobre de Laurieux]] ließ das Gebäude zwischen 1737 und 1739 errichten. Der aus einer [[Hugenotten]]familie stammende und 1721 in den preußischen Adels- und Freiherrnstand erhobene Kaufmann hatte im [[Seide]]nhandel und mit Bankgeschäften in Paris ein beträchtliches Vermögen erwirtschaftet, das er in Gütern auf dem Barnim, in der Uckermark und in der Niederlausitz anlegte. Als König [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;I.]] ihm befahl, seine Tochter mit dem von ihr abgelehnten [[Friedrich Wilhelm Quirin von Forcade]] zu vermählen, konnte Vernezobre die Heirat nur abwenden, indem er anbot, in der vom König für den Bau von repräsentativen Palais vorgesehenen [[Wilhelmstraße (Berlin-Mitte)|Wilhelmstraße]] eine Stadtresidenz zu errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Armin Dahl: [http://www.kreuzberger-chronik.de/chroniken/2003/juni/geschichte.html Geschichte des Prinz-Albrecht-Palais.] kreuzberger-chronik.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seinem Tode 1748 &amp;lt;!--erbte sie sein Sohn Friedrich Wilhelm von Vernezobre, Gutsherr in [[Briesen (Spreewald)]] und Landrat des [[Kreis Cottbus|Kreises Cottbus]], der später in Vermögensverfall geriet. Kein Nachweis --&amp;gt; ging das Palais als Gemeinschaftserbe an seine Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dreigeschossige Hauptgebäude mit zur Straße hin offenem Ehrenhof und zwei Wirtschaftsflügeln beiderseits des Eingangs lag zu Beginn seiner Geschichte noch etwas abseits in der Nähe der [[Berliner Stadtmauer|Stadtmauer]] und der hinter dem Haus liegende Park erstreckte sich bis zur heutigen [[Stresemannstraße (Berlin)|Stresemannstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Palais wurde 1753 an den Gesandten der [[Republik der Vereinigten Niederlande]], [[Dietrich Hubert von Verelst]] vermietet und 1760 an den Bankier [[Carl Friedrich Werstler]] verkauft. 1763 mietete es [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich der Große]] für ein halbes Jahr und quartierte den türkischen Gesandten [[Ahmed İbrahim Resmî|Ahmet Resmi Efendi]] mit seinem Gefolge dort ein. 1769 wurde es meistbietend verkauft an den Minister [[Ludwig Philipp vom Hagen|Ludwig Philipp Freiherr vom Hagen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dessen Tod erbte es sein Bruder, der Domherr und Landesdirektor [[Wilhelm Adolf vom Hagen]] (1721–1787). Von ihm kaufte es die Äbtissin von [[Quedlinburg]], Prinzessin [[Amalie von Preußen]], jüngste Schwester Friedrichs des Großen, als Berliner Sommerresidenz. Nach deren Tod 1787 erbte es [[Friedrich Ludwig Karl von Preußen|Prinz Ludwig]], der zweite Sohn [[Friedrich Wilhelm II. (Preußen)|Friedrich Wilhelms&amp;amp;nbsp;II.]], der es 1791 dem Markgrafen [[Alexander (Brandenburg-Ansbach-Bayreuth)|Karl Alexander von Ansbach-Bayreuth]] überließ, weshalb es dann als &amp;#039;&amp;#039;Anspach’sches Palais&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1802 diente es als Quarantänestation für die damals spektakuläre [[Pocken#Impfung|Pockenschutzimpfung]] des preußischen Kronprinzen [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;III.]] Nach dem Tod des Markgrafen im Jahr 1806 waren die Besitzverhältnisse strittig, da unklar war, ob das Palais dem Markgrafen übereignet worden war; aber das Palais blieb letztendlich im Besitz der Hohenzollern-Familie, die es für [[Napoleon Bonaparte|Napoleons]] Truppen räumen musste und die Verwaltung der französischen Feldpost wurde dort untergebracht. Ab 1808 befanden sich dann Malerateliers und eine Musikschule in dem Palais.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rabe Prinz Albrecht.jpg|mini|hochkant|Johannes Rabe: &amp;#039;&amp;#039;Prinz Albrecht in seinem Arbeitszimmer&amp;#039;&amp;#039; mit [[August Sabac el Cher]], 1853]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neugegründete &amp;#039;&amp;#039;[[Königin-Luise-Stiftung|Luisenstiftung]]&amp;#039;&amp;#039; wurde 1811 im Palais untergebracht,&amp;lt;ref&amp;gt;Gernot Ernst, Ute Laur-Ernst: &amp;#039;&amp;#039;Die Stadt Berlin in der Druckgrafik&amp;#039;&amp;#039;. Lukas-Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-86732-055-9, S.&amp;amp;nbsp;151.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis es um 1830 vom Prinzen [[Albrecht von Preußen (1809–1872)|Albrecht von Preußen]] erworben wurde, der es von [[Karl Friedrich Schinkel]] renovieren und umgestalten ließ. 1860 bis 1862 erfolgte eine weitere Umgestaltung durch den Architekten [[Adolf Lohse (Architekt)|Adolf Lohse]]. Nach dem Tod Albrechts nutzte auch sein Sohn [[Albrecht von Preußen (1837–1906)|Albrecht]] das Gebäude als Wohnung. In den Diensten der Prinzen Albrecht stand der Kammerdiener [[August Sabac el Cher]]. Auch nach der [[Novemberrevolution]] von 1918 blieb das Gebäude Eigentum des [[Hohenzollern|Hauses Hohenzollern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1870er Jahren wurde am Nordrand des Parks eine später „Prinz-Albrecht-Straße“ genannte Privatstraße angelegt; heute [[Niederkirchnerstraße]]. Einige kleinere Flächen gehörten zu Grundstücken der Leipziger Straße. Die Gebäude auf der südlichen Straßenseite ([[Ethnologisches Museum (Berlin)|Museum für Völkerkunde]], Kunstgewerbeschule, -museum bzw. [[Martin-Gropius-Bau]]) befanden sich überwiegend auf dem früheren Parkgelände. An der Westseite des Parks, bei der historischen [[Berliner Zoll- und Akzisemauer|Akzisemauer]] im Verlauf der heutigen Stresemannstraße, entstanden in den 1920er Jahren [[Europahaus (Berlin)|Europahaus]] und [[Deutschlandhaus (Berlin-Kreuzberg)|Deutschlandhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1989-0508-503, Berlin, Prinz-Albrecht-Palais, Staatssalon.jpg|mini|Staatssalon im Palais, 1928]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1928 bis 1931 mietete die [[Reichsregierung (Weimarer Republik)|Reichsregierung]] das Palais als Gästehaus, beispielsweise für die Könige von [[Königreich Afghanistan|Afghanistan]] (1928) und [[Königreich Ägypten|Ägypten]] (1929).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1934 bezog das [[SD-Hauptamt]], die oberste Führungsstelle des [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS]] (SD), unter [[Reinhard Heydrich]] das Gebäude. Es wurde damit zugleich der Dienstsitz Heydrichs als Chef der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]]. Die danebenliegenden Gebäude Wilhelmstraße&amp;amp;nbsp;101 und 103–106 gehörten später ebenfalls zum SS-Verwaltungskomplex aus Prinz-Albrecht-Palais und der benachbarten &amp;#039;&amp;#039;Prinz-Albrecht-Straße&amp;#039;&amp;#039; (heute: [[Niederkirchnerstraße]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem [[Luftangriffe der Alliierten auf Berlin|alliierten Luftangriff]] vom 22. zum 23.&amp;amp;nbsp;November 1944 trug das Palais schwerste Beschädigungen davon. Es galt als „Totalverlust“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hartwig Beseler]], [[Niels Gutschow]]: &amp;#039;&amp;#039;Kriegsschicksale deutscher Architektur. Verluste – Schäden – Wiederaufbau. Eine Dokumentation für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Nord&amp;#039;&amp;#039;. Wachholtz, Neumünster 1988, ISBN 3-529-02685-9, S. 158–160.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung Berlins enteignete die [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland]] den gesamten Privatbesitz der [[Hohenzollern]] entschädigungslos. Das Haus ging in den Besitz der Stadt Berlin über.&amp;lt;ref&amp;gt;Bert Becker: Das [[Niederländisches Palais|Niederländische Palais]]: Zur Geschichte des Hauses und seiner Bewohner in: Vorstand der Deutsch-Niederländischen Gesellschaft e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren der Niederländer zwischen Thüringer Wald und Ostsee&amp;#039;&amp;#039;. II.&amp;amp;nbsp;Symposium, als Manuskript gedruckt, Berlin 1994, S.&amp;amp;nbsp;103–123, hier S.&amp;amp;nbsp;115, mit Nachweis&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Senat von Berlin|Berliner Senat]] ließ 1949 die immer noch „eindrucksvolle Ruine“ ohne Rücksicht auf [[denkmalpflege]]rische Belange sprengen. Das 1955 abgeräumte Grundstück verpachtete er später zum Teil an den Betreiber eines [[Autodrom|Autodroms]] mit dem Firmenmotto „Fahren ohne Führerschein!“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Sprengung, Topografie (s.&amp;amp;nbsp;[[#Literatur|Literatur]]), S.&amp;amp;nbsp;192, zum Autodrom S.&amp;amp;nbsp;202&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Louis Ferdinand von Preußen (1907–1994)|Louis Ferdinand von Preußen]], der Chef des Hauses Hohenzollern, verzichtete 1961 auf die Eigentumsansprüche seiner Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1987 befindet sich auf dem Gelände des Prinz-Albrecht-Palais und der benachbarten Kunstgewerbeschule, der ehemaligen Gestapo-Zentrale, die seit 1992 von der gleichnamigen [[Stiftung]] betriebene Gedenkstätte [[Topographie des Terrors]]. Dort eröffnete am 6.&amp;amp;nbsp;Mai 2010 das Dokumentationszentrum &amp;#039;&amp;#039;Topographie des Terrors&amp;#039;&amp;#039; zur Geschichte des [[Reichssicherheitshauptamt]]s und der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* George Hesekiel: &amp;#039;&amp;#039;Preußens Königliche Schlösser&amp;#039;&amp;#039;. In: {{Literatur |Hrsg=[[Julius Rodenberg]] |Titel=Der Salon für Literatur, Kunst und Gesellschaft |Band=2 |Verlag=A. H. Payne |Ort=Leipzig |Datum=1873 |Seiten=969–972 |Online={{Google Buch |BuchID=6vdUAAAAcAAJ |Seite=969 |Linktext=}}}}&lt;br /&gt;
* {{WasmuthsBaukunst |Autor=- |Titel=Ideenwettbewerb zur Verbauung der Prinz-Albrecht-Gärten in Berlin |Jahr=1924 |Heft=7 |Seiten=197–214 |zlb=208}}&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Rürup]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt auf dem „Prinz-Albrecht-Gelände“. Eine Dokumentation.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1987, ISBN 3-922912-21-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kreuzberger-chronik.de/chroniken/2003/juni/geschichte.html Geschichte des Prinz-Albrecht-Palais]&lt;br /&gt;
* [http://www.topographie.de/ Stiftung Topographie des Terrors]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www2.uni-wuppertal.de/FB5-Hofaue/Brock/Projekte/Lehrpfad/Statio2.html |wayback=20160309185347 |text=Lehrpfad Wilhelmstraße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=52/30/22/N |EW=13/23/8/E |type=landmark |region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser in Berlin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1127264346|VIAF=6899148947826754950008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Palais in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichssicherheitshauptamt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Kreuzberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karl Friedrich Schinkel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1940er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wilhelmstraße (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Albrecht von Preußen (1809–1872)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtpalais]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohenzollern]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Emmridet</name></author>
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