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	<title>Princess Sophia - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Princess_Sophia&amp;diff=1623552&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wheeke: HC: Entferne Kategorie:Verkehrsgeschichte (Kanada); Ergänze Kategorie:Schifffahrtsgeschichte (Kanada)</title>
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		<updated>2025-12-07T08:14:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Verkehrsgeschichte_(Kanada)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Verkehrsgeschichte (Kanada) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Verkehrsgeschichte (Kanada)&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Schifffahrtsgeschichte_(Kanada)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Schifffahrtsgeschichte (Kanada) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Schifffahrtsgeschichte (Kanada)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Schiff&lt;br /&gt;
| Schiffskategorie     = Handelsschiff&lt;br /&gt;
| Name                 = &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Bild                 = Princess Sophia (steamship) (ca 1912).jpg&lt;br /&gt;
| Bildtext             = &lt;br /&gt;
| {{Infobox Schiff/Basis&lt;br /&gt;
 | Land                = {{CAN-1868}}&lt;br /&gt;
 | andere Schiffsnamen = &lt;br /&gt;
 | Schiffstyp          = [[Passagierschiff]], [[Fähre]]&lt;br /&gt;
 | Rufzeichen          = &lt;br /&gt;
 | Heimathafen         = [[Vancouver]]&lt;br /&gt;
 | Reederei            = [[Canadian Pacific Railway]]&lt;br /&gt;
 | Bauwerft            = Bow, McLaughlan and Company, [[Paisley]]&lt;br /&gt;
 | Baunr               = 272&lt;br /&gt;
 | Stapellauf          = 8. November 1911&lt;br /&gt;
 | Indienststellung    = 7. Juni 1912&lt;br /&gt;
 | Verbleib            = 25. Oktober 1918 gesunken&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Schiff/Daten&lt;br /&gt;
 | AbJahr      = &lt;br /&gt;
 | Länge       = 75&lt;br /&gt;
 | Breite      = 13&lt;br /&gt;
 | Tiefgang    = 7&lt;br /&gt;
 | Verdrängung = &lt;br /&gt;
 | Vermessung  = 2.320 [[Registertonne|BRT]] / 1.466 NRT&lt;br /&gt;
 | Besatzung   = &lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Schiff/Antrieb&lt;br /&gt;
 | Antrieb           = Dreifachexpansions-[[Dampfmaschine]]n&lt;br /&gt;
 | Maschinenleistung = &lt;br /&gt;
 | Geschwindigkeit_M = 14&lt;br /&gt;
 | Propeller         = 1&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
| {{Infobox Schiff/Transport&lt;br /&gt;
 | Tragfähigkeit = &lt;br /&gt;
 | Container     = &lt;br /&gt;
 | Rauminhalt    = &lt;br /&gt;
 | RoRo          = &lt;br /&gt;
 | PaxPlätze     = 250&lt;br /&gt;
 }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein 1912 in Dienst gestelltes [[Passagierschiff]] der [[Canadian Pacific Railway]], das an der kanadischen Westküste als so genannter [[Coastal Liner]] eingesetzt wurde. Diese Art von [[Schiff]]en beförderte [[Passagier]]e, [[Frachtgut|Fracht]] und [[Post]] zwischen den Städten an der [[Pazifische Küste|Pazifikküste]] von [[British Columbia]] und [[Alaska]] auf einer Route, die [[Inside Passage]] genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den frühen Morgenstunden des 24. Oktober 1918 prallte die &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; im [[Lynn Canal]] in Alaska in einem [[Sturm]] auf ein [[Riff (Geographie)|Riff]] und lief auf Grund. Das manövrierunfähige Schiff blieb 40 Stunden dort stecken, ohne dass Hilfe zu ihm durchdringen konnte. Der Sturm und die hohen Wellen drückten die &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; zurück ins Wasser, alle 343 Passagiere und Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Es handelt sich um das bisher größte [[Liste von Katastrophen der Schifffahrt|Schifffahrtsunglück]] an der [[nordamerika]]nischen Westküste und die größte Tragödie in der Geschichte der zivilen kanadischen Schifffahrt nach dem Untergang der &amp;#039;&amp;#039;[[Empress of Ireland]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung und Konstruktion ==&lt;br /&gt;
Im Mai 1911 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; von der Canadian Pacific Railway bei der [[Werft]] Bow, McLaughlan and Company im schottischen Paisley bestellt. Sie war eines von vier [[Schwesterschiff]]en, die die CPR in den Jahren 1910 und 1911 in Dienst stellte. Die anderen drei waren die &amp;#039;&amp;#039;Princess Alice&amp;#039;&amp;#039; (3.099 BRT), die bei [[Swan Hunter]] gebaut wurde, die &amp;#039;&amp;#039;Princess Adelaide&amp;#039;&amp;#039; (3.061 BRT, [[Fairfield Shipbuilders]]) und die &amp;#039;&amp;#039;Princess Mary&amp;#039;&amp;#039; (2.155 BRT), die ebenfalls bei Bow, McLaughlan and Company entstand. Diese [[Dampfschiff|Dampfer]] gehörten zur so genannten Princess Fleet. Dies war der inoffizielle Name der CPR-Küstendampfer in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Februar 1912 verließ das fertige Schiff Schottland in Richtung [[Victoria (British Columbia)]]. Getauft wurde der Dampfer von der Tochter von Arthur Piers, dem Manager des Lake Steamship Department der Canadian Pacific Railway. Der Bau des Schiffes kostete 250.000 [[Pfund Sterling|britische Pfund]] (nach damaligem Geldwert). Die Überführungsfahrt ging um [[Kap Hoorn]] und wurde von Kapitän Lindgren geleitet, der schon mehrere Schiffe der [[Reederei]] auf diesem Weg geführt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das 2.320 BRT große Schiff verfügte über einen Stahlrumpf, eine doppelte Außenhaut, eine Funkeinrichtung für drahtlose [[Telegrafie]] und [[Elektrizität|elektrisches Licht]]. Die Baupläne der &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; sahen Kohle als Treibstoff vor, aber schon kurz nach der Ankunft des Schiffs in British Columbia wurde es auf Öl umgestellt. Der Speisesaal der &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; bot 112 Gästen Platz und verfügte über große Panoramafenster, durch die man während der Mahlzeiten die Küstenlandschaften verfolgen konnte. Zu diesem Zweck gab es auch eine [[Ahorne|Ahorn]]-getäfelte Observation Lounge. Die komfortable Social Hall war mit einem Konzertflügel ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dienstzeit als Coastal Liner ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Princess Sophia leaving Victoria BC with troops, ca 1915.JPG|mini|links|Die &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; verlässt [[Victoria (British Columbia)|Victoria]] mit einschiffenden kanadischen Truppen im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Jahr 1901 verfügte Canadian Pacific Railway über einen regulären Liniendienst von [[Dampfschiff]]en an der Westküste Kanadas und der Südostküste Alaskas. Diese Schiffe transportierten Passagiere, Fracht und Post von und zu den bedeutenderen Städten dieser Küstenlinie wie [[Prince Rupert]], [[Alert Bay]], [[Wrangell (Alaska)|Wrangell]], [[Ketchikan]], [[Juneau]] und [[Skagway]]. Diese wichtige [[Handelsweg|Handelsroute]], die heute noch existiert, heißt Inside Passage. Die ersten Coastal Liner wurden noch aus Holz gebaut, aber nachdem es auf der Inside Passage wiederholt zu Unfällen mit den relativ unsicheren hölzernen Schiffen gekommen war, wechselte Canadian Pacific Railway zu aus Stahl gebauten Schiffshüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dieser Strecke wurden viele verschiedene Schiffstypen eingesetzt, der vorherrschende war aber der Coastal Liner. Diese Schiffsart war für den Verkehr in geschützten Küstengewässern vorgesehen, wurde aber auch so konstruiert, dass die Schiffe schweren Wetterbedingungen auf dem offenen Meer standhalten konnten. Coastal Liner waren für einige entlegene Orte oft die einzige Verbindung zur Außenwelt. Als Schiff dieses Typus durfte sich die &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; höchstens 50 Meilen von der Küste entfernen, wenn sie Passagiere transportierte. Ihre generelle Passagierkapazität lag bei 250 Personen in zwei Klassen, bei Sondergenehmigung durfte das Schiff aber bis zu 500 Reisende an Bord nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang bediente die &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; die Route Victoria – Prince Rupert, aber ab dem Sommer 1913 machte das Schiff alle zwei Wochen eine Fahrt von Victoria nach Skagway mit Zwischenstopp in Prince Rupert. Auf dieser Strecke verkehrte sie mit der &amp;#039;&amp;#039;Princess Mary&amp;#039;&amp;#039; in einem regelmäßigen Liniendienst. Ab November 1914 wurde sie vorübergehend als [[Truppentransporter]] im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die letzte Fahrt ==&lt;br /&gt;
=== Beginn der Reise ===&lt;br /&gt;
Am Mittwoch, dem 23. Oktober 1918 um 22:10 Uhr lief die &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; mit 268 Passagieren und 75 Besatzungsmitgliedern aus dem Hafen von Skagway (Alaska) aus. Unter den Reisenden waren 30 Frauen und 18 Kinder. Die geplante Abfahrtszeit von 19 Uhr hatte sich um mehr als drei Stunden verzögert. Die geplante Reiseroute sah folgenden Ablauf vor: Am 24. Oktober Halt in [[Juneau]] und Wrangell in Alaska, am 25. Oktober in Ketchikan und Prince Rupert, am 26. Oktober in Alert Bay und Ankunft am 27. Oktober in [[Vancouver]]. Der Kapitän auf dieser Fahrt war der 66-jährige Leonard Pye Locke aus [[Halifax (Nova Scotia)|Halifax]], ein Veteran der kanadischen Pazifikküste, der seit seinem 16. Lebensjahr zur See fuhr und schon für den kanadischen Schifffahrts- und Eisenbahnmagnaten [[James Dunsmuir]] gearbeitet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Stunden nach der Abfahrt dampfte die &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; südwärts durch den [[Lynn Canal]], eine [[Bucht]] im [[Alexanderarchipel]] an der Südküste von Alaska, als sie in einen heftigen [[Blizzard]] geriet. Der dichte Schnee, der von starken Nordwestwinden angetrieben wurde, reduzierte die Sicht erheblich. Starke Strömungen und stürmischer Wind brachten das Schiff leicht vom Kurs ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strandung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Princess Sophia on Vanderbilt Reef 10-24-1918, looking NE.JPG|mini|Die &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; auf dem Vanderbilt Reef, Donnerstag, 24. Oktober 1918. Im Vordergrund ist die Navigationsboje zu sehen. Als dieses Foto gemacht wurde, waren bereits genügend Rettungsschiffe vor Ort, um alle Passagiere der &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; zu retten.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Princess Sophia on Vanderbilt Reef 10-24-18 looking east.jpg|mini|Die gestrandete &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; am Nachmittag des 24. Oktober mit Blick nach Nordosten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 02:10 Uhr am Morgen des 24. Oktober lief der Dampfer im Lynn Canal 54 Meilen südlich von Skagway bei Höchstgeschwindigkeit auf das Vanderbilt [[Riff (Geographie)|Reef]], die Spitze eines 305 Meter hohen Unterwasserberges. Kapitän Locke telegrafierte an das Büro der Canadian Pacific Railway in Juneau, das etwa 20 Meilen südlich seiner Position lag, und bat um Instruktionen. Zugleich ließ er per Funk um Hilfe rufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schiff saß so hoch auf dem Riff, dass es nicht möglich war, die [[Rettungsboot (Ausrüstung)|Rettungsboote]] zu Wasser zu lassen. Bei Flut hätten die stürmischen Wellen die Boote mit sich gerissen und bei Ebbe wären sie auf den Felsen zerschellt. Die Menschen an Bord der &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; waren gefangen. Wind und Wellen schoben das Schiff immer weiter auf die Klippe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere in der Nähe befindliche Schiffe reagierten auf den Notruf und trafen am Unglücksort ein, aber wegen des heftigen [[Starkwind]]s und der schweren See konnte die &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; nicht evakuiert werden. Kapitän Locke wollte warten, bis sich die Lage beruhigt hatte. Außerdem ging er davon aus, dass die nächste Flut sein Schiff von den Felsen heruntertragen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rettungsversuche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:King &amp;amp; Winge 1916 C&amp;amp;GS.jpg|mini|links|&amp;#039;&amp;#039;King and Winge&amp;#039;&amp;#039;, 1916]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste Schiffe tauchten die Fischerboote &amp;#039;&amp;#039;Estebeth&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Amy&amp;#039;&amp;#039; auf, deren Kapitäne sie nah an die gestrandete &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; heranbringen wollten. Locke teilte ihnen per Megafon mit, dass sein Schiff sicher sei und sie lieber in einem nahen Hafen Schutz vor dem Sturm suchen sollten. Am Abend trafen das Fischereifahrzeug &amp;#039;&amp;#039;King and Winge&amp;#039;&amp;#039; und das Seezeichenfahrzeug &amp;#039;&amp;#039;Cedar&amp;#039;&amp;#039; ein. Mittlerweile hatte auch die Reederei über Funk von dem Unfall erfahren, war aber optimistisch. Die Leitung ging davon aus, dass die Passagiere in Kürze geborgen würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend des 24. Oktober brach an Bord die Elektrizität zusammen. Zahlreiche Passagiere schrieben Abschiedsbriefe und Testamente. Locke und die Kapitäne der Rettungsschiffe planten, mit der Evakuierung um 05.00 Uhr morgens am 25. Oktober zu beginnen, da dann die nächste Flut erwartet wurde und wenigstens ein paar Fuß Wasser um den Rumpf der &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; schwappen würden. So könnten die Boote herabgelassen und die Passagiere von den anderen Schiffen aufgenommen werden. In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober versammelten sich daher die Passagiere an Deck und einige der [[Rettungsboot (Ausrüstung)|Rettungsboote]] wurden ausgeschwungen. Herabgelassen wurde aber keines, denn der Sturm nahm immer größere Ausmaße an. Kapitän Locke hielt es für sicherer, vorerst doch niemanden vom Schiff zu lassen. Auch die Idee, die Schiffbrüchigen mit Seilen und Rettungsbojen herüberzuholen, wurde wegen der Sturmböen und des unberechenbaren Seegangs bald fallen gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Untergang ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Princess Sophia wrecked near buoy.JPG|mini|links|Das Wrack auf der Südseite des Vanderbilt Riffs. Die Navigationsboje kann nahe dem Mast gesehen werden, der als einziger Teil des Schiffs aus dem Wasser ragt. Der Fotograf stand auf dem Riff, anscheinend bei Ebbe. Die See ist im Gegensatz zum Tag des Untergangs sehr ruhig.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Nachmittag des 25. Oktober wurde die Situation immer auswegloser, als der [[Schneesturm]] immer gefährlicher wurde und die Schiffe sich zurückziehen mussten. Sie gingen vier Meilen südlich vor Sentinel Island vor Anker und berieten dort, wie sie weiter verfahren sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 16.50 Uhr funkte der Bordfunker der &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039;, David Robinson: „Schiff kentert auf dem Riff. Kommt sofort“, gefolgt um 17.20 Uhr von der Nachricht „Um Gottes Willen, beeilt euch, das Wasser kommt herein…“ (die Übermittlung brach ab). Die &amp;#039;&amp;#039;Cedar&amp;#039;&amp;#039; wusste von den schwachen Aggregaten der &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; und riet dem Funker, die Reserven zu sparen. Robinson antwortete: „Gut, das werde ich tun. Sprecht mit mir, damit ich weiß, dass ihr kommen werdet“. Das war der letzte Funkspruch der &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die See hob das Heck an und drehte es um 180 Grad, wodurch der Rumpf vom [[Kiel (Schiffbau)|Kiel]] losgerissen wurde. Der Kiel blieb auf den Felsen liegen, während der Rest des Schiffs in tiefere Gewässer glitt. Die [[Dampfkessel|Kessel]] explodierten, wodurch Teile der Decksaufbauten in sich zusammensackten und viele Menschen getötet wurden. Öl lief aus und verbreitete sich auf dem Wasser, sodass die Schwimmer im Wasser daran erstickten. Der Dampfer legte sich schließlich gegen 17.50 Uhr auf die Seite und ging unter. Die &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; sank mit allen Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord, es gab keine Überlebenden. Zum Zeitpunkt des Untergangs waren noch etwa 100 Menschen unter Deck, die anderen Personen wurden fortgespült.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachspiel ==&lt;br /&gt;
Am Morgen des 26. Oktober schneite es immer noch, aber der Wind hatte nachgelassen. Die &amp;#039;&amp;#039;Cedar&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;King and Winge&amp;#039;&amp;#039; und andere Schiffe kehrten zum Vanderbilt Reef zurück, wo nur noch einer der Masten der &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; aus dem Wasser ragte. Zahlreiche Leichen und zwei hölzerne Rettungsboote trieben in den eiskalten Fluten. Nach kurzer Zeit wurde die Suche nach Überlebenden eingestellt. Kapitän J. W. Ledbetter der &amp;#039;&amp;#039;Cedar&amp;#039;&amp;#039; telegrafierte „Kein Lebenszeichen, keine Hoffnung auf Überlebende.“ Lediglich ein kleiner Hund wurde lebend geborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch Monate nach dem Untergang wurden teilweise entsetzlich zugerichtete Leichen an die Küste von British Columbia gespült, daneben auch persönliche Habe der Passagiere wie Handtaschen, Briefe und Kinderspielzeug. Die meisten Toten wurden nach Vancouver gebracht, wo sie für die Beisetzung vorbereitet wurden. Bei zahlreichen Toten mussten Chemikalien verwendet werden, um die ölverschmierten Körper zu reinigen. Viele konnten nicht mehr identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch mehrere Tauchfahrten zum [[Wrack]] (Position {{Coordinate|NS=58/35/23.3/N|EW=135/5/43.2/W|text=DMS|article=/|type=landmark|region=XP|name=Wrack der Princess Sophia}}) zwischen August und Oktober 1919 wurden im Schiffsinneren etwa 100 Leichen gefunden. 66 von ihnen wurden auf Vancouvers Mountainview Cemetery beigesetzt. Im Jahr 1920 schlugen Versuche fehl, die &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; zu bergen. Noch heute weist das Riff sichtbare Spuren von der Kollision mit dem Dampfschiff auf. Die [[Schiffsglocke]] der &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; wurde im Rahmen der Bergungsbemühungen geborgen und 2004 dem Seefahrtsmuseum der Stadt Vancouver übergeben. Sie wurde offiziell zu einem nationalen Wertstück erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Untersuchung des Unglücks ==&lt;br /&gt;
Am 10. Januar 1919 begannen in Victoria die Sitzungen und Anhörungen des Untersuchungsausschusses, der die Umstände des Unglücks aufklären sollte. Den Vorsitz hatte J. D. Macpherson, der Wreck Commissioner der Provinz British Columbia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den geladenen Zeugen zählten Kapitäne und Seeleute, Offiziere und Ingenieure, Funker, sowie Besatzungsmitglieder der Schiffe, die der &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; zu Hilfe gekommen waren. Die wichtigsten Themenkomplexe waren das Wetter zum Zeitpunkt der Katastrophe, das Verhalten von Kapitän Locke und die Frage, ob die Möglichkeit bestanden habe, Passagiere der &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; nach der Strandung vom Schiff zu retten. Vor allen Dingen die Entscheidung des Kapitäns, das Schiff nicht zu evakuieren, wurde in Frage gestellt. Der Ausschuss kam zu dem Ergebnis, dass wenigstens ein Teil der Passagiere hätte gerettet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Betty O’Keefe und Ian MacDonald. &amp;#039;&amp;#039;The Final Voyage of the Princess Sophia: Did They All Have to Die?&amp;#039;&amp;#039; Heritage House Pub, 1999&lt;br /&gt;
* Ken Coates und Bill Morrison. &amp;#039;&amp;#039;The Sinking of the Princess Sophia: Taking the North Down With Her&amp;#039;&amp;#039;. University of Alaska Press, Alaska, 1991&lt;br /&gt;
* Robert D. Turner. &amp;#039;&amp;#039;Pacific Princesses – An Illustrated History of Canadian Pacific Railway&amp;#039;s Princess Fleet on the Northwest Coast&amp;#039;&amp;#039;. Sono Nis Press, Victoria (BC), 1977&lt;br /&gt;
* Gordon R. Newell. &amp;#039;&amp;#039;The H.W. McCurdy Marine History of the Pacific Northwest&amp;#039;&amp;#039;. Superior Publishing, Seattle (WA), 1966&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Princess Sophia (ship, 1911)|&amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
* [http://www.garemaritime.com/features/princess-sophia/ The Loss of the &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; auf Gare Maritime]&lt;br /&gt;
* [http://www.collectionscanada.gc.ca/sos/shipwrecks/002031-5100-e.html &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; auf Shipwreck Investigations]&lt;br /&gt;
* [http://www.yukoninfo.com/dawson/info/sssophia.htm Disaster Strikes... SS &amp;#039;&amp;#039;Sophia Sinks&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://vancouver.ca/commsvcs/nonmarketoperations/mountainview/history/sophia.htm Liste der Besatzungsmitglieder]&lt;br /&gt;
* [http://boards.ancestry.com/topics.disasters.usa.Princesssophia/mb.ashx Diskussion bei ancestry.com]&lt;br /&gt;
* [http://consortiumlibrary.org/archives/Photographs/PhotoExhibits/SteamshipsInTrouble.html Steamships In Trouble: The &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://query.nytimes.com/mem/archive-free/pdf?res=9F04E0D81539E13ABC4F51DFB6678383609EDE C. P. LINER FOUNDERS IN ALASKA GALE – Bericht der New York Times vom 27. Oktober 1918]&lt;br /&gt;
* [http://www.vancouvermaritimemuseum.com/main.jsp?page=156 Vancouver Maritime Museum – Die Glocke der &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.wrecksite.eu/wreck.aspx?25186 Die &amp;#039;&amp;#039;Princess Sophia&amp;#039;&amp;#039; auf wrecksite.eu]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Princess Sophia}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Passagierschiff (Kanada)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffskatastrophe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffsverlust durch Strandung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffsverlust 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffswrack]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dampfmaschinenschiff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsunglück 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seeunfall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schifffahrtsgeschichte (Kanada)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wheeke</name></author>
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